Olympische Sommerspiele Berlin 1936 – Festspiele der Propaganda?


Seminararbeit, 2010

72 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Gliederung Seminararbeit

0 Vorwort

1 Das „Dritte Reich“
1.1 Diktatur und „Volksgemeinschaft“
1.2 Die Gleichschaltung des Sports

2 Entscheidung für Berlin
2.1 Ideen und Interessen
2.2 Die Protest- und Boykottbewegung

3 Die Vorbereitungen
3.1 Das Bauprogramm
3.2 Sportliche Vorbereitungen
3.3 Propaganda und Werbung
3.4 Sonstige Vorbereitungen

4 Die Spiele
4.1 Die Hauptstadt und das Olympische Dorf
4.2 Die großen Feiern und das Fest der Zuschauer
4.3 Die „Medien-Spiele“

5 Die Wettkämpfe
5.1 Entscheidungen, Ergebnisse und Rekorde

6 Rezeption und Manipulation
6.1 Dokumentation und Erinnerung
6.2 Der Riefenstahl-Film
6.3 „Olympischer Geist“ und Politik

7 Fazit

8 Quellenverzeichnis

9 Literaturverzeichnis

10 Anhang

0 Vorwort

Die vorliegende Thematik verbindet wie fast keine andere zwei meiner großen Interessensgebiete, Sport und Geschichte, speziell die des 3. Reiches. Im Besonderen soll es in dieser Arbeit um die Propaganda während der Olympischen Sommerspiele 1936 in Berlin gehen, die aufzeigt, dass selbst der Sport instrumentalisiert werden kann und wurde.

Ich sah wenig Sinn darin, diesen Schwerpunkt in einem Gliederungspunkt abzuhandeln, im Nachhinein wurde mir klar, dass das auch nicht möglich gewesen wäre. Stattdessen zieht sich die Propaganda wie ein roter Faden durch alle Bereiche der Spiele, ich hoffe, dies wir beim Lesen deutlich.

Letztlich soll diese Arbeit aber auch über eines der dunkelsten Kapitel deutscher Historie berichten und weitere Argumente dafür bringen, warum es unsere Aufgabe sein muss, unsere hart errungene Demokratie zu schützen, gegen heutige rechts-politische Strömungen vorzugehen, diese zu bekämpfen und die Opfer dieser Bewegungen zu schützen und zu unterstützen. Das halte ich für sehr wichtig und natürlich hoffe ich auch stark, dass mir das gelungen ist.

Bleibt noch aus, Ihnen viel Spaß beim Lesen dieses Werkes zu wünschen und dass Sie, ähnlich wie ich es getan habe, an der ein oder anderen Stelle ihren Wissenshorizont erweitern können.

1 Das „Dritte Reich“

1.1 Diktatur und „Volksgemeinschaft“

Nach dem Machtantritt Hitlers am 30. Januar 1933 begannen die Nationalsozialisten ohne Zögern mit dem Aufbau einer Diktatur, und der radikalen Umgestaltung nahezu aller öffentlichen Lebensbereiche.

Durch legale Maßnahmen wie das „Ermächtigungsgesetz“ und die „Reichtagsbrandverordnung“ wurde die Weimarer Verfassung schrittweise aber rasch und unaufhaltbar außer Kraft gesetzt. Nun war der Weg frei für die Zerschlagung der politischen Opposition durch den Straßenterror der SA sowie durch Errichtung von Konzentrationslagern. Nun konnte auch die Propaganda ihre volle Kraft entfalten und wirkte massiv auf die breite Bevölkerung ein. Auch die rassistisch motivierte Entrechtung der Juden begann bereits. Trotzdem erreichte die NSDAP bei der vorerst letzten Reichtagswahl, zu der auch andere Parteien zugelassen wurden, am 5. März 1933 nicht die absolute Mehrheit.1

Am 13. März 1933 wurde das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda gegründet, eine Institution, die unter Leitung Joseph Goebbels die Kontrolle über Kultur und Medien übernahm, und in der im Vorfeld und während der Olympischen Spiele 1936 in Berlin Hochbetrieb herrschen sollte.2

Der Röhmputsch vom 30. Juni 1934, also die gewaltsame Ausschaltung der SA, markiert den Übergang vom Straßenterror der „Machtergreifungsphase“ zum planmäßigen Terror von GeStaPo (Geheimer Staatspolizei) und SS. Unter der Führung von Reichsführer-SS und Chef der Deutschen Polizei Heinrich Himmler wurde der „Unterdrückungsapperat personell und organisatorisch zielstrebig aufgebaut und zentralisiert“.3

Die Unterstützung der Nationalsozialisten durch die breite Mehrheit der Bevölkerung, der „Volksgemeinschaft“, erreichte schon vor den Olympischen Spielen in Berlin einen ersten Höhepunkt. Durch erfolgreiche Bekämpfung der Massenarbeitslosigkeit durch Ankurbeln der kriegsvorbereitenden Rüstungsindustrie aber auch durch staatlich subventionierte Großprojekte sicherte sich Hitler die Loyalität auch unter vielen derjenigen, die dem Regime bisher skeptisch gegenübergestanden hatten. „Hinzu kamen außenpolitische Erfolge wie die gelungene Volksabstimmung über die Rückgliederung des Saargebiets in das Deutsche Reich im Januar 1935, die Wiedereinführung der Allgemeinen Wehrpflicht im März 1935, der Einmarsch deutscher Truppen in das entmilitarisierte Rheinland am 7. März 1936“.4 Dass sich das Nazi-Regime für eine Unterstützung der faschistischen Truppen von General Franco im spanischen Bürgerkrieg entschied, und das nur wenige Tage vor dem Beginn der Olympischen Spiele, zeigt, dass „die politische und militärische Führung in Deutschland auch zur Gewaltanwendung nach außen hin bereit war“.5

