Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention

Psychosomatische Störung - Spezialthema Essstörungen

Titel: Psychosomatische Störung - Spezialthema Essstörungen

Studienarbeit , 2008 , 77 Seiten , Note: gut

Autor:in: Michaela Peters (Autor:in)

Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Psychosomatik und ihre Stellung im Gesundheitswesen

Als sich im 19. Jahrhundert allmählich die naturwissenschaftliche Medizin durchsetzte, etablierte sich parallel dazu die Psychosomatik – als Gegenbewegung zur naturwissenschaftlichen Medizin. Gelang es der naturwissenschaftlichen Medizin immer besser, zahlreiche Erkrankungen als rein biologische Prozesse zu erforschen, so setze sich die Psychosomatik davon ab, indem sie postulierte, das körperliche Erkrankungen nicht nur durch körperliche Faktoren verursacht seien. Vielmehr könnten psychische Konflikte zu körperlichen Erkrankungen führen. Die Psychosomatik ist also das Gebiet der Medizin, das den Einfluss des Seelischen auf die Entstehung und den Ablauf körperlicher Erkrankungen studiert. Schon das Wort „Psychosomatik“ , welches sich aus den zwei griechischen Worten zusammensetzt, „Psyche“ heißt Seele, Hauch, Atem und „Soma“ bedeutet Körper oder Leib, drückt ihre Gegenseitigkeit aus. Die Struktur beider Bezeichnungen impliziert, dass Leib und Seele im Prinzip voneinander unabhängig sind, einander aber gelegentlich auch beeinflussen. Die Psychosomatik im eingeschränkten Sinne, bewegt sich nicht wirklich auf dem Schnittpunkt von Psyche und Soma, weil sie von der Psyche her betrachtet, welche psychischen Zustände welche körperlichen Manifestationen hervorbringen. Außerdem trägt der Terminus Psychosomatik bisweilen zu einer fragwürdigen Einteilung von Erkrankungen bei: Als ob es „somatische“, also körperliche, „psychische“, also seelisch und darüber hinaus noch „psychosomatische“, also gemischte Erkrankungen des Menschen gäbe. Der Ausdruck „psychosomatisch“ legt einen Dualismus nahe, der so nicht existiert.
Die psychosomatische Betrachtungsweise bemisst den seelischen Vorgängen für die Entstehung und Fortdauer körperlicher Krankheiten eine entscheidende Bedeutung bei. Das dualistische Paradigma ist aber im menschlichen Denken tief verwurzelt. Dennoch hofft man, mit beiden Bezeichnungen nicht die dualistische, sondern eine monistische Sicht des Menschen zu fördern, denn jedes Funktionieren und jede Krankheit ist seelisch und körperlich zugleich, da sowohl psychische als auch physiologische Prozesse kontinuierlich vor sich gehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Kapitel I – Einleitung

1.1 Grundlagen

1.2 Motivation zum Vertiefungsthema

2 Kapitel II – Psychosomatik

2.1 Psychosomatik und ihre Stellung im Gesundheitswesen

2.2 Abgrenzung psychosomatische und/oder somatoforme Störungen

2.3 Resümee

3 Kapitel III – Spezialthema Essstörungen

3.1 Einleitung

3.2 Adipositas

3.2.1 Definition und Diagnose

3.2.2 Epidemiologie

3.2.3 Ätiologie und hier die Psychodynamik

3.2.4 Folgeerkrankungen, psychosoziale Konsequenzen

3.2.5 Therapie

3.3 Magersucht – Anorexia nervosa

3.3.1 Definition und Diagnose

3.3.2 Epidemiologie

3.3.3 Ätiologie und hier die Psychodynamik

3.3.4 Somatische Folgen

3.3.5 Therapie

3.4 Bulimia nervosa

3.4.1 Definition und Diagnose

3.4.2 Epidemiologie

3.4.3 Ätiologie und hier Psychodynamik

3.4.4 Somatische Folgen

3.4.5 Therapie

3.5 Binge Eating Störung

3.5.1 Definition und Diagnose

3.5.2 Epidemiologie

3.5.3 Ätiologie und ihre Symptome

3.5.4 Therapie

4 Kapitel IV – Therapeutische Überlegungen

4.1 Abgrenzung der hier relevanten psychologischen Berufe

4.2 Erklärungsansätze der Essstörungen

4.3 Therapeutische Überlegungen

5 Kapitel V Schlusswort

5.1 Präventionsmaßnahmen im Gesundheitswesen

Zielsetzung und Themenbereiche

Die vorliegende Arbeit untersucht die psychologischen und gesellschaftlichen Hintergründe von Essstörungen (Adipositas, Anorexia nervosa, Bulimia nervosa, Binge Eating Störung) innerhalb der westlichen Industrienationen und analysiert, wie soziale Prägungen, familiäre Strukturen und individuelle Identitätsprozesse diese Krankheitsbilder beeinflussen und therapieren lassen.

  • Die Rolle von gesellschaftlichen Schlankheitsidealen und Nahrungsüberfluss als Krankheitsauslöser.
  • Psychodynamische Ursachenforschung bei verschiedenen Essstörungen.
  • Die Bedeutung der therapeutischen Beziehung und spezifischer Behandlungsmodelle.
  • Abgrenzung psychologischer Berufsfelder in der Beratung und Behandlung von Essstörungen.
  • Möglichkeiten der Prävention im Gesundheitswesen.

