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Geschlechterdarstellung in Werbung, Paläontologie, Kampfsport und Mode. Analysen und Perspektiven

Ein GRIN-Sammelband

Titel: Geschlechterdarstellung in Werbung, Paläontologie, Kampfsport und Mode. Analysen und Perspektiven

Sammelband , 2024 , 69 Seiten

Autor:in: GRIN Verlag (Hrsg.) (Herausgeber:in), Patrick Nehren (Autor:in), Christopher Stein (Autor:in), Alina Heß (Autor:in)

Geschlechterstudien / Gender Studies
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Dieser Sammelband beinhaltet vier Hausarbeiten.

Die erste Hausarbeit soll erörtern, wie sich die gesellschaftliche Rollenverteilung heutzutage auf die Sozialisation auswirkt und ob es Versuche gibt, diese Rollenverteilung oder Rollenbildung zu ändern. Dazu werden zwei Unternehmen betrachtet, die über Werbemaßnahmen ein gewisses Bild über Jungs und Mädchen in der Gesellschaft zu etablieren versuchen. Die Unternehmen sind "Always" (ein amerikanisches Frauenhygiene-Unternehmen) und "Gilette" (ein Hersteller für Herrenrasurartikel).

Die zweite Arbeit soll am Beispiel der Dinosaurier Zusammenhänge zwischen sozialen Konstruktionen von Geschlecht und Ergebnissen in der Paläontologie aufzeigen und analysieren. Hierbei ist nicht nur der wissenschaftliche Diskurs innerhalb der Paläontologie Gegenstand der Untersuchungen, sondern auch die zeitgenössische Darstellung der "Urzeit-Echsen". Dinosaurier sind zwar ausgestorben, allerdings sind sie dennoch ein Teil unserer Alltagswelt und prägen diese wie auch unsere Sicht auf sie von unserem alltäglichen gesellschaftlichen Miteinander bestimmt wird.

In der dritten Hausarbeit wird sich insbesondere mit einer Fragestellung auseinandergesetzt: Ist Kampfsport ein "Männersport"? Hierbei wird weniger auf Mitgliederzahlen oder die Zusammensetzung in verschiedenen Trainingsgruppen eingegangen. Vielmehr werden Motive der Kampfsportlerinnen dargestellt und in Bezug zur Darstellung in den Medien gesetzt. Das soziale Geschlecht spielt dabei eine vorrangige Rolle.

Die letzte Hausarbeit thematisiert die Eignung der Mode zur Geschlechterneutralität anhand historischer Entwicklungen und gesellschaftlicher Zusammenhänge. Sie identifiziert Parallelen zu aktuellen Modeströmungen wie Unisexkleidung. Die Diskussion um Geschlechterungleichheit wird durch literarische Quellen seit langem beleuchtet und durch neue Lebensformen erweitert, wie vom Zukunftsinstitut mit dem Megatrend "Gender Shift" betont. Trotzdem wird gezeigt, dass der Gedanke der Genderneutralität nicht mit Mode vereinbar ist, basierend auf Literatur wie Judith Butlers "Gender Trouble" und Barbara Vinkens "Angezogen: Das Geheimnis der Mode". Diese Werke hinterfragen die Wahrnehmung von Geschlechterrollen und betonen die Hinderlichkeit der Mode für eine geschlechtsneutrale Wahrnehmung, was die Erfolglosigkeit entsprechender Modetrends impliziert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Wie Werbung Geschlechterrollen darstellt. Werbekampagnen von "Always" und "Gillette"

1. Einleitung

2. Begriffsdefinitionen

2.1. Was ist Sozialisation?

2.2. Was ist Geschlecht?

2.3. Das Geschlecht als soziale Kategorie

3. Die Kampagnen

3.1. Wie sieht man Jungs und Mädchen heute?

3.2. Always - #likeagirl

3.2.1. Die Kampagne

3.2.2. Die Reaktionen

3.2.3. Auswirkungen auf das Geschlecht als soziale Kategorie

3.3. Gillette - #thebestmencanbe

3.3.1. Die Kampagne

3.3.2. Reaktionen

3.3.3. Auswirkungen auf das Geschlecht als soziale Kategorie

4. Twitter-Reaktionen

5. Fazit

Geschlechterkonstruktionen und Heteronormativität in der Paläontologie. "Gute-Mutter-Echsen" und non-binäre Skelette

