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Bildung einer nachhaltigen Entwicklung in der Grundschule

Dargestellt am Thema: Nachhaltige Bewirtschaftung des Thüringer Waldes

Titel: Bildung einer nachhaltigen Entwicklung in der Grundschule

Masterarbeit , 2009 , 70 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Thomas Gräfe (Autor:in)

Didaktik - Sachunterricht, Heimatkunde
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Habt Ehrfurcht vor dem Baum!
Er ist ein einziges großes Wunder, und euren Vorfahren war er heilig. Die Feindschaft gegen den Baum ist ein Zeichen der Minderwertigkeit eines Volkes und von niedriger Gesinnung des Einzelnen.“

(Alexander von Humboldt)


Das Zitat des Naturforschers und Geografen Alexander von Humboldt macht unmissverständlich klar, dass diejenigen, die der Natur feindselig gegenüberstehen, ungebildete Menschen sind. Im Umkehrschluss lässt sich behaupten, dass hingegen gebildete Menschen sich die Natur zum Freund machen. Ebenso lässt sich interpretieren, dass die Natur den Menschen heutzutage nicht mehr heilig ist. Die Bildung des Menschen stellt nach dem Verständnis des Zitats eine wesentliche Größe dar. Daher ist es überaus wichtig, dass Bildungseinrichtungen in Zeiten fortschreitender Naturentfremdung geeignete Verfahren und Methoden entwickeln müssen, um diesen Trend entgegenzuwirken. Um die Natur verstehen zu können, ist es hilfreich, diese zu erleben und nicht nur von Berichten oder anderen sekundären Quellen zu zehren. Seit vielen Jahren versuchen verschiedene Institutionen, die Bewahrung der Natur durch Aufklärungsarbeit zu gewährleisten und die Menschen zu einer engeren Naturverbundenheit zu bewegen. Ziel der Umweltbildung ist unter anderem, dass die Menschen begreifen sollen, dass sie von der Natur abhängig sind und daher ein kluger und zukunftssicherer Umgang der natürlichen Ressourcen von Nöten ist. Auf der neunten Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung, am 23.11.2009, lobte und kritisierte die deutsche Bundeskanzlerin die Fortschritte der BRD hinsichtlich der nachhaltigen Entwicklung. In ihrer Rede griff sie das Motto des Nachhaltigkeitsrates, „Nachhaltigkeit in einer sich ändernden Welt - Weichenstellung für Deutschland“ , auf und machte unmissverständlich klar, dass das Prinzip der Nachhaltigkeit noch nicht in allen Gesellschaftsschichten verankert sei und daher weiterer Aufklärungs- und Handlungsbedarf besteht.