1.2 Die Gleichschaltung des Sports

Hitler schrieb in „Mein Kampf“ 1926: „Man gebe der deutschen Nation sechs Millionen tadellos trainierte Körper, alle von fanatischer Vaterlandsliebe durchglüht und zu höchstem Angriffsgeist erzogen, und ein nationaler Staat wird aus ihnen, wenn nötig, in nicht einmal zwei Jahren eine Armee geschaffen haben“.6 Es ist unschwer zu erkennen, dass für Hitler und die Nazis eine körperliche Ausbildung um vieles wichtiger war als eine geistige Erziehung, welche für unnötig erachtet wurde. Ein Interesse am Sport setzte bei den Nationalsozialisten jedoch erst nach der Machtergreifung ein. Dies ist damit zu erklären, „dass die NSDAP, als sie noch in der Opposition stand, fast gänzlich von der propagandistischen Nutzungsmöglichkeit des Sports ausgeschlossen war“.7 Ein Programm für die Gleichschaltung des Sports fehlte in den ersten Monaten des Regimes vollends. Doch nach dieser Phase der sportpolitischen Konzeptlosigkeit „begannen die Nationalsozialisten im Rahmen der umfassenden Machteroberung und -sicherung, die vielfältig aufgegliederte Turn- und Sportbewegung zu vereinheitlichen und im Sinne der NS-Ideologie zu indoktrinieren“.8 Leitende Person dieses Prozesses wurde Hans von Tschammer und Osten, der am 28. April 1933 zum „Reichssportkommissar“ berufen wurde.

Die Gleichschaltungsbestrebungen wurden von den bürgerlichen Sportverbänden durch Selbstauflösung des Dachverbandes unwillkürlich unterstützt. Auch „der Ausschluss der jüdischen Sportler aus den meisten Fachverbänden wurde vollzogen, ohne dass die politische Führung dies nachdrücklich hätte fordern müssen“.9

Es wurde der „Nationalsozialistische Reichsbund für Leibesübungen“ ins Leben gerufen. Sportverbände, die nicht in Einklang mit der nationalsozialistischen Ideologie zu bringen waren, wurden kurzerhand ausgeschlossen bzw. verboten. Die vom allgemeinen Sport ausgeschlossenen Sportler traten oft den jüdischen Verbänden „Makkabi“ oder „Schild“ bei, weshalb der jüdische Sport bis 1938 eine Art Scheinblüte erlebte, die aber mit der Verbannung der Juden aus dem öffentlichen Leben nach 1938 auch verschwand. Verbände der Arbeitersportbewegung waren „politischer Verfolgung ausgesetzt und wurden nach dem Ermächtigungsgesetz’ vom 24. März 1933 entweder verboten oder zur Selbstauflösung gezwungen.“10

Wie so Vieles wurde der Sport unter den Nationalsozialisten instrumentalisiert. Statt von Sport wurde jedoch meist von „Leibeserziehung“ gesprochen. Sie diente den Nazis zur Antiintellektualisierung und Pädagogisierung, vor allem der Kinder und Jugendlichen, zur „Durchbildung des einzelnen Menschen zur Kräftigung des Volkskörpers“11 und zur Hebung der „rassischen Qualität des gegebenen Menschenmaterials“12. Letztlich lief alles wieder auf ein Ziel hinaus: den Krieg. Unter dem Deckmantel der „Leibeserziehung“ ließen die Nazis paramilitärische Übungen ausführen und lehrten bereits den Kindern militärischen Drill. Bezeichnend: Eine Disziplin des ersten SA-Sportfestes war Handgranatenweitwurf, und das war bereits 1933.13.14

2 Entscheidung für Berlin

2.1 Ideen und Interessen

Schon vor dem 13. Mai 1931, als die Vergabe der Austragung der XI. Olympischen Spiele der Neuzeit an Berlin ging, hatte sich Berlin mehrere Male beworben. Olympia 1916 wurde sogar bereits an Berlin vergeben, jedoch kam der 1. Weltkrieg dazwischen und die Spiele fielen aus. Für die zwei folgenden Spiele in Anvers 1920 und Paris 1924 wurden deutsche Sportler in Folge der Zuweisung der Kriegsschuld ans Deutsche Reich ausgeschlossen. Bei den Olympischen Spielen 1928 in Amsterdam durften erstmals wieder deutsche Athleten teilnehmen und hatten großen Erfolg, sie wurden hinter den USA Zweitplazierte im Medaillenspiegel. Dieser Erfolg wurde 4 Jahre später in Los Angeles wiederholt.

Auch auf Grund dieser Erfolge hatte die sich die Einstellung der NSDAP zu den Olympischen Spielen spätestens 1932 zu ändern begonnen. Noch in den späten Zwanzigern bezeichneten die Nationalsozialisten die Olympische Bewegung als „geistige Verirrung“15, auch weil die Olympischen Ideale von Weltfrieden und Völkerverständigung im krassen Gegensatz zur völkisch-rassistischen Ideologie der Nazis stand. Doch am Anfang der dreißiger Jahre erkannte Hitler „die ungeheuren propagandistischen Möglichkeiten“16 sowie „die mit den Spielen verbundene außenpolitische Chance“17, die bei einer Austragung genutzt werden könnten.18 „Da dem Sport, im Allgemeinen, eine friedensstiftende und völkerverbindende Wirkung zugeschrieben wird, eignete er sich für die Nationalsozialisten hervorragend zur Tarnung ihrer wahren Ziele“.19

