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Das kreative Milieu als Standortfaktor

Title: Das kreative Milieu als Standortfaktor

Term Paper , 2006 , 9 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Daniel Hamann (Author)

Geography / Earth Science - Economic Geography
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Ein Standort zeichnet sich durch viele Standortfaktoren aus, die für seine Bedeutung und Entwicklung ausschlaggebend sind. Was ist bei Standorten mit gleichen Bedingungen dafür verantwortlich das sich der eine besser entwickelt als der andere, oder besser was unterscheidet „gute“ von „schlechten Industriedistrikten“. Und was ist dafür verantwortlich das es Standorte gibt die auf den ersten Blick nichts gemeinsam haben aber doch eine identische Entwicklung hatten.
Sind es die gegebene Infrastruktur die eine Entwicklung vorantreiben oder sind es andere Persönliche Faktoren die für die Entwicklung Ausschlag gebend sind.
Die Theorie des „kreativen Milieus“ befasst sich mit diesem Thema es nimmt die Verflechtungen an einem Standort unter verschiedenen Akteuren in Augenschein und bewertet ihre Relevanz und die Bedeutung, die diese Verflechtungen für das „Milieu“ und seine Entwicklung haben.
Ich möchte nun in dieser Arbeit herausarbeiten was das Kreative Milieu als Standortfaktor bedeutet und ob man diese Theorie in der Regionalen Planjung nutzen kann oder in welchem Rahmen sie hilfreich sein kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Was Unterscheidet Standorte von einander

2. Was ist ein kreatives Milieu

2.1. Rahmenbedingungen

2.2. Kritik an der Theorie

3. Bewertung des „kreativen Milieus“ als Standortfaktor

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept des „kreativen Milieus“ als regionalökonomischen Standortfaktor. Ziel ist es, die Bedeutung informeller sozialer Netzwerke und soziokultureller Faktoren für die wirtschaftliche Entwicklung einer Region zu analysieren, deren Anwendbarkeit in der regionalen Planung kritisch zu hinterfragen und zu prüfen, inwiefern das Milieu als Werkzeug für die Standortentwicklung dienen kann.

  • Grundlagen der regionalen Standortdifferenzierung
  • Definition und Kernelemente des „kreativen Milieus“
  • Die Rolle informeller sozialer Netzwerke und Akteure
  • Abgrenzung zwischen Milieus und Innovationsnetzen
  • Kritische Würdigung der Übertragbarkeit und Planbarkeit

Auszug aus dem Buch

2. Was ist ein kreatives Milieu

Während sich früher die regionalwissentschaftliche Betrachtung über die Entwicklung von Regionen häufig nur mit Elementen wie der Ausstattung einer Region mit Bildungs-, Forschungs- und sonstigen Infrastruktureinrichtungen beschäftigt haben, beschäftigte man sich ab Mitte der 1980er auch andere Gründe für wirtschaftlichen Erfolg ins Blickfeld geraten.

1984 gerieten die Aspekte eines „kreativen Milieus“ in den Blickpunkt der Forschung. Die Forschungsgruppe GREMI (Groupe de Recherche Europeen sur les Milieux Innovateurs) entwickelte dieses Konzept des „kreativen Milieus“. Das Konzept betrachtete regionale Netzwerke unter Einbeziehung von soziokulturellen Faktoren.

Der Vorsitzende der GREMI-Gruppe, Roberto Camagni (1991) definiert ein „kreatives“ bzw. „innovatives Milieu“ als „…komplexes bzw. dichtes Netz von vor allem informellen sozialen Beziehungen innerhalb einer abgrenzbaren Region, die oft nach außen ein spezielles Image Prägen und nach innen eine bestimmte Wahrnehmung bzw. ein Zugehörigkeitsgefühl; dieses Netz fördert die örtliche Innovationsfähigkeit durch synergetische und kollektive Lernprozesse“(Übersetzung Frömhold- Eisebith(1996)).

Nach dieser Aussage hat ein „Milieu“ drei Kernelemente.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Was Unterscheidet Standorte von einander: Dieses Kapitel führt in die Problematik ein, warum sich Regionen trotz ähnlicher infrastruktureller Voraussetzungen unterschiedlich entwickeln und welche Rolle soziale Faktoren dabei spielen.

2. Was ist ein kreatives Milieu: Hier wird das durch die GREMI-Gruppe geprägte Konzept erläutert, das den Fokus auf informelle Netzwerke, soziale Bindungen und kollektive Lernprozesse als Innovationstreiber legt.

2.1. Rahmenbedingungen: Dieser Abschnitt konkretisiert die strukturellen Voraussetzungen, wie die Bedeutung von Akteuren und deren Vernetzung, sowie die Abgrenzung zu formellen Innovationsnetzwerken.

2.2. Kritik an der Theorie: Hier werden die Grenzen des Konzepts aufgezeigt, insbesondere hinsichtlich der mangelnden Übertragbarkeit auf andere Regionen und der Problematik der bewussten Planbarkeit.

3. Bewertung des „kreativen Milieus“ als Standortfaktor: Das Fazit stellt fest, dass das kreative Milieu zwar ein wertvolles Analyseinstrument darstellt, aber aufgrund seiner gewachsenen, informellen Natur kaum als steuerbares Planungsinstrument für die Regionalpolitik taugt.

Schlüsselwörter

Kreatives Milieu, Innovationsnetz, Standortfaktor, Regionalentwicklung, GREMI, soziale Netzwerke, regionales Know-how, Wissensfluss, kollektive Lernprozesse, informelle Kontakte, Standortwettbewerb, Innovationsfähigkeit, Standortplanung, regionale Dynamik, Akteure.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Konzept des „kreativen Milieus“ und dessen Relevanz für den wirtschaftlichen Erfolg und die Attraktivität von Standorten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Untersuchung von regionalen Netzwerken, der Einfluss soziokultureller Faktoren und die Frage nach der Beeinflussbarkeit bzw. Planbarkeit solcher Milieus.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Klärung, was ein kreatives Milieu ausmacht und ob dieses Konzept in der regionalen Planung als Instrument zur Standortförderung praktisch nutzbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung regionalökonomischer Fachliteratur und der kritischen Analyse des GREMI-Forschungskonzepts.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition des Milieu-Begriffs, der Analyse der Akteure (Dimensionalität) und der kritischen Reflexion der Planbarkeit von Innovationsprozessen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie kreatives Milieu, regionale Netzwerke, Innovation, Standortfaktor und soziale Interaktion charakterisiert.

Warum lässt sich ein kreatives Milieu laut Autor schwer planen?

Weil es auf informellen, gewachsenen sozialen Beziehungen und Vertrauen basiert, die nicht durch administrative Maßnahmen erzwungen oder top-down angeordnet werden können.

Worin liegt der Unterschied zwischen einem Milieu und einem Innovationsnetz?

Ein Innovationsnetz ist meist zielgerichtet und funktional durch Verträge oder Absprachen geplant, während ein Milieu eine eher informelle, räumlich gebundene Überlappung verschiedener sozialer und unternehmerischer Netzwerke darstellt.

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Details

Title
Das kreative Milieu als Standortfaktor
College
Johannes Gutenberg University Mainz
Grade
2,0
Author
Daniel Hamann (Author)
Publication Year
2006
Pages
9
Catalog Number
V146478
ISBN (eBook)
9783640574315
ISBN (Book)
9783640574049
Language
German
Tags
Milieu Standortfaktor
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Hamann (Author), 2006, Das kreative Milieu als Standortfaktor, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146478
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