Das Leben des Augustus - aus der Sicht verschiedener Literaten


Referat (Ausarbeitung), 2002

14 Seiten, Note: gut


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Sein Leben

2 Allgemeines

3 Augustus Tugenden und Ausschweifungen
3.1 Augustus Ausschweifungen
3.2 Augustus Tugenden

4 Augustus Bautätigkeit
4.1 was fehlt an Bauwerken

5 Literaturverzeichnis

1 Sein Leben

63: Augustus wird geboren, er selbst übergeht in seinen „res gestae – Monumentum Ancyranum“ diese Tatsache, deutet sie nicht einmal an, da er annimmt, dass sie Leser Zeitgenossen sind und das alles wissen. Sueton beschreibt zwar nicht die Geburt, aber die Familie sehr genau (4 Kapiteln) und meint, dass die Familie zuerst eine der angesehensten war, dann aber eine Familie zweiten Ranges geworden ist.[1] Er schreibt womöglich deswegen so genau darüber, um die Leute zu informieren, dass Augustus eigentlich nicht aus einer adeligen Familie stammte.

44: Cäsars Tod. Augustus geht auf den Tod Cäsars nicht genau ein, erwähnt immer, dass er Sachen auf Wunsche seines Vaters gemacht hat. Sueton schreibt, das Augustus seine Ansprüche geltend gemacht hat und „ seine Erbschaft antrat.“[2]

43: Sieg von Augustus bei Mutina über Marcus Antonis. Das wird bei Sueton bestätigt. Er nennt allerdings auch Gründe: weil sich Marc Anton Augustus in den Weg gestellt hat anstatt ihn zu unterstützen, in zwei Schlachten wurde die Schlacht zugunsten des Augustus entschieden.[3]

Das Triumvirat erwähnt Augustus in einem Satz, nennt uns aber nicht die Mitregenten und wie lange das Triumvirat gedauert hat.

Auf die Proskriptionen geht Augustus auch nicht ein, da es eine schlechte Public Relation für ihn wäre. Sueton schreibt darüber folgendes: „ als diese aber begonnen worden waren, übte er sie rücksichtsloser als die anderen beiden.“[4]

42: Schlacht bei Philippi; 5 Zeilen bei Sueton, in dienern er zwei Schlachten erwähnt, auch bei Augustus nur eine Zeile

40: Aufteilung des Reiches: Sueton schreibt, dass Antonius den Osten bekam, sonst nichts; Augustus übergeht es, wahrscheinlich möchte er die Leute nicht darauf aufmerksam machen, dass er einmal nicht Alleinregent war.

36: Krieg in Sizilien: von Sueton bestätigt. Er beschreibt es sehr genau und nennt uns die Gründe für diesen Krieg. Wir erfahren auch, dass er unterbrochen wurde wegen der Instandsetzung der Flotte und dass der Krieg sich hinzog, aber dass am Ende Pompeius besiegt wurde. Bei Augustus wird dieser Krieg nicht wirklich erwähnt, wobei zu sagen ist, dass Augustus keinen Krieg beschreibt, sondern immer nur allgemein und dabei meint er, dass er immer nur geschont hat.

35-33: Feldzüge in Illyricum und Pannonien. Sueton spricht von einer Unterwerfung, die es ja auch im Jahre 12-9 gegeben hat. Augustus beschreibt die Feldzüge genauer und nennt uns sogar den Feldherren – den spätern Kaiser Tiberius.[5] Vielleicht war das ein politischer Schachzug, um den Leuten gleich die Tüchtigkeit des späteren Kaisers vor Augen zu führen.

31: Schlacht bei Actium. Augustus nennt sie in einem Satz. Wahrscheinlich deswegen weil Kleopatra und Marc Anton starben und das für ihn keine gute Werbung gewesen ist. Sueton schildert uns wieder die Gründe: Antonius hatte in seinem Testament Cleopatras Kinder zu Miterben ernannt und wollte in Alexandria begraben werden.[6] Er zwang Antonius zum Selbstmord und betrachtet noch dessen Leiche, aber auf der anderen Seite meint Sueton : „ nahm er niemals mit einer schweren Strafe Rache.“[7]

27: Oktavian erhält den Ehrennamen Augustus. Weder bei Augustus noch bei Sueton erwähnt.

