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Paradoxien im Dialog

Title: Paradoxien im Dialog

Seminar Paper , 2008 , 38 Pages , Grade: 2

Autor:in: Christoph Egger (Author)

Communications - Interpersonal Communication
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"Der Teufel forderte Gott auf, seine Allmächtigkeit zu beweisen, indem er einen Stein schafft, der so schwer ist, dass er ihn selbst nicht heben kann. Ob Gott darauf eingeht oder nicht, er muss die Grenzen seiner Macht einbekennen."

Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Situationen in einem Dialog, die eine Bereitschaft zur Kooperation im eigentlichen Sinne unmöglich machen. Besonders wenn man durch jemanden aufgefordert wird etwas zu machen, dass man entweder in der Gedankenstruktur nicht nachvollziehen kann oder die Ausführung an sich unmöglich scheint. Das kann im Umfeld der Familie, im Geschäftsleben, in einer Alltagskommunikation oder auch in einem Gespräch stattfinden, das man mit sich selbst führt. Paradoxe Situationen in der Kommunikation können somit zu einer optional verbundenen Handlungsohnmacht führen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. EINLEITUNG

II. THEORETISCHE GRUNDLAGEN UND BEGRIFFSBESTIMMUNG

1 DEFINITION

1.1. Paradoxie

1.2. Dialog

2. ARTEN VON PARADOXIEN

3. METASPRACHE UND OBJEKTSPRACHE

4. FRAGESTELLUNGEN

III. PARADOXIEN IM DIALOG

1. PARADOXE HANDLUNGSAUFFORDERUNGEN

1.1. Bestandteile einer paradoxen Handlungsaufforderung

1.2. Die „Sei spontan“ Theorie

1.3. Individuum und Gesellschaft

1.4. Individuum und Familie

1.5. Individuum und Selbstverständnis

2. PARADOXE VORAUSSAGEN

2.1. Paradoxien bei vertrauensbezogener Erwartungshaltung

2.2. Logik als Stolperstein bei subtiler Komplexität

3. DIE DOPPELBINDUNGSTHEORIE

3.1. Bestandteile der Doppelbindung

3.2. Die verkehrte Welt

3.3. Der Bezug zur Schizophrenie

3.4. Widerspruch oder Paradoxie

IV. LÖSUNGSANSÄTZE

1.1. Empathie als reaktive Maßnahme gegen Paradoxien im Dialog

1.2. Paraverbale und nonverbale Kommunikation als reflexive Decodierung

1.3. Verwendung von Objekt- und Metaregeln

1.4. Paradoxe Intervention

V. KRITISCHE BETRACHTUNG

VI. ZUSAMMENFASSUNG UND FAZIT

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht paradoxe Kommunikationssituationen im Dialog, die eine konstruktive Kooperation unmöglich machen. Ziel ist es, das System hinter solchen Paradoxien zu analysieren, ihre Auswirkungen auf das Individuum zu beleuchten und theoretische sowie praktische Lösungsansätze zu hinterfragen.

  • Struktur und Definition paradoxer Kommunikationsformen
  • Pragmatische Paradoxien wie Handlungsaufforderungen und Voraussagen
  • Die Doppelbindungstheorie und ihr pathogener Bezug zur Schizophrenie
  • Lösungsansätze durch Metakommunikation und Paradoxe Intervention

Auszug aus dem Buch

1.2. Die „Sei spontan“ Theorie

Diese Theorie zählt wahrscheinlich zu der häufigsten Form von Paradoxien im Dialog (vgl. Watzlawick, Beavin, Jackson 2000: 184). Dabei wird der Empfänger aufgefordert, etwas „spontan“ zu machen. Eine paradoxe Situation, denn sobald man eine Aufforderung zu einer Handlung erhält, kann die Ausführung davon nicht mehr spontan sein. Ähnliche Beispiele in diesem Kontext wären: vorsätzlich tiefer zu schlafen (vgl. Watzlawick 2005: 91f), oder bewusst an etwas nicht zu denken.

