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Die Slowakische Republik und die Osterweiterung der Europäischen Union

Title: Die Slowakische Republik und die Osterweiterung der Europäischen Union

Term Paper (Advanced seminar) , 2001 , 33 Pages , Grade: sehr gut -

Autor:in: Thomas Podranski (Author)

Politics - Topic: European Union
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Summary Excerpt Details

Einleitung

Die friedlichen Revolutionen in Mittel- und Osteuropa haben das Gesicht Europas grundlegend verändert. Die unfreiwillige Trennungslinie des Kalten Kriegs wurde aufgehoben und die Reintegration der post-kommunistischen Staaten in die europäischen Strukturen möglich.
Die Europäische Union (Im Folgenden: EU), Sicherheits- und Wohlstandsgarant Westeuropas, reagierte auf die neue Situation, in dem sie den osteuropäischen Staaten eine Aufnahme in Aussicht stellt, sobald sie bestimmte politische und wirtschaftliche
Kriterien erfüllen. Bis heute ist der Erweiterungsprozeß jedoch noch in keinen Fall abgeschlossen worden, und auch wenn er sich mit einigen Vorreiterländern bereits auf der Zielgerade befindet, werden immer wieder etliche Probleme einer vergrößerten Union deutlich.
Die vorliegende Arbeit beschreibt exemplarisch am Beispiel der Slowakischen Republik den Weg eines mittel- und osteuropäischen Landes (im Folgenden: MOEL) in Richtung EU, wobei besonders die Bedingungen und Forderungen der EU an die potentielle Mitgliedsländern und die Transformationsprobleme der Slowakei betrachtet werden sollen. Hierbei nimmt die Slowakei keinen Beispielcharakter für andere MOEL ein, und Rückschlüsse auf andere beitrittswillige Staaten sind nur bedingt möglich. Im Gegensatz zu den großen drei Staaten der Erweiterungsrunde (Polen, Tschechien und
Ungarn) litt die Slowakei - nicht zuletzt aufgrund der fehlenden Erfahrung mit eigener Staatlichkeit - unter speziellen politischen Startproblemen. Trotz ähnlicher Startbedingungen verschlechterten sich die Beitrittschancen in den ersten Jahren der Selbständigkeit zunehmend, da eine autoritäre Regierung die Slowakei in eine illiberale Demokratie umwandelte und erst mit der Wahl der Oppositionsparteien 1998 der Weg Richtung Europa erneut betreten wurde.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DIE OSTERWEITERUNG DER EUROPÄISCHEN UNION

