Pre-Test über das Fernsehverhalten von Studenten


Seminararbeit, 1997

13 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

1.EINLEITUNG

2.DIETHEORETISCHENHINTERGRÜNDEDERERHEBUNG
2.1.HYPOTHESEN
2.2.DEFINITIONEN

3.METHODIK
3.1.BEGRIFFSBILDUNG
3.2.KONZEPTSPEZIFIKATION
3.3.OPERATIONALISIERUNG
3.4.DIEMESSUNG

4.DASERHEBUNGSINSTRUMENT
4.1.DIEENTWICKLUNGDESERHEBUNGSINSTRUMENTS
4.2.DIEANORDNUNGDERFRAGENUNDDIEBEGRÜNDUNGEN

5.DURCHFÜHRUNG DER UMFRAGE
5.1.DIEDURCHFÜHRUNGUNDERFAHRUNGIMFELD
5.2.PROBLEMEIMFELD

6.AUSWERTUNG
6.1.TESTENDERERSTENHYPOTHESE
6.2.TESTENDERZWEITENHYPOTHESE

7.FAZIT

1. Einleitung

Während des Studiums fiel uns auf, daß viele Kommilitonen und Kommilitoninnen regelmäßig bestimmte Vorabendserien und Talkshows sehen. Besonders die Frauen tauschen gerne die neuesten Geschehnisse des „Serienlebens“ aus. Wir hatten das Gefühl, daß Fernsehen für einige wichtiger Bestandteil ihres Tagesablaufs ist und von den meisten als Alternative zum „Ausgehen“ betrachtet wird.

So entstand die Idee, unsere Untersuchung dem allgemeinen Fernsehverhalten von Studenten zu widmen, auch unter dem Gesichtspunkt der geschlechtlichen Differenzierung und der Vorliebe für bestimmte Sender und Programme.

Konkret bezieht sich die Studie auf StudentInnen, die zwischen 21 und 25 Jahre alt sind. Ihr Fernsehverhalten während dem Semester soll Aufschluß darüber geben, welche Einstellung sie gegenüber Fernseh haben, und welchen Stellenwert derselbe für sie hat.

Warum besteht unsere Untersuchungseinheit nur aus Studenten?

Erstens hat es uns persönlich besonders interessiert, wie sich Gleichaltrige zu diesem Thema äußern. Unserer Meinung nach weisen die Studenten sehr breitgefächerte Möglichkeiten des Fernsehkonsums auf, da sie von Tag zu Tag unterschiedlich und zu den verschiedensten Tageszeiten ihre Seminare liegen haben, d.h. sie haben sowohl mal morgens, mal mittags und mal abends Zeit fernzusehen. Außerdem sind Studenten besonders aufgeschlossen den unterschiedlichsten Themen der Medien gegenüber. Wir finden die Studentengruppe relativ repräsentativ, zumindest für die Mehrheit der jungen Leute. Auch für die Durchführung der Befragung hatten wir günstige Bedingungen, da wir sie auf dem Campus durchführten, wo sich eben nur Studenten in großen Anhäufungen befinden. Zu dieser kalten Jahreszeit brauchten wir nur die Mensen und Cafeterien des Campus aufzusuchen, um eine große Anzahl von Studenten aus den unterschiedlichsten Fachbereichen vorzufinden.

Warum haben wir die Untersuchungsgruppe begrenzt auf das Alter zwischen 21 und 25 Jahre?

Wir denken, daß junge Menschen in ihren Interessen weniger festgelegt sind. Dabei kann die Sender- und Programmwahl sehr unterschiedlich und aus den verschiedensten Motivationen heraus ausfallen. 21 Jahre als Mindestalter erschien uns geschickt, da dies das durchschnittliche Alter bei Studienbeginn ist. Um die Streuung des Alters gering zu halten, haben wir als Obergrenze 25 Jahre gewählt. In dieser Zeitspanne kann man auch das Fernsehverhalten über die ersten Studienjahre hin beobachten.

Warum soll das Fernsehverhalten nur während des Semesters untersucht werden?

Damit glauben wir am besten den typischen Studenten beschreiben zu können, da sie alle ihr Studium bewältigen müssen. Diese Zeit repräsentiert eher das alltägliche Leben in dem das Fernsehverhalten herauskristallisiert werden soll als der Ausnahmezustand der Semesterferien. Die viele Freizeit könnte das tatsächliche Bild des Fernsehverhaltens verfälschen, besonders im Hinblick auf die Dauer des Fernsehkonsums.

Im ersten Teil der Hausarbeit beschreiben wir die Entwicklung des Fragebogens und dessen Aufbau. Dann gehen wir auf die praktische Umsetzung der Umfrage und auf die Erfahrung im Feld ein. Im Pre-Test ergaben sich einige Verbesserungsvorschläge. Der letzte Teil befaßt sich mit der Auswertung anhand derer wir unsere Hypothesen verifizieren oder falsifizieren.

2. Die theoretischen Hintergründe der Erhebung

2.1. Hypothesen

Hypothese 1: Ab 19 Uhr wird mehr ferngesehen als zwischen 12 und 16 Uhr!

Diese Hypothese stelle ich, um zu überprüfen, ob abends mehr ferngesehen wird, da tagsüber die meisten Studenten ihre Seminare und Vorlesungen besuchen. Durch die Verifikation oder Falsifikation dieser Hypothese kann man auch Schlüsse auf das bevorzugt gesehene Programm ziehen, da abends die meisten Spielfilme aber auch Berichterstattungen laufen. Wenn Fernsehen als Alternative zum Ausgehen betrachtet wird und vorzugsweise der abendlichen Entspannung dient, kann man auch davon ausgehen, daß weniger gezielt geschaut wird.

