Der folgende Projektbericht wird sich mit der Abschaltung eines Altsystems als Ausgangslage auseinandersetzen und sich im Anschluss mit der Migration der Altdaten aus diesem System, in das designierte, neue System, befassen.
Hierzu wird das Beispiel zweier Spitäler des gleichen Trägers in Zürich gewählt, welches nach über 20-jähriger Nutzung eines klinischen Informationssystems (KIS), zur Kostenersparnis und Effizienzsteigerung, aber auch bedingt, durch veraltete Strukturen im System des Altsystemherstellers und letztendlich, nicht weniger wichtig, durch Benutzerwunsch, auf einen neuen KIS-Anbieter wechselt.
Dies bedingt eine Migration der Daten durch die Forderung der Weiterführung der Patientendaten/-akten im neuen System und der Forderung, die der Gesetzgeber zur Aufbewahrung der Daten, verlangt. Diese Anforderung muss unterbrechungsfrei im laufenden Betrieb des Spitals gewährleistet sein und dies soll als die Hintergründe des Projektberichtes dienen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Projektname und Hintergrund des Projektes
1.2 Projektbeteiligte
1.3 Zeitlicher Rahmen des Berichts
2 Projektaufbau
2.1 Aufgaben
2.2 Meilensteine
2.3 Risikoanalyse
2.4 Zielananalyse
3 Projektplanung
3.1 Budget
3.2 Ressourcen
3.3 Zeitplan
4 Projektergebnisse
5 Abschliessende Betrachtung des Projektes
Zielsetzung & Themen
Dieser Projektbericht analysiert die Migration von Altdaten aus einem klinischen Informationssystem (KIS) zweier Zürcher Spitäler in ein neues System. Das primäre Ziel ist die unterbrechungsfreie Datenüberführung sowie die langfristige Archivierung unter Einhaltung gesetzlicher Aufbewahrungsfristen bei gleichzeitig effizientem Zugriff für das medizinische Personal.
- Migration klinischer Patientendaten im laufenden Betrieb.
- Einhaltung gesetzlicher Aufbewahrungsfristen im Kanton Zürich.
- Umsetzung einer Übergangslösung für den parallelen Datenzugriff.
- Strukturierte Projektplanung (Aufgaben, Ressourcen, Zeitrahmen).
- Risikomanagement bei IT-Systemmigrationen im Gesundheitswesen.
Auszug aus dem Buch
1.1 Projektname und Hintergrund des Projektes
Das Spital in Zürich besteht aus 2 großen Spitälern und diese haben sich für ein neues klinisches Informationssystem entschieden. Daraus wurde die Anforderung an ein Projekt zur Migration der Altdaten, aus dem aktuellen in das neue KIS, welches den Namen „Übernahme der Altdaten in das neue KIS“ erhielt, abgeleitet.
Das Spital hat dazu eine Beratungsfirma und den aktuellen KIS-Anbieter für die Umsetzung des Projektes herangezogen.
Wie bereits erwähnt, gab es mehrere Gründe, das Altsystem nach langjährigem Einsatz zu ersetzen. Nach der gewonnenen Ausschreibung der Einführung eines neuen KIS durch den neuen Anbieter, wurde ein Projekt für die Ablösung des Altsystems und der Migration der Daten in das neue System, ins Leben gerufen. Als weiterer Punkt für die Ablösung des Altsystems, wurde noch ein wichtiger Aspekt genannt, der für den Kunden elementar war. Der Altsystemhersteller hatte, laut dem Kunden, seine Support- und Serviceleistungen, nicht nach dessen Wunsch, in den vergangenen Jahren wahrgenommen, beziehungsweise umgesetzt und dies hatte bei den Anwendern zu großer Unzufriedenheit geführt. Da der Altsystemhersteller diese Mängel nicht, wie vom Kunden gewünscht, beseitigen konnte, fiel die Entscheidung für die beiden Spitäler nach langer Geduldsphase mit dem Altsystemhersteller, ein neues KIS auszuschreiben.
Da aber, auch der langfristige Zugriff auf die Altdaten gesichert werden muss, hat auch dieser Themenbereich für die Umsetzung des Projektes, einen ausschlaggebenden, speziell gesetzlichen Hintergrund und einen entsprechenden Stellenwert.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Beschreibt den Ausgangspunkt der Systemablösung und die Notwendigkeit der Datenmigration im Zürcher Spitalverbund.
2 Projektaufbau: Erläutert die Aufgabenverteilung, wichtige Meilensteine, die Risikoanalyse sowie die Zielsetzung des Projektes.
3 Projektplanung: Detailliert die finanzielle Kalkulation (Budget), die benötigten sachlichen sowie personellen Ressourcen und den zeitlichen Ablaufplan.
4 Projektergebnisse: Gibt einen Einblick in den Fortschritt der Migration und die bisherigen Projekterfahrungen.
5 Abschliessende Betrachtung des Projektes: Reflektiert den bisherigen Projektverlauf und benennt den geplanten Abschluss im Sommer 2023.
Schlüsselwörter
Datenmigration, KIS, klinisches Informationssystem, Spital, IT-Management, Altsystem, Patientendaten, Archivierung, Projektmanagement, Risikomanagement, Aufbewahrungsfrist, Ressourcenplanung, Read-Only-Modus, Softwaremigration, Projektplanung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Projektbericht grundsätzlich?
Der Bericht behandelt das IT-Management-Projekt zur Migration von Patientendaten aus einem veralteten klinischen Informationssystem (KIS) in ein neues System bei zwei Spitälern in Zürich.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen sind die strategische Planung von IT-Systemmigrationen, die Einhaltung gesetzlicher Archivierungsvorgaben sowie das Management von personellen und technischen Ressourcen.
Was ist die Forschungsfrage bzw. das Ziel?
Das Ziel ist die unterbrechungsfreie Datenüberführung der Altdaten in das neue System bei gleichzeitiger Gewährleistung eines effizienten Zugriffs auf archivierte Patientendaten für das medizinische Personal.
Welche wissenschaftliche METHODE verwendet die Arbeit?
Die Arbeit basiert auf einer Projektanalyse unter Anwendung gängiger Managementmodelle, wie etwa dem "Magischen Dreieck" des Projektmanagements, sowie einer Grobplanung für agile IT-Projekte.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden der Projektaufbau, die konkrete Projektplanung inklusive Budgetierung und Ressourcenbedarf sowie die Risikoanalyse detailliert dargelegt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Datenmigration, KIS, Patientendaten, Archivierung, Projektmanagement und IT-Systeme.
Warum war eine spezielle Read-Only-Lösung erforderlich?
Da Ärzte auch während der Migrationsphase auf die Daten aus dem alten System zugreifen mussten, wurde eine lizenzierte Read-Only-Lösung implementiert, um den Klinikbetrieb nicht zu unterbrechen.
Welche Rolle spielt die gesetzliche Aufbewahrungsfrist?
Die gesetzlichen Vorgaben im Kanton Zürich verlangen eine Archivierung der Patientendokumentation von mindestens 10 Jahren, was die Migration aller Altdaten in ein zentrales Archivsystem notwendig macht.
Wie wurde das Risiko eines Serverausfalls während der Migration minimiert?
Durch die Bereitstellung eines redundanten zweiten Servers und die Einrichtung eines Monitorings wurde sichergestellt, dass auch bei einem Ausfall der Datenexport kontinuierlich fortgesetzt werden kann.
- Quote paper
- Holger Walbert (Author), 2022, Migration von IT-Systemen, Ablösung von Altsystemen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1472131