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Vergemeinschaftung als Wehrerziehung. Propagandistische Leitbilder des Sports in der Hitler-Jugend

Titel: Vergemeinschaftung als Wehrerziehung. Propagandistische Leitbilder des Sports in der Hitler-Jugend

Masterarbeit , 2022 , 83 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im ersten Teil der Arbeit werden die propagandistischen Leitbilder des Sports im NS thematisiert. Anschließend erfolgt eine Darstellung der staatlichen Strukturen und der Organisation des Schulsports. Die für den NS-Staat und ihre Politik instrumentalisierten sportlichen Wettkämpfe bilden das Thema im Blickpunkt des Kapitels 2.3, sodass der Frage nachgegangen wird, welche über den Sport hinausgehenden weltanschaulichen Ziele mit den Olympischen Spiele 1936 verfolgt wurden.

Im zweiten Teil der Arbeit in Kapitel 3 wird die Hitler-Jugend als staatliche Sozialisationsinstanz näher analysiert, um darauf aufbauend die Stellung der Hitler-Jugend in der Organisation des NS-Staates als Staatsjugend näher zu beleuchten. Das auf Militarismus gerichtete Sportprogramm schlug sich auch in der Jugendorganisation der Hitler-Jugend vor allem im männlichen Ableger nieder, daher wird auch nur die männliche Abteilung thematisiert. Um dem Erziehungsziel der „Wehrhaftmachung“ in der Hitler-Jugend und der Festigung der nationalsozialistischen Gesellschaft gerecht zu werden, hatte der Sport in der Hitler-Jugend verschiedene Funktionen inne, die mit dieser Arbeit herausgearbeitet werden sollen. Eine der wichtigsten gesellschaftlichen Funktion, die gleichzeitig die zentrale Grundthese der Arbeit bildet, war die Etablierung der „Ordnungsidee der Volksgemeinschaft“, die für eine Radikalisierung der Gesellschaft durch Integrations- und Exklusionsmechanismen sorgte. Diese These findet vor allem in der modernen Forschung Anwendung.

Im Hauptteil der Arbeit in Kapitel 4 wird die genaue Bedeutung des Sports in der Hitler-Jugend herausgearbeitet, um eine Antwort auf die Forschungsfrage, welche Funktion der Sport in der Hitler-Jugend erfüllt, zu beantworten. Hierbei ist es das Ziel, die militärischen Funktionen, aber vor allem die gesellschaftlichen Funktionen des Sports herauszuarbeiten. Den größten Anteil in der Hitler-Jugend bilden dabei die weltanschauliche Schulung durch den Sport und die körperliche Ertüchtigung als militärische Vorbereitung für den Krieg. Die Zeit der Hitler-Jugend lässt sich in drei Abschnitte unterteilen: Zum einen in die Kampfzeit vor 1933, in der Zeit als primäre Staatsjugend von 1933-1939 und der Hitler-Jugend im Kriegseinsatz bis 1945.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Hinführen zur Thematik

1.2 Zentrale Fragestellung, Aufbau und Methodik

1.3 Aktueller Forschungsstand

2 Sport im Nationalsozialismus

2.1 Propagandistische Leitbilder des Sportes

2.2 Staatliche Strukturen und die Organisation des Sportes

2.3 Propaganda durch sportliche Massenveranstaltungen

3 Außerschulische Erziehung: Die Hitler-Jugend als staatliche Sozialisationsinstanz

3.1 Entwicklung und Aufbau der Hitler-Jugend

3.2 Anziehungskraft der Hitler-Jugend

3.3 Hitler-Jugend als Ordnungsidee der Volksgemeinschaft

4 Die Funktion des Sports in der Hitler-Jugend

4.1 Integrations- und Ausgrenzungsfunktion

4.2 Politische Sozialisation und weltanschauliche Schulung

4.3 Disziplinarsystems als Kontrollmechanismus

4.4 Die körperliche Ertüchtigung als militärische Vorbereitung

5 Welche Funktion erfüllt der Sport im Nationalsozialismus und in der Hitler-Jugend?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des Sports in der Hitler-Jugend (HJ) zwischen 1933 und 1939. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sportliche Betätigung instrumentalisiert wurde, um Jugendliche weltanschaulich zu schulen, militärisch vorzubereiten und in die nationalsozialistische „Volksgemeinschaft“ einzugliedern, wobei insbesondere das Spannungsfeld zwischen Freizeitanspruch und politischer Indoktrination beleuchtet wird.