Auszug aus dem Buch

3.2 Adipositas

In unserer abendländlichen Kultur gab es schon immer ein ambivalentes Verhältnis gegenüber der Adipositas. Einerseits wurde sie als positiver Indikator für Wohlstand begriffen oder als Ausdruck von Macht und Stärke. Wenn die Menschheitsgeschichte, auch die im Abendland, überwiegend von der Angst vor dem Verhungern geprägt ist, dann ist Wohlbeleibtheit unausweichlich ein Anzeichen glücklicher Jahre. Anderseits galt sie als Zeichen der Unfähigkeit, seine inneren Impulse zu bändigen. In der Schlankheit der antiken Statuen dokumentiert sich dieses Ideal der Selbstkontrolle und der Mäßigung.

Angesichts unserer derzeitigen Lebenssituation und unserer aktuellen Lebensgewohnheiten sollten wir eigentlich nicht darüber staunen, dass die Verbreitung von Adipositas zunimmt. Körperliche Arbeit wird von immer weniger Menschen ausgeübt. Technische Hilfsmittel wie Autos und Fahrstühle machen auch die Freizeit bewegungsärmer. Der zeitliche Aufwand für Fernsehen und Computerspiele begünstigt keine körperliche Aktivitätssteigerung. Lebensmittel sind im Überfluss vorhanden. Unter diesen günstigen Bedingungen kann sich unsere evolutionäre Programmierung, möglichst viel – vor allem Fett und Süßes – zu essen, voll entfalten.

Zusammenfassung der Kapitel

Kapitel I – Einleitung: Beschreibt die persönlichen Hintergründe der Autorin und die historische sowie soziokulturelle Relevanz des Themas Nahrungsaufnahme.

Kapitel II – Psychosomatik: Beleuchtet die theoretische Verknüpfung von Psyche und Körper sowie die Einordnung psychosomatischer Störungen im modernen Gesundheitswesen.

Kapitel III – Spezialthema Essstörungen: Analysiert detailliert die Definitionen, Ursachen, somatischen Folgen und Therapieansätze für Adipositas, Magersucht, Bulimie und Binge Eating.

Kapitel IV – Therapeutische Überlegungen: Differenziert zwischen verschiedenen psychologischen Berufsfeldern und diskutiert Ansätze zur Behandlung und Beratung von Essstörungen.

Kapitel V Schlusswort: Erörtert präventive Strategien auf verschiedenen Ebenen und reflektiert über das Dilemma zwischen gesellschaftlichen Idealen und der Entstehung von Krankheiten.

Schlüsselwörter

Essstörungen, Psychosomatik, Adipositas, Anorexia nervosa, Bulimia nervosa, Binge Eating Störung, Psychodynamik, Schlankheitsideal, Verhaltenstherapie, Prävention, Selbstwertgefühl, Nahrungsaufnahme, Essverhalten, Heilkunde, therapeutische Beziehung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Schnittstelle zwischen Ernährungspsychologie, Psychosomatik und den spezifischen Krankheitsbildern der Essstörungen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die psychodynamischen Ursachen von Essstörungen, der Einfluss gesellschaftlicher Normen sowie therapeutische und präventive Interventionsmöglichkeiten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist ein tiefgreifendes Verständnis für die Entstehungsmechanismen von Essstörungen zu entwickeln, um daraus fundierte Beratungs- und Therapieansätze abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse psychodynamischer Modelle und integriert Erkenntnisse aus der psychotherapeutischen Praxis und medizinischen Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Betrachtung der Psychosomatik und detaillierte Kapitel zu den vier Hauptformen der Essstörungen sowie spezifische therapeutische Rahmenbedingungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe umfassen Essstörungen, Psychosomatik, Psychodynamik, therapeutische Beziehung, Schlankheitsideal und präventive Maßnahmen.

Warum spielt die Mutter-Kind-Bindung in dieser Arbeit eine so zentrale Rolle?

Die Autorin hebt hervor, dass frühe Interaktionen rund um die Nahrungsaufnahme prägend für das spätere Selbstwertgefühl und die Fähigkeit zur emotionalen Selbstregulation sind.

Welches Dilemma beschreibt die Autorin bei der Prävention von Adipositas?

Es besteht die Gefahr, dass zu rigide Präventionsprogramme gegen Adipositas den gesellschaftlichen Schlankheitsdruck weiter erhöhen und ungewollt Anorexie oder Bulimie begünstigen können.

Worin unterscheidet sich die Bulimia nervosa laut dem Text von der Magersucht?

Während bei der Magersucht meist Untergewicht und radikale Verweigerung im Fokus stehen, oszilliert das bulimische Verhalten zwischen Essanfällen und anschließenden Reinigungsaktionen bei oft normalem Körpergewicht.

Ende der Leseprobe aus 77 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Psychosomatische Störung - Spezialthema Essstörungen
Note
gut
Autor
Michaela Peters (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
77
Katalognummer
V147087
ISBN (eBook)
9783640563180
ISBN (Buch)
9783640563289
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Psychosomatische Störung Spezialthema Essstörungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michaela Peters (Autor:in), 2008, Psychosomatische Störung - Spezialthema Essstörungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147087
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  77  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum