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Urban Gardening im globalen Süden

Title: Urban Gardening im globalen Süden

Term Paper , 2022 , 14 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Jonte Ropers (Author)

African Studies - Culture and Applied Geography
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Die Hausarbeit betrachtet die Rolle des Urban Gardening für Menschen in urbanen Zentren im globalen Süden, wenn es um Fragen von Hunger, Ernährungssicherheit und Autarkie geht. Dabei findet eine Analyse anhand mehrer Fallbeispiele statt, die sich über den ganzen afrikanischen Kontinent ziehen. Gleichzeitig wird auch betrachtet, inwiefern marginalisierte Gruppen Zugang zum Urban Gardening haben und welche Rolle lokale Community-Verbünde spielen.
Zugangsbarrieren zum Thema Nahrung bestehen in Subsaharaafrika zunehmend auch durch die Auswirkungen der Klimakrise, welche nicht nur sich häufende Dürren, die Erwärmung des Klimas und auch den Meereswasseranstieg bedeutet, sondern auch eine starke Zunahme von Extremwetterereignissen. Dieses geballte Konglomerat stellt die afrikanische Landwirtschaft nochmals vor besonderen Herausforderungen. Schließlich bestehen schon heute große Probleme, die Bevölkerung ausreichend zu ernähren. Viele Menschen leiden Hunger. Insbesondere zu Beginn des Angriffskriegs von Russland auf das Staatsgebiet der Ukraine hat sich dieses Problem nochmals erheblich verstärkt, als die Weizenexporte aus der Ukraine nach Afrika nahezu zum Erliegen kamen. Da die Ukraine einen nicht unwesentlichen Teil der Weizenexporte nach Afrika liefert, brach somit eine überlebenswichtige Infrastruktur zeitweise zusammen und die Preise für Weizen und Getreide gingen stark in die Höhe, was zu weiterer Hungersnot in Subsaharaafrika führte. Um sich für die Zukunft zu wappnen, werden verschiedene Strategien in Subsaharaafrika diskutiert, welche zu weniger Ungleichheit, einer besseren Ernährungssicherheit und einer verringerten Armut führen sollen. Folgend werden die Einzelheiten und Herausforderungen des Konzepts der urbanen Landwirtschaft vorgestellt, welches es in abgewandelter Form auch im globalen Norden gibt – der Fokus meiner Arbeit wird jedoch auf Subsaharaafrika liegen. Insbesondere wird eine kritische Betrachtung des Konzepts des Urban Gardening stattfinden, auch Exklusionsmechanismen qua Geschlecht oder Klasse werden diskutiert werden. Da jedoch nicht nur Urban Gardning als solches kritisch betrachtet werden muss, muss auch die Finanzierung dahinter betrachtet werden. Schließlich verlangt auch das Urban Gardening Subventionen, um sozial gerecht und nutzstiftend in den Städten Subsahraafrikas zu sein.
Daher werden auch (Schein-)Hilfen aus dem globalen Norden kritisch reflektiert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmung

3. Erläuterung der Forschungsfrage

4. Das Konzept Urban Gardening im globalen Süden

5. Analyse

6. Diskussion der Ergebnisse

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Potenzial von Urban Gardening als Strategie zur Verbesserung der Ernährungssicherheit im globalen Süden, insbesondere in Subsahara-Afrika, und analysiert dabei kritisch bestehende strukturelle Hürden wie Finanzierung, Landzugang sowie geschlechtsspezifische Exklusionsmechanismen.

  • Ernährungssicherheit in Subsahara-Afrika
  • Potenziale und Grenzen von Urban Gardening
  • Sozioökonomische Hürden und Landrechte
  • Rolle von Gender und sozialem Status
  • Kritische Reflexion internationaler Entwicklungshilfe

Auszug aus dem Buch

Das Konzept Urban Gardening im globalen Süden

Urbane Landwirtschaft als Konzept ist im globalen Süden weitgehend anders als im globalen Norden konzipiert, da dem Konzept in Subsaharaafrika eine existenzielle Note zukommt. Im Zuge des Klimawandels planen viele Städte in Westeuropa ihre Städte neu, sie planen sie grüner. Dies soll dazu beitragen, dass die bis dato nahezu vollständig versiegelten Innenstädte im Dunst der Hitze im Sommer nicht ersticken und die Lebensqualität im Lebensraum Stadt nicht – bedingt durch die Folgen der Klimakrise – stark einbricht. Konzeptionell integriert wurden schon einige Pilotprojekte, die jedoch in den Augen mancher Experten auch als Setting und Austragungsort von Jugendarbeit innerhalb einer Postwachstumsgesellschaft gefasft werden können (vgl. Groß: 2013).