Leseprobe


Struktur des Inhalts

1. Einleitung

2. Agenda 21 und nachhaltige Entwicklung

2.1 Historische Aspekte der nachhaltigen Entwicklung

2.2 Bereiche der Nachhaltigkeit

2.3 Notwendigkeit der Bildung für Nachhaltige Entwicklung in der Grundschule

3. Das Ökosystem Wald

3.1 Gedanken

3.2 Geschichte des Waldes

3.3 Die Ökologie des Waldes

3.4 Funktionen des Waldes

3.4.1 Nutzfunktion

3.4.2 Schutzfunktion

3.4.3 Erholungsfunktion

3.5 Gefahren des Waldes

3.6 Der Thüringer Wald

3.7 Naturnaher Waldbau

3.8 Waldpädagogik

4. Kindheit im Wandel

5. Konzeption für die Grundschule

5.1 Vorüberlegung

5.2 Lehrplanbezug

5.2.1 Aufgaben des Heimat- und Sachkundeunterrichts

5.2.1.1 Sich selbst finden – in Gemeinschaften leben

5.2.1.2 Sich in Raum und Zeit zurechtfinden

5.2.1.3 Einblick in die Arbeitswelt gewinnen – Arbeit achten

5.2.1.4 Natur erfahren und verstehen

5.2.1.5 Mit Medien und Informationstechniken umgehen

5.2.1.6 Gesundheit fördern – sich wohl fühlen

5.3 Konzeption der geplanten Unterrichtseinheit „Ökosystem Wald“

5.3.1 Anmerkungen zum Unterrichtsentwurf

5.4 Ausführliche Darstellung des Unterrichtsentwurfes

5.4.1 Aufbau der Unterrichtseinheit

5.4.2 Lernziele

5.4.3 Durchführung „Walderlebnistag“

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist es, die Möglichkeiten einer Bildung für nachhaltige Entwicklung im Grundschulalter am Beispiel des Ökosystems Wald aufzuzeigen und ein praktisches Konzept für den außerschulischen Lernort Wald zu entwickeln, welches handlungsorientiertes Lernen fördert.

  • Nachhaltige Entwicklung und historische Aspekte
  • Ökologie und Funktionen des Ökosystems Wald
  • Waldpädagogik und Erlebnispädagogik
  • Lehrplanbezogene Unterrichtskonzeption für Grundschulen

Auszug aus dem Buch

3.3 Die Ökologie des Waldes

Unter Ökologie versteht man die Wissenschaft von wechselseitigen Beziehungen zwischen Organismen und deren Umwelt. Sie befasst sich mit dem Stoff- und Energiehaushalt der Biosphäre sowie mit den Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Organismen, zwischen den Organismen und den auf sie einwirkenden unbelebten Umweltfaktoren sowie zwischen den einzelnen unbelebten Umweltfaktoren. Unter Biosphäre versteht man den von Organismen bewohnbaren Raum des Planeten Erde. Zu den Organismen zählen Mikroorganismen, Pflanzen, Tiere und Menschen. Anders formuliert kann man sagen, dass ein Ökosystem eine natürliche Lebensgemeinschaft von Pflanzen und Tieren unter Berücksichtigung sämtlicher abiotischer und biotischer Faktoren darstellt. Abiotische Faktoren sind die Bestandteile eines Ökosystems, die nicht belebt sind, z.B. Gestein, Wasser, Luft oder Klima. Biotische Faktoren stellen das Gegenteil dar. Sie beziehen sich auf lebende Bestandteile, z.B. der Einfluss des Menschen auf seine Umwelt.

Die Gesamtheit der biotischen Organismen wird dabei als Biozönose bezeichnet. Diese Biozönose besiedelt einen Lebensraum oder Standort, dem Biotop. Die Lebewesen eines Ökosystems lassen sich in drei Kategorien einordnen: die Produzenten, die Konsumenten und die Destruenten. Die Produzenten kann man auch als die „Erzeuger“ bezeichnen. Sie sind in der Lage, anorganische Stoffe (Kohlendioxid und Wasser) mit Hilfe von Sonnenenergie in organische Stoffe (Biomasse) umzuwandeln. Die Lebewesen, die zu diesem Umwandlungsprozess (Fotosynthese) fähig sind bezeichnet man als autotrophe Lebewesen. Das Endprodukt der Fotosynthese ist Glukose (Traubenzucker). Die Fotosynthese vollzieht sich nur im Licht und unter Mitwirkung der Assimilationspigmente Chlorophyll A und B, die sich vor allem in den Chloroplasten der Zellen grüner Blätter befinden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Waldes und der Umweltbildung ein und definiert die Zielsetzung sowie die zentralen Fragestellungen der Arbeit.

2. Agenda 21 und nachhaltige Entwicklung: Das Kapitel erläutert die Grundlagen und historischen Ursprünge des Nachhaltigkeitsbegriffs sowie die dreidimensionale Konzeption aus Ökonomie, Ökologie und Soziales.

3. Das Ökosystem Wald: Hier wird der Wald als komplexes Ökosystem mit seinen Funktionen, ökologischen Zusammenhängen, Gefahren sowie dem naturnahen Waldbau und pädagogischen Aspekten detailliert analysiert.

4. Kindheit im Wandel: Dieses Kapitel thematisiert die veränderten Lebensbedingungen von Kindern, die zu einer Naturentfremdung führen, und begründet die Notwendigkeit pädagogischen Gegensteuerns.