Die Entscheidung für Berlin (43 zu 16 Stimmen vor Barcelona) fiel bereits in den Krisenjahren der Weimarer Republik. „Schon 1932 ließ der IOC-Präsident [...] erkunden, ob die Spiele auch im Falle einer nationalsozialistischen Regierung in Berlin stattfinden würden“.20 Die Anfrage schien berechtigt, denn der Nationalsozialismus galt als Gegner der internationalistischen Spiele. Doch wie bereits angesprochen erkannte Hitler die Chance und „sprach sich am 16. März 1933 gegenüber Lewald, dem Präsidenten des Organisationskomitees, eindeutig für die Durchführung der Spiele aus“.21 Man beachte das Datum: am 27. Februar 1933 war der Reichstagsbrand, am 5. März des selben Jahres Reichtagswahlen und am 23. März 1933 wurde das „Ermächtigungsgesetzt“ verabschiedet. Trotzdem fand Hitler Zeit, um mit Theodor Lewald über die Durchführung und Finanzierung der Olympischen Spiele zu sprechen, ein Indiz dafür, wie wichtig sie für Hitler waren und welche Beachtung er ihnen entgegenbrachte.22

2.2 Die Protest- und Boykottbewegung

„Als das offizielle Ergebnis der Abstimmung über die Vergabe der XI. Olympischen Sommerspiele 1936 nach Berlin bekannt gegeben wurde, schien die Durchführung der Spiele nach den Grundsätzen der ,Olympischen Idee’ für das Deutschland der Weimarer Republik noch möglich zu sein. Nach der Machtergreifung Hitlers am 30. Januar 1933 rief aber insbesondere in den USA die Diskriminierung der Juden eine Welle der Empörung und Verachtung hervor.“23

Speziell die Öffentlichkeit der bereits genannten USA, aber auch Englands und Frankreichs „hatte erhebliche Zweifel an der Einhaltung und Achtung der ,olympischen Charta’ durch Deutschland und forderte Chancengleichheit für alle Teilnehmer, unabhängig von Konfession und Rasse“.24 Dies führte zu Überlegungen, die Spiele zu boykottieren.25

Ein Boykott als Protest gegen die nationalsozialistische Diktatur galt im IOC jedoch „als Missbrauch des Olympismus und unzulässige Vermischung von Sport und Politik“.26 Amerikanische und englische IOC-Mitglieder forderten „dass auch jüdische Sportler in Deutschland die Chance zum Training und zur Teilnahme innerhalb der deutschen Mannschaft haben würden“.27 Der IOC-Präsident Henri de Baillet-Latour sah sich schließlich dazu bewegt damit zu drohen, die Olympischen Spiele 1936 zu verlegen, sollte die Reichsregierung nicht dazu bereit sein, „eine schriftliche Garantieerklärung abzugeben, die Regeln der ,Olympischen Idee’ einzuhalten“.28 Gebeugt vom unbedingten Willen, die Spiele durchzuführen und sich zu präsentieren, zeigte sich die NS-Regierung kooperativ und garantierte freien Zugang für Menschen aller Rassen und Konventionen in die Olympiamannschaft und zu den Spielen an und für sich sowie die Einhaltung der Olympischen Regeln. Außerdem versprach die Reichsregierung, ein politisch unabhängiges Organisationskomitee (OK) zu dulden. Dem schenkte das IOC gerne Glauben.29

Dringenden Handlungsbedarf gab es für die Reichsregierung jedoch auch in Sachen Boykottbestrebung USA. Erstens hätte ein Fernbleiben der Olympiamannschaft der USA einen erheblichen Imageschaden zur Folge gehabt, den es zu verhindern galt, und zweitens machten andere Länder ihr Entsenden der Olympiamannschaften davon abhängig, ob die USA die ihre auf die Reise nach Deutschland schickt. Zu diesen Ländern gehörten z.B. England und Frankreich. Die US-amerikanische Regierung wollte ausdrücklich keinen Einfluss auf die Entscheidung nehmen und stellte es der „Amateur Athletic Union“ (AAU), dem in der USA ansässigen, weltweit größten Leichtathletikverband, frei, ob die US-Mannschaft an den Spielen teilnahm oder sie boykottierten. „Die starke Fraktion der Boykott-Befürworter um Jeremiah Mahoney, den Präsidenten der American Athletic Union [...], wurde knapp überstimmt, als Avery Brundage zu Mahoneys Nachfolger gewählt wurde. Brundage trat entschieden für die Teilnahme an den Spielen ein .. .“.30 Als Brundage, gleichzeitig NOK-Vorsitzender der USA, sah, dass die Abstimmung möglicherweise für einen Boykott ausfallen würde, ließ er sie um einen Tag verschieben und zitierte über Nacht per Telegramm weiter stimmberechtigte Delegierte herbei. Die Abstimmung 1935 fiel knapp mit 58:56 Stimmen für eine Teilnahme der USA aus. England, Frankreich und viele andere Nationen schlossen sich daraufhin dieser Haltung an.31