27-25: bei Augustus Kapitel 12, er informiert uns über folgendes: „Als ich aus Spanien und Gallien nach glücklich vollbrachten Taten in diesen Provinzen [...] nach Rom zurückkehrte.“[8]

Die Unterwerfung der Kantabreer und Asturer erwähnt keiner von beiden à vielleicht nicht sehr spektakulär. Bei Cassius Dio werden diese beiden Völker allerdings erwähnt. Dazu meint er: „Augustus selbst bekriegte zugleich die Asturer und Cantabrer.“[9] Sie ließen sich, da sie zahlenmäßig unterlegen waren, in keinen Nahkampf verwickeln und belegten so die höher gelegenen Punkte. Augustus geriet dadurch in Bedrängnis und erkrankte sogar. Sein Feldherr Gaius Antistius besiegte die Völker dann, die sich – wahrscheinlich aus Geringschätzigkeit – doch noch zu Nahkämpfen hinreißen ließen.[10]

23: Volkstribun. In einem Satz bei Sueton erwähnt, da Augustus den Tod seines Vaters rächen wollte und er als Volkstribun mehr Möglichkeiten dazu hatte. Sueton schreibt aber auch, dass Augustus damals noch nicht Senator gewesen ist.[11] Augustus erwähnt tribunicische Gewalt nur im Zusammenhang mit Entstehung dieses Werkes.

20: Zurückeroberung der Feldzeichen der Parther. Augustus meint dazu: „Mehrere Feldzeichen, die durch andere Feldherren verlorengegangen waren, habe ich nach völliger Besiegung der Feinde zurückgewonnen aus Spanien und Gallien und von den Dalmatiern. Die Parther zwang ich, die Beutestücke und Feldzeichen von drei römischen Heeren mir zurückzugeben und demütigend bittend um die Freundschaft des römischen Volkes nachzusuchen.“[12]

Sueton hält sich dieses Mal kurz und bündig und meint nur: „Auch die Parther traten ihm ohne weiteres Armenien ab, als er darauf Anspruch erhob, und gaben ihm auf sein Verlangen die Feldzeichen zurück.“[13]

18: Sitten und Ehegesetze. Augustus schreibt folgendermaßen darüber: „Durch neue, auf meine Veranlassung eingebrachte, Gesetzte, habe ich zahlreiche vorbildliche Sitten der Vorfahren, die schon aus unserem Jahrhundert schwanden, wieder eingeführt und selbst für viele Dinge nachahmenswerte Beispiel der Nachwelt überliefert.“[14] Das ist jedoch sehr fragwürdig, da wir noch einiges zur Tugendhaftigkeit des Augustus im nächsten Kapitel erfahren werden. Es ist aber nicht verwunderlich, dass Augustus über dieses Thema so viel schreibt, bringt es ihm doch Pluspunkte und außerdem war er immer sehr stolz auf seine Neuerungen.

Sueton schreibt von Änderungen zum Beispiel im Heerwesen (für verschiedene Arten des Vergehens bestimmte Strafen) oder im Priestertum (erhöhte Zahl) und weiters beschreibt er Bräuche, die Augustus wieder eingeführt hat, nennt uns allerdings nur die Namen (Augurium, Luperkalienfest). Weiters berichtet er uns vom Luxusgesetz und vom Ehegesetz, beschreibt beide aber nicht genauer.[15]

16-15: Eroberung des Alpenraumes bis zur oberen Donau, Sueton erwähnt eben nur die Eroberung Pannonien und Illyricums, mehr nicht. Augustus beschreibt das ganze folgendermaßen: „ Die Alpen habe ich von der dem Adriatischen Meere zunächst liegenden Gegend bis zum Tuscanischen Meer befriedet, wobei ich kein Volk zu Unrecht bekriegte.“[16]

12-9: Eroberung Pannoniens, bei Sueton in einem Satz erwähnt, Augustus schreibt: „Die Völker der Pannonier, zu denen vor meinem Prinzipat nie ein Heer des römischen Volkes gelangte, besiegte ich völlig durch Tiberius Nero.“[17] Hier wieder Propaganda für den nachfolgenden Kaiser.

12: Pontifex Maximus: erwähnt bei Sueton im Kapitel 31. Seine erste Tat als ein solcher war, dass er sämtliche Bücher mit Orakelsprüchen verbrennen ließ. Es fällt auf, dass dieses Motiv beim Antritt von Diktatoren oftmals in der Geschichte verwendet wird.

