Tauschen Herz gegen Titel – Die deutsche Fußballnationalmannschaft wurde im Jahre 2006 zum Weltmeister der Herzen gekürt. Nun, ein Jahr vor der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika, sind sich die Oberen des Deutschen Fußballbundes einig: „Wir tauschen Herz gegen Titel“. Wer aber soll dann den Titel des Weltmeisters der Herzen bekommen? Vielleicht wird diesen Titel auch vier Jahre später wieder das Ausrichterland zugesprochen bekommen. Und wer würde es Südafrika verdenken?
Eins ist jetzt schon sicher. Es wird eine ganz besondere Weltmeisterschaft. Traf sich die Fußballelite doch noch nie auf dem afrikanischen Kontinent, um ihre globale Meisterschaft auszurichten. Und noch nie wurde im Vorfeld einer WM so heiß diskutiert, wie über jene in Südafrika.
Vieles bleibt bis zum 11.06.2010 Spekulation. Wahrscheinlich wird auch vieles nach den darauf folgenden vier Wochen Spekulation sein bzw. bleiben. Auf jeden Fall sollten wir uns freuen, dass wir in diesen Wochen wohl eine andere Euphorie als 2006 erleben werden. Vielleicht macht gerade die Tatsache, dass wenigstens vier Wochen kein europäisierter Fußball die Welt beherrscht, diese WM einzigartig. Ist doch gerade der so hoch gepriesene Tempofußball bei den klimatischen Bedingungen, wie sie in Südafrika herrschen, auf Dauer nicht möglich. Es wird interessant, dass kann ich Ihnen versprechen. Und nicht nur sportlich! Doch ich möchte nicht schon am Anfang zuviel verraten.
Sicher ist noch eins. Um die nachfolgenden Seiten zu lesen, müssen Sie kein Fußballfan sein. Aber vielleicht werden Sie ja danach einer, wenn Sie es nach der sensationellen WM 2006 nicht ohnehin schon sind.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1 Südafrika – Ein Überblick
1.1 Daten
1.2 Die Apartheid
1.3 Ein Land der Gegensätze
2 FIFA
2.1 Was ist die FIFA?
2.2 Organe der FIFA
2.3 Die Weltmeisterschaft (WM)
3 Die WM in Südafrika
3.1 Die Stadien
3.2 Die Tickets
3.3 Sicherheit
3.4 Verkehrssituation
3.5 Die Gegensätze
4 Ausblick
4.1 Was bewirkt die WM
4.2 Wird die WM einzigartig?
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen und Erwartungen an die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Im Fokus steht dabei die Analyse, wie sich das Land als Gastgeber präsentiert und welche sozioökonomischen Auswirkungen das Großevent auf den afrikanischen Kontinent haben kann.
- Historischer Kontext und aktuelle gesellschaftliche Lage in Südafrika
- Strukturen und Mission des Weltfußballverbandes FIFA
- Logistische und sicherheitstechnische Aspekte der WM-Ausrichtung
- Das Spannungsfeld zwischen ökonomischer Entwicklung und bestehenden sozialen Gegensätzen
Auszug aus dem Buch
Die Gegensätze
Die WM 2010 wird eine WM sein, in der vollkommen unterschiedliche Welten aufeinander treffen. Dies liegt zum einen an der Tatsache, dass Fußball in Südafrika der Sport der Armen und einiger weniger ganz Reichen ist, zum anderen daran, dass Afrika ein Kontinent ist, welcher ein Großteil der westlichen Welt nicht wirklich kennt. Nicht nur, dass die „afrikanischen Mägen“ weitaus weniger empfindlich als die der Europäer sind und sich somit die Frage stellt, wie die europäischen Fans mit dem dortigen Essen zurecht kommen, sondern auch die mögliche Konfrontation mit Gewalt oder der Aidsrate. Diese Tatsachen sind schwer für die, in dieser Hinsicht, schwachen Europäer und es bleibt abzuwarten, wie sich dies entwickelt.
Auch die Tatsache, dass die Weltmeisterschaft im Winter und nicht wie oftmals zuvor im Sommer stattfindet, dürfte für Fans und Spieler neu sein.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Es wird die Erwartungshaltung an das Turnier skizziert und der Wunsch geäußert, dass Südafrika die Chance zur positiven Imagekorrektur nutzen kann.
1 Südafrika – Ein Überblick: Dieses Kapitel liefert grundlegende Fakten zum Land, erläutert die historische Last der Apartheid und beschreibt die gegenwärtige soziale Spaltung.
2 FIFA: Hier werden der Aufbau, die Organe und die Zielsetzung des Fußballweltverbandes sowie die Bedeutung der Weltmeisterschaft als globales Sportereignis dargelegt.
3 Die WM in Südafrika: Der Hauptteil beleuchtet kritisch die Stadionbauprojekte, das Ticket-System, die Sicherheitslage, die Infrastruktur sowie die soziokulturellen Kontraste im Gastland.
4 Ausblick: Der Autor spekuliert über die langfristigen Effekte für Südafrika und erörtert, unter welchen Bedingungen die Weltmeisterschaft einen besonderen Status in der Geschichte erlangen könnte.
Schlüsselwörter
Südafrika, FIFA, Fußball-Weltmeisterschaft 2010, Apartheid, Infrastruktur, Sicherheit, Tourismus, Wirtschaftswachstum, Public Viewing, Vuvuzela, soziale Integration, AIDS, Stadionbau, Sportpolitik, Kulturaustausch.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert die Vorbereitungen und gesellschaftlichen Herausforderungen Südafrikas als Gastgeber der Fußball-Weltmeisterschaft 2010.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Themen umfassen die Geschichte Südafrikas, die FIFA-Strukturen, die infrastrukturelle Planung, Sicherheitsfragen sowie die wirtschaftlichen und sozialen Erwartungen an das Turnier.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie Südafrika trotz kritischer Stimmen und schwieriger Rahmenbedingungen das Großereignis nutzt, um ein neues Bild des Landes zu vermitteln.
Welche Methode wird in der Arbeit angewandt?
Der Autor nutzt eine auf aktuellen Internet- und Fernsehquellen basierende Analyse, um die zeitnahe Situation kurz vor Beginn des Turniers im Jahr 2009 abzubilden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Stadien, Ticketverkauf, Sicherheitskonzepte, Verkehrsinfrastruktur und die soziokulturellen Gegensätze innerhalb der südafrikanischen Gesellschaft.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Südafrika, FIFA, Weltmeisterschaft, Apartheid, Sicherheit, soziale Integration und wirtschaftliche Entwicklung.
Wie bewertet der Autor die Sicherheitslage bei der Weltmeisterschaft?
Der Autor ordnet die Sicherheitsbedenken ein, verweist jedoch auf die bisherige Erfahrung Südafrikas bei anderen internationalen Sportevents und die spezifischen Maßnahmen, wie etwa moderne Überwachungssysteme.
Welche Rolle spielt die Apartheid in der Argumentation?
Die Apartheid dient als historischer Hintergrund, um die heutige soziale Spaltung, die Arbeitslosigkeit und das Streben nach einer neuen nationalen Identität sowie wirtschaftlicher Integration zu erklären.
- Citation du texte
- Benjamin Dorner (Auteur), 2009, Cup der guten Hoffnung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146778