2.1. ZIELE DER EU-OSTERWEITERUNG

2.2. WIRTSCHAFTLICHE UND POLITISCHE PROBLEME DER ERWEITERUNG

2.3. DER WEG ZUR OSTERWEITERUNG

2.3.1. Vom Zusammenbruch des RGW bis zur Agenda 2000

2.3.2. Die Agenda 2000 und die Osterweiterung

2.4. DIE BEITRITTSKRITERIEN DER EU

2.4.1. Die politische Kriterien

2.4.2. Die wirtschaftliche Kriterien

2.4.3. Übernahme des Besitzstandes

3. DIE SITUATION DER SLOWAKEI SEIT DER SELBSTÄNDIGKEIT

3.1. DIE SLOWAKISCHE REPUBLIK. SELBSTÄNDIGKEIT NACH MEHR ALS 1000 JAHREN FREMDBESTIMMUNG

3.2. DIE ERSTEN BEIDEN JAHRE IN DER SELBSTÄNDIGKEIT

3.3. POLITISCH-KULTURELLE STARTPROBLEME

4.0. DIE SLOWAKEI AUF DEM WEG IN DIE EU. ERFÜLLUNG DER BEITRITTSKRITERIEN?

4.1. DIE ÄRA MECIAR UND DIE AUßENPOLITISCHEN FOLGEN.

4.2. DIE BEWERTUNG DER SLOWAKEI IN DER AGENDA 2000

4.2.1. Die politischen Kriterien

4.2.2. Die wirtschaftlichen Kriterien

4.2.3. Fähigkeit zur Übernahme der Verpflichtungen

4.2.4. Schlußfolgerung

4.2. DER WEG ZUR REGIERUNGSÄNDERUNG UND DER ERSTE FORTSCHRITTSBERICHT

4.3. DIE MAßNAHMEN DER NEUEN REGIERUNG UND DIE FORTSCHRITTE IN DEN JAHRESBERICHTEN 1999 UND 2000

5. SCHLUßBETRACHTUNG

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht beispielhaft den Integrationsprozess der Slowakischen Republik in die Europäische Union. Dabei steht die Analyse der EU-Beitrittskriterien sowie die Bewertung der slowakischen Transformationsschwierigkeiten, insbesondere unter dem Einfluss der Ära Meciar, im Mittelpunkt, um die Beitrittsfähigkeit des Landes kritisch zu würdigen.

  • Grundlagen und Ziele der EU-Osterweiterung
  • Analyse der Kopenhagener Beitrittskriterien (politisch, wirtschaftlich, acquis communautaire)
  • Historische und politische Startbedingungen der souveränen Slowakei
  • Die Ära Meciar und ihre außenpolitischen sowie demokratischen Folgen
  • Auswirkungen der Regierungsänderung 1998 auf den Reform- und Integrationsprozess

Auszug aus dem Buch

Die politischen Kriterien

In politischer Sicht erwartet die EU von den Antragsstellern eine „institutionelle Stabilität als Garantie für die demokratische rechtsstaatliche Ordnung, Wahrung der Menschenrechte sowie Schutz und Achtung der Minderheiten“.26

So analysiert die Kommission in ihrer Stellungsnahme und den folgenden Fortschrittsberichten die wichtigsten Aspekte des Aufbaus und der Arbeitsweise der staatlichen Verwaltungsorgane und die Umsetzung des Schutzes der Grundrechte. Sie überprüft insbesondere, inwieweit die drei Staatsgewalten unabhängig voneinander agieren und die Aufgabenverteilung eingehalten wird. Ferner legt sie Wert auf eine demokratische Arbeitsweise innerhalb der einzelnen Organe.

Im Weiteren wird überprüft, ob die Bürgerrechte und politischen Rechte der Einwohner respektiert werden und ob für diese Rechtssicherheit besteht. Ebenso betrachtet sie die Situation ethnischer Minderheiten in der Gesellschaft und ob diese die Möglichkeit erhalten, ihre eigene Kultur zu entfalten oder aufgrund ihrer Volkszugehörigkeit diskriminiert werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, den Integrationsprozess der Slowakei in die EU exemplarisch zu untersuchen und die spezifischen Start- und Transformationsprobleme des Landes darzulegen.

2. DIE OSTERWEITERUNG DER EUROPÄISCHEN UNION: Dieses Kapitel erläutert die strategischen Ziele der EU-Erweiterung, die wirtschaftlichen Herausforderungen und definiert die Kopenhagener Kriterien als maßgeblichen Rahmen für beitrittswillige Staaten.

3. DIE SITUATION DER SLOWAKEI SEIT DER SELBSTÄNDIGKEIT: Hier wird der historische Kontext der slowakischen Staatsgründung und die damit verbundene politische Unerfahrenheit sowie die Entwicklung in den ersten beiden Jahren der Unabhängigkeit beleuchtet.

4.0. DIE SLOWAKEI AUF DEM WEG IN DIE EU. ERFÜLLUNG DER BEITRITTSKRITERIEN?: Dieses Hauptkapitel analysiert kritisch den Einfluss der Regierung Meciar auf die Demokratie und die anschließende Bewertung durch die EU-Kommission in der Agenda 2000.

4.1. DIE ÄRA MECIAR UND DIE AUßENPOLITISCHEN FOLGEN.: Die Analyse konzentriert sich auf die autoritären Tendenzen der Regierung Meciar und deren negative Auswirkungen auf die außenpolitische Position der Slowakei gegenüber der EU.

