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Der Staat als Retter in der Not?

Diskussion über das Eingreifen des Staates auf die Finanzkrise am Beispiel Deutschland

Título: Der Staat als Retter in der Not?

Proyecto de Trabajo , 2009 , 31 Páginas

Autor:in: Laura B. (Autor)

Economía de las empresas - Banca, bolsa de valores, seguros, contabilidad
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Ziel der Arbeit soll es sein, die fiskalpolitischen Gegenmaßnahmen bezüglich der Finanzkrise aufzuzeigen und deren Vor- und Nachteile herauszuarbeiten. Als grobe Überpunkte werden die staatliche Garantie für deutsche Einlagen, das Finanzmarktstabilisierungsgesetz mit dessen Ergänzungen und die Konjunkturpakete I und II diskutiert.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitende Problembetrachtung

1.1. Hinführung zur Problematik

1.2. Ziel, Aufbau und Abgrenzung der Projektarbeit

2. Staatliche Garantie für Einlagen

2.1. Erläuterung der Maßnahme

2.2. Sinn und Auswirkungen der Garantie

2.3. Kritikpunkte

3. Finanzmarktstabilisierungsgesetz (FMStG)

3.1. Zusammenbruch des Interbankenmarktes

3.2. Erlass des FMStG

3.3. Der SoFFin

3.4. Positive Aspekte des FMStG

3.4.1. Ziele des FMStG

3.4.2. Bürgschaftsprogramm für Banken

3.4.3. Stärkung der Eigenkapitalbasis von Banken

3.5. Fehler des FMStG

3.5.1. Ablehnung des staatlichen Eigenkapitals durch die Banken

3.5.2. Gefahr des Deleveragings

4. Finanzmarktstabilisierungsergänzungsgesetz (FMStErgG)

4.1. Erläuterung des FMStErgG

4.2. Nutzen des FMStErgG

4.3. Negative Gesichtspunkte

5. Finanzmarktstabilisierungsfortentwicklungsgesetz

5.1. Thematik des Gesetzes

5.1.1. Abgabe von Risikopapieren an Bad Banks

5.1.2. Zwei Arten von Bad Banks

5.2. Nutzen von Bad Banks

5.3. Kritik und Nachteile von Bad Banks

6. Die Konjunkturpakete I und II

6.1. Konjunkturpaket I

6.2. Konjunkturpaket II

6.3. Zusammensetzung der Pakete

6.4. Vorteile der Pakete

6.4.1. Ziele und Nutzen

6.4.2. Maßnahmen nach J.M.Keynes

6.5. Negative Seiten der Pakete

6.5.1. Verhinderung eines Strukturwandels

6.5.2. Kritik an der Umweltprämie

6.5.3. Staatliche Hilfe nur aus Eigennutz?

6.5.4. Staatsverschuldung

6.6. Differenzierung von Schulden

6.6.1. "Schlechte" Schulden

6.6.2. "Gute" Schulden

7. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Projektarbeit analysiert die fiskalpolitischen Maßnahmen der deutschen Bundesregierung zur Bewältigung der Finanz- und Wirtschaftskrise ab 2007. Ziel ist es, die verschiedenen Rettungspakete und gesetzlichen Interventionen zu erläutern und ihre Vor- und Nachteile sowie die Auswirkungen auf den deutschen Staatshaushalt kritisch zu hinterfragen.

  • Staatliche Einlagengarantien als Mittel zur Vertrauenssicherung
  • Analyse der gesetzlichen Stabilisierungsmaßnahmen (FMStG, FMStErgG, Bad Banks)
  • Evaluierung der Konjunkturpakete I und II im Kontext keynesianischer Theorie
  • Diskussion zur Problematik der Staatsverschuldung und "guter" vs. "schlechter" Schulden

Auszug aus dem Buch

3.1. Zusammenbruch des Interbankenmarktes

Bei der Unterstützung des deutschen Bankensystems beließ es die Bundesregierung aber nicht nur bei der Garantie für die deutschen Einlagen. Denn aufgrund der Finanzmarktkrise mussten viele Banken Insolvenz anmelden, wie es zum Beispiel auch bei Lehman Brothers im September 2008 der Fall war. Da die Banken sich nach solchen Vorfällen der Zahlungsfähigkeit untereinander nicht mehr sicher waren, fingen sie an, sich zu misstrauen. Sie verliehen deshalb kein Geld mehr an andere Finanzinstitute und der Interbankenmarkt kam dadurch fast vollständig zum Erliegen. Auf dem Markt für kurzfristige Liquidität wurde kaum noch gehandelt oder nur zu außergewöhnlich hohen Zinsen, was folgende Graphik darstellt.

