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Der freie Wille aus der Perspektive der Sobjektivität. Spielen positive Gefühle eine zentrale Rolle?

Title: Der freie Wille aus der Perspektive der Sobjektivität. Spielen positive Gefühle eine zentrale Rolle?

Master's Thesis , 2023 , 163 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Yvonne Schröder (Author)

Psychology - General
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Über die letzten Jahrzehnte musste festgestellt werden, dass die Frage, ob ein freier Wille existiert, nicht trivial zu beantworten ist. Daraufhin konzentrierte sich die Sozialpsychologie auf einen alternativen Ansatz: Es wird nicht unmittelbar die Existenz des freien Willens erforscht, sondern der Glaube an die Existenz einer Willensfreiheit und die damit verbundenen Auswirkungen im Verhalten der Menschen. Mit diesem Ansatz konnten bereits einige Zusammenhänge analysiert werden. Beispielsweise wird der Eindruck erweckt, dass positive Emotionen mit dem Glauben an den freien Willen zusammenhängen könnten, da der aktuelle Wissensstand zeigt, dass Gefühle wie Dankbarkeit oder Zufriedenheit positiv mit dem Glauben an die Willensfreiheit korrelieren. Die Theorie des Monismus erklärt die Verbindung zwischen dem Geist und dem Körper mit einer dritten Realitätsform: der Sobjektivität.

In der sogenannten Geist-Materie-Forschung wurden in der Vergangenheit einige Effekte deutlich, die durch das Modell der pragmatischen Information (MPI) beschrieben werden. An diesen Theorien orientieren sich zwei Hypothesen, die die Wahrscheinlichkeit prüfen, ob der Glaube an den freien Willen mit einem erhöhten positiven Affekt einhergeht. Als Methode wird das Messinstrument PANAS zur Erfassung des positiven Affektes und eine Manipulation des Glaubens durch eine LFW- und HFW-Bedingung herangezogen. Es wurden zwei bayes'sche einseitige T-Tests für unabhängige Stichproben als Forschungsdesign gewählt. Die Stichprobe erfasste eine Anzahl von 1901 gültigen Fällen. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Methode der Manipulation des Glaubens an den freien Willen als erfolgreich erweist. Ein Zusammenhang mit positiven Gefühlen im Allgemeinen konnte nicht bestätigt werden. Der Fokus sollte in zukünftigen Studien auf einzelne positive Affekte, wie der Emotion Freude, begrenzt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Hintergrundwissen zum freien Willen

2.1 Theoretischer Hintergrund

2.1.1 Determinismus und Indeterminismus

2.1.2 Modelle zum freien Willen

2.1.3 Sozialpsychologische Sicht

2.2 Forschungsstand

2.2.1 Studien der Hirnforschung

2.2.2 Studien der Sozialpsychologie

2.3 Sobjektivität

2.3.1 Modell der pragmatischen Information

3 Empirische Studie: Sobjektivität und der freie Wille

3.1 Forschungslücken, Fragestellung und Hypothesen

3.2 Untersuchungsmethode

3.2.1 Stichprobe und Design

3.2.2 Erhebungsinstrumente und Treatment

3.2.3 Datenerhebung

3.2.4 Datenaufbereitung

3.2.5 Datenauswertung

3.3 Ergebnisse

3.3.1 Deskriptive Analyse

3.3.2 Bayes’sche Statistik

3.3.3 Explorative Analyse

3.4 Diskussion

4 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob ein Zusammenhang zwischen dem Glauben an den freien Willen und dem allgemeinen positiven Affekt besteht, unter Einbeziehung des theoretischen Konzepts der Sobjektivität.

  • Theoretische Auseinandersetzung mit dem freien Willen
  • Sozialpsychologische Perspektive auf Willensfreiheit
  • Modell der Sobjektivität und der pragmatischen Information (MPI)
  • Empirische Untersuchung mittels Glaubensmanipulation und PANAS-Messinstrument
  • Statistische Auswertung durch Bayes'sche T-Tests

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

"Der Mensch kann zwar tun, was er will, er kann aber nicht wollen, was er will" Schopenhauer, zitiert nach (Bernecker et al., 2015)

