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Tatsachenorientierte Textsorten in der Pressesprache: Nachrichten zwischen Theorie und Praxis

Titre: Tatsachenorientierte Textsorten in der Pressesprache: Nachrichten zwischen Theorie und Praxis

Dossier / Travail de Séminaire , 2003 , 29 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Sebastian Krüger (Auteur)

Philologie Allemande - Linguistique
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit Medienkommunikation und Pressesprache.
Dieses Untersuchungsfeld hat für die Linguistik eine große Bedeutung,
„da [Pressesprache] sprachliche Normen sowohl bestätigt wie verändert (z.B. bei
der Verbreitung von Neologismen, Wortbildungsmustern oder fachsprachlichem
Vokabular)“ (Bußmann 1990, S. 607). Umso schwerer ist es, in mediensprachlichen
Produkten Ausprägungen, Verallgemeinerungen oder eine übergeordnete
Stil- und Sprachnormierung festzulegen. Es gibt eine Menge von Faktoren, die bei
der Untersuchung von Pressesprache zu berücksichtigten sind. Es könnte
beispielsweise die Sprache verschiedener TV-Sender oder publizierender Organe
(RTL vs. Pro 7; FAZ vs. Bild) analysiert werden. Auch die Sprache der einzelnen
Rubriken ist keineswegs als homogen zu bezeichnen, denn fachsprachliche
Tendenzen aus Politik, Wirtschaft, Kultur oder Sport weisen Abweichungen auf.
Ebenfalls verhindert es die sprachliche Varianz der einzelnen Textklassen und
-sorten, von der Pressesprache als eine „einheitliche Varietät“ (Bußmann 1990, S.
607) zu sprechen. Von daher gilt es in dieser Hausarbeit abzugrenzen und
Untersuchungsschwerpunkte festzulegen. Dem Hauptseminar entsprechend
werden dabei die journalistischen Textsorten in den Fokus gerückt. Ausgehend
vom Bezug der Textsorten und ihren differierenden Darstellungsformen soll sich
im Weiteren auf die tatsachenbetonte Präsentationsform und ihre Charakteristika
konzentriert werden. „Das Kernelement journalistischer Arbeit“, die Nachricht und
ihre „Subkategorien“ Meldung und Bericht werden dabei nach Textaufbau und
prototypischen Formulierungsmustern analysiert.
Diese Analyse soll durch verschiedene Zeitungsmaterialien an Substanz und Aussagekraft
gewinnen. Im Vergleich dazu werden anschließend fernsehspezifische
Besonderheiten aufgezeigt, da in der folgenden Eigenanalyse, Nachrichtentexte
vom Potsdamer Stadtfernsehen (PSF) und von n-tv, wo ich selbst tätig sein durfte,
untersucht werden. Es soll an der realen journalistischen Praxis aufgezeigt
werden, ob die im theoretischen Teil aufgezeigten Merkmale mediensprachlicher
Texte auch angewendet wurden oder ob es eine Diskrepanz zwischen Lehrbuch
und Realität gibt. Da sich diese Realität auf zwei Fernsehsender beschränkt, ist
die gewonnene Quintessenz nur bedingt zu verallgemeinern.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Journalistische Textsorten und Darstellungsformen

3. Die tatsachenbetonten Textsorten: Nachricht, Meldung, Bericht

3.1 Die Nachricht – Hard News

3.2 Weiche Nachrichten

3.3 Die Meldung

3.4 Der Bericht

4. Fernsehspezifische Besonderheiten bei der Nachrichtenübermittlung

5. Nachrichten zwischen Theorie und Praxis

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen tatsachenorientierter journalistischer Textsorten und prüft deren praktische Anwendung durch eine Analyse von Nachrichtentexten im Fernsehen. Im Zentrum steht dabei die Frage, inwieweit die medienwissenschaftliche Theorie mit der Realität der journalistischen Praxis übereinstimmt und welche Diskrepanzen hierbei auftreten.

  • Charakterisierung von Nachricht, Meldung und Bericht
  • Strukturanalyse nachrichten- und pressesprachlicher Textsorten
  • Vergleich von journalistischen Darstellungsformen in Print und Fernsehen
  • Überprüfung theoretischer Nachrichtenmodelle an praktischen Beispielen
  • Einfluss von Produktionsbedingungen auf die Nachrichtenvermittlung

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Nachricht – Hard News

Die Nachricht ist „eine Information über Tatsachen, die für die Adressaten vermutlich neu und interessant sind und unter diesem Aspekt aus möglichen Zusammenhängen gerissen werden; i. U. zum Kommentar [...] unter striktem Verzicht auf die Meinung des Schreibers; i. U. zur Reportage ohne subjektive Elemente und Impressionen; i. U. zum Korrespondentenbericht ohne (oder mit vorsichtiger) Deutung; meist (aber nicht zwingend) ohne die unterhaltenden Elemente des Features“ (Schneider 1999, S. 241). Dieser Definitionsversuch des Journalisten und Sprachkritikers Wolf Schneider streift die wichtigsten Komponenten, die eine Nachricht auszeichnen.

