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Sexuelle Ausbeutung von Kindern im Tourismus

Titel: Sexuelle Ausbeutung von Kindern im Tourismus

Bachelorarbeit , 2020 , 48 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Miriam Tams (Autor:in)

Tourismus - Sonstiges
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die sexuelle Ausbeutung von Kindern im Tourismus ist eine erschütternde Realität, die trotz internationaler Bemühungen und Aufklärungskampagnen fortbesteht. Diese Arbeit widmet sich der drängenden Problematik des sogenannten SECT - der sexuellen Ausbeutung von Kindern im Tourismus. Beginnend mit einer Einführung in die Thematik, wird ein umfassender Überblick über die Rahmenbedingungen und die aktuelle Situation gegeben.

Die ersten Kapitel dieser Arbeit führen den Leser in die Grundlagen ein: Definitionen, Rahmenbedingungen und eine Zusammenfassung der aktuellen Situation der Tourismusindustrie. Dabei wird insbesondere auf den Schutz vor SECT eingegangen, sowohl durch Institutionen und Organisationen als auch durch internationale Abkommen und Soft-Laws.

Im weiteren Verlauf wird SECT als Phänomen des Tourismus genauer betrachtet. Wer sind die Opfer, wer die Täter? Eine Analyse der bisherigen Entwicklung sowie der Wirksamkeit bisheriger Lösungsansätze bildet die Grundlage für die Diskussion aktueller Herausforderungen.

Die Diskussion schließlich führt zu eigenen Handlungsempfehlungen, die auf die identifizierten Herausforderungen zugeschnitten sind. Es wird beleuchtet, wie verschiedene Akteure zur Vorbeugung und Bekämpfung von SECT beitragen können.

Abschließend werden die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst und Ansatzpunkte für weitere Untersuchungen aufgezeigt. Dabei wird betont, dass diese Arbeit auf einer theoriebasierten Methodik basiert und trotz der begrenzten fachliterarischen Werke zum Thema auf aktuelle Studien und Expertenmeinungen zurückgreift.

Da SECT ein globales Phänomen ist, wird in dieser Arbeit bewusst kein bestimmtes Land in den Fokus gerückt, sondern das Problem als globales betrachtet. Dennoch werden beispielhaft einige ausgewählte Länder herangezogen, um die Vielschichtigkeit der Problematik zu verdeutlichen.

Diese Arbeit soll dazu beitragen, das Bewusstsein für SECT zu schärfen und konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung dieses gravierenden Problems aufzuzeigen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

1.1 Problemstellung

1.2 Aufbau und Ziel der Arbeit

1.3 Definitionen

2 Rahmenbedingungen

2.1 Überblick Tourismusindustrie

2.2 Schutz vor SECT

2.2.1 Institutionen und Organisationen

2.2.2 Internationale Abkommen und Soft-Laws

3 SECT als Phänomen des Tourismus

3.1 Überblick

3.2 Wer sind die Opfer?

3.3 Wer sind die Täter?

3.4 Bisherige Entwicklung

3.5 Lösungsansätze und ihre Wirksamkeit

3.6 Heutige Situation

4 Herausforderungen

4.1 Armut

4.2 Soziokulturelle Faktoren

4.3 Datenlücken

4.4 Gesetzgebung und Strafverfolgung

4.5 Globalisierung und Technologisierung

4.6 Zusammenfassung

5 Diskussion

6 Fazit

Zielsetzung & Forschungsthemen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht in der Untersuchung der verschiedenen Teilaspekte der sexuellen Ausbeutung von Kindern im Tourismus (SECT) sowie der Identifizierung aktuell bestehender Herausforderungen. Daraus werden Handlungsempfehlungen abgeleitet, die als Ansatz für die Vorbeugung und Bekämpfung dieser globalen Problematik dienen sollen.

  • Analyse des Ausmaßes und der Dynamik von SECT weltweit.
  • Untersuchung der zugrunde liegenden Ursachen wie Armut und soziokulturelle Faktoren.
  • Evaluation bestehender präventiver Lösungsansätze und internationaler Abkommen.
  • Herausarbeitung der Schwierigkeiten bei der Strafverfolgung und Identifizierung von Tätern.
  • Betrachtung des Einflusses von Globalisierung und technischen Fortschritts auf das Phänomen.

Auszug aus dem Buch

Wer sind die Täter?

Der stereotypische Sexualtäter wird in den Medien oft als weißer, wohlhabender Mann mittleren Alters aus dem Westen mit pädophilen Neigungen dargestellt. Doch wie die Opfer entsprechen auch die Täter von SECT keinem einheitlichen Profil. Unter ihnen befinden sich in- und ausländische Reisende, Frauen und sogar andere Kinder. (ECPAT, 2016a, S. 15) Zudem unterscheiden sie sich stark bezüglich des Alters, der Nationalität und des sozialen Status (UNWTO, 2004, S. 72).

