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Trauerbewältigung bei nicht überlebensfähigen Frühgeburten

Wie kann die Soziale Arbeit Betroffenen Hilfe und Unterstützung bieten?

Titel: Trauerbewältigung bei nicht überlebensfähigen Frühgeburten

Studienarbeit , 2019 , 23 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Sandra Bodemer (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit behandelt die Frühtoderfahrung von früh verwaisten Eltern und deren individueller Trauerverarbeitung. Im weiteren Verlauf dieser Arbeit werden die Definitionen der Frühgeburt und der Totgeburt begrifflich voneinander abgegrenzt und Bezug zur Lebensfähigkeit versus der Lebenswertigkeit hergestellt. Dazu wird die Situation der Frühtoderfahrung aus medizinscher, ethischer und gesetzlicher Perspektive gegenübergestellt. Am Trauer- Aufgabenmodell nach Lammer beschreibt die Verfasserin, wie die Trauerbegleitung durch Sozialarbeiter/innen gestaltet werden kann. Die möglichen Herausforderungen für die Profession der Sozialen Arbeit, in der Trauerbegleitung von verwaisten Eltern und deren Angehörigen, werden im letzten Teil dieser Arbeit beschrieben. Unter Berücksichtigung des Deutschen Bundesverbandes der Sozialen Arbeit e. V. gibt die Verfasserin eine mögliche Orientierung für Sozialpädagogen/innen in der Trauerbegleitung von verwaisten Eltern und deren Angehörigen. Abschließend kommt diese Arbeit zu dem Ergebnis, dass zu einer professionellen und ganzheitlichen Trauerarbeit immer ein multiprofessionaler Ansatz wichtig ist und die Soziale Arbeit mit anderen Professionen zusammenarbeiten sollte, um ein flächendeckendes Netzwerk sozialer Beratung in Deutschland zu erreichen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. DIE NEONATOLOGIE – MEDIZIN ZWISCHEN LEBEN UND TOD

1.1 DIE FRÜHGEBURT UND IHRE BEGRIFFLICHE ABGRENZUNG ZUR FEHL- UND TOTGEBURT

1.2 KRITISCHE FRAGE DER LEBENSFÄHIGKEIT VERSUS LEBENSWERTIGKEIT

1.3 HOSPIZ AUF DER NEUGEBORENEN- INTENSIVSTATION

2. DIE GESETZLICHEN BESTIMMUNGEN

3. PROFESSIONELLE UNTERSTÜTZUNGSANGEBOTE IN DER TRAUERBEGLEITUNG

3.1 DEFINITION DER SOZIALEN ARBEIT

3.2 DER DEUTSCHE BERUFSVERBAND FÜR DIE SOZIALE ARBEIT

4. ANSÄTZE UND METHODEN DER SOZIALEN ARBEIT IN DER TRAUERBEGLEITUNG

4.1 BEGRIFFSBESTIMMUNG TRAUER UND METHODEN DER TRAUERARBEIT

4.2 DAS TRAUER- AUFGABENMODELL NACH LAMMER

4.3 DIFFERENZIERTE TRAUERBEGLEITUNG IN DER SOZIALEN ARBEIT

4.4 HERAUSFORDERUNGEN DER SOZIALEN ARBEIT IN DER TRAUERBEGLEITUNG

Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie die Soziale Arbeit betroffene Eltern und ihre Familien bei der Trauerbewältigung nach dem Verlust eines nicht überlebensfähigen Frühgeborenen unterstützen kann und welche spezifischen Herausforderungen dabei für die Fachkräfte im klinischen Kontext sowie im sozialen Umfeld entstehen.

  • Medizinische und ethische Abgrenzung der Frühgeburt und Lebensfähigkeit.
  • Gesetzliche Rahmenbedingungen für Bestattungen früh verstorbener Kinder.
  • Rolle und ethische Grundlagen der Sozialen Arbeit in der Trauerbegleitung.
  • Anwendung des Trauer-Aufgabenmodells nach Lammer in der professionellen Praxis.
  • Herausforderungen in der Begleitung von verwaisten Eltern und Geschwisterkindern.

Auszug aus dem Buch

4.2 DAS TRAUER- AUFGABENMODELL NACH LAMMER

Das TRAUER- Aufgabenmodell nach Lammer unterscheidet sechs Trauerphasen. Im Folgenden wird das Modell in angewandter Form für die Begleitung früh verwaister Eltern unter Betrachtung der Berufsethik des DBSH beschrieben. (Vgl. V., 2016, pp. 34, 3.1.; Lars Garten, 2014, p. 109)

Um den Verlust ihres Kindes zu „realisieren“, muss früh verwaisten Eltern die Möglichkeit des „mit allen Sinnen Begreifens“ ermöglicht werden. Sozialpädagogen/innen und Klinikpersonal sollten hier eng zusammenarbeiten und die Familie und ihre Angehörigen im Kontakt mit dem sterbenden oder toten Kind unterstützen und ermutigen. Die Verabschiedung und Annahme des Kindes solle selbstverständlich und stets unter Berücksichtigung der individuellen Ziele und Privatsphäre der betroffenen Eltern und ihren Angehörigen erfolgen. (Vgl. V., 2016, pp. 34, 3.1.; Lars Garten, 2014, p. 109)