Diese besonders paradoxe Art einer Aufforderung kann aber nicht gleichgesetzt werden mit der paradoxen Handlungsaufforderung. Wie oben bereits beschrieben besteht diese nämlich aus drei Bestandteilen und kann erst dann als vollständig angesehen werden, wenn alle drei gegeben sind. Bei der „Sei spontan“ Theorie ist die komplementäre Beziehung nicht unmittelbar vorausgesetzt. Es ist ebenso möglich eine erst kürzlich vorgestellte Bekanntschaft zu einer spontanen Handlung aufzufordern, ohne dabei zu dieser Person in einem gebundenen oder ergänzenden Verhältnis zu stehen.

Damit kann der Prototyp „Sei spontan“ als überwiegend theoretisches Problem betrachtet werden. Als real hingegen gelten alltägliche Situationen, in denen bereits eine komplementäre Beziehung gegeben ist. (Vgl. Edmond, Picard 1991: 92)

Zusammenfassung der Kapitel

I. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Paradoxien im Dialog und Abgrenzung der Zielsetzung der Arbeit.

II. THEORETISCHE GRUNDLAGEN UND BEGRIFFSBESTIMMUNG: Definition der zentralen Begriffe Paradoxie und Dialog sowie Einordnung in die theoretischen Rahmenbedingungen.

III. PARADOXIEN IM DIALOG: Analyse pragmatischer Paradoxien, unterteilt in Handlungsaufforderungen, Voraussagen und die Doppelbindungstheorie.

IV. LÖSUNGSANSÄTZE: Darstellung verschiedener Strategien wie Empathie, Reflexion der Körpersprache, Metaregeln und die Paradoxe Intervention.

V. KRITISCHE BETRACHTUNG: Hinterfragung der Unterscheidung zwischen theoretischen und realen Paradoxien anhand ausgewählter Beispiele.

VI. ZUSAMMENFASSUNG UND FAZIT: Rekapitulation der wichtigsten Ergebnisse und abschließende Beantwortung der Forschungsfragen.

Schlüsselwörter

Paradoxie, Dialog, Kommunikation, Handlungsaufforderung, Doppelbindung, Schizophrenie, Metasprache, Objektsprache, Paradoxe Intervention, Empathie, Körperhaltung, pathogene Kommunikation, Kooperation, Selbstverständnis, Interaktion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit Situationen im Dialog, in denen paradoxe Anforderungen eine kooperative Verständigung verhindern und den Empfänger in eine ausweglose Lage bringen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind paradoxe Handlungsaufforderungen, die Doppelbindungstheorie, paradoxe Voraussagen und die Untersuchung von Lösungsansätzen für solche kommunikativen Blockaden.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, das System hinter Paradoxien im Dialog zu verstehen, zu prüfen, ob sie die Entwicklung von Menschen beeinträchtigen können, und nach Wegen zur Auflösung dieser Paradoxien zu suchen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche, bei der bestehende Theorien, insbesondere aus der Schule von Palo Alto, analysiert, verglichen und auf Fallbeispiele angewandt werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der verschiedenen Arten pragmatischer Paradoxien (Handlungsaufforderungen, Voraussagen, Doppelbindungen) und diskutiert anschließend diverse Lösungsansätze.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Paradoxie, Dialog, Doppelbindung, Metasprache, Objektsprache und Paradoxe Intervention.

Warum ist die „Sei spontan“-Aufforderung für die Kommunikation so schwierig?

Sie ist paradox, da der Empfänger aufgefordert wird, etwas Spontanes zu tun; sobald die Handlung jedoch auf Anweisung geschieht, verliert sie ihre Spontaneität.

Gibt es eine endgültige Lösung für Paradoxien im Dialog?

Nach Ansicht des Autors gibt es keine einfache Lösung. Lösungsversuche scheitern oft daran, dass das Problem selbst wieder Teil der Paradoxie wird, es sei denn, man kann erfolgreich auf eine Metaebene der Kommunikation wechseln.

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Details

Title
Paradoxien im Dialog
College
University of Salzburg
Course
Dialog und verständigungsorientierte Kommunikation
Grade
2
Author
Christoph Egger (Author)
Publication Year
2008
Pages
38
Catalog Number
V147295
ISBN (eBook)
9783640566150
ISBN (Book)
9783640566525
Language
German
Tags
Dialog Paradoxie Paradoxien paradoxe Intervention Metakommunikation Doppelbindungstheorie double-bind theory Schizophrenie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christoph Egger (Author), 2008, Paradoxien im Dialog, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147295
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