Das Skript dient Ihnen entweder als Einführung in die Fachterminologie für die Interpretation literarischer Texte oder als Repetitorium derselben für die Prüfungsvorbereitung.
Inhaltsverzeichnis
A Allgemein
1 Bilder
1.1 Metapher
1.2 Epitheton ornans
1.3 Personifikation
1.4 Allegorie
1.5 Synästhesie
1.6 Pars pro toto
1.7 Symbol
1.8 Emblem
1.9 Chiffre
1.10 Hypallage
2 Figuren
2.1 Wortfiguren
2.1.1 Emphase
2.1.2 Hyperbel
2.1.3 Litotes
2.1.4 Periphrase
2.2 Satzfiguren
2.2.1 Asyndetisches Sprechen
2.2.2 Polysyndetisches Sprechen
2.2.3 Ellipse
2.2.4 Zeugma
2.2.5 Akkumulation
2.2.6 Klimax
2.2.7 Parallelismus
2.2.8 Chiasmus
2.2.9 Hysteron proteron
2.2.10 Enallage
2.3 Gedankenfiguren
2.3.1 Rhetorische Frage
2.3.2 Antithese
2.3.3 Paradoxon
2.4 Klangfiguren
2.4.1 Anapher
2.4.2 Tautologie
2.4.3 Wortspiel
2.4.4 Onomatopöie
2.4.5 Archaismus
3 Weitere allgemeine Fachbegriffe
3.1 Montage
3.2 Motiv
3.3 Stoff
3.4 Anachronismus
3.5 Palindrom
3.6 Stil
B Lyrik
4 Taktarten
4.1 Jambus
4.2 Trochäus
4.3 Anapäst
4.4 Daktylus
4.5 Auftakt
5 Reime
5.1 Reimformen
5.1.1 Reine Reime
5.1.2 Unreine Reime
5.1.3 Assonanz
5.2 Reimfolgen
5.2.1 Paarreim
5.2.2 Kreuzreim
5.2.3 Umschliessender oder umarmender Reim
6 Weitere Fachbegriffe im Bereich der Lyrik
6.1 Waise
6.2 Zeilenstil und Hakenstil
6.3 Zäsur und Diärese
6.4 Freie Rhythmen
6.5 Männlicher und weiblicher Versschluss
7 Taktreihen
7.1 Knittelvers
7.2 Blankvers
7.3 Alexandriner
7.4 Hexameter
7.5 Pentameter
8 Strophenformen
8.1 Volksliedstrophe
8.2 Terzine
8.3 Stanze
8.4 Distichon
9 Gedichte fester Bauart
9.1 Sonett
9.2 Elegie
9.3 Hymne
9.4 Ode
9.5 Ballade
C Epik
10 Erzählform
11 Erzählverhalten
12 Erzählhaltung
13 Erzählperspektive
14 Standort des Erzählers (point of view)
15 Darbietungsweisen
D Dramatik
16 Akt / Szene / Auftritt
17 Regiebemerkungen
18 Monolog / Dialog
19 Dramatis personae / Ständeklausel
20 Teichoskopie / Botenbericht
21 Zieldrama / Analytisches Drama
22 Aristotelisches Drama
Zielsetzung & Themen
Dieses Dokument dient als kompaktes Kompendium für Studierende und Interessierte, um die zentralen Fachbegriffe und Stilmittel für die Analyse und Interpretation literarischer Texte in den Gattungen Lyrik, Epik und Dramatik systematisch zu verstehen und anzuwenden.
- Einführung in rhetorische Stilmittel, Bildsprache und Figuren (Wort-, Satz-, Gedanken- und Klangfiguren).
- Detaillierte Analyse lyrischer Grundlagen wie Taktarten, Reimformen und spezifische Gedichtbauarten.
- Grundlagen der epischen Analyse, insbesondere Erzählformen, Erzählverhalten und Standort des Erzählers.
- Erläuterung dramentheoretischer Konzepte wie Aufbau von Akten, Regieanweisungen und dramaturgische Fachbegriffe.
- Bereitstellung praktischer Anwendungsbeispiele aus der deutschsprachigen Literaturgeschichte.
Auszug aus dem Buch
1.1 Metapher
Eine Metapher ist ein Vergleich zwischen zwei Begriffen, der, nimmt man die Begriffe beim Wort, eigentlich unsinnig ist. Spricht man z.B. vom „Himmelszelt“, so meint man damit wohl die schützende und überwölbende Eigenschaft des Zeltes, nicht jedoch ein „wirkliches“ Zelt.
Während die Alltagssprache reich an verblassten Metaphern ist, bei denen der Bildsinn kaum noch vergegenwärtigt wird (z.B. Baumkrone, Flussbett, Stuhlbein, Redefluss), benutzen oder schaffen Dichter häufig kühne, zum Teil nur schwer verständliche Metaphern (z.B. „schwarze Milch der Frühe“ in Celans „Todesfuge“).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Bilder: Erläutert bildhafte Sprache wie Metaphern, Personifikationen und Symbole, die abstrakte Inhalte durch konkrete Vergleiche greifbar machen.
2 Figuren: Beschreibt verschiedene rhetorische Mittel wie Wort-, Satz-, Gedanken- und Klangfiguren, die zur bewussten Gestaltung und Steigerung der Wirkung in Texten eingesetzt werden.