1. Einleitung

2. Kontextualisierung von Geschlecht bei Dinosauriern

3. Heteronormativität und Androzentrismus in der Paläontologie

3.1. Nomenklatur

3.2. Archaisierung der prähistorischen Lebenswelt

4. Repräsentation von Geschlecht bei der medialen Darstellung von Dinosauriern

4.1. Reproduktion von Rollenkonstruktionen durch Dinosaurier

4.2. Erziehungsarbeit und „Mutterinstinkt“

5. Anknüpfungspunkte für dekonstruktivistische Ansätze

6. Fazit

Motive und Darstellung von Kampfsportler:innen in Bezug zum sozialen Geschlecht

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen

2.1. Soziales Geschlecht

2.2. Kampfsport

2.3. Kampfkunst

2.4. Selbstverteidigung

2.5. Zwischenfazit

3. Zugeschriebene Eigenschaften von Frauen und Männern sowie Kampfsport, Kampfkunst und Selbstverteidigung

3.1. Soziale Konstruktion des Frauenbildes

3.2. Soziale Konstruktion des Männerbildes

3.3. Kampfsport

3.4. Kampfkunst

3.5. Selbstverteidigung

4. Motive der Kampfsportlerinnen

5. Darstellung der Kampfsportlerinnen

6. Fazit und Ausblick

Die Mode als Hürde der Genderneutralität. Wie unisex ist Unisex?

Einleitung

1. Einführung in Geschlecht und Geschlechtsidentität

2. Mode als Hürde der Genderneutralität

2.1. Das Wesen der Mode als Hinderung einer geschlechtlichen Gleichheit

2.2. Die Konditionierte Wahrnehmung der Mode

3. Wie unisex ist Unisex?

Fazit

Zielsetzung & Themen

Dieser Sammelband analysiert kritisch, wie soziale Geschlechterkonstruktionen in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen – von der Werbung über die Wissenschaft bis hin zu Sport und Mode – reproduziert oder in Frage gestellt werden. Ziel ist es, die Mechanismen hinter Geschlechternormen aufzudecken und zu hinterfragen, inwiefern diese Bereiche eine geschlechtsneutrale oder inklusive Identitätsbildung ermöglichen oder verhindern.

  • Darstellung von Geschlechterrollen in Werbekampagnen
  • Heteronormative Strukturen in der paläontologischen Forschung
  • Soziale Konstruktion von Identität im Kampfsport
  • Auswirkung von Modetrends auf die Genderneutralität

Auszug aus dem Buch

Die Kampagne

YouTube-Link: https://www.youtube.com/watch?v=XjJQBjWYDTs

Das Unternehmen Always ist eine Tochterfirma des Unternehmens Procter & Gamble und ist seit 1983 einer der führenden Vertriebe und Hersteller von Frauenhygieneartikeln. Die Artikel finden weltweit Absatz und auch das Marketing-Team ist weltweit aktiv. Diese Hausarbeit will besonders die Kampagne #likeagirl betrachten, eine 2014 gestartete Werbekampagne der Firma, die 2015 mit dem Emmy Award in der Kategorie „Outstanding Commercial“ gewann. Der betrachtete Werbeclip beginnt mit jungen Leuten, Mädchen und Jungen im Kinder-/Teenager-Alter, die vor einem Blue-Screen Anweisungen von einer Frau erhalten, die mit ihrem Team hinter dem Kameraequipment sitzt. Die Anweisungen lauten „I’m just gonna give you some actions to do and just do the first thing that comes to mind […] show me what it looks like to run like a girl […] show me what it looks like to fight like a girl […] throw like a girl.”Anstatt einfach den geforderten Aufgaben nachzukommen, führte jede der gezeigten Personen sie eher schwach aus, spielte sie schwach nach, indem sie den imaginären Ball „fallen ließen“ und eher fuchtelten als wirklich zuschlugen. Als dieselben Aufforderungen aber jungen Mädchen gegenüber gestellt wurden rannten diese, kämpften aggressiv oder warfen mit voller Kraft – wie man es unter normalen Umständen tun würde. Die Werbung versucht klarzumachen „like a girl“, also etwas wie ein Mädchen machen ist etwas schlecht machen. Diese negative Konnotation ist jedoch etwas, dass erst im Laufe der Zeit erlernt wird, wenn sie den jungen Mädchen so vermittelt wird. Und gegen diese Konnotation will Always mit ihrer Kampagne #likeagirl vorgehen. Vor allem die Altersgruppe der 10 – 12-Jährigen wird angesprochen – in einem Alter, in dem sich der weibliche Körper verändert ist, die Unsicherheit ein großes Thema und wenn dann „Mädchen sein“ negativ ausgelegt wird kann dies zu noch größerer Unsicherheit führen.

