Gliederung:
1.Einleitung
2.Sozialarbeitswissenschaft – Ein allgemeiner Einblick
2.1. Entstehung der Sozialarbeitswissenschaft –Historischer Einblick
2.2. Ausbildung in der Sozialarbeit
2.3. Studium – Praxis – Wissenschaft
2.4. Professionalisierung der Sozialarbeitswissenschaft
3.Schlusswort - Resümee
4.Literaturverzeichnis
1.Einleitung
„ Ins Zentrum einer zeitgemäßen Sozialarbeit rückt die wissenschaftegestützte Ausbildung und professionelle Anwendung, wie sie im internationalen Social Work üblich sind. Eine dafür notwendige eigenständige Sozialarbeitswissenschaften beginnt sich nun auch in deutschen Sprachraum zu profilieren.“ ( Prof. Dr. Albert Mühlum, Seite3 )
Es ist ein Zitat von Prof. Dr. Albert Mühlum mit dem ich einleite. Er stellt damit die derzeitige Situation der Sozialarbeit und er Sozialenarbeitswissenschaft und ihre Beziehung nicht nur in Deutschland dar, er betont auch die Notwendigkeit der Sozialarbeitswissenschaft in Deutschland und im deutschsprachigen Ausland.
Im Folgenden schreibe ich über Meilensteine der Sozialarbeitswissenschaft. Über die Entstehung der Sozialarbeit und ihren Weg zur Sozialarbeitswissenschaft.
Ausbildung der jungen Sozialarbeiter/innen ist der zweite Punkt und deren Diskussion über eine Universitäts- oder Fachhochschulausbildung. Weiterhin schreibe ich über die Theorie und Praxisdiskussion. Letztlich über die Professionalisierung der Sozialarbeitswissenschaft.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Sozialarbeitswissenschaft – Ein allgemeiner Einblick
2.1. Entstehung der Sozialarbeitswissenschaft –Historischer Einblick
2.2. Ausbildung in der Sozialarbeit
2.3. Studium – Praxis – Wissenschaft
2.4. Professionalisierung der Sozialarbeitswissenschaft
3. Schlusswort – Resümee
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung, die akademische Ausbildung und den Professionalisierungsprozess der Sozialarbeitswissenschaft, um deren Notwendigkeit für eine wissenschaftsgestützte soziale Praxis im deutschsprachigen Raum zu untermauern.
- Historische Entwicklung der Sozialarbeitswissenschaft und ihrer Meilensteine
- Diskurs um die Ausbildung junger Sozialarbeiter (Universitäts- vs. Fachhochschulausbildung)
- Verhältnis zwischen Studium, Praxis und Wissenschaft
- Professionalisierungsstrategien der Sozialarbeit und Sozialpädagogik
- Herausforderungen einer eigenständigen Disziplinbildung
Auszug aus dem Buch
2.1.Entstehung der Sozialarbeitswissenschaft
Als erster Meilenstein ist die Berliner Protagonistin Alice Salomon zu nennen. Sie baute 1907 eine Zweijährige soziale Ausbildung auf mit Inhalten wie Volkswirtschaftslehre, Staatslehre, Sozialethik, Grundkenntnisse in Sozialer Pädagogik, Führsorge, Sozialhygiene und andere Lehrgebieten.
Nach dem ersten Weltkrieg etablierte sich der Begriff Sozialisationsarbeit die als Inhalt universelle Kernelemente beinhaltete wie Pädagogische Beratung und Kontrolle.
Die Weimarer Republik ging bei Sozialer Arbeit als Eignungsberuf aus und eine Form weiblich emanzipierter Praxis. Um Möglichkeit für Forschung zu eröffnen, stellen zeitlich fast parallel Lehrstühle für Wohlfahrtspflege an deutschen Universitäten, weil soziale Schulen für Frauen die Verselbständigung der Disziplin nicht erbringen konnten.
An den Universitäten haben sich ausschließlich Männer etabliert, dies war auch verbunden mit Hochschulstudien für Frauen in sozialen Berufen. Während und nach der Weimarer Republik wurde die wissenschaftliche Systematisierung und Durchdringung als notwendig erachtet. Das Problem bestand allerdings zwischen den divergierenden Vorstellungen zwischen Sozialpädagogik und Fürsorgewissenschaft, dem Vorläufer der Sozialarbeit.
Währendes zweiten Weltkrieges wurde Soziale Arbeit für NS-Propaganda missbraucht und mit Begriffen wie Auslese und Ausmerze in Verbindung gebracht. Ersteres bezieht sich auf die Erziehung der rassischen Aufzucht und zweiteres bezieht sich auf Ausgrenzung Nichterziehbarer, Zwangssterilisierung und auch Krankenmorde.
