Die Anfänge des Unternehmens reichen bis ins Jahr 1932 zurück. 1972 eröffnete Max Mustermann Senior sein erstes Warenlager, in der Größe eines Discountermarktes, in Musterstadt. Als Max Mustermann 1979 sich zur Ruhe setzte, verfügte sein Sohn über ein Netz von 4 Lager- und Vertriebsstätten mit dem zu einem herangewachsenem Zentrallager in Musterstadt, später kamen weitere hinzu, zurzeit sind es insgesamt 14 Lager- und Vertriebstätten.
In jeder Lager- und Vertriebsstätte gibt es einen Lager- und Vertriebsleiter der für den Ausbildungsstand und die Einteilung des Personals sowie für die Warendisposition, Abrechnung und Erreichung der entsprechenden Vertriebskennzahlen verantwortlich ist. In Abwesenheit des Lager- und Vertriebsverantwortlichen wird die Lager- und Vetriebsstätte vom sogenannten stellvertretenden Lager- und Vertriebsver-antwortlichen geleitet.
Das Zentrallager in Musterstadt hat einen Auszubildenden. Der Lager- und Vertriebsleiter bzw. die Stellvertreter sind für die Auszubildenden in den Lager- und Vertriebsstätten verantwortlich. Sie kümmern sich um die Vermittlung von Fertigkeiten und Kenntnissen nach dem Ausbildungsrahmenplan. Die Ausbildung findet hauptsächlich in der Lager- und Vertriebsstätte statt. Ausnahmen sind die Unternehmensinternen Schulungen, die in der Zentrale (Verwaltung) in Musterstadt des Unternehmens durchgeführt werden. Die Schulungen in der Zentrale leitet der hauptamtliche Ausbilder, der Lager- und Vertriebsstätten übergreifend fungiert.
Inhaltsverzeichnis
0. Vorwort
1. Das Unternehmen
2. Ausgangslage
2.1 Ausbildung in der Warenbeschaffung im Bereich Lagerung
2.2 Beschreibung des Auszubildenden
2.3 Hintergrund der heutigen Unterweisung
2.4 Lernort
2.5 Zeitpunkt der Unterweisung
2.6 Dauer der Unterweisung
3. Aufgabenbeschreibung
3.1 Leitziel
3.2 Richtlernziel
3.3 Groblernziel
3.4 Operatives Feinlernziel
4. Unterweisung
4.1 Die Ausbildungsmethode
4.1.1 Beweggründe zur Wahl der Ausbildungsmethode
4.2 Ausbildungsmittel
4.3 Verlaufsplanung
4.3.1 Erste Stufe – Vorbereiten
4.3.2 Zweite Stufe – Vormachen und Erklären
4.3.2.1 Arbeitsaufgabenanalyse (Arbeitszergliederung)
4.3.3 Dritte Stufe – Nachmachen und Erklären
4.3.4 Vierte Stufe – Üben und Festigen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit dient als Unterweisungskonzept für die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik mit dem Fokus auf die korrekte äußere Prüfung von Warensendungen bei der Warenannahme, um Mängel frühzeitig zu erkennen und das Reklamationsrecht zu wahren.
- Grundlagen der Warenannahme und -prüfung im Lagerbetrieb
- Anwendung der 4-Stufen-Methode in der Ausbildung
- Strukturierung von Unterweisungsprozessen durch Arbeitsaufgabenanalysen
- Umgang mit Begleitpapieren wie Bestell- und Lieferscheinen
- Förderung der eigenständigen Handlungsfähigkeit von Auszubildenden
Auszug aus dem Buch
2.3 Hintergrund der heutigen Unterweisung
In einem Lagerlogistikunternehmen werden täglich Wareneingänge verbucht. Damit ein Unternehmen nicht sein Recht auf Reklamation (Mängelrüge) beim Lieferanten verliert, müssen bei der Warenannahme folgende Prüfungen vorgenommen werden.
