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Anwendung von Selkirks theoretischem Rahmen für Affigierung auf die deutsche und französische Sprache

Title: Anwendung von Selkirks theoretischem Rahmen für Affigierung auf die deutsche und französische Sprache

Term Paper , 1995 , 31 Pages , Grade: 2

Autor:in: Imke Müller (Author)

Romance Studies - Interdisciplinary
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Summary Excerpt Details

In dieser Hausarbeit möchte mich besonders mit den theoretischen Rahmen E. Selkirks
zur Affigierung befassen. Dazu dient eingangs die Erarbeitung S. Olsens Affixtheorie,
bei der sie im Rahmen Selkirks arbeitet und deren Modell auf die deutsche
Sprache anwendet. Nach genauerer Ausführung mit Beispielen zur deutschen
Suffierung möchte ich dann in einem weiteren Schritt die Anwendbarkeit von Selkirks
Rahmen auf die französische Sprache überprüfen. Hierbei werde ich mih speziell
den -eur/-ateur-Suffigierungen widmen. Ziel soll es sein, die Problematik der
Übertragbarkeit eines theoretischen Modells auf eine andere Sprache zu erkennen,
Argumentationslücken aufzudecken und abschließend Vorschläge zur Problemlöoder
eigene Ideen zum Thema zu formulieren.
Mir erscheint es wichtig, nochmals im Vorweg zu sagen, daß es sich in dieser Arbeit
nicht im besonderen um Selkirks Affixmodell handelt, welches sie zunächst an ihrer
Muttersprache, Englisch, erarbeitet hat. Sondern es wird hauptsächlich Selkirks
Theorie durch Olsens Anwendung auf die deutsche Sprache erarbeitet werden. Das
Verstehen des Selkirkschen Modells soll dann befähigen, es auch auf eine andere
Sprache in der Anwendung zu überprüfen, in diesem Fall auf die französische Sprache.
An einigen Stellen meiner Arbeit werden noch andere Autoren Erwähnung finden,
sei es, um geeignete Hilfestellungen zur Beschreibung eines Problems zu liefern oder
ihrer abweichenden Meinung Rechnung zu tragen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Darstellung des theoretischen Rahmens Olsens/Selkirks

1.1. Einleitung und Lexikoneintrag für das Affix -er

2. Genauere Betrachtung der Kategorialen Charakterisierung

3. Genauere Betrachtung des Subkategorisierungsrahmens

4. Genauere Betrachtung der Semantischen Charakterisierung

4.1. Regelhafte Operationen auf der Argumentstruktur der Basiskategorie

4.1.1. Die Argumentvererbung vom Verb über die -er-Suffigierung zum Derivat

4.1.2. Objektstellenbesetzung durch Bildung von Rektionskomposita

4.1.3. Transparentheitsthese vs. Fakultativitätsthese

4.1.4. Akzeptabilitätsempfinden des Native Speaker

4.1.5. Weltwissen, Stereotypenbildung und Usualisierung

4.1.6. Applizierbarkeit des Theta-Kriteriums

4.2. Deutung

4.2.1. Deutung als Agens und/oder Instrument

4.2.2. Deutung als professionelle oder habituelle Tätigkeit

5. Anwendung der Theorie Olsens/Selkirks auf das Französische

5.1. Lexikoneintrag für die Affixe -eur/-ateur

6. Genauere Betrachtung der KC

7. Genauere Betrachtung des SK

8. Genauere Betrachtung des SC

8.1. Regelhafte Operationen auf der Argumentstruktur der Basiskategorie

8.1.1. Argumentvererbung vom Verb über die -eur/-ateur-Anbindung zum Derivat

8.1.2. Besetzung der Objektargumentstelle durch Bildung von präpositionalen Komposita

8.1.3. Weltwissen, Stereotypen, kontextuelles Schließen der Objektstelle und Usualisierung

8.1.4. Akzeptabilitätsempfinden des Native Speaker

8.1.5. Applizierbarkeit des Theta-Kriteriums

8.2. Deutung

8.2.1. Deutung als Agens und/oder Instrument

8.2.2. Deutung als professionelle oder habituelle Tätigkeit

9. Abschließende Bemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Anwendbarkeit des theoretischen Rahmens von E. Selkirk zur Affigierung – vermittelt durch S. Olsens Anwendung auf das Deutsche – auf die französische Sprache. Ziel ist es, die Problematik der Übertragbarkeit morphologischer Modelle zu analysieren, Argumentationslücken aufzuzeigen und die Rolle von Objektargumenten sowie deren Sättigung in beiden Sprachen zu vergleichen.

  • Theoretische Grundlagen der Affixtheorie nach Olsen/Selkirk.
  • Untersuchung der Argumentstruktur und -vererbung bei deverbalen Nomina.
  • Vergleich der Objektstellenbesetzung im Deutschen (Rektionskomposita) und im Französischen (präpositionale Komposita).
  • Bedeutung von Weltwissen, Stereotypenbildung und Usualisierung für die Interpretation von Derivaten.
  • Empirische Einordnung durch das Akzeptabilitätsempfinden von Native Speakern.

Auszug aus dem Buch

Objektstellenbesetzung durch Bildung von Rektionskomposita

Die Besetzung der Objektargumentstelle geschieht bei Olsen durch die Bildung eines Rektionskompositums. Bei Rektionskomposita (auch synthetische Kompositionen genannt) handelt es sich um ein Kompositum, dessen zweite Konstituente aus einem transitiven Verb abgeleitet ist (z.B. das Derivat „Hemmer“ ist von dem transitiven Verb „hemmen“ abgeleitet), welches der Ergänzung einer ersten Konstituente (hier: Nomen) bedarf. Zwischen diesen beiden Konstituenten entsteht eine grammatische Rektion, welche zur Deutung eines Kompositums dient. Grundsätzlich haben Rektionskomposita nur eine Möglichkeit der Interpretation, und diese entsteht durch die Vererbung der internen Objektargumentstelle.

Ein Beispiel zur Besetzung der Objektargumentstelle liefert das Rektionskompositum „Appetithemmer“. Der erste Schritt ist die Bildung des Derivats „Hemmer“, abgeleitet von „hemmen“, bei dem das Subjektargument durch -er gebunden ist. Nun wird als zweiter Schritt die Objektargumentstelle durch „Appetit“ gesättigt, indem diese Konstituente als erste vorangestellt wird. Es kommt also zur Bildung eines Rektionskompositums, und zwar „Appetithemmer“. „Appetit“ und „Hemmer“ stehen hier in einer grammatischen Relation. Man kann z.B. formulieren: der Hemmer des Appetits. Dabei liefert „Appetit“ eine nähere Erklärung zu „Hemmer“. Somit gilt das Wort nach Olsen als wohlgeformt, da die vererbte Argumentstruktur gesättigt ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Darstellung des theoretischen Rahmens Olsens/Selkirks: Einführung in die Grundlagen des Modells, das Affixe als lexikalische Einheiten mit spezifizierten Eigenschaften betrachtet.

2. Genauere Betrachtung der Kategorialen Charakterisierung: Analyse der Rolle des Suffixes als Kopf innerhalb der Wortstruktur gemäß der Right-hand-Head-rule.

3. Genauere Betrachtung des Subkategorisierungsrahmens: Bestimmung der Distribution des Affixes, welches sich spezifisch mit Verben verbindet.

4. Genauere Betrachtung der Semantischen Charakterisierung: Detaillierte Untersuchung der Argumentvererbung und der semantischen Deutung bei deutschen deverbalen Nomina.

5. Anwendung der Theorie Olsens/Selkirks auf das Französische: Übertragung des Modells auf französische Affixe und formale Anpassung des Lexikoneintrags.

6. Genauere Betrachtung der KC: Überprüfung, ob das französische Suffix ebenfalls als Kopf der Wortbildung fungiert.

7. Genauere Betrachtung des SK: Feststellung der Distributionsregeln für die gewählten französischen Affixe.

8. Genauere Betrachtung des SC: Analyse der Argumentvererbung im Französischen und der spezifischen Art der Objektstellenbesetzung.

9. Abschließende Bemerkung: Resümee über die Herausforderungen der Modellübertragung und die Bedeutung des Kontextes bei der Interpretation.

Schlüsselwörter

Affigierung, Argumentstruktur, Olsen, Selkirk, Rektionskomposita, Derivat, Objektargument, Semantik, Morphologie, Usualisierung, Native Speaker, Theta-Kriterium, Transparenzthese, Wortbildung, Syntax.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht die Anwendbarkeit eines theoretischen Modells zur Wortbildung (Affigierung) von E. Selkirk und S. Olsen auf die deutsche und französische Sprache.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Argumentstruktur von deverbalen Nomina, der Bildung von Komposita sowie semantischen Aspekten wie der Agens- oder Instrument-Deutung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Übertragbarkeit morphologischer Modelle zu prüfen, Argumentationslücken zu identifizieren und die Unterschiede in der Sättigung von Objektargumenten zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine strukturelle Analyse anhand von Sprachdaten vorgenommen, ergänzt durch den Vergleich mit theoretischer Literatur und die Heranziehung von Native-Speaker-Befragungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Kategoriale Charakterisierung, den Subkategorisierungsrahmen und die Semantische Charakterisierung für Suffixe im Deutschen (-er) und im Französischen (-eur/-ateur).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Affigierung, Argumentstruktur, Rektionskomposita, Usualisierung und das Theta-Kriterium.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Rektionskomposita und präpositionalen Komposita wichtig?

Die Unterscheidung ist entscheidend, da sie aufzeigt, wie die beiden Sprachen die grammatische Notwendigkeit der Objektbesetzung bei deverbalen Nomina unterschiedlich lösen.

Welche Rolle spielt das Weltwissen bei der Interpretation von Wortbildungen?

Das Weltwissen ermöglicht Sprechern, Derivate kontextuell zu interpretieren, auch wenn die Objektargumentstelle formal unbesetzt bleibt, was für die "Usualisierung" zentral ist.

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Details

Title
Anwendung von Selkirks theoretischem Rahmen für Affigierung auf die deutsche und französische Sprache
College
University of Hamburg  (Romanisches Seminar)
Course
W.J.Meyer: Linguistik-Seminar 1) b): Wortbildung im Französischen und Italienischen aus generativer Sicht
Grade
2
Author
Imke Müller (Author)
Publication Year
1995
Pages
31
Catalog Number
V14655
ISBN (eBook)
9783638199971
Language
German
Tags
Anwendung Selkirks Rahmen Affigierung Sprache Meyer Linguistik-Seminar Wortbildung Französischen Italienischen Sicht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Imke Müller (Author), 1995, Anwendung von Selkirks theoretischem Rahmen für Affigierung auf die deutsche und französische Sprache, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14655
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