Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Thema „Die Gerechtigkeiten der Frau im Islam“ einem Thema also, dass immer verschiedenen Meinungen, Interpretation, Befürwortern und Auslegungen stößt. Deswegen bin ich bemüht diese Materie mit ihren Grundgedanken zu untersuchen. Die westliche Vorstellung von islamischer Frauenbild ist geprägt von einer islamischen Frauenfeindlichkeit. Diese negative Vorstellung im Westen wird genährt durch die weit verbreitete Realität in islamischen Gesellschaften und: Phänomene wie Vorrang des Mannes in der Familie, Polygamie, einseitiges Scheidungsrecht, Ausschluss der Frau aus dem gesellschaftlichen Leben, das alleinige Fürsorgerecht des Mannes für die Kinder nach der Scheidung, sowie einseitige Koraninterpretationen. In fundamentalistisch islamischen Ländern im 21. Jh. sind die Zustände immer noch sehr schlecht. Die Frau darf nicht allein oder ohne Erlaubnis ihres Mannes reisen. Bei Zeugenaussagen sind die Aussagen von zwei Frauen nur soviel wert, wie die eines Mannes. Die Frau einer muslimischen Familie darf nicht neben ihrem Mann auf der Straße gehen, sondern muss ein paar Schritte hinter ihm gehen. Die Frau darf nicht aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, sie muss sich den Interessen des Mannes unterordnen, und sie genießt auch im religiösen Leben keine Gleichberechtigung. Die Muslimen behaupten jedoch, dass der Islam die Stellung der Frau gegenüber der altarabischen Zeit wesentlich verbessert hat. Es gibt ein Verbot für die Aussetzung von weiblichen Neugeborenen, jeder Muslim darf nur mehr vier Ehefrauen haben, nicht die Sippe, sondern die Frau erhält das Brautgeld, Sorgepflicht des Ehemannes. Wegen dieser Auslegungen habe ich untersucht, wie die Stellung der Frauen im Vorislamischen Phase. Der Koran ist ein heiliges und auch universelles Buch, weil er für jeder Ort und Zeit gilt. Deswegen ist es sehr schwierig, die Reformen für die Frauen durchzusetzen. Ich möchte darauf herausarbeiten, welche Rechte die Frauen hätten oder gar nicht hätten und ob diese Rechten im westlichen Gerechtigkeit Verständnis anpassen könnten.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Der Begriff der Gerechtigkeit
3 Der Islam – ein Überblick
4 Die Frau und die Gleichheit im Islam
5 Freiheiten und Gerechtigkeiten der Frauen vor dem Islam Phase
6 Politische Gerechtigkeit der Frauen im Islam
7 Die juristische Gerechtigkeit der Frauen im Islam
7.1 Das Erbrecht:
7.2 Die Zeugenaussage einer Frau
8 Soziale und gesellschaftliche Gerechtigkeit der Frauen im Islam
8.1 Verschleierung
8.2 Ehe Ordnungen:
8.3 Scheidung Ordnungen
9 Hadramut Aufstand: die erste islamische Frauen Bewegung
10 Die Ehefrauen von Mohammed: Interessante Beispielen
11 Fazit
12 Literaturhinweis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Frauenbild und die Stellung der Frau im Islam im Vergleich zum westlichen Gerechtigkeitsverständnis. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob und wie die im Koran und in den Hadithen verankerten Rechte für Frauen mit modernen demokratischen Vorstellungen von Gleichberechtigung in Einklang gebracht werden können.
- Historische Analyse der Frauenrechte in der vorislamischen Phase
- Untersuchung religiöser Texte und deren Einfluss auf die Geschlechterrollen
- Juristische und soziale Dimensionen von Erbrecht, Scheidung und Verschleierung
- Reflektion der Rolle Mohammeds auf das heutige islamische Frauenbild
- Kritische Auseinandersetzung mit der Vereinbarkeit von Islam und Demokratie
Auszug aus dem Buch
5 Freiheiten und Gerechtigkeiten der Frauen vor dem Islam Phase
Der Verfassungsrechtswissenschaftler Prof. Dr. Ilhan Arsel beschreibt die Situation wie folgt: Arabischen Frauen hätten eigene soziale und politische Rechte, die mit der Islamisierung verloren gingen: Bsp. Hierfür:
• Die Frauen durften ihre Ehemänner selbst wählen
• Wenn sie wollten, konnten sie sich scheiden lassen, außerdem
• Waren sie frei anzuziehen, was sie wollten. Das heißt sie mussten sie nicht verhüllen und sie durften arbeiten und betrieben Handel. So zB. Hatica, Die erste Frau von Mohammed, die sich mit dem Import-Export Handel in der Handelsmetropole Mekka beschäftigte. Sie war eine erfolgreiche Kauffrau, die Internationalen Handel betrieb. Mohammed war einer ihrer Mitarbeiter.
• Auch waren damals die Frauen politisch aktiv, man denke nur an die Königin von Saba.
• Arsel nennt bis zur Entstehung des Islams 24 Frauen, die an der Spitze der damaligen Systeme standen.
