In dieser Hausarbeit möchte ich den Datensatz des Ethikmonitors 2009 dazu nutzen, die möglichen Abhängigkeiten zwischen dem politischen Interesse, der Wahlabsicht und sozio-strukturellen Einflussfaktoren wie berufliche Stellung, Einkommen und die Nutzung von politischen Medien der 1000 Befragten zu untersuchen.
Die vorgestellten Hypothesen wurden mit den vorliegenden Daten des Wertemonitors getestet (Kapitel 4), wobei sich die erste Hypothese vorläufig bewährte, die zweite Hypothese aber verworfen werden musste.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Fragestellung und Hypothesenformulierung
3. Theorieteil: Demokratische Partizipation und politisches Interesse im Zusammenhang mit sozioökonomischen Faktoren
4. Die Daten des Wertebarometers und Test der Hypothesen
4.1. Beschreibung des Datensatzes
4.2. Auswahl der zu untersuchenden Indikatoren der Erhebung „Ethikmonitor 2009“
4.3. Darstellung des Datensatzes und der Vorgehensweise
4.4. Test und Interpretation der Hypothesen
4.4.1 Hypothese 1.1
4.4.2. Hypothese 1.2
4.4.3. Hypothese 1.3
4.4.4. Hypothese 1.4
4.4.5. Hypothese 2.1
4.4.6. Hypothese 2.2
5. Zusammenfassung der Interpretationsergebnisse in Bezug zur Fragestellung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den Einfluss sozio-struktureller Faktoren wie Einkommen, Berufsstatus und Mediennutzung auf das politische Interesse sowie die Wahlabsicht von Bürgern auf Basis des Datensatzes „Ethikmonitor 2009“.
- Analyse sozioökonomischer Einflussfaktoren auf das politische Interesse
- Empirische Überprüfung von Hypothesen mittels statistischer Verfahren (R)
- Zusammenhang zwischen politischer Informiertheit und Wahlverhalten
- Diskussion über demokratische Partizipationsunterschiede
Auszug aus dem Buch
3. Theorieteil: Demokratische Partizipation und politisches Interesse im Zusammenhang mit sozioökonomischen Faktoren
In diesem Kapitel werden theoretische Grundzüge der Bestimmungsfaktoren von politischem Interesse beschrieben, um die folgende empirische Analyse und deren Ergebnisse besser einordnen zu können. Zunächst muss geklärt werden, wie politisches Interesse in der Literatur definiert wird.
In relevanten Publikationen und der gesellschaftlichen Praxis ist politisches Interesse essentiell wichtig für das Funktionieren eines demokratischen Gesellschaftssystems (vgl. Niedermayer 2001: 19).
Allerdings gibt es auch gegenläufige Argumentationen, die behaupten, die traditionelle Politik sei so erfolgreich gewesen, dass politisches Interesse und demokratisches Beteiligung überhaupt nicht mehr notwendig seien (ebd.; van Deth 2004: 276).
Politische Partizipation und politisches Interesse hängen augenscheinlich zusammen, ungeklärt ist allerdings die Frage, wie viel politisches Interesse ausreichend für das gesunde Funktionieren einer Demokratie ist.
Das theoretische Konzept „politisches Interesse“ wird am prägnantesten von van Deth definiert: „[political interest is the] degree to which politics arouses a citizen’s curiosity” (van Deth, 1990: 278).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung des Untersuchungsgegenstands anhand des Ethikmonitors 2009 und Formulierung der grundlegenden Forschungsintention.
2. Fragestellung und Hypothesenformulierung: Definition der zentralen Forschungsfrage und Aufstellung von zwei Hypothesenpaaren bezüglich des Einflusses sozioökonomischer Faktoren auf Interesse und Wahlabsicht.
3. Theorieteil: Demokratische Partizipation und politisches Interesse im Zusammenhang mit sozioökonomischen Faktoren: Erörterung der theoretischen Grundlagen und Definition von politischem Interesse im Kontext demokratischer Systeme.
4. Die Daten des Wertebarometers und Test der Hypothesen: Beschreibung des verwendeten Datensatzes, der statistischen Vorgehensweise mit R sowie die detaillierte Auswertung der einzelnen Hypothesen.
5. Zusammenfassung der Interpretationsergebnisse in Bezug zur Fragestellung: Synthese der empirischen Befunde und Diskussion der systemkritischen Implikationen bezüglich ungleicher politischer Teilhabe.
Schlüsselwörter
Politisches Interesse, Wahlabsicht, Ethikmonitor 2009, sozioökonomische Faktoren, Regressionsanalyse, demokratische Partizipation, Einkommen, Berufsstatus, Mediennutzung, Statistik, R, Wahlverhalten, politisches System, Politische Kommunikation, Nichtwähler.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, inwieweit sozioökonomische Merkmale wie Einkommen und Berufsstatus das politische Interesse und die Bereitschaft zur Teilnahme an Wahlen beeinflussen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Themenfelder umfassen politische Soziologie, empirische Wahlforschung, Mediennutzung sowie die Auswertung statistischer Daten unter Verwendung der Software R.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, den Einfluss individueller Ressourcen auf die politische Teilhabe empirisch zu überprüfen und dabei mögliche Verzerrungen oder Schwächen im demokratischen System aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Autorin wendet eine deduktive Vorgehensweise an, wobei Hypothesen mittels Regressionsanalysen und T-Tests anhand eines Datensatzes (Ethikmonitor 2009) statistisch geprüft werden.
Welche inhaltlichen Schwerpunkte liegen im Hauptteil?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des politischen Interesses sowie einen umfangreichen empirischen Abschnitt, in dem spezifische Hypothesen zu Einkommen, Beruf und Mediennutzung getestet werden.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die zentralen Schlagworte sind Politisches Interesse, Wahlabsicht, Sozioökonomischer Status und Statistische Datenanalyse.
Wie wurde mit fehlenden Werten (Missing Values) im Datensatz umgegangen?
Die Autorin hat fehlende Werte, wie „weiß nicht“ oder „keine Angabe“, explizit aus den Berechnungen ausgeschlossen, um die Datenqualität der statistischen Analysen sicherzustellen.
Warum konnte für Hypothese 1.4 kein signifikanter Zusammenhang nachgewiesen werden?
Die Autorin vermutet, dass dies an einer Schwäche des Fragebogens liegt, da bestimmte Gruppen wie „Rentner/nicht Berufstätige“ fehlten, was zu einer Verzerrung der Ergebnisse führte.
- Quote paper
- Jenny Wunn (Author), 2010, Politisches Interesse und Wahlabsicht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146655