4.2. DIE BEWERTUNG DER SLOWAKEI IN DER AGENDA 2000: Dieser Abschnitt fasst das Urteil der Europäischen Kommission zusammen, welche der Slowakei aufgrund politischer Defizite und mangelnder Einhaltung demokratischer Grundsätze die Beitrittsfähigkeit absprach.

4.2. DER WEG ZUR REGIERUNGSÄNDERUNG UND DER ERSTE FORTSCHRITTSBERICHT: Hier wird die innenpolitische Entwicklung vor den Wahlen 1998 und der Regierungswechsel hin zu einer pro-westlichen Koalition detailliert nachgezeichnet.

4.3. DIE MAßNAHMEN DER NEUEN REGIERUNG UND DIE FORTSCHRITTE IN DEN JAHRESBERICHTEN 1999 UND 2000: Dieses Kapitel bewertet die Reformbemühungen der neuen Regierung Dzurinda und die daraus resultierenden, positiven Fortschritte in der europäischen Integration.

5. SCHLUßBETRACHTUNG: Die Schlussbetrachtung wägt die Zukunftsperspektiven der Slowakei ab und betont die Abhängigkeit von einer stabilen, demokratischen Entwicklung sowie der konsequenten Fortführung des Reformkurses.

Schlüsselwörter

Slowakische Republik, Europäische Union, Osterweiterung, Kopenhagener Kriterien, Transformation, Demokratisierung, Regierung Meciar, Integration, Agenda 2000, Rechtsstaatlichkeit, Minderheitenschutz, Reformprozess, Beitrittsverhandlungen, Westintegration, politische Stabilität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Weg der Slowakischen Republik in die Europäische Union und analysiert, wie sich innenpolitische Faktoren auf den Integrationsprozess ausgewirkt haben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die EU-Beitrittskriterien, der Transformationsprozess in der Slowakei sowie die politische Entwicklung unter verschiedenen Regierungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die Beitrittsfähigkeit der Slowakei zu untersuchen und zu bewerten, inwieweit das Land die Anforderungen der EU erfüllen konnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine deskriptive und analytische Methode angewandt, die primär auf offiziellen EU-Dokumenten (wie der Stellungnahme der Kommission) und ergänzender politikwissenschaftlicher Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Erfüllung der Kopenhagener Kriterien, die Auswirkungen der Ära Meciar sowie die Reformfortschritte nach der Regierungsänderung 1998 detailliert beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Slowakei, EU-Integration, Kopenhagener Kriterien, Transformation und Demokratisierung.

Warum wurde die Slowakei anfangs nicht in die erste Verhandlungsgruppe der EU aufgenommen?

Die Slowakei wurde aufgrund mangelnder institutioneller Stabilität, demokratischer Defizite und politischer Bedenken unter der Regierung Meciar zunächst aus dem engsten Bewerberkreis ausgeschlossen.

Welche Rolle spielte der Regierungswechsel 1998 für die EU-Ambitionen der Slowakei?

Der Regierungswechsel 1998 markierte eine Wende hin zu einer pro-westlichen, demokratischen Politik, die das Vertrauen der EU stärkte und den Reformprozess sowie die Beitrittsperspektiven signifikant beschleunigte.

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Details

Title
Die Slowakische Republik und die Osterweiterung der Europäischen Union
College
University of Münster  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Hauptseminar Nationale Identitäten und Beziehungen Ost- und Südosteuropas
Grade
sehr gut -
Author
Thomas Podranski (Author)
Publication Year
2001
Pages
33
Catalog Number
V1472
ISBN (eBook)
9783638109109
Language
German
Tags
Slowakische Republik Osterweiterung Europäischen Union Hauptseminar Nationale Identitäten Beziehungen Ost- Südosteuropas
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Podranski (Author), 2001, Die Slowakische Republik und die Osterweiterung der Europäischen Union, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1472
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