1. Einleitung
Trotz der momentanen Wirtschaftskrise gibt es in Deutschland ca. 850 Franchise-Systeme auf dem Markt, welche ein überdurchschnittliches Wachstum gegenüber der deutschen Gesamtwirtschaft mit über 200.000 neuen Arbeitsplätzen bis 2009 aufweisen. Der durchschnittliche Beschäftigungszuwachs betrug in den letzten Jahren ca. 6,5 %, hingegen betrug der gesamtwirtschaftliche Beschäftigungszuwachs in den letzten Jahren im Durchschnitt nur ca. 1,2 %.
Ziel dieser Hausarbeit ist es, das Erfolgsrezept des Absatz-Systems „Franchising“ theoretisch zu untersuchen und zu erklären. Hierbei wird am Anfang der Begriff des Franchising und dessen Ursprung erklärt. Anschließend werde ich Franchising kurz mit anderen Vertriebsformen vergleichen, um danach die Rechte und Pflichten des Franchisegebers und Franchisenehmers zu erklären. Als letztes zähle ich die Vor- und Nachteile bzw. mögliche Gefahren des Franchisings auf um den Gesamtüberblick über dieses Thema zu vollenden und um zu klären, warum Franchising so erfolgreich ist.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlagen
2.1. Der Begriff „Franchising“
2.2. Der Ursprung und die Entwicklung des Franchising
3. Vergleich mit anderen Vertriebsformen
3.1. Unterschiede zu anderen Vertriebsformen
4. Rechte und Pflichten des Franchisegebers und -nehmers
4.1. Pflichten des Franchisegebers
4.2. Pflichten des Franchisenehmers
4.3. Rechte des Franchisegebers und -nehmers
5. Vor- und Nachteile des Franchising
5.1. Vorteile des Franchising
5.2. Mögliche Gefahren des Franchising
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, das Erfolgsrezept des Absatzsystems „Franchising“ theoretisch zu untersuchen und zu erläutern, um ein Verständnis für dessen ökonomische Bedeutung und Funktionsweise zu entwickeln.
- Definition und geschichtliche Entwicklung des Franchisings
- Abgrenzung des Franchising zu anderen Vertriebsformen
- Detaillierte Analyse der Rechte und Pflichten der Vertragspartner
- Herausarbeitung der Vorteile für beide Seiten
- Identifikation potenzieller Risiken und Gefahren innerhalb einer Franchise-Partnerschaft
Auszug aus dem Buch
2.1. Der Begriff „Franchising“
Franchising ist ein auf Partnerschaft basierendes Absatzsystem, wodurch Waren, Dienstleistungen und Technologien im Rahmen eines entwickelten, erprobten und einheitlichen Konzepts vermarktet werden. Hierbei arbeiten rechtlich und finanziell selbstständige und unabhängige Unternehmen eng zusammen. Bei den einzelnen Systempartnern handelt es sich um den Franchisegeber und den Franchisenehmer.
Der Franchisegeber entwickelt ein eigenes Unternehmerisches Gesamtkonzept und überträgt dem Franchisenehmer das Recht, ein Geschäft entsprechend dem Konzept des Franchisegebers zu betreiben. Für die vom Franchisegeber eingeräumten Rechte muss der Franchisenehmer in der Regel eine Eintritts- bzw. eine Franchise-Gebühr bezahlen. Dabei erfährt der Franchisenehmer laufende Unterstützung in den Bereichen der technischen Ausstattung und Betriebswirtschaft und erhält zudem die Erlaubnis zur Nutzung der gewerblichen Schutz- und Urheberrechte sowie des Know-hows des Franchisegebers. Die Vereinbarungen hinsichtlich des Rahmens und der Dauer der Zusammenarbeit zwischen dem Franchisegeber und Franchisenehmer sind schriftlich in einem Franchise-Vertrag geregelt.
Bei der Vertriebsform Franchising handelt es sich um eine „Multiplikation eines Betriebssystems mit zwei selbstständigen Unternehmern als Vertragspartnern, denn der Franchise-Nehmer ist in eigenem Namen und auf eigene Rechnung tätig“.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das überdurchschnittliche Wachstum von Franchise-Systemen in Deutschland und steckt den theoretischen Rahmen der Untersuchung ab.
2. Grundlagen: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Franchisings als Partnerschaftssystem und skizziert dessen Ursprung sowie die historische Entwicklung.
3. Vergleich mit anderen Vertriebsformen: Hier erfolgt eine Abgrenzung des Franchising gegenüber dem Filial- und Lizenzsystem, wobei die Eigenständigkeit des Franchisenehmers hervorgehoben wird.
4. Rechte und Pflichten des Franchisegebers und -nehmers: Das Kapitel detailliert die vertraglichen Verpflichtungen beider Parteien, vom Know-how-Transfer bis hin zur Gebührenzahlung und Absatzförderpflicht.
5. Vor- und Nachteile des Franchising: Hier werden die Synergieeffekte des Systems sowie die spezifischen Gefahren wie Systemmüdigkeit und Emanzipation des Franchisenehmers analysiert.
6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Franchising durch die hohe Motivation selbstständiger Unternehmer zur wirtschaftlichen Stabilität beiträgt und bei korrektem Risikomanagement ein harmonisches Wachstum ermöglicht.
Schlüsselwörter
Franchising, Franchisegeber, Franchisenehmer, Absatzsystem, Know-how, Vertrag, Unternehmertum, Vertriebsform, Systemmüdigkeit, Betriebsförderung, Marktmacht, Eigenverantwortung, Geschäftsmodell, Franchise-Gebühr, Wirtschaftswachstum
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die grundlegenden Mechanismen und Strukturen des Franchising als erfolgreiches Absatzsystem in Deutschland.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition, dem Vergleich zu anderen Vertriebsformen, der rechtlichen Ausgestaltung der Partnerbeziehung sowie der Analyse von Chancen und Risiken.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, das Erfolgsrezept des Franchisings theoretisch zu untersuchen und zu erklären, warum es als „Jobmaschine“ mit hohem Beschäftigungszuwachs gilt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf Literaturrecherche und der Analyse bestehender Konzepte und Vertragssituationen basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition, den Vergleich zu anderen Systemen, die detaillierte Aufschlüsselung der Rechte und Pflichten sowie die Vor- und Nachteile der Kooperation.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Franchisegeber, Franchisenehmer, Know-how-Transfer, Vertrag, Absatzförderung und Systemstabilität.
Was versteht man unter der „Systemmüdigkeit“ des Franchisenehmers?
Es ist ein Phänomen, das meist nach einigen Jahren auftritt, bei dem der Franchisenehmer aufgrund gewonnener Expertise beginnt, die Vorgaben des Systems infrage zu stellen.
Warum spielt die Konkurrenzschutzpflicht eine Rolle?
Sie schützt den Franchisenehmer vor einer Kannibalisierung durch andere Franchisenehmer aus dem eigenen System im unmittelbaren Umkreis.
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- Andreas Schlüter (Author), 2009, Hausarbeit Franchising, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146428