Mit „Initiation“ meint Lammer zit. n. Lars Garten, 2014, p.109, den Reaktionen Raum geben. Für Hospiz und Trauerbegleitung bedeutet es, dass den verwaisten Eltern möglichst viel Zeit mit ihrem verstorbenen Kind und deren Angehörigen in einem geschützten Rahmen zu ermöglichen ist. Die Sozialarbeiter/innen, sollte hier besonders besonnen, wertschätzend und verantwortungsvoll mit der beruflich übertragen Macht gegenüber den Eltern und deren Angehörigen umgehen. Auch sollte sie sich bei massiven Trauergefühlen oder sogar Depressionen der trauernden Angehörigen ihres Kompetenzrahmens bewusst sein und an entsprechende Fachärzte verweisen. Insbesondere bei Verdacht auf schwerwiegende psychotische Erkrankungen wie zum Beispiel der Postpartalen Depression oder der Postpartalen Psychose ist ein weiterführendes Betreuungsangebot dringend erforderlich. (Vgl. V., 2016, p:33, 2.1., 2.2.; V., 2019)

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Neonatologie und die Problematik des frühen Kindstodes ein, stellt die Motivation der Verfasserin dar und benennt die Forschungsfrage.

1. DIE NEONATOLOGIE – MEDIZIN ZWISCHEN LEBEN UND TOD: Hier werden medizinische Definitionen zur Frühgeburt geklärt und die ethischen Konflikte zwischen Lebensfähigkeit und Lebenswertigkeit erörtert.

2. DIE GESETZLICHEN BESTIMMUNGEN: Dieses Kapitel erläutert die rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland bezüglich der Bestattung und Registrierung von früh verstorbenen Kindern.

3. PROFESSIONELLE UNTERSTÜTZUNGSANGEBOTE IN DER TRAUERBEGLEITUNG: Hier wird die Soziale Arbeit als professionelle Instanz definiert und der Deutsche Berufsverband für Soziale Arbeit (DBSH) sowie dessen ethische Leitlinien vorgestellt.

4. ANSÄTZE UND METHODEN DER SOZIALEN ARBEIT IN DER TRAUERBEGLEITUNG: Dieses zentrale Kapitel analysiert verschiedene Trauermodelle, insbesondere jenes nach Lammer, und diskutiert die praktischen Herausforderungen für Fachkräfte.

Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit eines multiprofessionellen Ansatzes sowie einer flächendeckenden Vernetzung der Trauerberatung.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Trauerbegleitung, Neonatologie, Frühgeburt, Totgeburt, Trauermodell, Lammer, Bestattungsgesetz, Ethik, Krisenintervention, Fehlgeburt, Sterbebegleitung, psychosoziale Unterstützung, Elternschaft, Trauerbewältigung.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das zentrale Anliegen dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Herausforderungen einer professionellen Trauerbegleitung durch die Soziale Arbeit für Eltern, die ihr Kind durch eine Frühgeburt verloren haben.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentrale Themen sind die frühkindliche Sterblichkeit, gesetzliche Bestimmungen für Bestattungen, die Rolle des Berufsverbandes DBSH und die Anwendung von Trauermodellen in der klinischen Praxis.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll geklärt werden, wie Soziale Arbeit in Deutschland ein bundesweites, stabiles Netzwerk schaffen kann, um betroffene Eltern ganzheitlich zu stützen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Theorieanalyse sowie der Anwendung etablierter Trauermodelle, wie etwa dem Trauer-Aufgabenmodell nach Lammer.

Was behandelt der Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die medizinischen Grundlagen, gesetzliche Regelungen, die Definition der Sozialen Arbeit und die detaillierte Darstellung methodischer Ansätze in der Trauerarbeit.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Publikation?

Wichtige Begriffe sind Trauer, Soziale Arbeit, Frühgeburt, Bestattungsrecht, Ethik und Trauerbegleitung.

Wie unterscheidet die WHO Frühgeburten von Totgeburten?

Die WHO definiert eine Frühgeburt wesentlich über das Geburtsgewicht und die Schwangerschaftsdauer, wobei die Grenze von 500 Gramm für die Bestattungsrechte in Deutschland von zentraler Bedeutung ist.

Warum ist das "Trauer-Aufgabenmodell nach Lammer" für die Soziale Arbeit relevant?

Es bietet einen strukturierten Rahmen, um den Trauerprozess der Eltern professionell und wertschätzend zu begleiten, indem es spezifische Phasen und Handlungsfelder definiert.

Welche Bedeutung hat das Familiengesetzbuch für trauernde Eltern?

Es ermöglicht den Eltern, eine offizielle Existenz ihres verstorbenen Kindes zu dokumentieren, was einen wesentlichen Beitrag zur psychischen Bewältigung des Trauerprozesses leisten kann.

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Details

Titel
Trauerbewältigung bei nicht überlebensfähigen Frühgeburten
Untertitel
Wie kann die Soziale Arbeit Betroffenen Hilfe und Unterstützung bieten?
Hochschule
Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut, ehem. Fachhochschule Landshut
Veranstaltung
Propädeutiken
Note
1,7
Autor
Sandra Bodemer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
23
Katalognummer
V1467026
ISBN (PDF)
9783389014554
ISBN (Buch)
9783389014561
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Frühgeburt Todgeburt Palliative Neonatologie Trauerarbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sandra Bodemer (Autor:in), 2019, Trauerbewältigung bei nicht überlebensfähigen Frühgeburten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1467026
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Leseprobe aus  23  Seiten
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