Zusammenfassung der Kapitel

Wie Werbung Geschlechterrollen darstellt. Werbekampagnen von "Always" und "Gillette": Diese Arbeit untersucht, wie zwei große Werbekampagnen gesellschaftliche Geschlechterrollen thematisieren und ob sie aktiv zu deren Veränderung beitragen.

Geschlechterkonstruktionen und Heteronormativität in der Paläontologie. "Gute-Mutter-Echsen" und non-binäre Skelette: Das Kapitel beleuchtet, wie menschliche Vorstellungen von Geschlecht, wie Androzentrismus, auf die wissenschaftliche Benennung und Darstellung von Dinosauriern projiziert werden.

Motive und Darstellung von Kampfsportler:innen in Bezug zum sozialen Geschlecht: Diese Analyse setzt sich damit auseinander, ob Kampfsport als reine „Männersache“ konstruiert ist und welche Motive Frauen für die Ausübung dieser Sportarten haben.

Die Mode als Hürde der Genderneutralität. Wie unisex ist Unisex?: Das abschließende Kapitel kritisiert, dass Mode aufgrund ihres Wesens, das auf Kontrasten basiert, grundlegend hinderlich für eine spektrale Sichtweise auf Geschlechteridentitäten bleibt.

Schlüsselwörter

Geschlechterrollen, Sozialisation, Werbekampagnen, Paläontologie, Heteronormativität, Androzentrismus, Kampfsport, Identitätskonstruktion, Mode, Genderneutralität, Stereotype, soziale Konstruktion, Männlichkeit, Weiblichkeit, Diskurs

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Sammelband grundsätzlich?

Der Sammelband untersucht die Konstruktion und Darstellung von Geschlecht in verschiedenen gesellschaftlichen Kontexten wie Werbung, Paläontologie, Kampfsport und Mode.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die Dekonstruktion hegemonialer Geschlechternormen, die Analyse medialer Repräsentationen und die Frage, wie gesellschaftliche Ideologien unsere Perspektive auf wissenschaftliche und sportliche Phänomene prägen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie tief Geschlechterstereotypen in unserem Denken verwurzelt sind und wie diese in unterschiedlichen Institutionen und kulturellen Feldern manifestiert werden.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Es werden qualitative Analysen von Medientexten, Kampagnen, Fachliteratur und theoretische Konzepte des Konstruktivismus verwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in vier inhaltliche Blöcke, die jeweils spezifisch die Rollenbilder in der Werbung, die geschlechterspezifische Nomenklatur in der Biologie, die Motivationen im Kampfsport und die Paradoxien der Unisex-Mode kritisch unter die Lupe nehmen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie soziale Konstruktion, Heteronormativität, Gender Shift und Differenzkategorisierung stehen im Zentrum der wissenschaftlichen Auseinandersetzung.

Inwiefern beeinflusst "situiertes Wissen" die paläontologische Forschung?

Die Arbeit argumentiert, dass auch Forschende innerhalb eines kulturellen Kontextes agieren und ihr Alltagswissen (wie Rollenklischees) unbewusst auf die Interpretation fossiler Funde übertragen.

Warum wird Unisex-Mode als "hinderlich" für Genderneutralität eingestuft?

Autorin Alina Heß argumentiert, dass Mode auf dem Spiel mit Kontrasten und binären Rollen basiert; eine echte Neutralsierung würde dem Wesen der Mode an sich widersprechen, weshalb Unisex-Trends oft oberflächlich bleiben.

Ende der Leseprobe aus 69 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Geschlechterdarstellung in Werbung, Paläontologie, Kampfsport und Mode. Analysen und Perspektiven
Untertitel
Ein GRIN-Sammelband
Autoren
GRIN Verlag (Hrsg.) (Herausgeber:in), Patrick Nehren (Autor:in), Christopher Stein (Autor:in), Alina Heß (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
69
Katalognummer
V1464534
ISBN (eBook)
9783389010037
ISBN (Buch)
9783389010044
Sprache
Deutsch
Schlagworte
geschlechterdarstellung werbung paläontologie kampfsport mode analysen perspektiven grin-sammelband
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
GRIN Verlag (Hrsg.) (Herausgeber:in), Patrick Nehren (Autor:in), Christopher Stein (Autor:in), Alina Heß (Autor:in), 2024, Geschlechterdarstellung in Werbung, Paläontologie, Kampfsport und Mode. Analysen und Perspektiven, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1464534
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Leseprobe aus  69  Seiten
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