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Die "Goldenen 20er Jahre" - Schein und Realität

Die Entwicklung der Landwirtschaft in den Vereinigten Staaten von Amerika während der "Roaring Twenties"

Title: Die "Goldenen 20er Jahre" - Schein und Realität

Seminar Paper , 2009 , 26 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Dipl.-Ing., MBA Nikolaj Krieg (Author)

Business economics - Economic and Social History
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit soll die Entwicklung der Landwirtschaft in den Vereinigten Staaten von Amerika während der sogenannten „Goldenen 20er-Jahre“ beschreiben. Die Meinungen der Literatur zur Weltwirtschaftskrise von 1929 können diesbezüglich wie folgt auf den Punkt gebracht werden:
„In den 1920er Jahren aber herrschte in den meisten Wirtschaftszweigen Prosperität – mit Ausnahme der Jahre 1920 bis 1922 und eines kurzen Rückschlags 1926 - und trotzdem erlebte die Landwirtschaft keine guten Zeiten. Eine Reihe von Umständen war dafür verantwortlich, dass der Agrarsektor an der allgemeinen Wirtschaftsblüte nicht teilnehmen konnte.“
Zusätzlich deutet sich in der Literatur ein gewisser Bezug zwischen der landwirtschaftlichen Entwicklung und den Ursachen der Weltwirtschaftskrise von 1929 an:
„Immerhin aber lässt sich heute feststellen, dass der amerikanischen Nation die Katastrophe von 1929 weitgehend hätte erspart werden können, wenn die Früchte des wirtschaftlichen Fortschritts gerechter verteilt worden wären und wenn man die Gesundung leidender Wirtschaftszweige [...] vor allem der Landwirtschaft energischer gefördert hätte.“
Die aus den obigen Zitaten ableitbaren qualitativen Aussagen
· Die Landwirtschaft in den USA nahm an der allgemeinen Prosperität nicht teil.
· Die Gesundung des Wirtschaftszweigs Landwirtschaft wurde nicht ausreichend gefördert.
sollen im Folgenden quantitativ belegt und hinreichend konkretisiert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Aufgabenstellung

1.1 Ausgangspunkt der Arbeit

1.2 Strukturierung der Arbeit

2 Quantitative Größen der Beurteilung

2.1 Grundlagenmodell

2.2 Auswahl quantitativer Größen

2.3 Kennzahlen und Entwicklungsgrößen

3 Die Landwirtschaft der USA von 1910 bis 1919

3.1 Referenzniveau der Landwirtschaft in den USA

3.2 Quantifizierung des Referenzniveaus

3.3 Interpretation des Referenzniveaus

4 Die Landwirtschaft der USA in den „Roaring Twenties“

4.1 Die Landwirtschaft der USA in den Nachkriegsjahren (1920 bis 1924)

4.2 Die Landwirtschaft der USA nach Beginn des Europabooms (1925-1929)

4.3 Die „Roaring Twenties“ in der Landwirtschaft anhand von Kennzahlen

5 Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die ökonomische Entwicklung des US-amerikanischen Agrarsektors während der sogenannten „Goldenen 20er Jahre“. Ziel ist es, die qualitative Annahme, dass die Landwirtschaft an der allgemeinen wirtschaftlichen Prosperität dieser Zeit nicht teilnahm, durch eine quantitative Analyse von Zeitreihen und Kennzahlen zu belegen und zu konkretisieren.

  • Quantitative Analyse der US-Landwirtschaft im historischen Vergleich
  • Anwendung ökonomischer Kennzahlen wie Produzentenrente und spezifische Outputrelationen
  • Auswirkungen staatlicher Preisgarantien und protektionistischer Zollpolitik
  • Vergleich von agrarischer Umsatzentwicklung und gesamtwirtschaftlichem Wachstum

Auszug aus dem Buch

3.1 Referenzniveau der Landwirtschaft in den USA

Gegen Ende des Jahres 1913 zeichnete sich trotz Wachstum des Nationaleinkommens ein allmählicher Verfall der Konjunktur ab. Die Tatsache, dass landwirtschaftliche Erzeugnisse 1914 noch 51 % des Exports der USA ausmachten, erscheint umso interessanter wenn man bedenkt, dass die USA die Schwelle von der Agrar- zur Industriegesellschaft bereits überschritten hatten. Beispielsweise setzte Henry Ford 1913 erstmals Fließbänder ein, während 1914 bereits das komplette T-Modell in Fließbandproduktion montiert wurde.

Einfach erkennbar ist zunächst eine Entkopplung von landwirtschaftlicher Entwicklung und Gesamtkonjunktur: Das inflationsbereinigte GNP fiel von 109 % in 1913 auf 105 % im Jahr 1914 (Basisjahr 1910). Parallel stieg die Weizenproduktion in dieser Zeitspanne beinahe kontinuierlich auf 144 % des Basisjahres. Die Ursache dieser zwiespältigen Entwicklung bestand in der staatlichen Garantie über erhöhte Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse.