Eine besondere Rolle spielte der Widerstand der europäischen Linksintellektuellen. Besonders die emigrierten deutschen Linksintellektuellen in Frankreich und Amsterdam protestierten stark gegen eine Austragung der Spiele in Deutschland. Sie koordinierten Gegenveranstaltungen zur Olympiade wie der „Athletic Carnival“ in Randall Island/New York, den Volksspielen in Prag und der Kunstausstellung „de Olympiade onder dictatuur“ in Amsterdam und Rotterdam (vgl. Material 2). „Als größte Arbeitersportveranstaltung wurde in Barcelona die Volksolympiade vorbereitet. Einen Tag vor der für den 19. Juli 1936 geplanten Eröffnung begann mit dem Angriff gegen die Republik der Spanische Bürgerkrieg“.32 Doch auch medial wurde die Linke Europas aktiv. Es wurden (vor allem an den deutschen Grenzen) Flugblätter und Broschüren verteilt und Protestpostkarten an ausländische Gäste und Teilnehmer verschickt (vgl. Material 1; Material 3). Verschiedene Schriften, als Reisebroschüren getarnt, informierten das Ausland über Konzentrationslager und Terror. Ein großer Teil wurde jedoch von der Postzensur abgefangen oder von Findern und Adressaten an die Gestapo weitergeleitet.33 Die französischen Linksintellektuellen, darunter viele deutsche Emigranten, machten ihrem Unmut im „Pariser Tageblatt“ sowie in Reden Luft. Heinrich Mann sagte bei der Konferenz zur Verteidigung der Olympischen Idee am 6. und 7. Juni 1936 in Paris: „Ein Regime, das sich stützt auf Zwangsarbeit und Massenversklavung; ein Regime, das den Krieg vorbereitet und nur durch verlogene Propaganda existiert, wie soll ein solches Regime den friedlichen Sport und freiheitlichen Sportler respektieren? Glauben Sie mir, diejenigen der internationalen Sportler, die nach Berlin gehen, werden dort nichts anderes sein als Gladiatoren, Gefangene und Spaßmacher eines Diktators, der sich bereits als Herr dieser Welt fühlt.“ „Interesse am Schicksal der Verfolgten in Deutschland war in der Olympischen Bewegung nicht festzustellen. Das Misstrauen gegenüber der politischen Linken war fast überall stärker als das gegen den Nationalsozialismus“.34 Folglich gab es nur wenige Sportler(innen), die sich aus Gewissensgründen weigerten, mit ihrer Mannschaft in Deutschland anzutreten.35

3 Die Vorbereitungen

3.1 Das Bauprogramm

Nachdem das IOC den Zuschlag für die Olympischen Sommerspiele 1936 an Berlin vergeben hatte, stellte sich für die Reichsregierung um Adolf Hitler die Frage nach einem würdigen Rahmen für die Austragung eines solchen bedeutenden Ereignisses. Zuerst zog man die Nutzung des bereits 1913 errichteten Deutschen Stadions in Betracht, dass eigentlich für die Olympischen Spiele 1916 in Berlin vorgesehen war, die bekanntlich auf Grund des Ausbruchs des 1. Weltkrieges nicht stattfinden konnte. Doch nach dem Durchdenken aller Modernisierungspläne kam man zu dem Schluss, dass diese alte Sportstätte „kein würdiger Rahmen für die Präsentation des ,Neuen Deutschlands’ vor der Welt sei“.36.37

Adolf Hitler forderte ein neues Großstadion „von einzigartiger Weite, Übersichtlichkeit und Landschaftsverbundenheif‘38, sowie die Errichtung des „Reichssportfeldes“ (Sammelbegriff für das Olympiagelände) inklusive Aufmarschplatz (späteres „Maifeld“) für 250.000 Menschen. Deutlich klingen hier schon die ersten Töne der Gigantomanie an, die von den Nazis geplant wurde und zur Selbstdarstellung und Selbstverwirklichung dienen sollte. Doch die propagandistische Wirkung nach außen war nicht der einzige Grund, weshalb Hitler ein komplett neues Stadion samt Umfeld forderte: "Wenn man vier Millionen Arbeitslose hat, muss man für Arbeit sorgen", sagte Hitler einst in einer Rede. Das riesige Bauprogramm schaffte eben jene Arbeit und steigerte somit weiter die Popularität der Regierung.39 ’.40 ’.41

Hitler beauftragte den Architekten Walter March mit der Konstruktion des Olympiastadions sowie den Entwurf des restlichen „Reichssportfeldes“. Seine Pläne vom Umbau des Deutschen Stadions (auch Grunewaldstadion) hatte Hitler bereits abgelehnt. March wählte für das Olympiastadion eine ovale Grundform und benutzte auch sonst klare geometrische Formen, was stark an die antike Architektur der Amphitheater erinnert, zumal Generalbauinspektor Albert Speer das Stadion im Nachhinein noch mit Muschelkalk auskleiden lies. Die die Tribünen abstützenden Säulen erinnerten ebenfalls an die Bauart von Antiken Sportstätten. Der Vergleich mit dem antiken Griechenland war durchaus gewollt.42 ’.43 ’.44

Baubeginn für das Olympiagelände war im April 1934, bis zur Fertigstellung im Frühjahr 1936 arbeiteten zeitweise bis zu 2600 Arbeiter sowie 500 Firmen am Abriss des alten Deutschen Stadions sowie am Aufbau der neuen Sportstätten. „Die Bauausführung hinkte dem Terminplan von Anfang an hinterher. Der Staatssekretär Pfundtner sorgte bei den beteiligten Bauunternehmen für Druck, indem er drohte, Firmen, die dem Mehrschichtbetrieb nicht gewachsen sind oder aus sonstigen Gründen Widerstand entgegensetzen, sofort durch andere zu ersetzen. Weiterhin waren die Bauunternehmen verpflichtet, nur ,wirtschaftsfriedliche Arbeiter deutscher Staatsangehörigkeit und arischer Abstammung’ zu beschäftigen.“45 Es war das „erste architektonische Großprojekt des nationalsozialistischen Deutschland“.46 „Die Baukosten, ursprünglich auf 27 Millionen Reichsmark veranschlagt, wurden 1936 auf über 40 Millionen geschätzt, eine detaillierte Abrechnung wurde nie veröffentlicht“.47 Das Reichssportfeld wurde außerdem „durch Miteinbeziehung des Deutschen Sportforums die bis dahin größte Sportanlage der Welt.“48 Hier die Einrichtungen des Reichsportfeldes im Einzelnen:

- das Olympiastadion mit einem Fassungsvermögen von 100.000 Menschen (65.000 Sitzplätze, 35.000 Stehplätze), Raum für moderne Nachrichtenübermittlung, Garderoben für alle 52 Nationen, Postamt, Sanitätsstellen und Erfrischungsräume, Sonderlogen für den Führer und die Reichsregierung sowie für das Olympische Komitee, ein Fußballfeld (70*105m), eine 400m-Bahn, breite Zugangstreppen und ebenerdige Tunneleingänge für große militärische Einmärsche. Im Westen des Stadions befindet sich ein 25 m breiter Einschnitt, in dem sich das Marathontor mit Olympischem Feuer, Siegertafeln und Olympischer Glocke befand [befindet]. Interessantes Detail: Das Stadion ist zur Hälfte ein sog. Erdstadion, d.h. nur der obere Ring der Tribüne befindet sich über Erdniveau, was das Stadion von außen kleiner erscheinen lässt, als es tatsächlich ist - ein übermächtiges Wirken auf den Betrachter bleibt also aus. Aufgrund dieser Tatsache verweigerte Hitler den ursprünglich geplanten Namen „Deutsches Stadion“, das Stadion schien ihm also nicht gigantisch genug, um wirklich „deutsch“ zu sein.
- das Maifeld als Stätte für propagandistische Kundgebungen
- das Schwimmstadion mit 7600 Zuschauerplätzen (für Olympia auf 16.000 Plätze erweiterungsfähig), separates Sprung- (20*20m) und Schwimmbecken (50*20m). Das Schwimmstadion sollte nach den Olympischen Spielen ein ständiges Erholungsgebiet für die Bevölkerung sein.
- das Hockeystadion mit 8.500 Plätzen (Olympia: 16150)
- das Tennisstadion mit 1.530 Plätzen
- der Reiterplatz mit Dressurfeld (20*60m) und Reithalle (50*20m)
- die Freilichtbühne für 20.000 Zuschauer; geeignet für Schauspiel, Oper, Musikfeiern und Kundgebungen.
- die Reichsakademie für Leibesübungen mit Turnhaus (4 Turnhallen, 5 Gymnastiksäle, Schwimmhalle für 1.000 Zuschauer, Dampf- und Heißluftbäder, Massage- und Ruheräume), Freiluftschwimmbecken, Bücherei, Unterkunftshaus für 280 Studenten und Kursisten, 2 Speisesäle, einem Kasino und einem Ärztehaus
- das Haus des Deutschen Sports als zentraler Verwaltungssitz
- die Hauptgaststätte für 5.000 Gäste

Insgesamt war [ist] das Olympiagelände 131 Hektar groß, etwa 400.000 Menschen konnten sich gleichzeitig auf ihm bewegen. Das Reichssportfeld lag [liegt] auf einem

Hochplateau im Westen von Berlin und war [ist] von einem Grüngürtel umgeben. So war [ist] es sehr gut in die Natur eingebettet und fernab von jeglicher Industrie, was gesundheitliche Vorteile für die Athleten und Zuschauer mit sich brachte [bringt]. Außerdem war [ist] durch die höhere Lage die weite Sichtbarkeit des Feldes garantiert, was von höchster Wichtigkeit war (vgl. Material 4). Die Sportanlage war [ist] hervorragend an das Stadtzentrum angebunden: Es gab drei Hauptausfallstraßen, von denen 7 Zufahrtstraßen zum Stadion hinführten, 8.000 Parkplätze, 2 S-Bahn-Stationen und eine U-Bahnstation, in der Züge im 2-Minutentakt ankamen und abfuhren. Die Reichsregierung ließ das Gelände sogar künstlerisch ausgestalten, dabei vergab der Kunstausschuss der Organisationskomitees die Aufträge „an namhafte deutsche Bildhauer und korrigierte deren Entwürfe, falls sie nicht dem vorgegebenen neoklassizistischen Monumentalismus entsprachen“.49.50 ’.51 ’.52

„In Döberitz wurde ein Olympisches Dorf errichtet. Ursprünglich hatte das Organisationskomitee die Überlassung der Baracken im Militärlager Döberitz beantragt, doch entschied sich die Wehrmachtsführung, unter maßgeblichen Einfluss des ,Sportgenerals’ Walter von Reichenau, für den Neubau eines Olympischen Dorfes auf dem Militärübungsgelände Döberitz, 14 Kilometer vom ,Reichssportfeld’ entfernt.

Auch das Olympische Dorf wurde unter Leitung von Werner March in Zusammenarbeit mit seinem Bruder Walter gebaut“.53

3.2 Sportliche Vorbereitungen

Vor den Olympischen Spielen 1936 war die nationalsozialistische Diktatur Hitlers bereits politisch und gesellschaftlich fest etabliert, sie hatte ihren ersten Höhepunkt ihrer Popularität und der Unterstützung der Massen bereits hinter sich. Demzufolge war die Rassenlehre in ihren Grundzügen schon fest verankert in den Köpfen der Menschen, die Grundüberzeugung, man selbst als „arische Rasse“ stehe über den anderen Rassen. Nun stand mit den Olympischen Spielen ein Kräftemessen mit den anderen Rassen unmittelbar bevor. Nicht auszumalen für die NSDAP und ihre Rassenlehre, wenn die Deutschen nur 2. oder 3. werden würden und sich möglicherweise sogar einem Farbigen („Neger“) geschlagen geben müssten, der laut Parteizeitung der NSDAP von 1932 auf einer Olympiade eigentlich nichts zu suchen hätte. Dieses Szenario war alles andere als unrealistisch, denn insbesondere die USA stellte viele ausgezeichnete, mit modernsten Trainingsmethoden vorbereitete, farbige Athleten..54 ’.55 ’.56

