Ausgehend von Kaldors ([1957] 1960) Theorie eines gleichgewichtigen Wachstumspfades, die auf stilisierten Fakten entwickelter kapitalistischer Volkswirtschaften beruht, wird anhand von Daten für verschiedene OECD-Staaten untersucht, ob der Kapitalkoeffizienten konstant ist bzw. wie er sich im Zeitlauf entwickelt. Je nach Volkswirtschaft weist dieser unterschiedliche Entwicklungstrends auf. Dabei spielen Kapitalintensität und Arbeitsproduktivität unter Berücksichtigung von Wirtschaftsstruktur, Strukturwandel und IuK eine wichtige Rolle. Bei konjunkturelle Schwankungen relevant werden mit Daten von Kapitalstock und BIP die länderspezifische Periodizität und Entwicklung nachvollzogen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Stilisierte Fakten und Kaldors gleichgewichtiges Wachstumsmodell
- Betrachtung des Kapitalkoeffizienten in ausgewählten Ländern im Zeitraum 1960 bis 2006
- Methodisches Vorgehen
- USA
- EU-15
- Japan
- Deutschland
- UK (Vereinigtes Königreich)
- Niederlande
- Mexiko
- Zusammenfassender Vergleich
- Mögliche Erklärungsansätze/-muster
- Unterschiede zwischen den Kapitalkoeffizienten einzelner Länder
- Schwankungen des Kapitalkoeffizienten in den einzelnen Volkswirtschaften
- Lags
- Durchschnittliche Reagibilität von Kapitalstock auf BIP - der Akzelerator
- Zyklen von BIP und Kapitalstock
- Zwischenfazit
- Wirtschaftspolitische Implikationen
- Zusammenfassung
- Anhang
- Tabellen
- Abbildungen
- Literatur
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit der Untersuchung des Kapitalkoeffizienten in langer Sicht. Ziel ist es, die Konstanz des Verhältnisses des Kapitalstocks zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) zu analysieren und konjunkturelle Schwankungen zu untersuchen. Die Arbeit basiert auf empirischen Daten aus verschiedenen Ländern und betrachtet den Zeitraum von 1960 bis 2006.
- Entwicklung des Kapitalkoeffizienten in verschiedenen Ländern
- Faktoren, die den Kapitalkoeffizienten beeinflussen
- Konjunkturelle Schwankungen des Kapitalkoeffizienten
- Wirtschaftspolitische Implikationen der Ergebnisse
- Zusammenhang zwischen Kapitalstock und Wirtschaftswachstum
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema der Hausarbeit ein und erläutert die Relevanz des Kapitalkoeffizienten für die Wirtschaftsanalyse. Es werden die Forschungsfragen und die methodische Vorgehensweise vorgestellt.
Kapitel 2 beleuchtet die stilisierten Fakten des Wirtschaftswachstums und stellt Kaldors gleichgewichtiges Wachstumsmodell vor. Dieses Modell dient als theoretischer Rahmen für die Analyse des Kapitalkoeffizienten.
Kapitel 3 untersucht den Kapitalkoeffizienten in ausgewählten Ländern, darunter die USA, die EU-15, Japan, Deutschland, das Vereinigte Königreich, die Niederlande und Mexiko. Es werden die Entwicklung des Kapitalkoeffizienten über den Zeitraum von 1960 bis 2006 sowie die Unterschiede zwischen den Ländern analysiert.
Kapitel 4 befasst sich mit möglichen Erklärungsansätzen für die Unterschiede und Schwankungen des Kapitalkoeffizienten. Es werden verschiedene Faktoren wie technologischer Fortschritt, Investitionsverhalten und die Struktur der Wirtschaft betrachtet.
Kapitel 5 diskutiert die wirtschaftspolitischen Implikationen der Ergebnisse. Es werden die Auswirkungen des Kapitalkoeffizienten auf die Wirtschaftspolitik und die Gestaltung des Wirtschaftswachstums beleuchtet.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen den Kapitalkoeffizienten, das Verhältnis von Kapitalstock zu BIP, konjunkturelle Schwankungen, Wirtschaftswachstum, Investitionen, technologischer Fortschritt, Wirtschaftsstruktur, Ländervergleich, USA, EU-15, Japan, Deutschland, UK, Niederlande, Mexiko.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Kapitalkoeffizient?
Der Kapitalkoeffizient beschreibt das Verhältnis zwischen dem gesamten Kapitalstock einer Volkswirtschaft und ihrem Bruttoinlandsprodukt (BIP). Er gibt an, wie viel Kapital nötig ist, um eine Einheit Einkommen zu produzieren.
Ist der Kapitalkoeffizient über lange Sicht konstant?
Kaldors „stilisierte Fakten“ besagten dies einst, aber die Untersuchung von OECD-Staaten zeigt, dass er je nach Land und Zeitraum (1960–2006) unterschiedliche Trends und Schwankungen aufweist.
Welche Faktoren beeinflussen die Entwicklung des Kapitalkoeffizienten?
Wichtige Faktoren sind der technologische Fortschritt (IuK), die Arbeitsproduktivität, der Strukturwandel in der Wirtschaft sowie das Investitionsverhalten (Akzelerator).
Wie wirken sich konjunkturelle Schwankungen aus?
Konjunkturzyklen führen zu kurzfristigen Abweichungen, da der Kapitalstock meist zeitverzögert (Lags) auf Änderungen des BIP reagiert.
Was sind die wirtschaftspolitischen Implikationen?
Die Kenntnis des Kapitalkoeffizienten hilft bei der Gestaltung von Wachstumsstrategien und der Einschätzung der Investitionsbedarfe einer Volkswirtschaft.
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- Henner Will (Author), 2008, Der Kapitalkoeffizient in langer Sicht , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146999