Zunächst stellt Schneider den Nachrichtenwert in den Mittelpunkt. Der ist gegeben, wenn Unerwartetes und Überraschendes in der Welt geschieht. „Auf eine populäre Formel gebracht: Hund beißt Mann/Frau = niedriger Nachrichtenwert; Mann/Frau beißt Hund = hoher Nachrichtenwert.“ (Weischenberg 1990, S. 16)

Bei dieser Nachricht kann von einem Interesse des Publikums ausgegangen werden, da diese Situation sehr ungewöhnlich erscheint. Amerikanische Journalisten haben einen ganzen Katalog von Faktoren zusammengestellt, die Interesse beim Rezipienten auslösen. Walter von La Roche hat all diese Faktoren in einer Nachricht untergebracht:

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Untersuchungsfeld der Medienkommunikation und Pressesprache ein und definiert den Fokus auf tatsachenbetonte journalistische Textsorten.

2. Journalistische Textsorten und Darstellungsformen: Hier werden die theoretischen Klassifizierungen journalistischer Texte in tatsachen-, meinungs- und phantasiebetonte Formen erläutert und deren Funktionen beschrieben.

3. Die tatsachenbetonten Textsorten: Nachricht, Meldung, Bericht: Dieses Kapitel widmet sich detailliert dem Aufbau, den Merkmalen und den handwerklichen Regeln der drei zentralen informierenden journalistischen Darstellungsformen.

4. Fernsehspezifische Besonderheiten bei der Nachrichtenübermittlung: Hier werden die speziellen Produktions- und Rezeptionsbedingungen beleuchtet, die durch das audiovisuelle Medium Fernsehen entstehen.

5. Nachrichten zwischen Theorie und Praxis: In diesem Kapitel werden die zuvor erarbeiteten theoretischen Erkenntnisse durch die Analyse von Fernsehnachrichten aus der Redaktionspraxis auf ihre Praxistauglichkeit geprüft.

6. Zusammenfassung: Das Fazit zieht eine Bilanz über die Diskrepanz zwischen Theorie und journalistischer Praxis und zeigt zukünftige Trends der Nachrichtenentwicklung auf.

Schlüsselwörter

Pressesprache, Nachrichten, Meldung, Bericht, Journalismus, Medienkommunikation, Nachrichtenwert, Redaktionspraxis, Infotainment, Fernsehnachrichten, Objektivität, Textsorten, Faktenorientierung, Agenda-Setting, Medienkompetenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und die praktische Umsetzung tatsachenorientierter journalistischer Textsorten in Presse und Fernsehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Definition und Abgrenzung von journalistischen Textsorten, die Rolle des Nachrichtenwertes, strukturelle Aufbauprinzipien sowie die Besonderheiten der Nachrichtenvermittlung im Fernsehen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu prüfen, inwieweit theoretische Modelle der Nachrichtenstruktur in der realen journalistischen Praxis Anwendung finden und wo Diskrepanzen zwischen Lehrbuch und Berichterstattung liegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine literaturgestützte theoretische Definition der Textsorten, gefolgt von einer qualitativ-analytischen Eigenanalyse von Beispielen aus der journalistischen Praxis (Print und Fernsehen).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Merkmale von Nachricht, Meldung und Bericht, die Spezifika des Fernsehens als Medium sowie die Überprüfung dieser Konzepte an praktischen Beispielen lokaler und überregionaler Sender.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Pressesprache, Nachrichtenfaktoren, Objektivität, Redaktionspraxis, Agenda-Setting und Infotainment.

Wie unterscheiden sich die Nachrichtenformen im Aufbau?

Während harte Nachrichten zumeist dem Prinzip der „umgekehrten Pyramide“ folgen, um die wichtigsten W-Fragen voranzustellen, erlauben weiche Nachrichten eine flexiblere, oft chronologische Struktur zur Unterhaltung des Rezipienten.

Welchen Einfluss hat das Medium Fernsehen auf die Nachrichtensprache?

Das Fernsehen erzwingt durch die notwendige Text-Bild-Kopplung und die flüchtige Rezeption eine besonders verständliche Sprache sowie eine stärkere visuelle Unterstützung der Information, was die theoretischen Anforderungen an den Nachrichtenstil modifiziert.

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Résumé des informations

Titre
Tatsachenorientierte Textsorten in der Pressesprache: Nachrichten zwischen Theorie und Praxis
Université
University of Potsdam  (Germanistik)
Cours
Medienkommunikation: Journalistische Textsorten
Note
1,3
Auteur
Sebastian Krüger (Auteur)
Année de publication
2003
Pages
29
N° de catalogue
V14656
ISBN (ebook)
9783638199988
Langue
allemand
mots-clé
Tatsachenorientierte Textsorten Pressesprache Nachrichten Theorie Praxis Medienkommunikation Journalistische Textsorten
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sebastian Krüger (Auteur), 2003, Tatsachenorientierte Textsorten in der Pressesprache: Nachrichten zwischen Theorie und Praxis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14656
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Extrait de  29  pages
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