Es galt also, die Deutschen Athleten gut vorzubereiten, um in erster Linie natürlich sportlichen Erfolg zu haben, jedoch auch, um eine mit dem Ausbleiben von Erfolg verbundene Blamage zu verhindern. Schon vor dem Regierungswechsel 1933, nämlich seit 1926, war der Deutsche Olympische Ausschuss (DOA) für Schulung und Nominierung der Sportler(innen) zuständig, die für die Vertretung Deutschlands bei Olympia in Frage kamen. Vor 1926 war diese Aufgabe hinfällig, da die Deutschen Athleten ja bekanntlich erst 1928 in Amsterdam wieder an Olympischen Spielen teilnehmen durften, nachdem sie nach dem 1. Weltkrieg von Olympia ausgeschlossen wurden. „Im Zuge der Gleichschaltung’ des deutschen Sports übernahm 1933 der ,Reichssportführer‘ Hans von Tschammer und Osten die Führung des DOA und machte anfänglich den Versuch, durch die Einrichtung von zentralen Trainings- und Schulungslagern die Olympiakandidaten ideologisch an den Nationalsozialismus zu binden. Die Bemühung um eine weitgehende ideologische Indoktrination der Sportler und Sportlerinnen fanden ihren stärksten Ausdruck in dem öffentlichen Gelöbnis ausgewählter Athleten am 16. Dezember 1934, sich den Prinzipien des ,neuen Staates’ zu verpflichten“.57 (vgl. Material 5).58.59

Die sportlichen Vorbereitungen der ehemaligen Fachverbände, „die 1934 im Deutschen Reichsbund für Leibesübungen als Fachämter aufgingen“60, wurde von „Olympia- Inspekteur“61 Christian Busch zentral koordiniert. Unter seiner Leitung wurden 3 Jahre lang zahlreiche Nachwuchs- und Sichtungslehrgänge „bis hin zu ,Tagen des unbekannten Athleten’“62 organisiert. Zum erweiterten Kreis der Olympiakandidaten gehörten etwa 4.000 Sportler(innen), von denen offiziellen Angaben nach 426 für Berlin gemeldet wurden, darunter 45 Frauen. Bezeichnend jedoch: Die Kriterien für die Auswahl dieser Sportler waren nicht nur an Können und Leistung orientiert, sondern auch an Rassenangehörigkeit. Besonders für jüdische Sportler und Sportlerinnen waren die Trainingsmöglichkeiten aufgrund der vorherrschenden gesetzlichen Situation sehr stark eingeschränkt. Zwar wurden jüdische Sportler zu separaten Olympiakursen eingeladen, „ihre Meldung für die Olympischen Spiele war jedoch zu keinem Zeitpunkt vorgesehen“.63 „Eklatant war die Nichtberücksichtigung der Hochspringerin Gretel Bergmann, die noch im Juni 1936 den Deutschen Rekord eingestellt hatte“.64 Lediglich mit Helene Mayer (Fechten) und Rudi Ball (Eishockey) durften 2 Athleten für Deutschland starten, die der Rassenlehre der Nazis nach „Halbjuden“ waren, jedoch nur, um der Forderung des IOC nach Gleichberechtigung aller Athleten scheinbar nachzukommen und die Austragung der Spiele in Berlin zu sichern. Ebenfalls eine Alibiaktion war die Teilnahmeerlaubnis für Werner Seelenbinder, einem populären Ringer, der sich offen als Kommunist bekannte.65 ’.

Für die verbliebenen deutschen Athleten war die vorbereitende medizinische und sportliche Betreuung so intensiv und exklusiv wie nie zuvor.66 „Die Trainings- und Wettkampfpläne waren konsequent auf die Olympischen Spiele ausgerichtet, so dass die deutschen Olympiateilnehmer und -teilnehmerinnen [...] im August 1936 tatsächlich Bestform aufweisen konnten“.67 Doch auch in den anderen teilnehmenden Ländern überstieg die sportliche Vorbereitung das übliche Maß“.68 Je nach Tradition mussten sich die Sportler in nationalen Vorausscheiden für die Olympiamannschaft qualifizieren. Doch mit der Anreise in Berlin war die Vorbereitung nicht zu Ende, auf den großzügigen Trainingsmöglichkeiten im Olympischen Dorf bereiteten sich die Athleten bis zum unmittelbaren Beginn auf die Wettbewerbe vor.69

3.3 Propaganda und Werbung

Damit die Olympischen Spiele 1936 ihre volle propagandistische Wirkung nach innen und außen, wie von den Nazis erhofft, entfalten konnte, musste sichergestellt werden, dass sie von vielen Menschen aus dem In- und Ausland besucht wird. Außerdem mussten die Kosten für den Bau der Sportstätten gedeckt werden. Aus diesen Gründen bildete ein wichtiger Teil der Vorbereitung auf die Spiele „eine groß angelegte Werbekampagne, die nicht nur im Inland, sondern auch im Ausland durchgeführt wurde“.70 Für diese Aufgabe wurde am 16. Januar 1934 ein „Propaganda-Ausschuss für die Olympischen Spiele“ eingerichtet, der dem Ministerium für Volksaufklärung und Propaganda und somit Joseph Goebbels unterstand. „Damit standen erhebliche [finanzielle] Mittel und ein funktionierender Apparat zur Verfügung, doch erhielt das Propagandaministerium auch die Entscheidungskompetenz in Fragen der Werbung, was den Statuten des Internationalen Olympischen Komitees widersprach“.71.

Bei der deutschen Bevölkerung sollte das Bewusstsein entstehen, „Träger und damit Teilnehmer der Spiele zu sein“72), dadurch motiviert lautete das zentrale Motto:73 „Olympia - eine nationale Aufgabe“.74 Um dies zu realisieren und das deutsche Volk auf Olympia vorzubereiten, nutzten die Propagandisten um Goebbels alle Medien: Man gab eine 26-bändige Heftreihe heraus, in der verschiedene Sportarten und die teils komplizierten Regeln der Wettbewerbe erklärt wurden. Die letzte Ausgabe stellte ein „Führer durch die Sportsprache“ dar (vgl. Material 20). Es wurden sog. „Reichs- Sportwerbewochen“ abgehalten, dabei wurden in jedem Ort über 500 Einwohnern Olympia-Werbeausschüsse einberufen und alle sportinteressierten Bewohner von ehrenamtlichen Mitarbeitern erfasst. So gelangte die Werbung für Olympia bis in die Kleinstädte. Des Weiteren wurde massiv mit Plakaten, Broschüren, Presseartikeln, Diavorträgen, Rundfunk- und Filmveranstaltungen und Werbeflügen geworben. Ein besonderer Erfolg war der „Olympia-Zug“, eine fahrbare Olympiaausstellung, die in über 100 Orten zu sehen war (vgl. Material 6). Großen Wert legte das Propagandaministerium auf die „Olympia-Zeitung“, da diese nicht nur im In-, sondern auch im Ausland Werbung für die Olympischen Spiele machte.75, 76

Überhaupt wurde der Auslandswerbung große Bedeutung beigemessen,77 sollte diese doch nicht nur für Olympia und das Deutsche Reich werben, sondern auch eventuellen Bedenken gegen eine Durchführung der Olympischen Spiele unter einer nationalsozialistischen Diktatur entgegenwirken. „Die Reichsbahnzentrale für den Deutschen Reiseverkehr wurde mit der Planung und Umsetzung dieser Werbung beauftragt. Von einer eigens geschaffenen Olympia-Abteilung wurden die Vertretungen in 40 Ländern mit Werbematerial versorgt“78, in der Folge lockten die Filialen der Reichsbahn in diesen Ländern „mit üppig aufgemachten Schaufensterdekorationen zu einem Besuch Deutschlands anlässlich der Spiele“.79 Zu diesem Zweck wurden außerdem die Fahrpreise für eine Bahnreise nach Deutschland um 60 Prozent reduziert, was natürlich sehr positiv empfunden wurde. Große Werbewirkung im Ausland hatte auch der im Vorfeld der Olympischen Spiele 1936 zum ersten Mal ausgetragene Fackellauf. Wer Urheber dieser Idee war ist unklar, „meist wird der Generalsekretär des deutschen Nationalen Olympischen Komitees (NOK), Carl Diem, genannt“.80 Dieser soll allerdings angeblich nur die Idee eines Mitarbeiters des Propagandaministeriums zu einem großen Staffellauf weiterentwickelt haben. „Der erste Lauf führte durch sieben Länder über eine Distanz von 3.075 Kilometern. Die Strecke war von Mitarbeitern des Propagandaministeriums festgelegt und vermessen worden: von Olympia über Athen, Delphi, Saloniki, Sofia, Belgrad, Budapest, Wien und Prag nach Berlin“.81 (vgl. Material 7). Es waren 3400 Läufer beteiligt.82 Die Fackelübergaben, jedoch speziell die Entzündung der Flamme in Olympia, wo der erste Läufer startete, glichen Festakten.83 „Die nationalsozialistische Propaganda inszenierte diese festlichen Akte, um zu demonstrieren, mit welcher Ernsthaftigkeit sich das "Dritte Reich" der Olympischen Ideale annahm“.84 Im Ausland stieß der Fackellauf auf große Zustimmung, „obwohl es bei seiner Durchführung auch zu pro- und antideutschen Demonstrationen kam“.),.85

Ebenfalls als besonders wichtig „galten die Beziehungen zu Sportführern und Politikern in aller Welt, die durch Empfänge, Vortragsveranstaltungen oder Werbeflüge gepflegt wurden“.86,

3.4 Sonstige Vorbereitungen

Berlin stand vor einem großen Besucherandrang aus vielen verschiedenen Nationen. Diese Besucher sollten Deutschland als friedliebendes,87 weltoffenes, gastfreundliches, ziviles, wirtschaftlich aufstrebendes, sauberes und ordentliches Land in Erinnerung behalten, ihnen sollte Deutschlands „wahres Gesicht“88 verborgen bleiben. Zu diesem Zwecke wurden alte Häuser im Stadtzentrum renoviert, alle Häuser mit Girlanden und Fahnen (sowohl die Olympische Fahne mit den 5 Ringen als auch die Hakenkreuzfahne und die Reichsflagge) geschmückt, die Straßen gereinigt.

[...]


1 vgl. Rürup, Reinhard:1936 Die Olympischen Spiele und der Nationalsozialismus/The Olympic Games and National Socialism .Berlin 1996, S. 29 f.

2 vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Propagandaministerium. Unbekannter Verfasser: Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda

3 Rürup, a.a.O. S. 29

4 ebd.

5 Rürup 1996, S. 30

6 http://www.student-online.net/Publikationen/316/. Unbekannter Verfasser: Ohne Titel

7 ebd.

8 Rürup, a.a.O. S. 35

9 ebd.

10 vgl. Rürup, a.a.O. S. 35 f.

11 http://www.dsg.uni-paderborn.de/_pdf/smi_material/367/1930-0.pdf. Pritzkau, Artur: Bedeutung der Olympischen Spiele 1936

12 ebd.

13 vgl. ebd.

14 vgl. Rürup, a.a.O. S. 41

15 http://www.dhm.de/~jarmer/olympiaheft/olympia4.htm. von Hegel, Andrea: Die Stunde der Propagandisten – Propaganda zu den Olympischen Spielen 1936

16 http://www.student-online.net/Publikationen/316/. Unbekannter Verfasser: Ohne Titel

17 Rürup, a.a.O. S. 44

18 vgl. http://www.student-online.net/Publikationen/316/. Unbekannter Verfasser: Ohne Titel 36

19 http://www.student-online.net/Publikationen/316/. Unbekannter Verfasser: Ohne Titel

20 Rürup, a.a.O. S. 44

21 ebd.