Hypothese 2: Das Interesse für Spielfilme ist größer als für Informationssendungen!

Wenn man davon ausgeht, daß Fernsehen eher der Entspannung dient, muß man auch davon ausgehen, daß weniger konzentriert geschaut wird. Es dient als Kontrast zum Streß auf der Universität. Es soll die kritische Auseinandersetzung mit bestimmten Themen überprüft werden. Stimmt meine Hypothese, dann liegt es vielleicht daran, daß die Informationssendungen zu ernsthaft und frustrierend sind, da sie sich mit wahren Begebenheiten beschäftigen. Dient das fernsehen eher der Unterhaltung oder der Information?

2.2. Definitionen...

... zu den Hypothesen:

- „mehr fernsehen“: hohe Stundenanzahl des Fernsehkonsums; konzentrierteres Fernsehen; in größerer Menge; regelmäßig; täglich
- „Spielfilm“: Film mit durchgehender Handlung im Unterschied zum Dokumentarfilm; Sendezeit hauptsächlich abends; durchschnittliche Länge von 90 Minuten; oft Kinofilme
- „Informationssendung“: halb- bis dreistündiger Bericht über aktuelle oder historische Themen; Sendung, die tatsächliche Begebenheiten realistisch, überzeugend und beweiskräftig darbietet; in Frage 14 von mir in Dokumentationen, Reportagen, politische Magazine, Kulturmagazine und Nachrichten unterteilt

... zu den Fragen:

- „gerne“: bereitwillig; freudig; mit Vorliebe (siehe Fragen 04 und 05)
- „ungerne“: nicht mit Vorliebe; konkret auf Frage 06 bezogen: Was jemanden daran hindert fernzusehen
- „konzentriert auf die Sendung“: angespannt; aufmerksam; mit gesammelten Gedanken; nicht mit anderen Tätigkeiten beschäftigt, sondern nur auf die Sendung achtend (siehe Frage 09)
- „nebenher“: mit anderen Tätigkeiten beschäftigt; der Sendung wenig Aufmerksamkeit widmend (siehe Frage 09)

3. Methodik

3.1. Begriffsbildung

Die Operationalisierung eines Begriffs besteht in der Angabe einer Anweisung, wie Sachverhalte, die der Begriff bezeichnet, gemessen werden können. Die Operationalisierung beginnt also mit der Klärung , welche Dimensionen der theoretische Begriff bezeichnet. Dieser Prozeß heißt Konzeptspezifikation (vgl. Schnell, Hill, Esser 1993, S. 129f).

3.2. Konzeptspezifikation

Zu Beginn eines Forschungsvorhabens ist die Bedeutung der verwendeten theoretischen Begriffe meist relativ unpräzise, denn sie können die unterschiedlichsten Dinge bezeichnen. Dies gilt für Begriffe, die mehrere Dimensionen ansprechen (vgl. Kecskes und Wolf 1992, S. 53).

Nun wollen wir versuchen zu klären, welche Bedeutung für uns das Fernsehverhalten hat. Die von uns gewählte Dimension ist der Stellenwert des Fernsehens, d.h. es geht um die Zeit, die der Fernsehapparat eingeschaltet ist und teils daraus schlußfolgernd um die Einstellung gegenüber dem Fernsehen.

3.3. Operationalisierung

Die Hypothesen sollen durch empirische Prüfungen falsifiziert oder verifiziert werden. Um etwas über die Realität aussagen zu können, müssen die theoretischen Begriffe in Beobachtungsbegriffe übersetzt werden. Zur Messung der latenten Variable Fernsehverhalten haben wir folgende Indikatoren aus der Dimension „Stellenwert des Fernsehens“ benutzt: - Gründe für das Fernsehen oder dagegen

- der zeitliche Aspekt des Fernsehens
- Konzentration beim Fernsehen
- Senderwahl
- Programmwahl
- Meinungen zum Fernsehen

Als geeignetes Datenerhebungsinstrument für unsere Untersuchung der latenten Merkmale wie Gewohnheiten des Alltags, Verhaltensmuster, Einstellungen und Meinungen haben wir uns für den Fragebogen im „face- to- face“- Interview entschieden. Der Fragebogen ist vollstandardisiert und enthält fast nur geschlossene Fragen. Durch die vorgegebenen Antwortkategorien sind die Ergebnisse leicht miteinander vergleichbar, was für die Überprüfung unserer Hypothesen die beste Voraussetzung ist.

Das von uns gewählte theoretische Konstrukt der latenten Variable Fernsehverhalten ist abhängig von Geschlecht, Sender, Uhrzeit und Programm. Diese Variable kann unterschiedliche Ausprägungen annehmen. Da es nicht nur zwei oder drei Ausprägungen dafür gibt, spricht man von einer kontinuierlichen Variable.

3.4. Die Messung

Im Fragebogen war die Messung der manifesten Variablen relativ einfach. Aus dem Indikatorenuniversum wurde ein Indikator ausgewählt, der direkt gemessen wird. So wird in Frage 07 zum Beispiel die durchschnittlichen Fernsehdauer am Tag auf Ratioskalenniveau gemessen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Pre-Test über das Fernsehverhalten von Studenten
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Inst. für Soziologie)
Veranstaltung
Methoden der empirischen Sozialforschung
Note
1,3
Autor
Jahr
1997
Seiten
13
Katalognummer
V14693
ISBN (eBook)
9783638200233
ISBN (Buch)
9783638777629
Dateigröße
408 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Dichter Text - einzeiliger Zeilenabstan.d
Schlagworte
Pre-Test, Fernsehverhalten, Studenten, Methoden, Sozialforschung
Arbeit zitieren
Laura Dahm (Autor), 1997, Pre-Test über das Fernsehverhalten von Studenten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14693

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