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Kinderarbeit. Betrachtung der Ursachen und Formen aus verschiedenen Blickwinkeln

Title: Kinderarbeit. Betrachtung der Ursachen und Formen aus verschiedenen Blickwinkeln

Term Paper , 2007 , 15 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Benjamin Dorner (Author), Ina Niedrich (Author)

Pedagogy - Miscellaneous Topics
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Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema „Kinderarbeit- Abschaffen besser als Anschaffen?“.

Mit der Wahl dieses provokativen Titels wollen wir den Konflikt aufzeigen, der sich ergibt, wenn man sich mit dem Thema Kinderarbeit auseinandersetzt. Kinderarbeit kann ein Problem darstellen, jedoch ist nicht zugleich die Abschaffung eine Lösung dafür.

Um den Zugang zu Thema zu erleichtern haben wir für zunächst beschrieben, was Kinderarbeit bedeutet und hierzu drei gängige Begriffe geklärt: Kinderarbeit, die zum Erziehungsprozess dazu gehört; Kinderarbeit, die zur Existenzsicherung der Familie notwendig ist und die ausbeuterische Kinderarbeit (Kapitel 2).

Kapitel 3 beschäftigt sich mit den Ursachen für Kinderarbeit, wozu hauptsächlich die Armut gehört.

Daran anschließend kommen wir zu den unterschiedlichen Formen der Kinderarbeit (Kapitel 4). Hierfür haben wir unsere eigene Einteilung vorgenommen: akzeptable und inakzeptable Formen werden vorgestellt. Inakzeptable Arten in der dritten Welt sind diejenigen, welche meist als die „Kinderarbeit“ verstanden wird. Wir aber möchten auch Formen in Deutschland vorstellen, die akzeptabel aber auch inakzeptabel sind. Des Weiteren ist es uns wichtig die akzeptablen Formen in den Entwicklungsländern aufzuzeigen.

Damit möchten wir verständlich machen, warum wir denken, dass es diese positiven Formen gibt und sie nicht abgeschafft werden sollen, dürfen und können (Kapitel 5). Zudem möchten wir einen kleinen Ausblick geben, was zu tun ist, um die Existenzen der Kinder, die in diesem Sektor arbeiten, zu verbessern und zu sichern.

Abschließend folgt ein Resümee der Arbeit im letzten Kapitel (Kapitel 6).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsbestimmung

3 Ursachen

4 Formen der Kinderarbeit

Inakzeptable Kinderarbeit in armen Ländern

Akzeptable Kinderarbeit in Deutschland

Inakzeptable Kinderarbeit in Deutschland

Akzeptable Kinderarbeit in armen Ländern

5 Ausblick

6 Resümee

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den ambivalenten Charakter von Kinderarbeit und hinterfragt, ob eine pauschale Abschaffung in jedem Fall die optimale Lösung darstellt oder ob differenzierte Ansätze erforderlich sind. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Unterscheidung zwischen ausbeuterischen und akzeptablen Formen der Tätigkeit, um Schutzmechanismen für betroffene Kinder zu identifizieren.

  • Differenzierung zwischen akzeptabler und ausbeuterischer Kinderarbeit
  • Analyse sozioökonomischer Ursachen wie Armut und Bildungsarmut
  • Evaluation rechtlicher Rahmenbedingungen und Schutzkonzepte
  • Bedeutung von Sozialsiegeln für existenzsichernde Arbeitsbedingungen
  • Kritische Auseinandersetzung mit der prinzipiellen Abschaffung von Kinderarbeit

Auszug aus dem Buch

Inakzeptable Kinderarbeit in armen Ländern

Inakzeptable Erschienungsformen der Kinderarbeit sind nach UNICEF (1996, S. 41-59) hauptsächlich sechs verschiedene Arten, die auf der ganzen Welt zu finden sind: Arbeit in privaten Haushalten, Zwangsarbeit oder Schuldknechtschaft, sexuelle Ausbeutung von Kindern, Arbeit in Industrie und Landwirtschaft und die Arbeit auf der Straße.

Arbeitende Kinder in privaten Haushalten sind am stärksten gefährdet ausgebeutet zu werden. Die Arbeit kann unter Umständen sehr gefährlich sein und häufig werden sie sehr schlecht oder gar nicht bezahlt. Die Hausangestellten dürfen das Haus nur selten verlassen, Ruhezeiten und Spiel bleiben ihnen versagt, sie erhalten eine unzureichende Ernährung und werden von ihren Dienstherren körperlich und seelisch misshandelt.

Kinder geraten in die Schuldknechtschaft, weil ihre Eltern sie gegen ein kleines Darlehen verpfänden. Und so leben sie oft in lebenslanger Abhängigkeit von ihrem Dienstherren. Bei dieser modernen Form der Sklaverei müssen Kinder bis zu 17 Stunden am Tag ohne Pausen arbeiten und werden dazu eingesperrt.

Die sexuelle Ausbeutung gehört ebenfalls zu den geächteten Formen der Kinderarbeit. Kinderprostitution ist in vielen Ländern verbreitet, mit schlimmen folgen für die seelische und körperliche Gesundheit der Kinder, z. B. HIV etc. Touristen aus reichen Ländern nutzen diese Länder als „Kinderbordell“. Allerdings werden die Kinder auch von lokalen Kunden aus allen Gesellschaftsschichten missbraucht. Hinzu kommen Fälle des sexuellen Missbrauchs und schließlich auch im Bereich der Kinderpornographie.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einführung erläutert die provokative Fragestellung der Arbeit und skizziert die methodische Vorgehensweise sowie den Aufbau der Argumentation.

2 Begriffsbestimmung: Hier werden zentrale Definitionen von Kinderarbeit erarbeitet, wobei zwischen ausbeuterischen, existenzsichernden und entwicklungsfördernden Formen unterschieden wird.

3 Ursachen: Dieses Kapitel analysiert die wesentlichen Triebfedern für Kinderarbeit, wobei materielle Armut, Bildungsarmut und traditionelle Rollenmuster im Fokus stehen.

4 Formen der Kinderarbeit: Die Autoren stellen verschiedene Erscheinungsformen der Kinderarbeit in Industrie- und Entwicklungsländern gegenüber und differenzieren zwischen akzeptablen und inakzeptablen Tätigkeiten.

5 Ausblick: Hier werden Lösungsansätze diskutiert, die über ein bloßes Verbot hinausgehen und den Schutz sowie die Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Kinder in den Vordergrund stellen.

6 Resümee: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass eine Pauschalisierung unangebracht ist und gezielte Maßnahmen gegen ausbeuterische Bedingungen Vorrang haben müssen.

Schlüsselwörter

Kinderarbeit, Ausbeutung, Kinderrechte, Armut, Bildungsarmut, Schuldknechtschaft, Entwicklungsländer, Jugendarbeitsschutzgesetz, Sozialsiegel, Prostitution, Kinderprostitution, Arbeitsbedingungen, Existenzsicherung, Sozialsystem, Kindeswohl

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Konflikt zwischen dem Wunsch nach einer Abschaffung von Kinderarbeit und der Realität, in der Kinder zur Existenzsicherung ihrer Familien beitragen müssen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Themenfelder umfassen die Definition von Kinderarbeit, die sozioökonomischen Ursachen, eine Kategorisierung der Arbeitsformen sowie die Wirksamkeit von Schutzmaßnahmen wie Sozialsiegeln.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass ein pauschales Verbot von Kinderarbeit oft nicht die Lösung ist und stattdessen zwischen ausbeuterischen und akzeptablen Arbeitsbedingungen differenziert werden muss.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit Fachliteratur, Berichten von Organisationen wie UNICEF und ILO sowie rechtlichen Bestimmungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Ursachen für Kinderarbeit, unterteilt die verschiedenen Formen in akzeptable und inakzeptable Kategorien und bewertet Maßnahmen zur Verbesserung der Situation vor Ort.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Kinderarbeit, Ausbeutung, Armut, Kinderrechte, Sozialsiegel und Kindeswohl.

Warum wird Kinderarbeit in einigen Fällen als akzeptabel eingestuft?

Wenn die Arbeit altersgerecht ist, nicht die Gesundheit gefährdet, den Schulbesuch ermöglicht und zur Identitätsentwicklung des Kindes beiträgt, wird sie von den Autoren als akzeptabel oder sogar förderlich bewertet.

Welche Rolle spielen Sozialsiegel wie "TransFair" oder "Rugmark"?

Diese Siegel garantieren menschenwürdige Arbeitsbedingungen und existenzsichernde Löhne, wodurch der Konsum von Produkten ohne ausbeuterische Kinderarbeit ermöglicht wird.

Warum kritisieren die Autoren ein generelles Verbot von Kinderarbeit?

Ein Verbot ohne soziale Absicherung würde viele Familien in noch tiefere Armut stürzen und die betroffenen Kinder oft in noch gefährlichere, unkontrollierte Arbeitsverhältnisse treiben.

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Details

Title
Kinderarbeit. Betrachtung der Ursachen und Formen aus verschiedenen Blickwinkeln
College
University of Education Weingarten
Grade
1,5
Authors
Benjamin Dorner (Author), Ina Niedrich (Author)
Publication Year
2007
Pages
15
Catalog Number
V146836
ISBN (eBook)
9783640568420
ISBN (Book)
9783640568291
Language
German
Tags
Kinderarbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Benjamin Dorner (Author), Ina Niedrich (Author), 2007, Kinderarbeit. Betrachtung der Ursachen und Formen aus verschiedenen Blickwinkeln, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146836
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