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Eine integrierte Strategieentwicklung in den Politikfeldern Armut und Gesundheit. Ansatzpunkte

Title: Eine integrierte Strategieentwicklung in den Politikfeldern Armut und Gesundheit. Ansatzpunkte

Bachelor Thesis , 2020 , 57 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Sociology - Social System and Social Structure
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Im Rahmen der Bachelorarbeit setzt sich diese Verschriftlichung mit dem Thema "Ansatzpunkte einer integrierten Strategieentwicklung in den Politikfeldern Armut und Gesundheit" auseinander. Fragestellung und der Einstieg in das Thema, sowie der Verlauf der Arbeit werden in der Einleitung erläutert. Zum Einstieg kommt eine erste Schilderung des Problems gesundheitlicher Ungleichheit.

Aufgrund der wachsenden Unterschiede zwischen Bevölkerungsgruppen ist soziale Ungleichheit als gesellschaftliches Problem aktueller denn je. Ungleichheit muss nicht direkt ein Problem sein. Doch kann aus Ungleichheit schnell Ungerechtigkeit werden, wenn es etwa um soziale Partizipation und Bildungschancen geht. Soziale Partizipation und gleiche Bildungschancen sind aber nicht die einzigen Punkte, in der es zu einer Entfernung der Gleichheit aller BürgerInnen kommt. Seit einigen Jahren zeichnet sich in Deutschland auch eine anwachsende politische Dissonanz mit den gesundheitlichen Auswirkungen von Armut und sozialer Ungleichheit ab. So ist immer mehr zu erkennen, dass soziale Unterschiede die Gesundheit und Lebenserwartung der BürgerInnen Deutschlands beeinflussen. Der soziale und finanzielle Status definiert dementsprechend die gesundheitlichen und alltäglichen Lebensbedingungen der Menschen im Lande. So bestehen zwischen dem Gesundheitsstatus und der sozialen Schichtzugehörigkeit deutliche Zusammenhänge.

Denn bei BürgerInnen, welche aus einem ärmeren Milieu stammen, erkennt man bereits im Kindes- und Jugendalter eine höhere Sterblichkeit, Krankheits- und Unfallhäufigkeit. So werden auch Impfungen und Früherkennungsuntersuchungen von Familien niedriger Sozialschichten seltener wahrgenommen. Genauso findet man auch in diesen Bevölkerungsgruppen häufiger gesundheitsschädigende Verhaltensweisen, wie Fehlernährung, Zigarettenrauchen, Alkoholkonsum oder mangelnde sportliche Aktivitäten. Dies sind nur erste Beispiele, in denen man Merkmalszuordnungen im gesundheitlichen Rahmen der ärmeren Sozialschicht vorfindet. Doch ist dieser Zusammenhang zwischen Armut in verschiedenen gesellschaftlichen Schichten und deren gesundheitliche Ungleichheit nur ein deutsches Negativbeispiel, oder tritt dieses auch in anderen Gesellschaften auf?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Empirische Befunde von Zusammenhängen bezüglich Armut und Gesundheit