Nach dem zweiten Weltkrieg begann eine praxeologische Phase eine Aufbruchsphase die sich zwischen 1961 und 1971 vollzog. Sozialarbeitswissenschaft als Terminus wurde von Anton Hunziker wohl erstmalig verwendet. In einem Konzept für den Studiengang Soziale Arbeit in Freiburg/Schweiz an dem Huniker leitender Dozent war. Dieser Studiengang wurde 1961 als erstes Vollzeitstudium in Europa etabliert.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz einer eigenständigen Sozialarbeitswissenschaft für die zeitgemäße Ausbildung und professionelle Anwendung in der sozialen Praxis.
2. Sozialarbeitswissenschaft – Ein allgemeiner Einblick: Dieses Kapitel beleuchtet den historischen Werdegang, die strukturellen Fragen der Ausbildung sowie die komplexe Verzahnung von Studium, Praxis und wissenschaftlicher Forschung.
2.1. Entstehung der Sozialarbeitswissenschaft –Historischer Einblick: Der Abschnitt zeichnet die historische Entwicklung von den Anfängen unter Alice Salomon bis hin zu den verschiedenen wissenschaftstheoretischen Phasen des 20. Jahrhunderts nach.
2.2. Ausbildung in der Sozialarbeit: Hier werden geschlechtsspezifische Traditionen, die Diskussion um verschiedene Hochschultypen und die aktuelle Problematik der Berufsbezeichnungen sowie Qualifikationsstandards thematisiert.
2.3. Studium – Praxis – Wissenschaft: Unter Verwendung eines Dreiecksmodells wird die funktionale Abhängigkeit und gegenseitige Beeinflussung von Beschäftigungssystem, Bildungssystem und Wissenschaftssystem erläutert.
2.4. Professionalisierung der Sozialarbeitswissenschaft: Es wird analysiert, wie sich Professionalisierung durch Akademisierung vollzieht und welche Barrieren die Anerkennung als vollwertige Wissenschaft aktuell noch einschränken.
3. Schlusswort – Resümee: Das Schlusswort fasst die Notwendigkeit der Sozialarbeitswissenschaft zusammen und stellt die offene Frage nach ihrem zukünftigen Status als anerkannte Profession.
Schlüsselwörter
Sozialarbeitswissenschaft, Soziale Arbeit, Sozialpädagogik, Professionalisierung, Akademisierung, Studium, Praxis, Theoriebildung, Handlungswissenschaft, Alice Salomon, Hochschulausbildung, Wissenschaftstheorie, Identität, Beschäftigungssystem, Bildungsauftrag.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet einen Überblick über die Entwicklung der Sozialarbeitswissenschaft als eigenständige Disziplin im deutschsprachigen Raum und hinterfragt deren Bedeutung für die professionelle Soziale Arbeit.
Welche Themenfelder stehen im Zentrum?
Zentrale Themen sind die historische Genese, die strukturellen Aspekte der akademischen Ausbildung sowie die theoretische Verknüpfung von Praxis und Wissenschaft.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die wissenschaftliche Fundierung der Ausbildung zu beleuchten und den laufenden Professionalisierungsprozess der Sozialarbeit kritisch zu reflektieren.
Welche methodische Herangehensweise wird gewählt?
Die Arbeit verwendet eine deskriptive und analytische Literaturrecherche, gestützt auf Modelle renommierter Vertreter wie Pfaffenberger, Hey und Mühlum.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die historischen Phasen, das "Dreieck von Studium, Praxis und Wissenschaft" sowie die Herausforderungen der Professionalisierung durch die Abgrenzung zur Erziehungswissenschaft.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren den Text?
Die zentralen Schlagworte sind Sozialarbeitswissenschaft, Professionalisierung, Theorie-Praxis-Diskurs und Akademisierung der sozialen Berufe.
Welche Rolle spielt Alice Salomon für das Verständnis der Disziplin?
Sie wird als Pionierin gewürdigt, die bereits 1907 durch den Aufbau der ersten sozialen Ausbildung den Grundstein für eine strukturierte fachliche Qualifikation legte.
Warum wird die Sozialarbeit aktuell noch als Semiprofession bezeichnet?
Trotz der Etablierung an Hochschulen ist der wissenschaftliche Status umstritten und die Theorie-Praxis-Diskrepanz besteht fort, was die volle Anerkennung als Profession erschwert.
Welche Bedeutung hat das Dreiecksmodell für die Sozialarbeitswissenschaft?
Es verdeutlicht, dass Wissenschaft, Bildung und berufliche Praxis in einer wechselseitigen Abhängigkeit stehen und die Hochschule als zentrale Institution beide Welten (Lehre und Wissenschaft) verbinden muss.
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- Doris Wagner (Author), 2008, Sozialarbeitswissenschaften, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147122