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Risikopolitik: Von Risikoüberwälzung bis Risikotragung

Ein Prozess im Risikomanagement und Risikocontrolling

Title: Risikopolitik: Von Risikoüberwälzung bis Risikotragung

Seminar Paper , 2009 , 22 Pages , Grade: 2

Autor:in: Alexander Weckerlein (Author)

Business economics - Controlling
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1 Einleitung

1.1 Problemstellung
In Zeiten von Finanzkrisen, Kostendruck durch Globalisierung und zunehmender
Komplexität auf allen Unternehmensebenen ist es für Unternehmen wichtiger denn je frühzeitig adäquate risikopolitische Maßnahmen zu ergreifen um in der
Wirtschaftswelt überleben zu können. Die privaten Unternehmen sind unter
Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkten gewissermaßen risikofreudig, schließlich wollen
die Stakeholder zum Ende des Geschäftsjahres zufrieden gestellt werden. Um
dieses Ziel zu erreichen, dabei aber nicht über die Stränge zu schlagen wird von
Organisationen erwartet eine gewisse risikoaverse Haltung gegenüber ihrem
Geschäft inne zu halten.

Der Zielkonflikt zwischen Risikofreude und Risikoaversion verpflichtet das
Unternehmen risikopolitische Maßnahmen zu ergreifen um etwaige Risiken sowohl
aktiv als auch passiv zu kontrollieren und auch steuern zu können.

1.2 Gang der Arbeit
Der erste Teil der Arbeit wird sich zunächst mit dem Aufbau und der
Begriffsbestimmung von Risikopolitik und -management im weiteren Sinn
auseinandersetzen. Zudem werden die einzelnen risikopolitischen Maßnahmen
stufenweise kategorisiert um dem Leser den systematischen Aufbau näher zu
bringen.

Im Hauptteil der Arbeit werden die einzelnen risikopolitischen Maßnahmen
Risikovermeidung, -verminderung, -streuung, -überwälzung und –tragung erläutert. Dabei werden die einzelnen Maßnahmen in ihrer Handhabung tiefer definiert. Ziel ist es dem Leser aufzuzeigen welche einzelnen Instrumente einem Unternehmen, bezogen auf eine bestimmte risikopolitische Maßnahme, zur Verfügung stehen um das Risiko kontrollieren bzw. steuern zu können.

Am Ende der Arbeit werden die Erkenntnisse aus der Literaturrecherche
zusammengefasst und die Thematik kritisch gewürdigt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Gang der Arbeit

2 Aufbau, Begriffsbestimmung und Anwendung der Risikopolitik

2.1 Aufbau der Risikosteuerung

2.2 Begriffsbestimmung

2.3 Einsatz der Risikostrategien nach Ereignissen

3 Risikovermeidung

4 Risikoverminderung

5 Risikostreuung

5.1 Regionale, personelle und sachliche Diversifikation

5.2 Diversifikation durch Portfoliotheorie

6 Risikoüberwälzung

6.1 Risikoübertragung auf Geschäftspartner

6.2 Bedingte Finanztitel

6.3 Unbedingte Finanztitel

7 Risikotragung

8 Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den strategischen Umgang mit Risiken in Unternehmen, um in einem komplexen und globalen wirtschaftlichen Umfeld zwischen Risikofreude und Risikoaversion zu navigieren. Das primäre Ziel ist es, risikopolitische Instrumente zur aktiven und passiven Risikosteuerung systematisch zu kategorisieren und ihre Anwendung in der Unternehmenspraxis zu definieren.

  • Methodische Kategorisierung risikopolitischer Maßnahmen
  • Strategien der Risikovermeidung und -verminderung
  • Risikostreuung durch Diversifikation und Portfoliotheorie
  • Instrumente zur Risikoüberwälzung auf Dritte
  • Ansätze der aktiven und passiven Risikotragung

Auszug aus dem Buch

3 Risikovermeidung

Innerhalb der zur Verfügung stehenden risikopolitischen Maßnahmen für ein Unternehmen ist die Risikovermeidung die radikalste Handlungsalternative. Dabei wird eine bestimmte betriebliche Aktivität gänzlich, aufgrund ihrer Risikobehaftung, unterlassen. Risikovermeidung kommt immer dann zum Tragen wenn innerhalb der Unternehmung ein hohes Maß an Risikoversion herrscht und Sicherheit die oberste Priorität repräsentiert. Dabei gilt es jedoch zu beachten, dass eine vollkommene Vermeidung von Risiko im Gegenzug auch bedeutet auf etwaige Chancenpotenziale, wie Gewinn- und Umsatzsteigerungen oder Wachstum, komplett zu verzichten. Diese rigorose Maßnahme der Risikosteuerung setzt die Eintrittswahrscheinlichkeit für ein bestimmtes Schadensereignis auf null herab. Diese Strategie empfiehlt sich insbesondere wenn eine bestimmte Handlung das Unternehmen mit hoher Wahrscheinlichkeit in eine existenzbedrohende Lage versetzen kann.