1.1. Empirische Ergebnisse zur Mortalität

1.1.1. Zusammenhang zwischen Schulbildung, Lebenserwartung und Gesundheit

1.1.2. Beruflicher Status und Mortalität

1.1.3. Zusammenhang zwischen Einkommen, Gesundheit und Lebenserwartung

1.2. Empirische Ergebnisse zur Morbidität

1.2.1. Herzkreislauf-Erkrankungen

1.2.2. Diabetes mellitus

1.2.3. Krebserkrankungen

1.2.4. Allergien

1.2.5. Atemwegserkrankungen

1.2.6. Psychische Morbidität

1.3. Empirische Ergebnisse zu Gesundheitsbelastungen

1.3.1. Rauchen

1.3.2. Übergewicht

1.3.3. Alkoholkonsum

1.3.4. Belastungen durch die Arbeitsbedingungen

1.3.5. Belastungen durch die Wohnbedingungen

2. Handlungserfordernisse einer integrierten Strategieentwicklung

2.1. Gesundheitliche Ungleichheiten im Lebenslauf

2.1.1. Frühe Weichenstellung im Kindes- und Jugendalter

2.1.2. Ausdifferenzierung im mittleren Lebensabschnitt

2.1.3. Fortsetzung bis ins hohe Alter

2.1.4. Fazit

2.2. Soziale Ungleichheit in der gesundheitlichen Versorgung

2.3. Folgerungen für die Politik

3. Ansatzpunkte einer integrierten Strategieentwicklung

3.1. Primärprävention zur Verminderung sozial bedingter Ungleichheit von Gesundheitschancen

3.1.1. Primärprävention als Strategie zur Verminderung gesundheitlicher Ungleichheit

3.1.2. Merkmale von Präventionsprogrammen

3.1.3. Praktische Ausführung von präventiven Maßnahmen

3.1.4. Wirksamkeitsbestimmung und Qualitätssicherung

3.2. Evidenzbasierte Politikgestaltung zur Überwindung gesundheitlicher Ungleichheit

3.2.1. Ansatzpunkte der Sozial- und Wirtschaftspolitik

3.2.2. Ansatzpunkte der Bildungspolitik

3.2.3. Ansatzpunkte der Gesundheitspolitik

3.3. Kooperationsverbund zur Realisierung der Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten in Deutschland

3.3.1. Vorbereitung einer nationalen Strategie für eine Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten in Deutschland

3.3.2. Aufbau des Kooperationsverbundes zur Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten

3.3.3. Dokumentation vorhandener Maßnahmen

3.3.4. Verstärkung von Kooperation und Vernetzung

4. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Zusammenhänge zwischen Armut, sozialen Faktoren und gesundheitlicher Ungleichheit in Deutschland mit dem primären Ziel, Strategien für eine integrierte Politikgestaltung zu entwickeln, um Lebensbedingungen und Gesundheitschancen für alle BürgerInnen anzugleichen.

  • Analyse des Einflusses von Armut und sozialem Status auf Gesundheit, Mortalität und Morbidität.
  • Untersuchung von Gesundheitsbelastungen durch Lebensbedingungen wie Wohnort, Arbeit und Ernährung.
  • Erörterung von Handlungserfordernissen für eine integrierte Strategieentwicklung im Lebenslaufansatz.
  • Diskussion theoretischer Ansatzpunkte und praktischer Interventionsmöglichkeiten in Primärprävention und Gesundheitspolitik.
  • Überblick über Kooperationsstrukturen zur Gesundheitsförderung bei sozial benachteiligten Gruppen.

Auszug aus dem Buch

1.1.1. Zusammenhang zwischen Schulbildung, Lebenserwartung und Gesundheit

Unterschiede in der Lebenserwartung können besonders ausdrucksvoll durch Gegensätze in der Mortalität veranschaulicht werden. So gibt es eine Studie, welche über den Zusammenhang zwischen Bildung und Lebenserwartung berichtet. Diese Studie stützt sich auf den Daten eines sozio-ökonomischen Panels (vgl. ebd. S. 15). 1984 hat man das Panel mit einer Befragung von ca. 12.000 Personen aus den alten Bundesländern gestartet. Dies war eine repräsentative Stichprobe von Personen ab dem 16. Lebensjahr. Jedes Jahr werden die gleichen Personen erneut interviewt. Damit kann man in dem Rahmen der jährlichen Kontaktaufnahme die Daten aktualisieren. Beispielsweise wird auch notiert, ob ein Teilnehmer zwischenzeitlich verstorben ist. In der ersten Befragung lassen sich Differenzen in der Mortalität und damit auch in der Lebenserwartung nach sozi-ökonomischen Merkmalen berechnen, weil es dort Angaben zur Ausbildung, zum Beruf und zum Einkommen gibt. Nach den dort ermittelten Befunden stellt sich heraus, dass Männer ohne Abitur ab dem 16. Lebensjahr eine um 3,3 Jahre kürzere Lebenserwartung aufweisen als Männer mit Abitur. Bei den Frauen gibt es sogar einen höheren Unterschied. Diese Differenz beträgt 3,9 Jahre (vgl. Klein 1996, S. 366ff.).

