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Flussers Theorien über das Telefon von 1991 in einem aktuellen Kontext betrachtet

Title: Flussers Theorien über das Telefon von 1991 in einem aktuellen Kontext betrachtet

Essay , 2007 , 4 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Markus Stegmann (Author)

Communications - Media History
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Ungeachtet wem man die eigentliche Erfindung des Telefons zuschreibt, sei es nun Alexander Graham Bell, Philipp Reis oder Antonio Meucci, lässt sich feststellen dass der Fernsprecher einen immensen Fortschritt im Bereich des Kommunikationsaustauschs dargestellt hat. 1991 widmete sich Vilém Flusser diesem,
wie er selbst sagt bislang wenig erforschten Medium, in seiner Phänomenologie. Technik und Gesellschaft haben sich seither stark verändert und daher soll im Folgenden seine Abhandlung über den Telefonapparat mit aktuellen Entwicklungen in Verbindung gebracht und verglichen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Flussers Theorien über das Telefon von 1991 in einem aktuellen Kontext betrachtet

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, die medienphilosophischen Analysen von Vilém Flusser zum Telefon aus dem Jahr 1991 einer kritischen Prüfung vor dem Hintergrund moderner technologischer Entwicklungen wie Mobilfunk, Internet und digitaler Vernetzung zu unterziehen.

  • Phänomenologische Untersuchung des Telefons als archaisches Medium
  • Analyse des Zusammenhangs zwischen Telefonie, Dialog und Freiheit
  • Gegenüberstellung der Flusser'schen Thesen mit aktuellen Kommunikationstechniken
  • Diskussion über die gesellschaftlichen Implikationen von Informationstechnologie

Auszug aus dem Buch

Flussers Theorien über das Telefon von 1991 in einem aktuellen Kontext betrachtet

Flusser spricht dem Telefon gleich zu Beginn einen archaischen Charakter zu, den es im Vergleich zu anderen diskursiven Medien beibehalten hat. Tatsächlich hat sich am Prinzip des Vorgangs nichts verändert. Man spricht als Anrufer in eine Apparatur, der Ton wird übertragen und aus dem Gerät des Angerufenen ertönt die Stimme. Lediglich der Übertragungsvorgang wurde mit der Zeit immer weiter automatisiert. Telefone ermöglichen Dialog, und dieser steht nach Flusser für Freiheit. Da das Telefonnetz jedoch archaisch ist folgert er, dass sich die meisten Staaten nicht sehr um die Freiheit ihrer Bürger kümmern. Heute kann man diese These so nicht mehr gelten lassen, da das Telefonnetz in vielen Ländern privatisiert wurde.

In Deutschland beispielsweise ist die Deutsche Telekom dafür verantwortlich und bestrebt ihren Kunden gute Sprachqualität zu ermöglichen. Techniken wie Glasfaser, ISDN, DSL, VDSL, UMTS oder Mobilfunk waren 1991 noch gar nicht oder nicht hinreichend erforscht, heute jedoch sind diese Techniken im Einsatz und lassen das Netz zumindest technisch nicht mehr archaisch erscheinen. Flusser weist darauf hin dass man, wenn man den Fernsprecher untersuchen möchte, sich ihm von zwei Seiten nähern muss – als Anrufer und Angerufener. Entweder „(...) ist das Telefon ein stummes und passives Werkzeug, das geduldig darauf wartet, benutzt zu werden (...)“ oder ein „(...) hysterisch plärrender Wildfang, dem man auf der Stelle seinen Willen lassen muß, um ihn zum Schweigen zu bringen.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Flussers Theorien über das Telefon von 1991 in einem aktuellen Kontext betrachtet: Dieses Kapitel analysiert die medienphilosophische Perspektive Vilém Flussers auf das Telefon und setzt sie in Bezug zu den technologischen Veränderungen und der gesellschaftlichen Entwicklung von heute.

Schlüsselwörter

Vilém Flusser, Telefon, Phänomenologie, Kommunikation, Dialog, Freiheit, Technik, Medientheorie, kybernetische Gesellschaft, Information, Mobilfunk, Vernetzung, Apparat, Telefonnetz, Daten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die medienphilosophischen Überlegungen von Vilém Flusser bezüglich des Telefonapparates und vergleicht diese mit den heutigen technologischen Möglichkeiten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Themenfelder umfassen die Definition des Telefons als Dialogmedium, die Rolle der Freiheit in der Kommunikation sowie die Entwicklung hin zu einer telematischen Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, Flussers Thesen von 1991 auf ihre heutige Relevanz zu prüfen und zu bewerten, inwiefern seine Prognosen zur Gesellschaft und Kommunikation eingetreten sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Es handelt sich um eine medienphilosophische Analyse und einen komparativen Vergleich zwischen theoretischen Modellen und aktueller technischer Realität.

Was wird im Hauptteil der Arbeit schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil analysiert die technologische Entwicklung des Telefonnetzes, die veränderte Rolle des Nutzers sowie die gesellschaftlichen Konsequenzen durch Digitalisierung und Vernetzung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Medientheorie, Kommunikation, Phänomenologie und technologische Transformation beschreiben.

Warum betrachtet Flusser das Telefonnetz als archaisch?

Flusser sah das Telefonnetz als archaisch an, da es trotz technischer Fortschritte in seinem Grundprinzip – der Übertragung von Stimmen über Apparaturen – starr und auf eine bestimmte Form des Dialogs festgelegt blieb.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Freiheit in der heutigen vernetzten Welt?

Die Arbeit stellt heraus, dass Freiheit nach Flusser untrennbar mit Verantwortung verknüpft ist, und hinterfragt, ob die heutige digitale Vernetzung zu einer gesteigerten persönlichen Freiheit führt oder in eine programmierte Massengesellschaft mündet.

Welchen Einfluss haben IP-Adressen und MAC-Adressen auf unsere Teilhabe am Netz?

Diese Identifikationsmerkmale zeigen, dass auch moderne Netze auf binären Codes basieren und der Mensch nur durch die Identifizierung mittels technischer Ziffernfolgen am globalen Kommunikationsaustausch partizipieren kann.

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Details

Title
Flussers Theorien über das Telefon von 1991 in einem aktuellen Kontext betrachtet
College
University of Weimar
Course
Mediengeschichte
Grade
1,7
Author
Markus Stegmann (Author)
Publication Year
2007
Pages
4
Catalog Number
V147094
ISBN (eBook)
9783640593316
Language
German
Tags
telefon flusser villem flusser 1991 medientheorie mediengeschichte kommunikation dialog zweiwertig code zirkulär vilém flusser telefonapparat mobiltelefon öffentlich privat anrufer angerufener kybernetische gesellschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Stegmann (Author), 2007, Flussers Theorien über das Telefon von 1991 in einem aktuellen Kontext betrachtet, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147094
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