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Epidemiologie, Verlauf, Klassifikation und Diagnostik von Essstörungen

am Beispiel der Anorexia Nervosa und Bulimia Nervosa

Title: Epidemiologie, Verlauf, Klassifikation und Diagnostik von Essstörungen

Term Paper , 2009 , 11 Pages

Autor:in: Johanna Kling (Author)

Sociology - Children and Youth
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Essstörungen wie beispielsweise Anorexia nervosa und Bulimia nervosa zählen zu den psychosomatischen Erkrankungen und sind durch schwere Störungen des Essverhaltens gekennzeichnet. Betroffen sind vor allem Mädchen und junge Frauen. Die ersten Anzeichen gestörten Essverhaltens weisen bereits Kinder und Jugendliche auf.

Die kennzeichnenden Symptome der AN und BN sind in den Klassifikationssystemen ICD-10 und DSM IV festgelegt. Als Kernsymptomatik der AN gilt das von den Betroffenen bewusst unter der Alters- und Größennorm gehaltene Körpergewicht und ihre extreme Angst vor einer Gewichtszunahme. Trotz des Untergewichts fühlen sich Betroffene noch zu dick (Körperschemastörung). Bei der BN liegt das Gewicht der Erkrankten meistens im normalen Bereich. So kann die Krankheit oft jahrelang geheim gehalten werden. Hauptmerkmale sind Heißhungeranfälle und anschließende gegenregulierende Maßnahmen wie z. B. Erbrechen oder exzessives Sporttreiben.

Angesichts der Häufigkeit von Essstörungen bereits im jugendlichen Alter spielt die Schule als Ort der Prävention und Aufklärung eine wichtige Rolle. Das Thema „Essstörungen“ ist in Lehrplänen, beispielsweise der beruflichen Schulen, nur teilweise zu finden. Wünschenswert wäre eine noch stärkere Einbettung der Thematik in den Unterricht. Dies erfordert engagierte Lehrkräfte, die sich mit dieser Problematik intensiv auseinandersetzen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Epidemiologie und Verlauf

2.1 Gestörtes Essverhalten bei Jugendlichen

2.2 Anorexia Nervosa

2.3 Bulimia Nervosa

3. Diagnostik und Klassifikation

3.1 Diagnostische Merkmale der Anorexia Nervosa

3.1.1 Vergleich der Anorexia Nervosa nach ICD-10 und DSM-IV

3.2 Diagnostische Merkmale der Bulimia Nervosa

3.1.2 Vergleich der Bulimia Nervosa nach ICD-10 und DSM-IV

4. Schlussbetrachtung

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Epidemiologie, den Verlauf sowie die diagnostische Klassifikation von Essstörungen, speziell der Anorexia nervosa und Bulimia nervosa, um ein fundiertes Verständnis für die schulische Präventionsarbeit zu entwickeln.

  • Prävalenz und Inzidenz von Anorexia nervosa und Bulimia nervosa
  • Gegenüberstellung der Diagnosekriterien nach ICD-10 und DSM-IV
  • Verlauf psychischer Essstörungen bei Jugendlichen
  • Die Rolle von Schulen in der Prävention und Aufklärung
  • Pädagogische Relevanz im Bereich Ernährung und Hauswirtschaft

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Vergleich der Bulimia Nervosa nach ICD-10 und DSM-IV

In beiden Systemen sind Heißhungeranfälle bzw. Essattacken ein notwendiges Kriterium der BN. Im DSM-IV ist der Kontrollverlust ein zusätzliches diagnostisches Kriterium. Bei Essanfällen werden üblicherweise hochkalorische Lebensmittel wie Eis oder Kuchen konsumiert. Ein Sättigungsgefühl wird nicht wahrgenommen. Die Anfälle finden meist heimlich statt und es können 3000 bis 5000 Kilokalorien (kcal) oder mehr verzehrt werden. Durch den großen Nahrungsmittelverbrauch kann es zu finanziellen Problemen kommen. Deshalb betteln, stehlen oder verschulden sich Betroffene gelegentlich. Um eine Gewichtszunahme zu vermeiden werden kompensatorische Maßnahmen in beiden Klassifikationssystemen definiert. Das DSM-VI enthält zusätzlich ein Häufigkeitskriterium. Demnach kommen Heißhungeranfälle und Kompensationsverhalten drei Monate lang im Durchschnitt mindestens zweimal vor. Das selbstinduzierte Erbrechen wird am Häufigsten angewendet. Es stellt für viele Betroffene eine Erleichterung dar und reduziert die Angst vor einer Gewichtszunahme. Dieser Zustand hält meistens jedoch nur kurzfristig an. Erbrechen wird allgemein als abartig angesehen, daraus resultiert oftmals ein Hass gegen sich selbst.