• Genauso wie in der Wirtschaft waren auch im Beamtenstab in verschiedenen Bereiche Frauen vertreten, manche von ihnen in hohen Positionen, auch konnten sie Richterinnen werden. Des Weiteren wurde der Schlüssel zur Kabba (das ist ein heiliges Gebäude) von Frauen aufbewahrt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt das Thema der Gerechtigkeit für Frauen im Islam vor und benennt die westliche Kritik am islamischen Frauenbild.
2 Der Begriff der Gerechtigkeit: Hier wird der abstrakte Begriff der Gerechtigkeit definiert und in Bezug zu Rechten und Pflichten gesetzt.
3 Der Islam – ein Überblick: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen des Islam, insbesondere die Bedeutung von Koran, Sunna und Scharia für das tägliche Leben.
4 Die Frau und die Gleichheit im Islam: Der Abschnitt befasst sich mit der geschlechtsspezifischen Ausrichtung religiöser Texte und der Frage nach der Gleichheit vor Gott.
5 Freiheiten und Gerechtigkeiten der Frauen vor dem Islam Phase: Eine historische Betrachtung, die aufzeigt, welche Rechte Frauen vor der Islamisierung innehatten.
6 Politische Gerechtigkeit der Frauen im Islam: Dieses Kapitel thematisiert die Rolle der Frau in politischen Führungspositionen aus Sicht der islamischen Lehre.
7 Die juristische Gerechtigkeit der Frauen im Islam: Fokus auf rechtliche Ungleichheiten, speziell im Erbrecht und bei der Zeugenaussage.
8 Soziale und gesellschaftliche Gerechtigkeit der Frauen im Islam: Analyse von sozialen Konventionen wie der Verschleierung sowie Ehe- und Scheidungsordnungen.
9 Hadramut Aufstand: die erste islamische Frauen Bewegung: Darstellung einer frühen historischen Widerstandsbewegung von Frauen gegen die Auslegung der islamischen Ordnung.
10 Die Ehefrauen von Mohammed: Interessante Beispielen: Analyse von Mohammeds eigenem Leben und den Auswirkungen seiner persönlichen Handlungen auf das islamische Frauenbild.
11 Fazit: Die Zusammenfassung reflektiert die Untersuchungsergebnisse und hinterfragt die Demokratiefähigkeit des Islams im Hinblick auf Frauenrechte.
12 Literaturhinweis: Auflistung der verwendeten Quellen und Internetadressen.
Schlüsselwörter
Islam, Frauenrechte, Gerechtigkeit, Koran, Scharia, Gleichberechtigung, Mohammed, Ehe, Scheidungsrecht, Verschleierung, Hadith, Islamismus, Frauenbild, Erbrecht, Historische Entwicklung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung der Frauenrechte und der Gerechtigkeit für Frauen innerhalb des islamischen Systems im Vergleich zu westlich-demokratischen Werten.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentrale Themen sind die historische Stellung der Frau, religiöse Vorschriften (Koran/Hadithe), rechtliche Aspekte wie Erbe und Scheidung sowie soziale Fragen wie die Verschleierung.
Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, herauszuarbeiten, welche Rechte Frauen im Islam zugestanden werden, wo diese eingeschränkt sind und ob diese Strukturen mit einem modernen Verständnis von Gerechtigkeit vereinbar sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine textkritische Analyse der religiösen Quellen sowie eine historische Betrachtung der vorislamischen Zeit und ergänzt diese durch Vergleiche mit aktuellen gesellschaftlichen Zuständen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden spezifische Bereiche wie politische Gerechtigkeit, Erbrecht, das Ehe- und Scheidungsrecht sowie der Einfluss Mohammeds auf die Interpretation von Frauenrollen detailliert untersucht.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?
Die zentralen Schlagworte sind Islam, Frauenrechte, Scharia, Koran, Gleichberechtigung, Mohammed und soziale Gerechtigkeit.
Wie unterscheidet sich die vorislamische Phase laut der Autorin von der späteren Entwicklung?
Die Arbeit führt aus, dass Frauen vor der Islamisierung in vielen Bereichen mehr Freiheiten hatten, etwa im Handel oder bei der Partnerwahl, und sogar politische Führungspositionen bekleideten.
Welche Rolle spielen die Hadithe in der Argumentation der Autorin?
Die Autorin nutzt Hadithe, um zu illustrieren, wie die Einstellung Mohammeds zu Frauen und deren Sexualität die bis heute existierenden Einschränkungen und frauenfeindlichen Interpretationen begründet haben.
Was ist das zentrale Fazit zur Demokratiefähigkeit des Islams in dieser Arbeit?
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass das islamische Frauenbild, wie es derzeit in vielen fundamentalistischen Auslegungen praktiziert wird, kaum mit einem demokratischen Gleichheitsverständnis vereinbar ist, und mahnt eine Anpassung an moderne Anforderungen an.
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- Sevil Yildiz (Author), 2007, Die Gerechtigkeit der Frauen im Islam, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147244