Die Hausarbeit befasst sich mit den germanischen Stämmen der Alamannen und Goten sowie deren Entstehung und deren weitere Geschichte mit dem Fokus auf das dritte Jahrhundert nach Christus, in welches auch die Zeit der römischen Soldatenkaiser fällt.
Als Germanen wurde von den Römern eine Gruppe verschiedener kriegerischer Stämme bezeichnet, welche in Nord- und Mitteleuropa, hauptsächlich auf der rechten Seite des Rheins, siedelte. Die Begegnungen der Römer mit den Germanen stellten für beide Seiten prägende Ereignisse in deren Geschichte dar. Kämpften die Römer anfangs gegen einzelne, unterschiedlich große Stämme, so sahen sie sich im Laufe des dritten Jahrhunderts mit neugebildeten Großverbänden konfrontiert, zu welchen die Alamannen und die Goten zu zählen sind. Zahlreiche zeitgenössische Quellen schildern die Begegnungen der Römer mit ihren nördlichen Nachbarn und bis heute sind viele geschichtswissenschaftliche Werke über die Germanen und die einzelnen Stämme verfasst worden. Eine Auswahl davon wurde für das Verfassen dieser Hausarbeit verwendet.
Durch die genauere Untersuchung der Entstehung und der Geschichte sowie der Kultur und Ethnogenese der beiden in dieser Arbeit behandelten Stämme, soll sich letzten Endes herauskristallisieren, inwieweit diese sich in ihrer Existenz geähnelt haben und welche Aussagekraft sich mit dem Überbegriff "Germanen" verbinden lässt.
Das erste Kapitel des Hauptteils "Der Begriff 'Germane'" behandelt die Germanen im Allgemeinen und gibt einen Überblick zu deren Geschichte mit Bezug auf das Römische Reich sowie zu deren Lebensweise.
Im darauffolgenden Kapitel "Die Alamannen" soll die Stammesgruppe der Alamannen sowie ihre Geschichte und Eigenschaften betrachtet werden.
Das dritte Kapitel "Die Goten" befasst sich mit der Kultur der ostgermanischen Goten und der Geschichte ihrer Wanderungen und Raubzüge am schwarzen Meer. Da im 4. Jahrhundert den westgotischen Terwingen seitens der Römer große Aufmerksamkeit zukam, werden auch sie in diesem Kapitel genauer behandelt.
Im letzten Kapitel "Alamannen und Goten – Die Stämme im Vergleich" setzt sich diese Arbeit mit den Gemeinsamkeiten und Unterschieden der Alamannen und Goten auseinander und soll anhand dieser beiden Stämme feststellen, welche Bedeutung durch deren Ähnlichkeiten dem Begriff "Germane" zukommt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Alamannen und Goten – Germanen mit unterschiedlicher Herkunft und Geschichte
2.1 Der Begriff „Germane“
2.2 Die Alamannen
2.3 Die Goten
2.4 Alamannen und Goten – Die Stämme im Vergleich
3. Schluss
Zielsetzung & Themen
Diese Hausarbeit untersucht die germanischen Stämme der Alamannen und Goten mit Fokus auf das dritte Jahrhundert n. Chr., um deren Entstehung, Kultur und Ethnogenese zu analysieren und Gemeinsamkeiten im Kontext des Begriffs „Germanen“ herauszuarbeiten.
- Historische Einordnung der Germanen im dritten Jahrhundert
- Vertiefende Analyse der Stammesgeschichte der Alamannen
- Vertiefende Analyse der Stammesgeschichte und Wanderbewegungen der Goten
- Vergleichende Untersuchung der gesellschaftlichen und religiösen Strukturen
- Reflektion der Bedeutung des Begriffs „Germanen“ anhand der Stammesmerkmale
Auszug aus dem Buch
2.1 Der Begriff „Germane“
Die Germanen haben wohl zu keinem Zeitpunkt als ein sich selbst als einheitlich empfindendes Volk existiert, wie es heute wohl etwa unter den Deutschen der Fall ist. So war der Begriff „Germanen“, seitdem die Römer diesen gebrauchten, seit jeher zumeist eine Fremdbezeichnung für die Bewohner des antiken Gebiets „Germanien“. Bis heute werden die Deutschen von anderen Ländern mit diesem Begriff in Verbindung gebracht.