Gerhard Roth, ein erfolgreicher Wissenschaftler des Instituts für Hirnforschung der Universität Bremen, stuft Schopenhauers Arbeit als "die beste, die je über den freien Willen geschrieben wurde" ein (Schwenke, 2008). Schopenhauer greift die Unterscheidung zwischen der Handlungsfreiheit und der Willensfreiheit auf (Luhmann, 2020). Wer tun kann, was er will, ist in seiner Handlung frei und kann diese individuell bestimmen. Im Rahmen unseres gesellschaftlichen Systems ist diese Handlungsfreiheit jedoch durch Regelungen und Gesetze beispielsweise juristischer Natur oder durch biologische Zwänge begrenzt. So kann eine Person gewillt sein, an einem wichtigen Volleyball-Spiel teilzunehmen, das gebrochene Bein dem Handlungsvorhaben jedoch entgegenwirken. Die Willensfreiheit hingegen meint die Fähigkeit, auf Grundlage seiner eigenen Wünsche Entscheidungen treffen zu können. Dem gegenüber steht ein fremdbestimmtes Leben, dessen Individuum sich nicht über seine eigenen Bedürfnisse, sondern orientiert an den Bedürfnissen der Mitmenschen identifiziert (Lührs, 2013). Schropenhauer ist somit ein Gegner des freien Willens, indem er den Menschen die Fähigkeit – auf Basis der eigenen Bedürfnisse zu handeln – abschreibt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beleuchtung des philosophischen Grundsatzproblems der Willensfreiheit und Einführung in die wissenschaftliche Debatte anhand relevanter Persönlichkeiten und Beispiele.

2 Hintergrundwissen zum freien Willen: Theoretische Herleitung verschiedener Modelle und Forschungsansätze zur Willensfreiheit sowie Vorstellung der Theorie der Sobjektivität.

3 Empirische Studie: Sobjektivität und der freie Wille: Beschreibung der methodischen Durchführung, Datenerhebung und anschließende statistische Analyse der Ergebnisse zur Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.

4 Ausblick: Zusammenfassung der Forschungsergebnisse und Diskussion möglicher Ansätze für weiterführende Studien unter Berücksichtigung des Modells der pragmatischen Information.

Schlüsselwörter

freier Wille, Sobjektivität, positiver Affekt, MPI, PANAS, Glaubensmanipulation, Bayes'sche Statistik, Handlungsfreiheit, Willensfreiheit, Sozialpsychologie, Quantenmechanik, Mikro-Psychokinese

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht, ob und wie der Glaube an den freien Willen mit dem persönlichen Wohlbefinden bzw. positiven Gefühlen korreliert.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Thematik umfasst philosophische Modelle des freien Willens, sozialpsychologische Forschungsstandpunkte sowie das physikalisch-philosophische Konzept der Sobjektivität.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, ob ein Zusammenhang zwischen einem (manipulierten) Glauben an den freien Willen und einem erhöhten positiven Affekt im Allgemeinen besteht.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine experimentelle Manipulation des Glaubens (HFW- und LFW-Bedingungen) vorgenommen und der positive Affekt mittels des PANAS-Fragebogens erfasst, statistisch ausgewertet durch Bayes'sche T-Tests.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Überblick, eine Darstellung des bisherigen Forschungsstandes und eine empirische Studie mit ausführlicher Auswertung und Diskussion.

Welche Schlüsselbegriffe sind charakteristisch?

Zentrale Begriffe sind der freie Wille, die Sobjektivität, das Modell der pragmatischen Information (MPI), positiver Affekt und die Bayes'sche Statistik.

Was besagt die Theorie der Sobjektivität?

Die Sobjektivität bildet eine dritte Realitätsform, welche die Subjektivität (Erleben) und Objektivität (Materie) miteinander verbindet und so ein geschlossenes System schafft.

Welche Rolle spielt das "Ready-Potential" (Bereitschaftspotenzial) in der Diskussion?

Das Bereitschaftspotenzial wird als Kritikpunkt an der Willensfreiheit herangezogen, da Hirnaktivitäten scheinbar vor dem bewussten Willensentschluss einsetzen, was in der Arbeit kritisch beleuchtet wird.

Konnten die aufgestellten Hypothesen bestätigt werden?

Die Manipulation des Glaubens war erfolgreich, jedoch konnte kein signifikanter Zusammenhang zwischen dem Glauben an den freien Willen und positiven Gefühlen im Allgemeinen bestätigt werden.

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Details

Title
Der freie Wille aus der Perspektive der Sobjektivität. Spielen positive Gefühle eine zentrale Rolle?
College
LMU Munich  (Fakultät für Allgemeine Psychologie II)
Course
Masterarbeit
Grade
1,0
Author
Yvonne Schröder (Author)
Publication Year
2023
Pages
163
Catalog Number
V1466118
ISBN (PDF)
9783389013748
ISBN (Book)
9783389013755
Language
German
Tags
PANAS MPI Positiver Affekt Freie Wille Sobjektivität Glaubensmanipulation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Yvonne Schröder (Author), 2023, Der freie Wille aus der Perspektive der Sobjektivität. Spielen positive Gefühle eine zentrale Rolle?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1466118
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