Augustus selber meint dazu: „ich war Pontifex Maximus.“[18]

2: pater patriae. Das wird bei beiden erwähnt. Bei Augustus erfahren wir auch das genaue Datum: „als ich zum 13. Mal das Konsulat innehatte, nannte mich Senat und Ritterstand und das gesamte römische Volk „Vater des Vaterlandes“.“[19]

Sueton schreibt hierzu nur: „Den Beinamen „Vater des Vaterlandes“ hat ihm das ganze Volk unvermutet und in vollster Übereinstimmung verliehen.“[20]

9 n. Chr.: Schlacht im Teutoburger Wald. Sueton erwähnt sie als eine der zwei Niederlagen, die Augustus je hatte (die zweite war die des Lollius). Sueton meint: „Die Niederlage des Varus hätte beinahe zum Untergang des Reiches geführt, da drei Legionen mit dem Feldherrn, den Legaten und allen Hilfstruppen gänzlich geschlagen wurden“[21], was wahrscheinlich ein Grund ist, warum Augustus diese Schlacht nicht erwähnt hat.

13: Hinterlegung der res gestae. Augustus schreibt selber darüber und zwar dass er die res gestae mit 76 Jahren geschrieben hat. Sueton erwähnt gar nichts Genaueres darüber, sondern erwähnt nur hin und wieder „wie er es selber geschrieben hat.“

14: Tod. Sueton beschreibt diesen sehr genau (99-101). Augustus kämmte sich immer wieder die Haare. Er starb in den Armen seiner Frau Livia, zu der er folgende Worte sagte: „Livia, gedenke stets unserer Ehe und lebe wohl!“[22]. Er starb in dem selben Zimmer, in dem auch sein leiblicher Vater Octavius gestorben war. Augustus genaues Sterbedatum ist der 19. August in der neunten Stunde, fünfunddreißig Tage vor seinem 76 Geburtstag.

Da Augustus selber nicht über seinen Tod schreiben konnte, nehme ich hier auch noch Cassius Dio als Zeuge, der von all den Sachen, die Sueton beschreibt, nichts erwähnt. Dios Berichte ist viel länger, wir finden sogar das Testament des Augustus. Er meint, dass es Vorzeichen zu Augustus Tod gegeben hätte, da ein Blitz auf Augustus Standbild am Kapitol eingeschlagen und den ersten Buchstaben des Wortes Caesar getilgt habe.

Im Zusammenhang mit Augustus Tod geriet Livia in Verdacht. Augustus wollte sich mit Agrippa aussöhnen und Livia war deshalb in Furcht und bot ihm eine vergiftete Feige an. Seinen Gefährten sagte er vor seinem Ablbene folgendes: „Ich übernahm Rom als eine Ziegelstadt und überlasse sie euch als eine Marmorstadt.“[23] Damit meinte er die Stärke des reiches.

[...]


[1] Sueton: Augustus, 1988, 1ff.

[2] Sueteon, a.O. 8, 2

[3] Sueton, a.O. 10, 2

[4] Sueton, a.O. 27, 1

[5] Augustus: Meine Taten, 30

[6] Sueton, a.O. 17, 1

[7] Sueton, a.O. 21, 2

[8] Augustus, a.O. 21

[9] Cassius Dio, Römische Geschichte IV, 53, 25, 5

[10] Cassius Dio, 53, 25, 6f.

[11] Sueton, a.O. 10, 2

[12] Augustus, a.O. 29

[13] Sueton, a.O. 21, 3

[14] Augustus, a.O. 8

[15] Sueton, a.O. 24.ff

[16] Augustus, a.O. 26

[17] Augustus, a.O. 30

[18] Augustus, a.O. 7

[19] Augustus, a.O. 35

[20] Sueton, a.O. 58, 1

[21] Sueton, a.O. 23, 1

[22] Sueton: Augustus, 1988, 99, 1

[23] Cassius Dio, a.O: 56, 31, 3

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Das Leben des Augustus - aus der Sicht verschiedener Literaten
Hochschule
Karl-Franzens-Universität Graz  (Alte Geschichte und Altertumskunde)
Note
gut
Autor
Jahr
2002
Seiten
14
Katalognummer
V14681
ISBN (eBook)
9783638200134
ISBN (Buch)
9783638934749
Dateigröße
660 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Leben, Augustus, Sicht, Literaten
Arbeit zitieren
Sigrid Vollmann (Autor), 2002, Das Leben des Augustus - aus der Sicht verschiedener Literaten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14681

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