Inwiefern wirken interne und externe Einflussfaktoren auf die Festlegung von Wesentlichkeitsgrenzen?
Dabei sollen anhand einer qualitativen Recherche die Einflussfaktoren, identifiziert, analysiert und kritisch hinterfragt werden.
Um dieses Ziel zu erreichen wird in Kapitel 2 das Konzept der Wesentlichkeit im Zusammenhang mit der Abschlussprüfung erläutert. Insbesondere die Bestimmung der Wesentlichkeit wird hierbei diskutiert. Danach werden im Kapitel 3 die Digitalisierung, die Erwartungslücke und die Zunahme außerbilanzieller Daten, sowie die daraus resultierenden Konsequenzen auf die Festlegung von Wesentlichkeitsgrenzen erläutert. Im darauffolgenden Kapitel soll der Zusammenhang zwischen dem Prüfrisiko und der Festlegung der Wesentlichkeit analysiert werden. Danach soll eine Aufgliederung in die drei Teilbereiche Branchenspezifität, Unternehmenslage und Unternehmensgröße erfolgen. Diese Merkmale auf Unternehmensseite sollen daraufhin um die Einflussfaktoren der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ergänzt werden. Insbesondere die Unterscheidung zwischen Erst- und Folgeprüfung und der Größe und Kompetenz der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sollen Gegenstand der Untersuchung sein. Das Fazit und der Ausblick sollen die Inhalte der Arbeit abschließen und zusammenfassen.
Inhaltsverzeichnis
1. Problemstellung, Zielsetzung und Gang der Untersuchung
2. Wesentlichkeit im Zusammenhang mit Abschlussprüfung
2.1 Die Abschlussprüfung
2.2 Wesentlichkeit im Rahmen der Abschlussprüfung
2.3 Bestimmung der Wesentlichkeit
3. Wirtschaftliche Wirkungsfaktoren auf die Festlegung der Wesentlichkeit
3.1.Digitalisierung
3.2 Erwartungslücke
3.3 Die nichtfinanzielle Berichterstattung
4. Die Wirkungsweise von internen und externen Einflussfaktoren auf die Festlegung der Wesentlichkeit
4.1. Prüfrisiko und Festlegung von Wesentlichkeit
4.2. Spezifische Einflussfaktoren der Wesentlichkeit
4.3. Prüfgesellschaftliche Einflussfaktoren der Wesentlichkeit
5. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept der Wesentlichkeit im Rahmen der Jahresabschlussprüfung. Ziel ist es, die zentralen, von internen und externen Faktoren beeinflussten Herausforderungen bei der Festlegung von Wesentlichkeitsgrenzen zu analysieren und kritisch zu hinterfragen, um so zu einer ordnungsgemäßen Prüfung beizutragen.
- Grundlagen des Wesentlichkeitskonzepts in der Abschlussprüfung
- Einfluss der Digitalisierung auf den Prüfungsprozess
- Analyse der Erwartungslücke zwischen Öffentlichkeit und Abschlussprüfern
- Wirkung nichtfinanzieller Berichterstattung
- Zusammenhang zwischen Prüfrisiko und Wesentlichkeit
Auszug aus dem Buch
2. Wesentlichkeit im Zusammenhang mit Abschlussprüfung
Wirtschaftliche Prüfungen werden schon seit mehreren tausend Jahren durchgeführt. Bereits 500 Jahre vor Christus existierten Prüfungshandlungen für die Überprüfung der staatlichen Finanzen im Stadtstaat Athen im antiken Griechenland. Die sich ausweitende Staatstätigkeit im Altertum und die Entwicklung von überregionalen Tätigkeiten der Unternehmungen im Mittelalter, ließen die Bedeutung von Prüfungen weiter zunehmen. Schließlich führte das Größenwachstum der Unternehmen zur zunehmenden Trennung von Eigentum und Verfügungsgewalt, welches zur heutigen ökonomischen Bedeutung von Prüfungen führte.
Heutzutage sind die Regelungen zu Prüfung der Bücher im Handelsgesetzbuch festgeschrieben. Gem. § 316 HGB sind Unternehmen einer bestimmten Größe verpflichtet, den von Ihnen aufgestellten Jahresabschluss, mit den Bestandteilen Bilanz, GuV, Anhang und Lagebericht, gesetzlich durch einen Wirtschaftsprüfer prüfen lassen.