Die genaue Herkunft des Namens „Germanen“ bleibt bis heute ungeklärt. Sicher ist nur, dass es sich um eine Fremdbezeichnung handelt und sich die germanischen Stämme zu keiner Zeit selbst als „die Germanen“ bezeichneten. Vermutungen legen nahe, dass sich der Name von dem lateinische Wort germanus ableitet und somit „die Echten“ bedeuten könnte. Da die Römer die Germanen wohl eine Zeit lang als die „echten“ Kelten bezeichnet hätten. Nach den Kämpfen mit den Stämmen der Kimbern und Teutonen im 2. Jahrhundert vor Christus, welche man für Kelten hielt, war unter Caesar den Römern 58 v. Chr. erstmals bewusst, dass sie, mit dem suebischen König Ariovist und seinem Heer, Angehörigen des Volkes der Germanen gegenüberstanden.
Gaius Julius Caesar nahm den Germanenbegriff in sein um 58-52 v. Chr. verfasstes Werk Bellum Gallicum auf. Dort beschreibt er die Germanen als ein von den Kelten zu unterscheidendes, kriegerisches Volk, das hauptsächlich von Landwirtschaft lebt. Er charakterisiert sie als ein widerstandsfähiges Volk, dessen Angehörige große und starke Körper haben.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein, erläutert den Fokus auf das dritte Jahrhundert und die Zielsetzung, die Ähnlichkeiten der Stämme zu untersuchen.
2. Alamannen und Goten – Germanen mit unterschiedlicher Herkunft und Geschichte: Das Hauptkapitel erörtert die historische Entwicklung der beiden Stämme sowie deren kulturelle Ausprägungen.
2.1 Der Begriff „Germane“: Dieses Unterkapitel beleuchtet die Etymologie und die römische Wahrnehmung des Begriffs sowie die allgemeine Lebensweise der germanischen Stämme.
2.2 Die Alamannen: Hier wird die Entwicklung der Alamannen zum Stammesverband, ihre Siedlungspolitik und die Zeit nach dem Limesdurchbruch analysiert.
2.3 Die Goten: Diese Sektion behandelt die Geschichte der ostgermanischen Goten, ihre Wanderbewegungen und ihre polyethnische Struktur.
2.4 Alamannen und Goten – Die Stämme im Vergleich: Dieser Abschnitt vergleicht beide Stammesgruppen hinsichtlich ihrer Lebensweise, Ethnogenese und politischen Organisation.
3. Schluss: Der Schluss fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass die Ähnlichkeiten bei Lebensweise und Tradition die Einordnung unter den Begriff „Germanen“ rechtfertigen.
Schlüsselwörter
Germanen, Alamannen, Goten, Römisches Reich, Soldatenkaiser, Ethnogenese, Stammesverband, Limes, Antike, Kultur, Tradition, Siedlung, Wanderung, Geschichte, Identität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beleuchtet die historischen Stämme der Alamannen und Goten während der Zeit der römischen Soldatenkaiser im dritten Jahrhundert n. Chr.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit fokussiert sich auf die Entstehung der Stämme, ihre Wanderungen, ihre politische Organisation und die kulturelle sowie gesellschaftliche Ethnogenese.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, anhand eines Vergleichs der Alamannen und Goten festzustellen, welche Gemeinsamkeiten existieren und wie der Begriff „Germanen“ als Sammelbezeichnung historisch einzuordnen ist.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer historisch-analytischen Auswertung zeitgenössischer Quellen und einschlägiger geschichtswissenschaftlicher Fachliteratur.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden der Begriff „Germane“, die Historie der Alamannen, die Entwicklung der Goten sowie ein direkter Vergleich beider Gruppen detailliert dargelegt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen gehören die Ethnogenese der Germanenstämme, der Limes als Grenze und die kulturellen Gemeinsamkeiten trotz räumlicher Distanz.
Welche Rolle spielten die Alamannen bei der Grenzproblematik des Römischen Reiches?
Die Alamannen entwickelten sich zu einer ständigen Bedrohung, durchbrachen im dritten Jahrhundert den Limes und bildeten auf ehemaligem Reichsgebiet einen eigenen Stammesverband.
Inwiefern unterschieden sich die Goten in ihrer frühen Kultur von den Alamannen?
Ein konkreter Unterschied bestand unter anderem im Umgang mit den Verstorbenen: Während bei den Goten keine Waffen mit ins Grab gelegt wurden, waren diese in alamannischen Gräbern häufig zu finden.
- Arbeit zitieren
- Oliver Kamm (Autor:in), 2018, Alamannen und Goten. Germanen mit unterschiedlicher Herkunft und Geschichte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1472332