3 Weitere allgemeine Fachbegriffe: Behandelt übergreifende literaturwissenschaftliche Konzepte wie Montage, Motiv, Stoff, Anachronismus, Palindrom und den Begriff des Stils.
4 Taktarten: Definiert die Grundlagen der Metrik, einschließlich Jambus, Trochäus, Anapäst, Daktylus sowie die Funktion des Auftakts.
5 Reime: Unterscheidet zwischen verschiedenen Reimformen wie reinen und unreinen Reimen, Assonanzen sowie unterschiedlichen Reimfolgen.
6 Weitere Fachbegriffe im Bereich der Lyrik: Behandelt technische Aspekte wie die Waise, Zeilen- und Hakenstil, Zäsuren, freie Rhythmen sowie Versschlüsse.
7 Taktreihen: Analysiert längere Versstrukturen wie den Knittelvers, den Blankvers und den Alexandriner.
8 Strophenformen: Stellt die gängigsten Strophenmuster vor, darunter Volksliedstrophe, Terzine, Stanze und Distichon.
9 Gedichte fester Bauart: Erklärt komplexe, formgebundene Lyrik wie das Sonett, die Elegie, die Hymne, die Ode und die Ballade.
10 Erzählform: Beschreibt die grundlegenden Perspektiven in der Epik, primär den Unterschied zwischen Ich-Form und Er-Form.
11 Erzählverhalten: Differenziert zwischen auktorialem, personalem und neutralem Erzählen.
12 Erzählhaltung: Unterscheidet verschiedene Einstellungen des Erzählers zu den dargestellten Geschehnissen, etwa ironisch oder kritisch.
13 Erzählperspektive: Erläutert die Unterscheidung zwischen Innen- und Außensicht in der Darstellung von Figuren.
14 Standort des Erzählers (point of view): Analysiert das räumliche Verhältnis des Erzählers zu den Figuren und dem Geschehen.
15 Darbietungsweisen: Beschreibt Methoden wie den inneren Monolog und die erlebte Rede zur Vermittlung von Gedanken und Gefühlen.
16 Akt / Szene / Auftritt: Erläutert die strukturelle Gliederung eines Dramas und die Funktionen der einzelnen Akte.
17 Regiebemerkungen: Beschreibt den Zweck von Autorenanweisungen für die Aufführungspraxis.
18 Monolog / Dialog: Definiert die unterschiedlichen Sprechweisen von Figuren im dramatischen Kontext.
19 Dramatis personae / Ständeklausel: Behandelt die Rollenbesetzung und historische Konventionen wie die Ständeklausel.
20 Teichoskopie / Botenbericht: Erläutert technische Mittel zur Darstellung nicht unmittelbar sichtbarer Ereignisse auf der Bühne.
21 Zieldrama / Analytisches Drama: Unterscheidet zwischen handlungsorientiertem Zieldrama und retrospektivem analytischen Drama.
22 Aristotelisches Drama: Beschreibt die klassische Dramentheorie mit ihren Einheiten und der Katharsis im Vergleich zum modernen Theater.
Schlüsselwörter
Interpretation, Literaturwissenschaft, Stilmittel, Metapher, Epik, Lyrik, Dramatik, Verslehre, Erzählverhalten, Metrik, Rhetorik, Sonett, Gedichtanalyse, Dramaturgie, Literaturgeschichte
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Dokument grundsätzlich?
Das Dokument bietet eine strukturierte Übersicht über grundlegende Fachbegriffe und Analyseinstrumente, die für die Interpretation von literarischen Texten in den Gattungen Lyrik, Epik und Dramatik essenziell sind.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder umfassen die rhetorische Bildsprache, die metrische Struktur von Lyrik, die Erzähltheorie in epischen Werken und die dramaturgischen Konzepte der Dramatik.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist es, Lesern ein fundiertes methodisches Rüstzeug an die Hand zu geben, um komplexe literarische Texte systematisch zu erschließen und zu interpretieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erläuterung verwendet?
Es wird eine systematische, definitorische Methode verwendet, die jeden Begriff kurz erklärt, historisch oder theoretisch einordnet und anhand prominenter literarischer Beispiele illustriert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die drei literarischen Gattungen und behandelt detailliert Stilmittel, Vers- und Strophenformen sowie die Erzähl- und Dramenstrukturen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
Wichtige Schlüsselbegriffe sind insbesondere Metapher, Erzählverhalten, Metrik, Reimformen, Dramaturgie und die Gattungsunterscheidung zwischen Lyrik, Epik und Dramatik.
Was unterscheidet das analytische Drama vom Zieldrama?
Während das Zieldrama zielorientiert auf ein Ende hinarbeitet, entfaltet das analytische Drama das Geschehen durch das schrittweise Aufrollen einer bereits abgeschlossenen Vergangenheit.
Welche Bedeutung hat die Ständeklausel im klassischen Drama?
Die Ständeklausel legte fest, dass Tragödien dem Adel vorbehalten bleiben sollten, während Komödien das Milieu der niederen Stände behandelten; diese Regel hat in der Moderne an Verbindlichkeit verloren.
Wie definiert sich ein Symbol in der Literatur?
Ein Symbol ist ein bildhaftes Zeichen, das über seine konkrete Bedeutung hinaus auf etwas Höherwertiges oder Unaussprechliches verweist.
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- Eveline Zurbriggen (Author), 2010, Fachbegriffe für die Interpretation literarischer Texte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146671