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Mehrsprachigkeit - als Chance?

Title: Mehrsprachigkeit - als Chance?

Term Paper , 2008 , 15 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Ferda Cav (Author)

Pedagogy - General
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Ist das Gehirn eines Mehrsprachigen anders gebaut als das Gehirn eines Einsprachigen? Kann das Gehirn durch frühen Zweitspracherwerb überlastet werden? Gib es Altersschwellen für den Zweitspracherwerb? Und welches ist die optimale Spracherwerbsmethode? Diese und ähnliche Fragen tauchen auf, wenn das Thema „Mehrsprachigkeit“ diskutiert wird. Einerseits wird von einer Seite her postuliert, dass das Gehirn eines Kindes durch zu viele Sprachen überlastet wird, während die andere Seite ins Feld rührt, dass nur das Gehirn von Kleinkindern noch plastisch genug ist, um Sprachen leicht zu lernen. Die Ausarbeitung dieser Fragen mit Bezugnahme zum Konzept „Fremdsprache in der Grundschule“ soll Gegenstand dieser Arbeit sein.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Hauptteil

1. Sprachzentren im Gehirn

1.1 Muttersprache

1.2 Wie ist Mehrsprachigkeit definiert?

1.3 Ein Gehirn – mehrere Sprachen

1.4 Wie hält das Gehirn mehrere Fremdsprachen auseinander?

1.5 Altersgrenze

2. Fremdsprache im Kindergarten

Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die neurobiologischen und kognitiven Grundlagen der Mehrsprachigkeit, um die Frage zu klären, ob ein früher Zweitspracherwerb eine Chance darstellt oder das Gehirn überfordert. Dabei werden neuronale Mechanismen, kritische Altersgrenzen beim Sprachenlernen sowie erfolgreiche pädagogische Ansätze im Kindergartenalter analysiert.

  • Neurobiologische Repräsentation von Sprachen im Gehirn
  • Unterscheidung zwischen Erst- und Zweitspracherwerb
  • Kritische Zeitfenster für verschiedene Sprachkomponenten
  • Code-switching als kompetentes Sprachverhalten
  • Praktische Implementierung von Immersion in Kindergärten

Auszug aus dem Buch

1.3 Ein Gehirn – mehrere Sprachen

Sind die verschiedenen Sprachen eines Mehrsprachigen unterschiedlich lokalisiert? Spielt die typologische Nähe zweier Sprachen eine Rolle bei ihrer Repräsentation im Gehirn? Hat das Erwerbsalter einen Einfluss auf die neuronale Organisation der Sprachen? Welche Areale erlauben die Selektion zwischen den Sprachen (einsprachiger Gebrauch, Code switching etc.)? All dies sind Fragen, die auftauchen wenn man verstehen will, wie das Gehirn mit mehreren Sprachen umgeht.

Die Vorstellung, dass einzelne Sprachen mehrsprachiger Personen in unterschiedlichen Regionen des Gehirns repräsentiert werden, geht auf Studien bei Aphasikern (Menschen mit Sprachverlust) zurück. Durch Hirnverletzungen wird die Sprachverarbeitung der zwei Sprachen bei Zweisprachigen unterschiedlich betroffen, gelegentlich sogar nur eine der zwei Sprachen. Doch in der überwiegenden Mehrzahl der Studien mit PET oder fMRI waren keine Unterschiede in der regionalen Aktivierung der zwei Sprachen eines Individuums zu sehen: weder bei Produktion oder Perzeption von Worten noch beim Sprachverständnis auf der Satzebene, nicht bei hoher Sprachkompetenz in der Zweitsprache und auch nicht bei frühen Zweisprachigen während freier Sprachproduktion trotz großer typologischer Unterschiede (Englisch – Mandarin). Keinen Unterschied in der Aktivierung ist auch bei frühen Bilingualen zu finden. Frühe Bilinguale aktivieren bei freiem Sprachgebrauch in der ersten und zweiten Sprache die gleichen frontalen Broca-Areale im Gehirn, während späte Bilinguale unterschiedliche Regionen bei Gebrauch von erster oder zweiter Sprache aktivieren.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung hinterfragt die veraltete Annahme, Zweisprachigkeit könne Kinder überfordern, und plädiert für die Vorteile früher Mehrsprachigkeit als wertvolle Kompetenz.

Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die neurologischen Sprachzentren, die neurobiologischen Unterschiede beim Erwerb von Sprachen sowie die Bedeutung von Altersgrenzen und Immersionskonzepten.

1. Sprachzentren im Gehirn: Dieses Kapitel erläutert die anatomischen Grundlagen wie Broca- und Wernicke-Zentrum und ihre Rolle bei der Sprachproduktion und -verarbeitung.

1.1 Muttersprache: Hier wird die unbewusste, intuitive Erlernung der Muttersprache als kommunikative Kompetenz definiert.

1.2 Wie ist Mehrsprachigkeit definiert?: Dieses Kapitel differenziert zwischen simultaner und sukzessiver Mehrsprachigkeit und thematisiert das Phänomen des Code-switchings.

1.3 Ein Gehirn – mehrere Sprachen: Diese Sektion untersucht, ob Sprachen unterschiedlich im Gehirn lokalisiert sind und welche Rolle das Erwerbsalter für die neuronale Aktivierung spielt.

1.4 Wie hält das Gehirn mehrere Fremdsprachen auseinander?: Hier wird der Mechanismus der neuronalen Umschaltstelle bei Mehrsprachigen zur Hemmung bzw. Aktivierung verschiedener Sprachen erklärt.

1.5 Altersgrenze: Dieses Kapitel diskutiert die neurobiologische Plastizität und kritische Zeitfenster für verschiedene Komponenten wie Phonologie, Syntax und Wortschatz.

2. Fremdsprache im Kindergarten: Hier werden praktische Modelle der Immersionspädagogik vorgestellt, um Sprachen in der frühkindlichen Bildung einzuführen.

Schluss: Das Fazit fasst zusammen, dass Mehrsprachigkeit keine Überforderung darstellt, sondern eine lebenslang modifizierbare Fähigkeit des Gehirns ist.

Schlüsselwörter

Mehrsprachigkeit, Gehirn, Sprachzentren, Broca-Areal, Wernicke-Areal, Spracherwerb, Zweisprachigkeit, Immersion, Code-switching, neuronale Plastizität, kritisches Zeitfenster, Erstsprache, Fremdsprache, kognitive Entwicklung, Phonologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen von Mehrsprachigkeit auf die kindliche Entwicklung und die neurobiologische Struktur des menschlichen Gehirns.

Welche zentralen Themenfelder behandelt das Dokument?

Im Zentrum stehen die neurologische Sprachverarbeitung, der Unterschied zwischen Erst- und Zweitspracherwerb sowie die pädagogische Umsetzung von Immersionskonzepten im Kindergarten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Frage zu klären, ob früher Zweitspracherwerb das Gehirn überlastet oder ob er als Chance für die kognitive Entwicklung der Kinder betrachtet werden sollte.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse neurobiologischer Studien (u.a. bildgebende Verfahren wie MRT, fMRT und PET) sowie die Evaluation eines praktischen Sprachprojekts.

Was sind die Inhalte des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die neurologische Fundierung der Sprachzentren, die Definition von Mehrsprachigkeitsformen, die Analyse kritischer Altersgrenzen und die Praxis der Immersion.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind neuronale Plastizität, Sprachareale, Immersion, kritisches Zeitfenster, Code-switching und bilinguale Erziehung.

Warum spielt die Altersgrenze von drei Jahren eine Rolle bei der Grammatik?

Studien legen nahe, dass die neuronale Assimilation grammatikalischer Feinheiten schwieriger wird, wenn eine Sprache erst nach dem dritten Lebensjahr erlernt wird, während der Wortschatz zeitlebens erweiterbar bleibt.

Was ist der Vorteil des Immersionsansatzes im Kindergarten?

Durch die Immersion lernen Kinder die neue Sprache natürlich und intuitiv im Arbeits- und Spielalltag, ohne dem Leistungsdruck herkömmlichen Unterrichts ausgesetzt zu sein.

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Details

Title
Mehrsprachigkeit - als Chance?
College
University of Freiburg
Course
Pädagogische Studien für Lehramtsstudierende
Grade
2,0
Author
Ferda Cav (Author)
Publication Year
2008
Pages
15
Catalog Number
V147284
ISBN (eBook)
9783640589326
ISBN (Book)
9783640589876
Language
German
Tags
Mehrsprachigkeit Chance
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ferda Cav (Author), 2008, Mehrsprachigkeit - als Chance?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147284
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