Mit der Abschlussprüfung wird das Ziel verfolgt, die Verlässlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der in ihrem Rahmen zu prüfenden Informationen zu gewährleisten und insoweit deren Glaubwürdigkeit zu verbessern. Um diese zu erreichen, verfolgt der Wirtschaftsprüfer das Erkenntnisziel der Feststellung, ob die Abschlussprüfung einschließlich der Buchführung den Bestimmungen von Gesetzen, Gesellschaftsvertrag und Satzung genügt. Neben dieser Kontrollfunktion erfüllt die Jahresabschlussprüfung auch eine Informationsfunktion gegenüber gesetzlichen Vertretern, den Aufsichtsorganen und den Anteilseignern des Unternehmens, die durch den Prüfungsbericht erfüllt wird. Denn auf Grund etwaiger Interessenkonflikte zwischen dem Management des Unternehmens -welches für die Aufstellung des Jahresabschlusses zuständig ist- und den Jahresabschlussadressanten -welche keinen Einfluss auf die Erstellung nehmen können- kann die Rechnungslegung erst aufgrund einer externen Prüfung das Bild über die Vermögens- Finanz- und Ertragslage des Unternehmens hinreichend als verlässlich und neutral angesehen werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Problemstellung, Zielsetzung und Gang der Untersuchung: Einführung in das Wesentlichkeitskonzept und Ableitung der zentralen Forschungsfrage zum Einfluss von Faktoren auf die Festlegung von Wesentlichkeitsgrenzen.
2. Wesentlichkeit im Zusammenhang mit Abschlussprüfung: Erläuterung der historischen Entwicklung der Abschlussprüfung und Definition der zentralen Bedeutung des Wesentlichkeitsbegriffs für die heutige Wirtschaftsprüfung.
3. Wirtschaftliche Wirkungsfaktoren auf die Festlegung der Wesentlichkeit: Analyse moderner Herausforderungen wie Digitalisierung, Erwartungslücke und die zunehmende Bedeutung nichtfinanzieller Daten für die Prüfung.
4. Die Wirkungsweise von internen und externen Einflussfaktoren auf die Festlegung der Wesentlichkeit: Untersuchung des Zusammenhangs von Prüfrisiko, branchenspezifischen Faktoren und individuellen Einflüssen der Prüfgesellschaft auf die Festlegung der Wesentlichkeit.
5. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Bedeutung des beruflichen Urteilsvermögens des Wirtschaftsprüfers bei der Anwendung des Wesentlichkeitsgrundsatzes und Ausblick auf künftige Entwicklungen.
Schlüsselwörter
Wesentlichkeit, Abschlussprüfung, Jahresabschluss, Prüfrisiko, Digitalisierung, Erwartungslücke, nichtfinanzielle Berichterstattung, Wirtschaftsprüfer, Rechnungslegung, Fehlerrisiko, Compliance, Transparenz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die zentrale Rolle des Konzepts der Wesentlichkeit bei der Durchführung von Jahresabschlussprüfungen und wie spezifische Faktoren diese beeinflussen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten zählen das Verständnis von Wesentlichkeitsgrenzen, die Auswirkungen der Digitalisierung, die "Erwartungslücke" der Öffentlichkeit sowie die Bedeutung des Prüfrisikos.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, zu identifizieren, analysieren und kritisch zu hinterfragen, welche internen und externen Einflussfaktoren die Festlegung von Wesentlichkeitsgrenzen durch den Wirtschaftsprüfer bestimmen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer qualitativen Literaturanalyse und Recherche, um die theoretischen und praktischen Aspekte der Wesentlichkeitsfestlegung aufzuarbeiten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Wesentlichkeitsprinzips, die Einflüsse moderner Entwicklungen sowie die differenzierte Betrachtung verschiedener Einflussgrößen auf die praktische Prüfungstätigkeit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Wesentlichkeit, Abschlussprüfung, Prüfrisiko, Digitalisierung und nichtfinanzielle Berichterstattung sind die prägenden Begriffe.
Warum spielt die Digitalisierung eine so große Rolle für die Wesentlichkeit?
Die Digitalisierung ermöglicht durch Automatisierung und Datenanalyse zwar effizientere Prüfungen, erzwingt jedoch eine Anpassung der traditionellen Prüfungsansätze aus Wirtschaftlichkeits- und Qualitätsgründen.
Was besagt die Erwartungslücke in diesem Kontext?
Die Erwartungslücke beschreibt die Diskrepanz zwischen der öffentlichen Erwartung, dass Prüfungen absolut fehlerfrei sein sollten, und der tatsächlichen, risiko-orientierten Prüfungsrealität.
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- Elina Valpetere (Autor), 2022, Die Festlegung von Wesentlichkeitsgrenzen im Rahmen der Abschlussprüfung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1466407