Der Einsatz multisensualer Elemente gewinnt vor allem im Handel immer mehr an Bedeutung, um Produkte am Point of Sale gezielt zu bewerben. Speziell im Bereich des Duftmarketings werden Konsumenten vermehrt unbewusst angesprochen.
Diese Arbeit beschäftigt sich im Detail mit der Ausrichtung von olfaktorischen Elementen am POS im Einzelhandel und versucht die Wirkung auf die Geschlechter theoretisch zu beschreiben. Somit ergibt sich als wesentliches Ziel, den Geschlechterbezug im Einsatz von multisensualen Marketingelementen zu erheben. Um dieses Ziel erreichen zu können, ist es notwendig einen Überblick über die Grundlagen des Duftmarketings sowie des Gendermarketings zu verschaffen.
Darauf Aufbauend wurden bereits vorhandene Erkenntnisse aus Einzelhandels- Studien und Forschungsschwerpunkten miteinander verknüpft. Dadurch wurde es möglich einen Bezug der geschlechterspezifischen Ansprache im Duftmarketing herzustellen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation und Problemstellung
1.2 Ziele der Arbeit
1.3 Wege zur Lösung (Bezugsrahmen)
2 Multisensuale Marketingelemente
2.1 Audio Marketing
2.2 Visuelles Marketing
2.3 Haptisches Marketing
2.4 Gustatorisches Marketing
2.5 Olfaktorisches Marketing
3 Duftmarketing
3.1 Grundlagen des Duftmarketing
3.2 Determinanten der Duftwahrnehmung
3.3 Das zentrale olfaktorische System
3.4 Das zentrale trigeminale System
3.5 Geruchswahrnehmung aus physiologischer Sicht
3.6 Geruchswahrnehmung aus psychologischer Sicht
3.7 Gesundheitliches Risiko von Duftstoffen
4 Gendermarketing
4.1 Sex und Gender Besonderheiten
4.1.1 Biologisch genetische Unterschiede
4.1.2 Kognitive Unterschiede der Geschlechter
5 Duftmarketing im Einzelhandel
5.1 Einsatzgebiete am POS
5.2 Dimensionen des Dufteinsatzes im Marketing
5.3 Geschlechterwirksamer Einsatz von Duftmarketing im Einzelhandel
5.4 Aktuelle Studien und Forschungsgebiete
6 Resümee
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den Einsatz multisensualer Marketingelemente im Einzelhandel mit einem spezifischen Fokus auf olfaktorische (Duft-)Kommunikation. Ziel ist es, durch die Verknüpfung von Erkenntnissen aus den Bereichen Duftmarketing und Gendermarketing zu erheben, wie geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Wahrnehmung und Wirkung von Düften am Point of Sale bestehen und genutzt werden können.
- Grundlagen multisensualer Markenkommunikation
- Physiologische und psychologische Wirkungsweise von Düften
- Gendermarketing: Unterschiede im Kaufverhalten von Frauen und Männern
- Strategischer Einsatz von Duftmarketing am Point of Sale
- Analyse geschlechterspezifischer Reaktionen auf olfaktorische Reize
Auszug aus dem Buch
5.3 Geschlechterwirksamer Einsatz von Duftmarketing im Einzelhandel
Bei Kastner & Öhler in Graz, wurden in der Damenwäsche Abteilung durch Einsatz spezieller Duftautomaten über die Frischluftzufuhr in geringer Konzentration Duftaromen versprüht, und es stellte sich heraus, dass die Verweildauer bei den Konsumenten um 29 Prozent erhöht werden konnte. Des Weiteren empfanden die Kunden das Einkaufserlebnis während dieser Beduftung als wesentlich ansprechender. Jedoch sind die zuständigen Personen bei Kastner & Öhler noch skeptisch, ob eine Beduftung langfristig zu Umsatzsteigerungen führen kann. Um eine entsprechende Aussage treffen zu können, wird noch ein unabhängiger Vergleich einer neutralen und einer bedufteten Damenunterwäsche - Abteilung benötigt.
Da bekannt ist, dass zwei Drittel aller Kaufentscheidungen am POS getroffen werden, müssen die Kunden gezielt vor Ort angesprochen und beeinflusst werden. Das Unternehmen Humanic hat ebenfalls über den Duft versucht, Verweildauer, Spontankäufe und Kauferlebnis zu steigern, mit Erfolg. Auch in diesem Fall konnte die unbewusste Anregung mit olfaktorischen Elementen im Handel Wirkung zeigen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Vorstellung der Problemstellung und der wachsenden Bedeutung multisensualer Markenkommunikation im Handel.
2 Multisensuale Marketingelemente: Überblick über die fünf Sinne im Marketing und deren Bedeutung für die Markenwahrnehmung und Kundenbindung.
3 Duftmarketing: Detaillierte Analyse der olfaktorischen Wahrnehmung sowie der physiologischen und psychologischen Wirkmechanismen von Düften.
4 Gendermarketing: Untersuchung der Unterschiede zwischen Frauen und Männern in Bezug auf Biologie, Kognition und Konsumverhalten.
5 Duftmarketing im Einzelhandel: Praktische Anwendung und Auswertung von Duftmarketing am Point of Sale unter Berücksichtigung geschlechterspezifischer Ansätze.
6 Resümee: Zusammenfassende Erkenntnis, dass Duftmarketing ein großes Potenzial bietet, jedoch eine stimmige multisensuale Strategie erfordert.
Schlüsselwörter
Duftmarketing, Multisensuales Marketing, Gendermarketing, Point of Sale, Konsumentenverhalten, Olfaktorik, Markenkommunikation, Geruchswahrnehmung, Geschlechterunterschiede, Kundenbindung, Verweildauer, Markenidentität, Duftstoffe, Kauferlebnis, Sinneswahrnehmung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Wirkung von multisensualen Marketingelementen, insbesondere Düften, auf Konsumenten im Einzelhandel unter Berücksichtigung von Geschlechterunterschieden.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit verknüpft die Bereiche Duftmarketing, Sinneswahrnehmung, Gendermarketing und moderne POS-Marketingstrategien.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, geschlechterspezifische Unterschiede bei der Ansprache durch olfaktorische Marketingelemente theoretisch zu erarbeiten und deren Wirksamkeit zu belegen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die bestehende Literatur, Studien und Forschungsergebnisse zum Duft- und Gendermarketing verknüpft.
Was steht im Hauptteil der Arbeit im Mittelpunkt?
Der Hauptteil analysiert die olfaktorische Wahrnehmung, die biologischen und kognitiven Unterschiede zwischen den Geschlechtern sowie den praktischen Einsatz von Duft im Einzelhandel.
Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Duftmarketing, Multisensuales Marketing, Gendermarketing, Point of Sale und Konsumentenverhalten.
Warum spielt das "Gendermarketing" eine so große Rolle bei der Duftwahrnehmung?
Da Frauen und Männer unterschiedliche kognitive und biologische Voraussetzungen für die Verarbeitung olfaktorischer Reize besitzen, kann eine geschlechtsspezifische Duftstrategie die emotionale Wirkung und Markenbindung signifikant erhöhen.
Gibt es praktische Beweise für den Erfolg von Duftmarketing?
Ja, der Autor führt Beispiele wie Kastner & Öhler und Humanic an, bei denen durch den gezielten Einsatz von Düften die Verweildauer der Kunden nachweislich erhöht werden konnte.
- Quote paper
- Manuel Feier (Author), 2009, Der Einsatz multisensualer Elemente im Marketing und die Wirkung auf Frauen und Männer, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147296