  • Propagandistische Leitbilder und Funktion des Sports im NS
  • Die Hitler-Jugend als staatliche Sozialisationsinstanz
  • Integration, Ausgrenzung und politische Sozialisation durch Sport
  • Militärische Vorbereitung und Disziplinierung

Auszug aus dem Buch

3.3 Hitler-Jugend als Ordnungsidee der Volksgemeinschaft

Mit der Machtübernahme strebte die NSDAP eine Veränderung der Gesellschaft an und sorgte für die Etablierung der „Ordnungsidee der Volksgemeinschaft“, die im Rahmen der NS-Weltanschauung zu sozialpolitischen zentralen Herrschaftspraxis wurde. Dafür wurde ein funktionsfähiges System von „Integrations- und Ausschlussmechanismen“ für die Erziehung der Staatsbürger benötigt. Auch in der Hitler-Jugend stellt die Volksgemeinschaft als grundlegende Ordnungsidee das primäre Instrument der Vergesellschaftung, zur Implementierung der nationalsozialistischen Weltanschauung und zur Herstellung eines judenfreien Staates dar. Dabei bewirkte die Vergemeinschaftung eine ideologische Gleichschaltung der Gesellschaft, um eine geschlossene Gemeinschaft nach innen und somit Stärke und Macht nach außen zu präsentieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel stellt die historische Relevanz der Wehrertüchtigung dar und definiert die zentrale Forschungsfrage sowie die methodische Herangehensweise der Arbeit.

2 Sport im Nationalsozialismus: Hier werden die ideologischen Grundlagen des Sports im Nationalsozialismus sowie die staatlichen Organisationsstrukturen analysiert.

3 Außerschulische Erziehung: Die Hitler-Jugend als staatliche Sozialisationsinstanz: Dieses Kapitel behandelt die strukturelle Entwicklung der Hitler-Jugend und ihre Rolle als zentrales Instrument der Jugenderziehung.

4 Die Funktion des Sports in der Hitler-Jugend: Der Hauptteil untersucht die konkrete Anwendung sportlicher Übungen zur Integration, Indoktrination, Disziplinierung und militärischen Vorbereitung.

5 Welche Funktion erfüllt der Sport im Nationalsozialismus und in der Hitler-Jugend?: Das abschließende Kapitel synthetisiert die Ergebnisse und beantwortet die Kernfrage der Arbeit.

Schlüsselwörter

Hitler-Jugend, Nationalsozialismus, Sport, Wehrertüchtigung, Volksgemeinschaft, militärische Erziehung, Weltanschauung, Propaganda, Integrationsfunktion, Ausgrenzungsfunktion, Disziplinierung, HJ-Dienst, Körperliche Ertüchtigung, NS-Ideologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Funktion und Instrumentalisierung sportlicher Betätigung innerhalb der Hitler-Jugend zwischen 1933 und 1939 im Kontext der nationalsozialistischen Ideologie.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Neben dem Sport im Nationalsozialismus liegt der Fokus auf der Rolle der Hitler-Jugend als Sozialisationsinstanz sowie der gezielten militärischen und politischen Erziehung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sportliche Programme genutzt wurden, um Jugendliche auf die Ziele des Regimes, insbesondere auf den Krieg, vorzubereiten und in die Gemeinschaft einzugliedern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer kulturhistorischen Analyse sowie einer breiten Auswertung normativer Quellen wie Gesetzen, Ausbildungsvorschriften und parteiinternen Dokumenten.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Vordergrund?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der staatlichen Strukturen, der Disziplinierung durch Sport sowie der spezifischen militärischen Vorbereitung der Jugendlichen.

Was charakterisiert diese Arbeit inhaltlich?

Die Masterarbeit verbindet die Geschichte des Sports mit der politischen Geschichte des Nationalsozialismus und verdeutlicht die Totalität des Erziehungsanspruchs.

Wie beeinflusste der Sport die individuelle Freiheit der Jugendlichen?

Der Sport diente als Medium der Disziplinierung, durch das individuelle Freiheiten zugunsten der militärischen und gesellschaftlichen Verpflichtungen der Gemeinschaft unterdrückt wurden.

Welche Rolle spielte der Ausschluss bestimmter Gruppen?

Ein zentraler Aspekt war die Ausgrenzung von "Nicht-Ariern" und politisch Andersdenkenden, die durch sportliche Exklusionsmechanismen und rassische Selektion legitimiert wurde.

Ende der Leseprobe aus 83 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Vergemeinschaftung als Wehrerziehung. Propagandistische Leitbilder des Sports in der Hitler-Jugend
Hochschule
Universität zu Köln  (Historisches Institut-Neuere Geschichte)
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
83
Katalognummer
V1471600
ISBN (PDF)
9783389019054
ISBN (Buch)
9783389019061
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sport in der Hitler-Jugend Hitler-Jugend Nationalsozialismus Wehrerziehung Vergemeinschaftung Volksgemeinschaft Auslese
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2022, Vergemeinschaftung als Wehrerziehung. Propagandistische Leitbilder des Sports in der Hitler-Jugend, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1471600
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Leseprobe aus  83  Seiten
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