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Heinrich von Kleist – Penthesilea: Der Ursprung der Penthesilea und ihre Kritik im Hinblick auf die zeitgenössische Gesellschaft Kleists

Title: Heinrich von Kleist – Penthesilea: Der Ursprung der Penthesilea und ihre Kritik im Hinblick auf die zeitgenössische Gesellschaft Kleists

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 36 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: M.A. Ulrike Hammer (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Summary Excerpt Details

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Inhalt
2. Die Mythologie
2.1 Der griechische Mythos – Penthesilea
3. Die Griechische Tragödie
3.1 Euripides
3.1.1 „Medea“
3.1.2 „Hippolytos“
3.1.3 „Die Bakchen“
► Exkurs: Der Chor
3.2 Homer – „Ilias“
4. Der historische und kultushistorische Hintergrund
4. 1 Lebensdaten
4.2 Politik, Philosophie und Gesellschaft um 1800
4.2.1 Aufklärung und Romantik
4.2.2 Die Französische Revolution
4.2.3 Die Inszenierung der „Kant-Krise“
4.2.4 Kleist und Rousseau
►Exkurs: Kleists Frauenbild in der „Penthesilea“
vs. Rousseaus Frauenbild in „Emil oder über die Erziehung“
5. Kleists Kritik zu Geschichte, Politik und Gesellschaft seiner
Zeit - Aufbruch in die Moderne
5.1 Gesellschaftsformen und Geschlechtertypik
5.2 Die Entgrenzung des Individuums
5.3 Auseinandersetzung mit dem klassizistischen Schönheitsideal
6. Anmerkung
7. Literatur – und Quellenverzeichnis

1. Einleitung
Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit Heinrich von Kleists Trauerspiel „Penthesilea“, das 1808 erschien und 1876 in Berlin in bearbeiteter Fassung uraufgeführt wurde. Gemäß der
Entstehungszeit 1806, hat Kleist in dieses Stück, unter anderem die verschiedenen Literaturstile (Klassik, Aufklärung, Romantik) und Eindrücke der Politik und Philosophie des endenden 18.Jahrhunderts und des beginnenden 19. Jahrhunderts einfließen lassen.
Die Tragödie in Versen enthält keine Akteinteilung, sie ist in 24 Auftritte untergliedert, was nach Meinung der Forschung höchstwahrscheinlich auf die 24. Gesänge der „Ilias“ von Homer
zurückgeht. Aber Kleist hat für „Penthesilea“ nicht nur auf Homer zurückgegriffen, sondern auch die griechische Mythologie und die griechische Tragödie, besonders die Texte des Euripides, waren von großer Bedeutsamkeit.
„Penthesilea“ ist ein viel diskutiertes Drama von Kleist. In dem Stück thematisiert er exemplarisch anhand der Protagonistin Penthesilea den Konflikt zwischen einem stark fühlenden
Individuum und einer gesellschaftlichen Ordnung, die dem natürlichen Empfinden desselben in unnatürlicher Weise entgegensteht. Penthesileas hervorbrechender innerer Konflikt wird durch das System ihrer Staatsform ausgelöst. Das Tragische entsteht durch die Konfrontation der natürlichen Gefühle mit der kollektiven Ordnung. Die Gesetzgebung des Amazonenstaates
erscheint jedoch schon in ihrer Basis abstrus. Diese Erkenntnis, die Penthesilea jedoch erst allmählich erwirbt, führt sie in die unabwendbare Katastrophe.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Inhalt

2. Die Mythologie

2.1 Der griechische Mythos – Penthesilea

3. Die Griechische Tragödie

3.1 Euripides

3.1.1 „Medea“

3.1.2 „Hippolytos“

3.1.3 „Die Bakchen“

► Exkurs: Der Chor

3.2 Homer – „Ilias“

4. Der historische und kultushistorische Hintergrund

4. 1 Lebensdaten

4.2 Politik, Philosophie und Gesellschaft um 1800

4.2.1 Aufklärung und Romantik

4.2.2 Die Französische Revolution

4.2.3 Die Inszenierung der „Kant-Krise“

4.2.4 Kleist und Rousseau

►Exkurs: Kleists Frauenbild in der „Penthesilea“ vs. Rousseaus Frauenbild in „Emil oder über die Erziehung“

5. Kleists Kritik zu Geschichte, Politik und Gesellschaft seiner Zeit - Aufbruch in die Moderne

5.1 Gesellschaftsformen und Geschlechtertypik

5.2 Die Entgrenzung des Individuums

5.3 Auseinandersetzung mit dem klassizistischen Schönheitsideal

6. Anmerkung

7. Literatur – und Quellenverzeichnis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Quellen und Einflüsse, die Heinrich von Kleist bei der Konzeption seines Trauerspiels „Penthesilea“ verarbeitet hat, um das Werk als gesellschaftskritisches Drama zu analysieren, das den Übergang von Aufklärung und Romantik in die Moderne einleitet.