Insgesamt stieg die agrarische Produktion der USA in den Jahren von 1917 bis 1919 um ein Drittel. Im Weizenanbau wurde diese, durch Kriegsnachfrage angetriebene, Outputsteigerung sowohl durch Mechanisierung der Produktion in Form von Sähmaschinen und Mähdreschern als auch durch eine Ausdehnung der Weizenanbaufläche bis in wasserarme Hochebenen der Rocky Mountains erreicht. Die damit verbundenen Investitionen bedingten allerdings eine Verdopplung der landwirtschaftlichen Verschuldung gegenüber 1910. Der in den Jahren 1918 und 1919 erreichte Produktions- und Marktzustand soll für die folgenden Abschnitte und Kapitel als Referenzniveau dienen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Aufgabenstellung: Definition des Forschungsgegenstandes und Einbettung in die historische Debatte zur Weltwirtschaftskrise von 1929.

2 Quantitative Größen der Beurteilung: Einführung eines ökonomischen Modells zur Messung des landwirtschaftlichen Wohlstands anhand von Produzentenrente und spezifischen Kennzahlen.

3 Die Landwirtschaft der USA von 1910 bis 1919: Ermittlung eines Referenzniveaus zur Analyse der agrarwirtschaftlichen Entwicklung unter Kriegseinflüssen.

4 Die Landwirtschaft der USA in den „Roaring Twenties“: Detaillierte Untersuchung des Agrarsektors im Kontext der protektionistischen Wirtschaftspolitik und der wirtschaftlichen Stagnation.

5 Zusammenfassung und Fazit: Kritische Würdigung der Ergebnisse und Bestätigung der Hypothese zur strukturellen Abhängigkeit der Landwirtschaft.

Schlüsselwörter

USA, Landwirtschaft, 1920er Jahre, Roaring Twenties, Produzentenrente, Exportquote, Agrarsektor, Weltwirtschaftskrise, Preisgarantien, Wirtschaftswachstum, Industriegesellschaft, Schutzzölle, Konjunktur, Weizenanbau, spezifische Outputrelation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der wirtschaftlichen Lage des US-amerikanischen Agrarsektors während der 1920er Jahre und untersucht, warum dieser Sektor trotz des allgemeinen wirtschaftlichen Booms keine prosperierende Entwicklung nahm.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der quantitativen Entwicklung landwirtschaftlicher Produktionsgrößen, dem Einfluss staatlicher Preisgarantien, der Handelsbilanz und der Wirksamkeit protektionistischer Maßnahmen wie Schutzzöllen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die in der historischen Literatur verbreitete qualitative Annahme, dass die US-Landwirtschaft an der allgemeinen Prosperität der „Roaring Twenties“ nicht teilhabte, empirisch durch ökonomische Daten und Kennzahlen zu untermauern.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor verwendet eine quantitative Analyse, basierend auf der Berechnung von Kennzahlen wie der spezifischen Outputrelation, der Produzentenrente und Wachstumsrelationen, um eine Vergleichbarkeit zwischen Landwirtschaft und Gesamtwirtschaft herzustellen.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert zunächst ein historisches Referenzniveau (1910–1919), gefolgt von einer detaillierten Betrachtung der Entwicklung in den Nachkriegsjahren und der anschließenden Ära des sogenannten „Europabooms“ bis 1929.

Was charakterisiert die Arbeit inhaltlich?

Die Arbeit zeichnet sich durch eine starke datengestützte Argumentation aus, die durch zahlreiche Diagramme und mathematische Formeln die „Wachstumslücke“ zwischen dem Agrarsektor und der übrigen US-Industrie mathematisch präzisiert.

Welche Rolle spielte der Fordney-McCumber-Act?

Der Act fungierte als protektionistisches Instrument zur Erhöhung von Einfuhrzöllen, um die heimische Landwirtschaft gegen ausländische Konkurrenz zu schützen, was jedoch zu einer Exportabhängigkeit und Verwundbarkeit gegenüber globalen Preisschwankungen führte.

Warum war die Landwirtschaft kein unabhängiger Wirtschaftssektor?

Aufgrund von Produktionsstagnation und staatlichen Interventionen (Preisgarantien) war der Sektor von externen Steuerungseingriffen abhängig, was laut Autor einer selbstständigen marktwirtschaftlichen Regelung entgegenstand.

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Details

Title
Die "Goldenen 20er Jahre" - Schein und Realität
Subtitle
Die Entwicklung der Landwirtschaft in den Vereinigten Staaten von Amerika während der "Roaring Twenties"
College
RWTH Aachen University  (Lehr- und Forschungsgebiet Wirtschafts- und Sozialgeschichte)
Course
Bis die Blase platzt - Die aktuelle Wirtschaftskrise im historischen Vergleich
Grade
2,7
Author
Dipl.-Ing., MBA Nikolaj Krieg (Author)
Publication Year
2009
Pages
26
Catalog Number
V146905
ISBN (eBook)
9783640568956
ISBN (Book)
9783640569090
Language
German
Tags
Weltwirtschaftskrise USA Landwirtschaft Schutzzoll Kennzahlen zur wirschaftlichen Entwicklung spezifische Marktzahlen Fordney-McCumber-Act Goldene Zwanziger Deflation Prosperität
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Ing., MBA Nikolaj Krieg (Author), 2009, Die "Goldenen 20er Jahre" - Schein und Realität, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146905
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