Äußere Prüfung der Warensendung im Beisein des Lieferanten
Innere (inhaltliche) Prüfung der Warensendung
In der Unterweisung wird dem Auszubildenden zuerst die Vorgehensweise bei der äußeren Prüfung der Warensendung vorgestellt. Anschließend werden die einzelnen Teilschritte anhand eines Beispiels durch den Ausbilder vorgeführt und deren Bedeutung für das Unternehmen erläutert. Die Auszubildenden lernen somit, die relevanten Daten aus den Quellen (Bestellschein und Lieferschein) herauszufiltern und auf deren Richtigkeit zu überprüfen. Im Folgenden haben die Auszubildenden die Gelegenheit, selbst die Teilschritte anhand eines Beispielvordruckes unter Hilfestellung des Ausbilders durchzuführen. Zielstellung dieser Unterweisung ist die Selbstständige äußere Prüfung von Warensendungen bei der Warenannahme.
Zusammenfassung der Kapitel
0. Vorwort: Erläutert die Entscheidung zur Verwendung der maskulinen Schreibform zur besseren Lesbarkeit des Dokuments.
1. Das Unternehmen: Stellt den Ausbildungsbetrieb mit seinen Strukturen, Standorten und der Organisation der Ausbildung für die Fachkraft für Lagerlogistik vor.
2. Ausgangslage: Beschreibt den Auszubildenden, den Lernort sowie die notwendigen Voraussetzungen und Hintergründe für die Unterweisungseinheit.
3. Aufgabenbeschreibung: Definiert die Lernziele auf verschiedenen Ebenen von der Leitzielvorgabe bis zum operativen Feinlernziel.
4. Unterweisung: Detailliert die angewandte 4-Stufen-Methode, die benötigten Ausbildungsmittel und den zeitlichen Ablauf der einzelnen Unterweisungsphasen.
Schlüsselwörter
Ausbildereignungsprüfung, Fachkraft für Lagerlogistik, Warenannahme, Äußere Prüfung, Warensendung, 4-Stufen-Methode, Bestellschein, Lieferschein, Unterweisungskonzept, Arbeitszergliederung, Ausbildung, Logistik, Mängelrüge, Reklamation.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das primäre Ziel dieser Arbeit?
Das Ziel ist die Erstellung eines praxisnahen Unterweisungskonzepts für den Ausbildungsberuf "Fachkraft für Lagerlogistik" zum Thema "Äußere Prüfung von Warensendungen".
Welche Themenfelder werden in der Unterweisung abgedeckt?
Die Arbeit behandelt die korrekte Warenannahme, den Abgleich von Begleitpapieren wie Lieferschein und Bestellschein sowie die äußere Begutachtung von Verpackungen auf Transportschäden.
Warum wird die 4-Stufen-Methode verwendet?
Die 4-Stufen-Methode eignet sich besonders gut für manuelle Tätigkeiten, da sie das schrittweise Vorgehen, das Einüben von Abläufen und die unmittelbare Fehlerkorrektur ermöglicht.
Welche wissenschaftliche Methodik liegt dem Konzept zugrunde?
Die Arbeit basiert auf dem offiziellen Ausbildungsrahmenplan für die Fachkraft für Lagerlogistik und nutzt das pädagogische Konzept der 4-Stufen-Methode in Kombination mit einer strukturierten Arbeitsaufgabenanalyse.
Was umfasst der praktische Hauptteil?
Der Hauptteil gliedert sich in die Phasen Vorbereiten, Vormachen und Erklären, Nachmachen und Erklären sowie das selbstständige Üben und Festigen der Kenntnisse.
Welche Rolle spielen die Unterlagen (Lieferschein/Bestellschein) im Konzept?
Diese Dokumente sind zentrale Lehrmittel, anhand derer der Auszubildende lernt, Daten zu vergleichen, Abweichungen zu identifizieren und den ordnungsgemäßen Empfang der Ware zu protokollieren.
Wie geht die Unterweisung mit dem lauten Umfeld am Lernort um?
Der Ausbilder wählt trotz der Lärmbelastung den direkten Lernort in der Warenannahme, um dem Auszubildenden die Angst vor dem Arbeitsplatz zu nehmen und eine praxisnahe Lernumgebung zu schaffen.
Warum ist die äußere Prüfung der Warensendung so wichtig für das Unternehmen?
Sie ist essenziell, um das Recht auf Mängelrüge beim Lieferanten nicht zu verlieren und somit wirtschaftliche Schäden durch beschädigte Lieferungen zu vermeiden.
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- Steffen Handt (Author), 2009, Äußere Prüfung von Warensendungen (Unterweisung Fachkraft für Lagerlogistik), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147032