Dementsprechend gibt es eine kontinuierliche Weiterführung in der Datenerhebung im sozio-ökonomischen Panel, weil bisher noch keine aktuelleren Analysen über den Zusammenhang zwischen Bildung und Mortalität vorliegen. Man kann dennoch davon ausgehen, dass sich in den nächsten Jahren wenig am Zusammenhang zwischen Bildung und Mortalität ändern wird. Daher haben ältere Daten noch immer eine starke Gewichtung in der Aussage über heutige Problemlagen (vgl. Mielck 2005, S. 16).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Empirische Befunde von Zusammenhängen bezüglich Armut und Gesundheit: Das Kapitel liefert eine detaillierte Analyse der Zusammenhänge zwischen dem sozio-ökonomischen Status und gesundheitlichen Indikatoren wie Mortalität, Morbidität und spezifischen Gesundheitsbelastungen.

2. Handlungserfordernisse einer integrierten Strategieentwicklung: Hier wird der Bedarf für politische Strategien zur Verminderung gesundheitlicher Ungleichheit aufgezeigt, wobei besonders der Lebenslaufansatz und die soziale Ungleichheit in der Versorgung diskutiert werden.

3. Ansatzpunkte einer integrierten Strategieentwicklung: Dieses Kapitel erörtert konkrete Interventionsmöglichkeiten, von der Primärprävention über evidenzbasierte Politikgestaltung bis hin zur Bedeutung von Kooperationsverbünden bei der Gesundheitsförderung.

4. Ausblick: Der Ausblick fasst die zentralen Herausforderungen zusammen und fordert eine kooperative Weiterentwicklung von Politik und Wissenschaft, um soziale Ungleichheit effektiv zu reduzieren.

Schlüsselwörter

Armut, Gesundheit, soziale Ungleichheit, Mortalität, Morbidität, Prävention, Lebenslaufansatz, Bildung, politisches Handeln, Gesundheitsförderung, sozio-ökonomischer Status, Gesundheitschancen, soziale Sicherungssysteme, Integrierte Strategieentwicklung, gesundheitliche Versorgung.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das zentrale Thema dieser Bachelorarbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Schnittstelle von sozialer Ungleichheit, Armut und deren Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen in Deutschland.

Welche Themenfelder stehen im Fokus der Untersuchung?

Schwerpunkte sind empirische Befunde zur gesundheitlichen Situation in unterschiedlichen Bevölkerungsschichten, die Auswirkungen von Arbeits- und Wohnbedingungen sowie politische Strategieansätze zur Gesundheitsförderung.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, Ansatzpunkte für eine integrierte Strategieentwicklung zu identifizieren, die dazu beitragen kann, gesundheitliche Chancengleichheit für alle BürgerInnen zu erreichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse bestehender empirischer Studien und Berichterstattungen, um Zusammenhänge zwischen sozialen Faktoren und Gesundheit zu belegen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung empirischer Befunde, die Erörterung von Handlungserfordernissen für die Politik sowie die Beschreibung konkreter (präventiver) Ansatzpunkte für eine integrierte Strategieentwicklung.

Was sind die charakteristischen Schlüsselwörter?

Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Armut, soziale Ungleichheit, Gesundheit, Primärprävention und gesundheitliche Chancengleichheit aus.

Warum ist das Thema der sozialen Ungleichheit im Gesundheitswesen so relevant?

Da der sozio-ökonomische Status maßgeblich die Lebenserwartung und die Anfälligkeit für Krankheiten beeinflusst, ist die Reduktion dieser Ungleichheit eine gesamtgesellschaftliche und politische Notwendigkeit.

Welche Rolle spielt die Primärprävention bei der Strategieentwicklung?

Sie fungiert als ein wesentliches Instrument, um präventiv auf gesundheitliche Gefahren zu reagieren und durch gezielte Programme in Lebenswelten (z.B. Schulen, Betriebe) Belastungen abzubauen.

Welche Rolle spielt der Kooperationsverbund laut der Arbeit?

Er dient dazu, verschiedene Akteure auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene zu vernetzen, um eine qualitativ hochwertige und bedarfsgerechte Gesundheitsförderung für sozial benachteiligte Gruppen in Deutschland sicherzustellen.

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Details

Title
Eine integrierte Strategieentwicklung in den Politikfeldern Armut und Gesundheit. Ansatzpunkte
College
University of Marburg  (Institut für Erziehungswissenschaft)
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2020
Pages
57
Catalog Number
V1469884
ISBN (PDF)
9783389016824
ISBN (Book)
9783389016831
Language
German
Tags
Armut Gesundheit Politik Strategie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2020, Eine integrierte Strategieentwicklung in den Politikfeldern Armut und Gesundheit. Ansatzpunkte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1469884
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