Trotz unterschiedlicher Charakteristika kann man sie in zwei Gruppen einordnen. Abhängig von dem Grund für ihre sexuelle Beziehung zu einem Kind werden sie entweder als Situations- oder Präferenztäter bezeichnet (Bang et al., 2013, S. 18). Die Situationstäter reisen ohne die Intention, mit einem Kind intim zu werden und nutzen die Gelegenheit aus, die sich in der Reisedestination ergibt (Bang et al., 2013 zitiert nach Walters und Davis, 2011, S. 36). Im Gegensatz zu den Präferenztätern werden sie eher selten zu Wiederholungstätern.

Präferenztäter hingegen haben eine eindeutige sexuelle Vorliebe für Kinder. Bei ihrer Reise spielen sexuelle Handlungen mit Kindern zur Befriedigung ihres Sexualtriebs eine primäre Rolle. (Bang et al., 2013 zitiert nach Walters und Davis, 2011, S. 36) Häufig wählen sie deshalb bewusst Länder aus, die für den einfachen Zugang zu verletzlichen Kindern bekannt sind, in denen SEC als gewöhnlich angesehen wird oder wo die Regierung nicht über ausreichend Ressourcen für Gegenmaßnahmen verfügt (The Code, 2019a). Online-Netzwerke helfen den Tätern dabei, sich untereinander über eben solche Orte auszutauschen (UNWTO, 2004, S. 73).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Diese Einleitung führt in das sensible Thema der sexuellen Ausbeutung von Kindern im Tourismus ein, beleuchtet die Problemstellung und definiert die Zielsetzung der Arbeit.

2 Rahmenbedingungen: In diesem Kapitel werden grundlegende Fakten zur Tourismusindustrie, zu internationalen Schutzinstrumenten und zur Relevanz des Themas dargelegt.

3 SECT als Phänomen des Tourismus: Dieses Kapitel erläutert die Strukturen von SECT, charakterisiert Tätergruppen und Opfer und hinterfragt die historischen Hintergründe sowie bisherige Lösungsversuche.

4 Herausforderungen: Hier werden die zentralen Faktoren analysiert, die SECT fördern oder die Bekämpfung erschweren, darunter Armut, soziokulturelle Gegebenheiten und die Problematik der Identifizierung von Tätern.

5 Diskussion: Das Kapitel bietet eine kritische Auseinandersetzung mit bisherigen Maßnahmen und diskutiert notwendige Ansätze für die Zukunft.

6 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung zusammen und unterstreicht die Komplexität sowie die notwendige Dringlichkeit im Umgang mit der Problematik.

Schlüsselwörter

Sexuelle Ausbeutung von Kindern, Tourismus, SECT, Kinderschutz, ECPAT, UNWTO, Täterschaft, Opferidentifikation, Prävention, Kinderrechte, Armutsbekämpfung, Strafverfolgung, Globalisierung, Internetrisiken, Grooming.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen der sexuellen Ausbeutung von Kindern im Tourismus, beleuchtet die Ursachen und analysiert, warum das Thema trotz seiner Schwere weiterhin besteht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die Rahmenbedingungen des Tourismus, die Charakterisierung von Tätern und Opfern, existierende Schutzmechanismen und die spezifischen Herausforderungen bei der Strafverfolgung von Sextouristen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Teilaspekte der sexuellen Ausbeutung systematisch zu erfassen und Handlungsempfehlungen zu erarbeiten, um dieser globalen Problematik präventiv zu begegnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoriebasierten Methode, die vorhandene fachliterarische Werke sowie Berichte von Organisationen wie ECPAT und UNWTO auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Dynamik des Sextourismus, die soziokulturellen Hintergründe in den Zielländern sowie technische Einflüsse durch das Internet und die Schwierigkeiten bei staatlichen Interventionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Kinderschutz, Sextourismus, Prävention, Kinderrechte sowie die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Tourismusakteuren.

Wie unterscheiden sich Situations- und Präferenztäter?

Während Präferenztäter eine gezielte sexuelle Vorliebe für Kinder haben, sind Situationstäter Touristen, die sich spontan eine Gelegenheit zur Ausbeutung zunutze machen, ohne diese bei Reiseantritt primär geplant zu haben.

Warum ist das Problem für Behörden so schwer greifbar?

Die Identifizierung wird durch mangelnde Daten, Schamgefühle bei Opfern, Korruptionsanfälligkeit in einigen Reisezielen und rechtliche Diskrepanzen zwischen Herkunfts- und Zielländern massiv erschwert.

Welche Bedeutung hat das Internet für das Thema?

Digitale Technologien dienen Tätern heute vermehrt zum Austausch über Orte, zur Anbahnung von Kontakten und zur Verbreitung pornographischen Materials, oft unter dem Schutz der Anonymität durch das Darknet.

Ende der Leseprobe aus 48 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Sexuelle Ausbeutung von Kindern im Tourismus
Hochschule
Fachhochschule Westküste Heide
Note
1,3
Autor
Miriam Tams (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
48
Katalognummer
V1471392
ISBN (PDF)
9783389018378
ISBN (Buch)
9783389018385
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Tourismus Menschenrechte Kinderrechte Sextourismus Sexuelle Ausbeutung Kinder ECPAT
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Miriam Tams (Autor:in), 2020, Sexuelle Ausbeutung von Kindern im Tourismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1471392
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  48  Seiten
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