Der Zusammenbruch des Interbankenhandels hatte auch massive Auswirkungen auf die übrige Wirtschaft, die Realwirtschaft. Denn nur, wenn die Banken selbst liquide sind, können sie die Realwirtschaft weiterhin mit Kapital versorgen. Da viele Banken sich nun auf dem Interbankenmarkt kein Geld mehr beschaffen konnten, waren sie gezwungen, die Kreditvergabe an Unternehmen und Privathaushalte zu begrenzen.

Diese eingeschränkte Kreditvergabe an die Realwirtschaft hatte einen weiteren Rückgang der Investitionen und des Konsums zur Folge, der durch die allgemein schlechte konjunkturelle Lage noch verstärkt wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitende Problembetrachtung: Einleitung in die Finanzkrise und die daraus resultierende Notwendigkeit staatlicher Eingriffe in Deutschland.

2. Staatliche Garantie für Einlagen: Untersuchung der unbeschränkten Einlagengarantie und deren Bedeutung für das Vertrauen der Sparer.

3. Finanzmarktstabilisierungsgesetz (FMStG): Analyse des SoFFin, der Maßnahmen zur Bankenrettung und der damit verbundenen Herausforderungen.

4. Finanzmarktstabilisierungsergänzungsgesetz (FMStErgG): Betrachtung der Möglichkeiten zur Verstaatlichung maroder Banken als letztes Mittel.

5. Finanzmarktstabilisierungsfortentwicklungsgesetz: Erläuterung der "Bad Bank"-Modelle zur Bereinigung von Bankbilanzen.

6. Die Konjunkturpakete I und II: Untersuchung der umfangreichen Konjunkturprogramme, ihrer Maßnahmen und der Kritik an deren prozyklischer Wirkung sowie Verschuldung.

7. Fazit und Ausblick: Kritische Würdigung der Wirksamkeit staatlicher Maßnahmen und ein Ausblick auf die langfristigen Folgen für den Staatshaushalt.

Schlüsselwörter

Finanzkrise, Deutschland, Bundesregierung, Bankenrettung, Konjunkturpakete, SoFFin, Staatsverschuldung, Interbankenmarkt, Bad Bank, Fiskalpolitik, Keynes, Eigenkapital, Wirtschaftskrise, Einlagengarantie, Strukturwandel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die fiskalpolitischen Interventionen des deutschen Staates als Reaktion auf die globale Finanz- und Wirtschaftskrise.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Bankenstabilisierung (FMStG), die Einführung von Bad Banks sowie die fiskalischen Konjunkturpakete zur Stützung der Realwirtschaft.

Was ist das primäre Ziel der Projektarbeit?

Ziel ist es, die staatlichen Gegenmaßnahmen aufzuzeigen und deren Vor- und Nachteile sowie die Risiken für die Staatsverschuldung kritisch zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine deskriptive und analytische Literaturarbeit, die auf Basis aktueller Gesetzeslagen und wirtschaftswissenschaftlicher Publikationen argumentiert.

Was wird im Hauptteil ausführlich behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Finanzmarktstabilisierung (Gesetze, SoFFin, Bad Banks) und die Konjunkturpakete I und II inklusive deren kritischer Bewertung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Finanzkrise, Bankenrettung, Konjunkturpakete, Staatsverschuldung und Fiskalpolitik sind die zentralen Begriffe.

Warum wird im Buch zwischen "guten" und "schlechten" Schulden unterschieden?

Die Unterscheidung verdeutlicht, dass kurzfristige Konsumanreize weniger nachhaltig sind als Investitionen in Wachstum oder gezielte Steuersenkungen.

Wie steht der Autor zur staatlichen Übernahme von Banken?

Der Autor hinterfragt kritisch, ob der Staat als Unternehmer geeignet ist, betont jedoch, dass im Fall eines drohenden Zusammenbruchs des gesamten Finanzsystems ein Eingreifen unumgänglich sein kann.

Final del extracto de 31 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Staat als Retter in der Not?
Subtítulo
Diskussion über das Eingreifen des Staates auf die Finanzkrise am Beispiel Deutschland
Universidad
Heidenheim University of Cooperative Education
Autor
Laura B. (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
31
No. de catálogo
V146575
ISBN (Ebook)
9783640569847
ISBN (Libro)
9783640570300
Idioma
Alemán
Etiqueta
Staat Retter Diskussion Eingreifen Staates Finanzkrise Beispiel Deutschland
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Laura B. (Autor), 2009, Der Staat als Retter in der Not?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146575
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