Dieser äußerst sich dann durch Selbstverletzungen, wie z. B. Schneiden und Ritzen mit Rasierklingen oder anderen Gegenständen. Die Betroffenen entwickeln Routine bei der Herbeiführung des Erbrechens, manche sind sogar in der Lage nach Wunsch zu erbrechen. Beide Klassifikationssysteme grenzen die BN von der AN ab. Wenn eine Person gleichzeitig die Kriterien für beide Krankheiten erfüllt, hat die diagnostizierte AN Vorrang, da die lebensnotwendige Gewichtszunahme hier das primäre Behandlungsziel ist. Die Diagnose einer BN sollte nur dann vergeben werden, wenn keine zeitgleiche AN besteht. Das ICD-10 weist darauf hin, dass eine AN Vorgeschichte bei einer BN nicht seltenes ist. Das DSM-IV unterscheidet im Gegensatz zum ICD-10 eine „purging“ und eine „non purging“ Bulimie.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Motivation für die Themenwahl im Rahmen des Seminars und beschreibt das Ziel, Daten zu Essstörungen sowie deren Klassifikation darzulegen.

2. Epidemiologie und Verlauf: Dieses Kapitel liefert statistische Daten zum gestörten Essverhalten bei Kindern und Jugendlichen sowie spezifische epidemiologische Informationen zu Anorexia nervosa und Bulimia nervosa.

3. Diagnostik und Klassifikation: Hier werden die diagnostischen Systeme ICD-10 und DSM-IV vorgestellt und deren Kriterien für die Anorexia nervosa und Bulimia nervosa detailliert gegenübergestellt.

4. Schlussbetrachtung: Die Autorin reflektiert die Relevanz des Themas für ihre zukünftige Tätigkeit als Lehrkraft an Berufskollegs und plädiert für eine stärkere Integration von Aufklärung über Essstörungen in den Unterricht.

5. Zusammenfassung: Dieses Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse über die Symptomatik und die diagnostische Einordnung der untersuchten Essstörungen zusammen.

Schlüsselwörter

Essstörungen, Anorexia nervosa, Bulimia nervosa, Epidemiologie, ICD-10, DSM-IV, Prävalenz, Inzidenz, Diagnostik, Symptome, Prävention, Jugendliche, Körpergewicht, Heißhungeranfälle, Essverhalten

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die klinische Einordnung, Häufigkeit und Diagnostik der zwei bedeutenden Essstörungen Anorexia nervosa und Bulimia nervosa.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit fokussiert sich auf epidemiologische Daten, die Kriterien der Klassifikationssysteme ICD-10 und DSM-IV sowie die pädagogische Bedeutung der Prävention in Schulen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, einen fundierten Überblick über das Krankheitsbild zu geben und aufzuzeigen, warum eine gezielte Aufklärung im schulischen Umfeld für Lehrkräfte und Schüler essenziell ist.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer Literaturanalyse sowie dem Vergleich etablierter klinischer Diagnosekriterien basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine statistische Betrachtung der Verbreitung und eine detaillierte Gegenüberstellung der Diagnosekriterien der Anorexia nervosa und Bulimia nervosa mittels ICD-10 und DSM-IV.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Magersucht, Ess-Brech-Sucht, diagnostische Kriterien, Kompensationsverhalten und psychische Verhaltensstörungen.

Welche Unterschiede bestehen bei der Diagnose der Anorexia nervosa zwischen ICD-10 und DSM-IV?

Während das ICD-10 den BMI zur Definition nutzt, differenziert das DSM-IV ausführlicher zwischen verschiedenen Subtypen (restriktiv vs. Binge-Eating/Purging) und geht stärker auf die Selbstwahrnehmung ein.

Warum hält die Autorin eine stärkere Einbettung des Themas in Lehrpläne für notwendig?

Die Autorin argumentiert, dass viele Jugendliche von Essstörungen betroffen sind und Lehrer durch ein besseres Fachwissen besser in der Lage sind, Anzeichen zu erkennen und Schüler an Beratungsstellen zu verweisen.

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Details

Title
Epidemiologie, Verlauf, Klassifikation und Diagnostik von Essstörungen
Subtitle
am Beispiel der Anorexia Nervosa und Bulimia Nervosa
College
University of Münster  (Institut für Soziologie)
Course
Verhaltensstörungen im Kindes- und Jugendalter
Author
Johanna Kling (Author)
Publication Year
2009
Pages
11
Catalog Number
V146605
ISBN (eBook)
9783640575558
ISBN (Book)
9783640575473
Language
German
Tags
Essstörungen Anorexia nervosa Bulimia nervosa
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Johanna Kling (Author), 2009, Epidemiologie, Verlauf, Klassifikation und Diagnostik von Essstörungen , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146605
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