Vor über 25 Jahren hielt die Welt den Atem an. „Im April 1982 eskalierte ein fast 150 Jahre andauernder Konflikt zwischen Großbritannien und Argentinien über den Status der Falk-land-Inseln/Malvinas zu einem militärischen Konflikt“ (Boltersdorf 1985: 8). Mitten im Kalten Krieg kam es zu einer militärischen Auseinandersetzung. Aber nicht etwa zwischen den sich beäugenden gegenüber stehenden Blöcken, sondern zwischen zwei kapitalistischen Staaten. Gekämpft wurde um die Falklandinseln, eine kleine Inselgruppe unter britischer Verwaltung vor der Küste Südamerikas. Diese kleine Inselgruppe, gelegen im Südatlantik, mit weniger als 3.000 Einwohnern, wurde zum Streitobjekt zwischen Großbritannien und Argenti-nien.
Diesem Krieg gingen Fehlurteile auf beiden Seiten voraus, „der Glaube Londons, Argentinien werde die Falkland-Inseln nicht besetzen, einerseits; die Erwartungen Buenos Aires, Großbritannien werde sich mit einer militärischen Eroberung der Inseln abfinden, andererseits“ (Lebow 1983: 67).
Diese Arbeit befasst sich damit, wie es zu diesem Konflikt kommen konnte, was zwei Nationen dazubewegte wegen einiger kleiner Inseln in den Krieg zu ziehen. Diese Frage soll mit Hilfe der Theorie des Realismus von Hans J. Morgenthau erklärt werden.
Zuerst erfolgt eine Einführung in die Theorie des Realismus. Danach werden der Krieg und dessen Vorgeschichte erläutert, speziell die historischen Begebenheiten sowie die völkerrechtlichen Kontroversen vor Kriegsausbruch. Danach beschäftigt sich diese Arbeit mit der Realistischen Sicht dieses Krieges schließlich folgt ein Fazit.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Der Realismus, nach Hans J. Morgenthau
- Der Falklandkrieg
- Vorgeschichte
- Die Völkerrechtlichen Ansprüche
- Der Konflikt-Gegenstand:
- Die Konflikt-Akteure
- Argentinien
- Großbritannien
- Die Vereinten Nationen
- Die Vereinigten Staaten von Amerika
- Die Europäische Gemeinschaft
- Die anderen Lateinamerikanischen Staaten
- Konfliktaustragung
- Der Falklandkrieg unter der Realistischen Betrachtung
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die Ursachen und Hintergründe des Falklandkriegs mit Hilfe der Theorie des Realismus nach Hans J. Morgenthau. Sie analysiert, wie es zum Konflikt zwischen Argentinien und Großbritannien kam und welche Faktoren beide Nationen dazu bewogen, wegen der kleinen Inselgruppe in den Krieg zu ziehen.
- Der Realismus als theoretischer Rahmen
- Die historische Entwicklung des Falklandkonflikts
- Die völkerrechtlichen Ansprüche beider Seiten
- Die Rolle der beteiligten Akteure
- Die Anwendung des Realismus auf den Falklandkrieg
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema ein und stellt den historischen Kontext des Falklandkriegs vor. Sie beschreibt die Eskalation des Konflikts zwischen Großbritannien und Argentinien und die Bedeutung des Krieges im Kontext des Kalten Krieges. Anschließend wird die wissenschaftliche Fragestellung der Arbeit formuliert, die mithilfe der Theorie des Realismus beantwortet werden soll.
Kapitel 2 erläutert die Theorie des Realismus nach Hans J. Morgenthau. Es wird die Entstehung des Realismus, seine Kernannahmen und wichtigsten Vertreter vorgestellt. Besonderes Augenmerk liegt auf der Konzeption von Macht als zentrales Element der internationalen Beziehungen und der Rolle der "Balance of Power" als Instrument zur Friedenssicherung.
Kapitel 3 widmet sich dem Falklandkrieg und dessen Vorgeschichte. Es wird die historische Entwicklung des Konflikts um die Falklandinseln, beginnend mit den Kolonialmächten bis hin zur Annexion durch Großbritannien im Jahre 1833, beschrieben. Die diplomatischen Bemühungen Argentiniens um die Rückgabe der Inseln und die Rolle der Vereinten Nationen in diesem Prozess werden dargestellt. Außerdem werden die völkerrechtlichen Kontroversen im Vorfeld des Kriegs beleuchtet. Die Darstellung der verschiedenen Akteure, ihrer Interessen und Positionen im Falklandkonflikt rundet dieses Kapitel ab.
Schlüsselwörter
Der Falklandkrieg, Realismus, Hans J. Morgenthau, Macht, Balance of Power, internationale Beziehungen, Argentinien, Großbritannien, Falklandinseln, Völkerrecht, Selbstbestimmungsrecht, UN-Resolution 2065.
Häufig gestellte Fragen
Was war die Ursache des Falklandkriegs 1982?
Ein fast 150 Jahre andauernder Konflikt um den völkerrechtlichen Status der Falklandinseln (Malvinas) zwischen Argentinien und Großbritannien eskalierte militärisch.
Wie erklärt der Realismus nach Morgenthau diesen Krieg?
Die Theorie des Realismus sieht den Krieg als Resultat von Machtinteressen und dem Streben nach nationalem Prestige in einem anarchischen internationalen System.
Welche Rolle spielte die "Balance of Power"?
In der realistischen Sichtweise versuchten beide Akteure, ihre Machtposition im Südatlantik zu sichern oder auszuweiten, wobei diplomatische Abschreckung versagte.
Was ist die UN-Resolution 2065?
Eine Resolution der Vereinten Nationen, die Argentinien und Großbritannien aufforderte, eine friedliche Lösung für den Souveränitätskonflikt unter Berücksichtigung der Interessen der Inselbewohner zu finden.
Warum kam es zu Fehlurteilen auf beiden Seiten?
Argentinien glaubte, Großbritannien würde die Besetzung hinnehmen, während London nicht damit rechnete, dass Argentinien die Inseln tatsächlich militärisch angreifen würde.
Welche Position bezogen die USA und die EG im Konflikt?
Trotz Vermittlungsversuchen unterstützten die USA und die Europäische Gemeinschaft letztlich Großbritannien, was Argentinien international isolierte.
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- Daniel Hamann (Author), 2009, Der Falklandkrieg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146469