Auf Unternehmensebene lässt sich die Risikovermeidung auf unterschiedlichste Arten anwenden. So kann Risikovermeidung in der strategischen Planung berücksichtigt werden, wie ebenso auf der Produktionsebene, im Zahlungsverkehr, oder in vertraglichen Beziehungen. Konkrete Beispiele hierzu wären, dass ein Nahrungsmittelkonzern die Herstellung von genveränderten Lebensmitteln ausschließt, weil der mögliche Image- und Vertrauensverlust nicht messbar ist und das Risiko so nicht abgesichert werden kann. Auf Prozessebene kann Risiko beispielsweise im Zahlungsverkehr vermieden werden. So könnte ein Unternehmen ab einer bestimmten Höhe der Rechnung nur Zahlung im Voraus und zudem nur inländische Währung akzeptieren. Ziel wäre es hier Schwankungen im Wechselkurs und etwaige Zahlungsausfälle im Vorfeld zu vermeiden. Risiken können jedoch auch vermieden werden indem sie vom Unternehmen teilweise, oder wenn möglich vollständig vom Versicherungsschutz ausgenommen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Zielkonflikt zwischen Risikofreude und Risikoaversion und legt den methodischen Aufbau der Arbeit dar.

2 Aufbau, Begriffsbestimmung und Anwendung der Risikopolitik: Dieses Kapitel definiert die Grundlagen der Risikosteuerung und erläutert die Typologien ursachen- und wirkungsbezogener Maßnahmen.

3 Risikovermeidung: Die Risikovermeidung wird als radikale Strategie vorgestellt, bei der risikobehaftete Aktivitäten zur gänzlichen Eliminierung des Schadenseintritts unterlassen werden.

4 Risikoverminderung: Hier wird erläutert, wie durch Richtlinien, interne Kontrollen und die Revision die Wahrscheinlichkeit und Intensität von Risiken gesenkt werden können.

5 Risikostreuung: Das Kapitel behandelt die Zerlegung von Gesamtrisiken in Einzelrisiken durch Diversifikation und Anwendung der Portfoliotheorie.

6 Risikoüberwälzung: Dieser Abschnitt analysiert den Transfer von Risiken auf Dritte mittels Geschäftspartnern sowie bedingten und unbedingten Finanztiteln.

7 Risikotragung: Die Risikotragung beschreibt die bewusste Übernahme von Restrisiken durch Selbstversicherung oder passive Akzeptanz.

8 Resümee: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Würdigung der Risikopolitik und betont die Bedeutung individueller Lösungsansätze in volatilen Wirtschaftslagen.

Schlüsselwörter

Risikomanagement, Risikopolitik, Risikosteuerung, Risikovermeidung, Risikoverminderung, Risikostreuung, Diversifikation, Portfoliotheorie, Risikoüberwälzung, Risikotragung, Finanzrisiken, Unternehmenscontrolling, Schadensereignis, Selbstversicherung, Risikokompensation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem strategischen Risikomanagement und der Frage, wie Unternehmen Risiken durch verschiedene risikopolitische Maßnahmen steuern können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Risikovermeidung, Risikoverminderung, Risikostreuung, Risikoüberwälzung und die aktive oder passive Risikotragung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, einen systematischen Überblick über die Instrumentarien der Risikopolitik zu geben und zu zeigen, wie Unternehmen Risiken ökonomisch abwägen und steuern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der systematischen Kategorisierung risikopolitischer Maßnahmen und Instrumente.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die einzelnen Risikostrategien detailliert erläutert, von der radikalen Vermeidung bis hin zur finanziellen Absicherung durch Derivate oder Selbstversicherung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Risikopolitik, Diversifikation, Risikosteuerung, Finanztitel und die Abwägung zwischen Risiko und Ertrag.

Warum ist die Risikovermeidung als "radikal" eingestuft?

Sie gilt als radikal, da das Unternehmen bei ihrer Anwendung vollständig auf die potenziellen Ertragschancen einer Aktivität verzichtet, um das Risiko gänzlich auszuschließen.

Welche Rolle spielt die Portfoliotheorie bei der Risikostreuung?

Sie dient als mathematisches bzw. theoretisches Modell, um Investitionen in strategische Geschäftseinheiten so zu mischen, dass bei gegebenem Risiko die Rendite optimiert wird.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen bedingten und unbedingten Finanztiteln?

Bedingte Finanztitel (wie Optionen) bieten Flexibilität durch eine asymmetrische Rechte-Pflichten-Struktur, während unbedingte Finanztitel (wie Futures) beide Parteien zur festen Abwicklung verpflichten.

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Details

Title
Risikopolitik: Von Risikoüberwälzung bis Risikotragung
Subtitle
Ein Prozess im Risikomanagement und Risikocontrolling
College
Klagenfurt University  (Controlling und Strategische Unternehmensführung )
Course
Literaturseminar
Grade
2
Author
Alexander Weckerlein (Author)
Publication Year
2009
Pages
22
Catalog Number
V147243
ISBN (eBook)
9783640580545
ISBN (Book)
9783640580880
Language
German
Tags
Risikomanagement Risikopolitik Risikodiversifikation risk management controlling prozess risikomanagementprozess optionen futures
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexander Weckerlein (Author), 2009, Risikopolitik: Von Risikoüberwälzung bis Risikotragung , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147243
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