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Rassetheorien des 18. Jahrhunderts

Titre: Rassetheorien des 18. Jahrhunderts

Exposé (Elaboration) , 2008 , 11 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Anika Weller (Auteur)

Philologie Allemande - Divers
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Résumé Extrait Résumé des informations

Beschreibung verschiedener Theorien im 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts über "Rassen" von Menschen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Der Begriff der „Rasse“

2. Der Vorreiter im 17. Jahrhundert – Francois Bernier

3. Rassetheorien des 18. Jahrhunderts

4. Das Anknüpfen an die Rassetheorien im 19. Jahrhundert

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung und Etablierung des Rassebegriffs im 18. Jahrhundert. Dabei liegt der Fokus insbesondere darauf, wie pseudowissenschaftliche Klassifizierungen zur Legitimierung von Hierarchien und rassistischen Ausgrenzungsmechanismen instrumentalisiert wurden.

  • Historische Herkunft und semantische Entwicklung des Rassebegriffs
  • Einfluss der Klimatheorie auf die frühe rassistische Kategorisierung
  • Die Rolle von Naturwissenschaftlern wie Carl von Linné und Johann Friedrich Blumenbach
  • Verknüpfung biologischer Merkmale mit kulturellen und moralischen Wertungen
  • Die Instrumentalisierung von Rassekonstruktionen zur Begründung europäischer Überlegenheit

Auszug aus dem Buch

3. Rassetheorien des 18. Jahrhunderts

Dieser Frage geht der Botaniker und Gründer der Klassifikation, Carl von Linné (1707-1778), in seiner Systema Naturea nach. Dabei handelt es sich um eine tafelartige Übersicht, in der er 1735 als erster nach Aristoteles wieder den Menschen in das Tierreich einordnet. Dort steht die Spezies homo (Mensch) an der Spitze der Menschenähnlichen und wird in vier verschiedene Formen aufgeteilt: Europaeus albescens, Americanus rubescens, Asiaticus fuscus und Africanus niger.

In der ersten Auflage herrschen noch zoologische Kriterien wie Vorkommen und Hautfarbe vor, deren Unterschiede er dem Klima zuschreibt. Damit gibt er lediglich die empirisch unbestreitbare Erfahrung und die Tatsache wieder, dass es Großgruppen unterschiedlich aussehender Menschen gibt. Bereits in der 10. Auflage jedoch gewinnen neben den somatischen Kriterien geistig-kulturelle Eigenschaften an Gewicht, die gleichrangig zu den zoologischen Kriterien hinzutreten. „Die Schilderung seiner Varietäten bezieht sich jetzt sowohl auf Hautfarbe, Haare, Augen, Nase wie Körperhaltung, Charakter, Temperament und Geist, als auch auf die Kriterien egitur und regitur, Kleidung und Sitte“.

Im Einzelnen sieht seine Zuordnung folgendermaßen aus:

- Europaeus: albus, sanguineus, torosus; regitur ritibus (weiß, sanguinisch, muskulös; von Gesetzen regiert)

- Americanus : rufus, cholericus, rectus; regitur consuetudine (rot, cholerisch, aufrecht; von Gebräuchen regiert)

- Asiaticus : luridus, melancholicus, rigidus; regitur opinionibus (gelb, melancholisch, steif; von Ansichten regiert)

- Africanus: niger, phlegmaticus, laxus; regitur arbitrio (schwarz, phlegmatisch, schlaff; von Willkür regiert)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Der Begriff der „Rasse“: Diese Einleitung beleuchtet die etymologische Herkunft des Begriffs sowie dessen historische Verwendung in der Zucht und im Kontext frühneuzeitlicher gesellschaftlicher Ordnungsprozesse.

2. Der Vorreiter im 17. Jahrhundert – Francois Bernier: Das Kapitel beschreibt, wie Francois Bernier als einer der ersten die Menschheit auf Basis somatischer Kriterien und der Klimatheorie in vier Großgruppen unterteilte.

3. Rassetheorien des 18. Jahrhunderts: Es wird analysiert, wie Gelehrte wie Linné, Buffon, Kant und Blumenbach biologische Merkmale mit kulturellen Bewertungen verknüpften, um rassistische Hierarchien zu etablieren.

4. Das Anknüpfen an die Rassetheorien im 19. Jahrhundert: Der Autor zeigt auf, wie Carl Gustav Carus die Klassifizierungen des 18. Jahrhunderts weiterführte und die europäische Vormachtstellung explizit zementierte.

5. Fazit: Das Fazit resümiert die problematische Konstruktion von „Rasse“ als Instrument der sozialen Ausgrenzung und weist auf deren unwissenschaftliche Natur hin.

6. Literaturverzeichnis: Hier werden die verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Referenzen der Arbeit aufgeführt.

Schlüsselwörter

Rassetheorien, 18. Jahrhundert, Carl von Linné, Johann Friedrich Blumenbach, Rassebegriff, Klassifikation, monogenetische Grundannahme, Klimatheorie, Hierarchisierung, europäische Vormachtstellung, Rassismus, Anthropologie, Diskriminierung, soziale Konstruktion, Aufklärung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Entstehung und Entwicklung von Rassetheorien im 18. Jahrhundert und deren Rolle bei der Etablierung eines rassistischen Weltbildes.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die thematischen Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung des Begriffs „Rasse“, der Bedeutung der Klimatheorie und der wissenschaftlichen Einordnung des Menschen in eine hierarchische Ordnung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Naturwissenschaftler durch die Vermischung empirischer Beobachtungen mit subjektiven kulturellen Wertungen eine rassistische Hierarchie schufen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer wissenschaftshistorischen Analyse, bei der Originalwerke bekannter Klassifikatoren und Theoretiker auf ihre inhaltlichen Aussagen hin untersucht werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der chronologischen Betrachtung wegweisender Theoretiker wie Bernier, Linné, Buffon, Kant, Blumenbach, Meiners und Carus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Rassetheorien, Klassifikation, Klimatheorie, Anthropologie, Hierarchisierung und Diskriminierung.

Welche besondere Rolle spielt Carl von Linné für die Rassetheorien?

Linné wird als Begründer der modernen Klassifikation identifiziert, der durch das Ordnungsprinzip „regitur“ (Regierungsform) den Übergang von rein biologischen Beschreibungen hin zu rassistischen Wertungen einleitete.

Wie begründet Immanuel Kant die europäische Überlegenheit?

Kant ordnet die Europäer als zivilisierte, intelligente „Tagvölker“ ein, während er anderen Rassen den Status der Zivilisationsfähigkeit abspricht und sie als „primitiv“ oder für die Sklaverei bestimmt diffamiert.

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Résumé des informations

Titre
Rassetheorien des 18. Jahrhunderts
Université
University of Kassel  (FB2)
Cours
Transkulturelle Literaturwissenschaft
Note
1,0
Auteur
Anika Weller (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
11
N° de catalogue
V146922
ISBN (ebook)
9783640586660
ISBN (Livre)
9783640586516
Langue
allemand
mots-clé
Bernier Linné Blumenbach Rassetheorien Meiners Carus
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anika Weller (Auteur), 2008, Rassetheorien des 18. Jahrhunderts, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146922
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Extrait de  11  pages
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