Wesentlich anders wird das Konzept des Urban Gardening im globalen Süden verstanden. Bedingt durch einen Anteil von einem Viertel aller an Hunger leidenden Menschen, die es überhaupt weltweit gibt, steht beim Urban Gardening in Subsaharaafrika weniger der Klimaschutz und die Lebensqualität in den Städten im Vordergrund, sondern der Zugang zu Nahrung. Um städtische Landwirtschaft zu betreiben, bedarf es jedoch finanzieller Rücklagen, auch Landfläche muss zur Verfügung stehen. Schon hier hat das Konzept Urban Gardening eine Schwäche, da Exklusionsmechanismen greifen. Ähnlich wie in Europa, wird Urban Gardening auch auf dem afrikanischen Kontinent gegenwärtig noch überwiegend von Mittel- und Oberschicht betrieben (vgl. Lee-Smith, 2010: 496, 497). So kommt jedoch der eigentliche Mehrwert des Konzepts bei den real bedürftigen Menschen, die sich dem Verhungern und bitterer Armut ausgesetzt sehen, nicht an. In vielen Städten sind die wohlhabenden Betreiber urbaner Landwirtschaft gegenüber finanziell Bedürftigen, die urbane Landwirtschaft betreiben, deutlich in der Überzahl (vgl. Asomani-Boateng 2002).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Problematik der Ernährungssicherheit in Subsahara-Afrika und Vorstellung des Urban Gardening als potenziellen Lösungsansatz.

Begriffsbestimmung: Definition von Urban Gardening sowie Einordnung der Bedeutung von Ernährungssicherheit im Kontext internationaler UN-Programme.

Erläuterung der Forschungsfrage: Darstellung der existenziellen Herausforderungen durch Hunger und Armut sowie der Dringlichkeit einer systematischen Untersuchung von Urban Gardening.

Das Konzept Urban Gardening im globalen Süden: Abgrenzung des Konzepts vom globalen Norden und Aufdeckung struktureller Zugangsschranken für ärmere Bevölkerungsschichten.

Analyse: Kritische Auseinandersetzung mit der Rolle internationaler Entwicklungsinstrumente und historischer kolonialer Einflüsse auf die städtische Landwirtschaft.

Diskussion der Ergebnisse: Synthese der Erkenntnisse hinsichtlich Agency, Ownership und der Notwendigkeit einer zielgerichteten Unterstützung der Bedürftigen.

Fazit: Zusammenfassende Einschätzung des Entwicklungspotenzials von Urban Gardening als ergänzende Strategie zur Armutsbekämpfung und Ernährungssicherung.

Schlüsselwörter

Urban Gardening, Ernährungssicherheit, Subsahara-Afrika, Armutsbekämpfung, urbane Landwirtschaft, Landrechte, Geschlechtergerechtigkeit, Entwicklungspolitik, Klimawandel, Nachhaltigkeit, globale Ernährungskrise, soziale Inklusion, Eigenverantwortung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Möglichkeiten und Grenzen des Urban Gardening als Instrument zur Steigerung der Ernährungssicherheit in den Städten des globalen Südens, mit einem Fokus auf Subsahara-Afrika.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Diskrepanz zwischen Hungerproblematik und Landzugang, der Rolle von Frauen in der städtischen Landwirtschaft sowie der Kritik an westlich geprägten Entwicklungsprogrammen.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit hinterfragt, inwiefern Urban Gardening für Städte des globalen Südens zur Ernährungssicherheit beitragen kann und welche Barrieren in Bezug auf Finanzierung und Zugang für benachteiligte Bevölkerungsgruppen fortbestehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine deskriptive und analysierende Literaturarbeit, die auf bestehenden wissenschaftlichen Studien, Berichten internationaler Organisationen und sozioökonomischen Daten basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden Begriffsdefinitionen geklärt, die theoretischen Konzepte von Urban Gardening in unterschiedlichen geographischen Kontexten verglichen und die sozioökonomischen Realitäten sowie politische Einflussfaktoren analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Urban Gardening, Ernährungssicherheit, Subsahara-Afrika, soziale Exklusion, Landrechte und Armutsbekämpfung.

Warum spielt die Kolonialgeschichte eine Rolle bei der Analyse des Urban Gardening in Ghana?

Der Autor zeigt auf, dass historische Verbote durch die britische Kolonialverwaltung für einheimische Nutzpflanzen und Viehhaltung bis heute nachwirken und die Autarkiebemühungen lokaler Akteure beeinflussen.

Welche Rolle spielt die Geschlechterrolle bei der Umsetzung von Urban Gardening?

Obwohl Frauen einen Großteil der landwirtschaftlichen Arbeit verrichten, stellt der Autor fest, dass sie oft strukturell benachteiligt sind, keinen Zugang zu Finanzmitteln oder Landbesitz haben und daher häufig von den Erträgen ausgeschlossen bleiben.

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Details

Title
Urban Gardening im globalen Süden
College
University of Bayreuth  (Lehrstuhl für Politische Geographie)
Course
Mensch-Umwelt-Beziehungen in Afrika
Grade
2,3
Author
Jonte Ropers (Author)
Publication Year
2022
Pages
14
Catalog Number
V1466982
ISBN (PDF)
9783389019566
ISBN (Book)
9783389019573
Language
German
Tags
Afrika Ernährung Urban Gardening Globaler Süden Geographie Humangeographie Stadtgeographie Landwirtschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jonte Ropers (Author), 2022, Urban Gardening im globalen Süden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1466982
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