5. Konzeption für die Grundschule: Der Hauptteil beschreibt eine konkrete, handlungsorientierte Unterrichtsplanung für den Lernort Wald unter Einbeziehung des Thüringer Lehrplans und erlebnispädagogischer Methoden.

6. Zusammenfassung: Abschließend wird das Fazit gezogen, dass handlungsorientiertes Lernen und die Öffnung der Schule notwendig sind, um bei Grundschülern ein tieferes Naturverständnis und umweltverträgliche Einstellungen zu fördern.

Schlüsselwörter

Nachhaltige Entwicklung, Umweltbildung, Ökosystem Wald, Grundschule, Waldpädagogik, Agenda 21, Handlungsorientierter Unterricht, Projektunterricht, Ökologie, Naturerfahrung, Nachhaltigkeit, Lehrplan, Thüringer Wald, Umwelterziehung, Gestaltungskompetenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Herleitung und praktischen Konzeption einer Bildung für nachhaltige Entwicklung im Grundschulalter durch den gezielten Einsatz des Lernortes Wald.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Arbeit verknüpft Nachhaltigkeitstheorie mit ökologischen Waldgrundlagen, pädagogischen Konzepten wie der Wald- und Erlebnispädagogik und deren Anwendung im Grundschulunterricht.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Projektunterricht im Wald dazu beitragen kann, Gestaltungskompetenz im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung herauszubilden und der Naturentfremdung von Kindern entgegenzuwirken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie eine didaktische Konzeption, die den Lehrplanbezug für das Fach Heimat- und Sachkunde in Thüringen konkretisiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Agenda 21, die ökologische Analyse des Waldes, eine Betrachtung zur veränderten Kindheit und die daraus abgeleitete, detaillierte Unterrichtseinheit „Ökosystem Wald“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich geprägt durch Begriffe wie nachhaltige Entwicklung, handlungsorientierter Unterricht, Waldpädagogik, Ökosystem Wald und Gestaltungskompetenz.

Warum wird im Konzept explizit auf den außerschulischen Lernort Wald gesetzt?

Der Autor argumentiert, dass Kinder zur echten Erfahrung der Natur und zur Entwicklung von sozialen sowie kognitiven Kompetenzen die ursprüngliche Umgebung benötigen, statt nur auf sekundäre Medienquellen zurückzugreifen.

Wie integriert die geplante Unterrichtseinheit fächerübergreifendes Lernen?

Durch Methoden wie das Abpausen von Rinden (Kunst), das Bestimmen von Vogelstimmen (Biologie/Sachkunde) und das Interviewen eines Försters (Sozialkunde) wird ein ganzheitlicher, fächerübergreifender Lernansatz nach Pestalozzi verwirklicht.

Welche Bedeutung kommt dem Förster in der Unterrichtsplanung zu?

Der Förster fungiert als Experte vor Ort, der durch Realbegegnung die Theorie des Unterrichts mit praktischem Wissen über den Wald, die Forstwirtschaft und die Notwendigkeit der Bestandsregulierung untermauert.

Wie wird der „Wildverbiss“ in der Unterrichtseinheit spielerisch vermittelt?

Durch ein Rollenspiel, bei dem Schüler Raubtiere oder Beutetiere (Rehe/Hirsche) darstellen, erfahren sie interaktiv, welche ökologischen Folgen ein zu hoher Wildbestand hat und warum die Jagd ein notwendiger Bestandteil der Forstwirtschaft ist.

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Details

Titel
Bildung einer nachhaltigen Entwicklung in der Grundschule
Untertitel
Dargestellt am Thema: Nachhaltige Bewirtschaftung des Thüringer Waldes
Hochschule
Universität Erfurt  (Erziehungswissenschaftliche Fakultät)
Note
2,0
Autor
Thomas Gräfe (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
70
Katalognummer
V146448
ISBN (eBook)
9783640572892
ISBN (Buch)
9783640572571
Sprache
Deutsch
Schlagworte
inklusive Unterrichtsplanung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thomas Gräfe (Autor:in), 2009, Bildung einer nachhaltigen Entwicklung in der Grundschule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146448
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Leseprobe aus  70  Seiten
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