  • Analyse der griechischen Mythologie und Tragödie als fundamentale Vorlagen für Kleists Drama.
  • Untersuchung des historischen und gesellschaftspolitischen Kontextes um 1800.
  • Kritische Auseinandersetzung mit den Geschlechterrollen und gesellschaftlichen Zwängen der Epoche.
  • Darstellung der Kleist’schen Kritik an klassischen Schönheitsidealen und dem aufklärerischen Vernunftbegriff.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 „Medea“

In „Medea“ geht es um die Konfrontation zweier unvereinbarer Welten durch die Liebe Medeas und Jasons zueinander. Die beiden Welten werden hier zwischen dem Wilden Land der Welschen (Medea) und dem zivilisierten Griechenland (Jason) unterschieden. In der „Medea“, wie auch in „Penthesilea“ wird die Frau als die Wilde, als Tier dargestellt:

Jason: „Dich, grimmge Löwin und kein Weib, von wildrer Art Als Skylla ist, das Ungeheur Tyrseniens.“

Amme: „Tun will ich es, ob sie gehorcht, bangt mir: Gern opfr ich noch die gefällige Müh, Obwohl sie so wild wie die Löwin im Bett Anstieret die Mägd, wenn eine zu ihr In die Näh hintritt, sich zu reden erkühnt.“

Jason: „O Zeus, sieh her, wie sie mich wegstößt, Wie mich behandelt dies scheußliche, dies Kindererwürgende Untier eines Weibs!“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Trauerspiel „Penthesilea“, seine Entstehungsgeschichte und die zentrale Fragestellung der Arbeit.

2. Die Mythologie: Untersuchung der Bedeutung des griechischen Mythos als zentraler Stoffkreis und ästhetisches Medium in der Literatur des 18. Jahrhunderts.

3. Die Griechische Tragödie: Analyse der Rückgriffe Kleists auf antike Tragödienmodelle, insbesondere bei Euripides, zur Modernisierung der dramatischen Form.

4. Der historische und kultushistorische Hintergrund: Einordnung von Kleists Werk in den Kontext seiner Zeit, seiner Lebensdaten und der politischen Umbrüche um 1800.

5. Kleists Kritik zu Geschichte, Politik und Gesellschaft seiner Zeit - Aufbruch in die Moderne: Untersuchung der Gesellschaftskritik Kleists an den normativen Ordnungen seiner Zeit und deren literarische Umsetzung.

6. Anmerkung: Zusammenfassende Reflexion über weiterführende Forschungsmöglichkeiten und die Grenzen der biographischen Interpretation.

7. Literatur – und Quellenverzeichnis: Dokumentation der verwendeten Primär- und Sekundärquellen.

Schlüsselwörter

Heinrich von Kleist, Penthesilea, griechische Tragödie, Euripides, Aufklärung, Romantik, Mythologie, Gesellschaftskritik, Geschlechterrollen, Moderne, Kant-Krise, Rousseau, Achill, Indivduum, Ästhetik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Heinrich von Kleists „Penthesilea“ als ein gesellschaftskritisches Werk, das antike Vorlagen nutzt, um den Konflikt zwischen individuellem Empfinden und gesellschaftlichen Zwängen zu thematisieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Rezeption antiker Mythologie, den gesellschaftspolitischen Strömungen um 1800, Geschlechtertypik und der Kritik an klassizistischen Idealen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, darzustellen, wie Kleist durch die Verarbeitung verschiedener Einflüsse sein Stück zu einer kritischen Reflexion über den Weg in die Moderne gestaltete.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die textimmanente Interpretationen mit dem historischen und philosophischen Kontext der Entstehungszeit verbindet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse mythologischer und tragischer Vorbilder, den historischen Hintergrund der Zeit Kleists sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit Kleists Kritik an Gesellschaft und Schönheitsidealen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben Kleist und Penthesilea vor allem Mythologie, Moderne, Gesellschaftskritik, Geschlechtertypik und die Rezeption antiker Tragödien.

Wie beeinflusst die Französische Revolution das Werk?

Kleist spiegelt in der Radikalität des Amazonenstaates und dem Scheitern der Protagonistin die Ernüchterung über die Nichteinlösung revolutionärer Ideale wider.

Welche Rolle spielt Rousseau im Verständnis des Textes?

Die Zivilisationskritik und der Rückzug in die Natur spiegeln eine existenzielle Sympathie Kleists mit Rousseau wider, die sich in der Wertung der Amazonen-Gesellschaft als Symbol für Repression zeigt.

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Details

Title
Heinrich von Kleist – Penthesilea: Der Ursprung der Penthesilea und ihre Kritik im Hinblick auf die zeitgenössische Gesellschaft Kleists
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Institut für Neuere Deutsche Literatur und Medien)
Course
Kleist
Grade
2,7
Author
M.A. Ulrike Hammer (Author)
Publication Year
2006
Pages
36
Catalog Number
V146811
ISBN (eBook)
9783640558452
ISBN (Book)
9783640558605
Language
German
Tags
Mythologie Amazone Griechische Tragödie Achilles Homer Illias Euripides Medea Hippolytos Aufklärung Romantik Französische Revolution Kant-Krise Rousseau Frauenbild Geschlechtertypik Schönheitsideal
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Ulrike Hammer (Author), 2006, Heinrich von Kleist – Penthesilea: Der Ursprung der Penthesilea und ihre Kritik im Hinblick auf die zeitgenössische Gesellschaft Kleists, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146811
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