22 vgl. http://www.student-online.net/Publikationen/316/. Unbekannter Verfasser: Ohne Titel

23 http://de.wikipedia.org/wiki/Olympische_Sommerspiele_1936#Aufruf_zum_Boykott. Unbekannter Verfasser: Olympische Spiele 1936 – Aufruf zum Boykott

24 ebd.

25 ebd.

26 Rürup, a.a.O. S. 53

27 ebd.

28 http://de.wikipedia.org/wiki/Olympische_Sommerspiele_1936#Aufruf_zum_Boykott. Unbekannter Verfasser: Olympische Spiele 1936 – Aufruf zum Boykott

29 vgl. ebd.

30 Rürup, a.a.O. S. 53

31 vgl.http://de.wikipedia.org/wiki/Olympische_Sommerspiele_1936#Aufruf_zum_Boykot t. Unbekannter Verfasser: Olympische Spiele 1936 – Aufruf zum Boykott

32 Rürup, a.a.O. S. 54

33 vgl. ebd. S. 53 f.

34 Rürup 1996, S. 54

35 vgl. ebd.

36 http://www.student-online.net/Publikationen/316/. Unbekannter Verfasser: Ohne Titel

37 vgl. ebd.

38 ebd. 37

39 http://www.dhm.de/~jarmer/olympiaheft/olympia4.htm. von Hegel, Andrea: Die Stunde der Propagandisten – Propaganda zu den Olympischen Spielen 1936

40 vgl. Rürup, a.a.O. S. 65

41 vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Olympiastadion_Berlin. Unbekannter Verfasser: Olympiastadion Berlin

42 vgl. ebd.

43 vgl. http://www.student-online.net/Publikationen/316/. Unbekannter Verfasser: Ohne Titel

44 vgl. Rürup, a.a.O. S.65

45 http://www.olympiastadion-berlin.de/index.php?id=163. Unbekannter Verfasser: Stadiongeschichte - vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart – 1935 (1)

46 ebd.

47 ebd.

48 ebd.

49 Rürup, a.a.O. S. 66

50 vgl. http://www.student-online.net/Publikationen/316/. Unbekannter Verfasser: Ohne Titel

51 vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Olympiastadion_Berlin. Unbekannter Verfasser: Olympiastadion Berlin

52 vgl. Rürup, a.a.O. S.65 f.

53 Rürup 1996, S. 65

54 vgl. http://www.dsg.uni-paderborn.de/_pdf/smi_material/367/1930-0.pdf. Pritzkau, Artur: Die politische Bedeutung der Olympischen Spiele 1936

55 vgl. http://www.student-online.net/Publikationen/316/. Unbekannter Verfasser: Ohne Titel

56 vgl. Rürup, a.a.O. S. 77

57 Rürup, a.a.O. S.73 38

58 vgl. http://www.student-online.net/Publikationen/316/. Unbekannter Verfasser: Ohne Titel

59 vgl. Rürup, a.a.O. S. 73

60 ebd.

61 ebd.

62 Rürup 1996, S. 74

63 ebd.

64 ebd.

65 vgl. Rürup 1996, S. 73 f.

66 vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Olympische_Sommerspiele_1936#Propaganda. Unbekannter Verfasser: Olympische Spiele 1936 - Propaganda

67 Rürup, a.a.O. S. 74

68 ebd.

69 vgl. ebd.

70 Rürup, a.a.O. S. 79

71 ebd.

72 vgl. ebd.

73 ebd.

74 http://de.wikipedia.org/wiki/Olympische_Sommerspiele_1936#Propaganda. Unbekannter Verfasser: Olympische Spiele 1936 - Propaganda

75 vgl. Rürup, a.a.O. S. 79 f.

76 vgl. http://www.student-online.net/Publikationen/316/. Unbekannter Verfasser: Ohne Titel

77 vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Olympische_Sommerspiele_1936#Propaganda. Unbekannter Verfasser: Olympische Spiele 1936 - Propaganda

78 Rürup, a.a.O. S. 79 39

79 http://de.wikipedia.org/wiki/Olympische_Sommerspiele_1936#Propaganda. Unbekannter Verfasser: Olympische Spiele 1936 - Propaganda

80 http://www.student-online.net/Publikationen/316/. Unbekannter Verfasser: Ohne Titel

81 ebd.

82 Rürup, a.a.O. S. 80

83 vgl. Rürup 1996, S.79 f.

84 vgl. http://www.student-online.net/Publikationen/316/. Unbekannter Verfasser: Ohne Titel

85 vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Olympische_Sommerspiele_1936#Propaganda. Unbekannter Verfasser: Olympische Spiele 1936 - Propaganda

86 Rürup, a.a.O. S. 79

87 vgl. ebd.

88 http://www.student-online.net/Publikationen/316/. Unbekannter Verfasser: Ohne Titel

Ende der Leseprobe aus 72 Seiten

Details

Titel
Olympische Sommerspiele Berlin 1936 – Festspiele der Propaganda?
Hochschule
Freie Universität Berlin
Note
1,0
Autor
Jahr
2010
Seiten
72
Katalognummer
V146927
ISBN (eBook)
9783640577620
Dateigröße
1879 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Olympische Sommerspiele, Olympia, 1936, Propaganda, Nationalsozialismus, Nazis, Gleichschaltung, Drittes Reich, Nazi-Deutschland, Hitler, Goebbels, Sport, Instrumentalisierung, Außenpolitik, Berlin, Olympiastadion, Riefenstahl
Arbeit zitieren
Florian Schurig (Autor), 2010, Olympische Sommerspiele Berlin 1936 – Festspiele der Propaganda? , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146927

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Olympische Sommerspiele Berlin 1936 – Festspiele der Propaganda?



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden