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Was ist Willensfreiheit? Eine Untersuchung anhand Aristoteles' Handlungstheorie

Título: Was ist Willensfreiheit? Eine Untersuchung anhand Aristoteles' Handlungstheorie

Trabajo Escrito , 2020 , 12 Páginas

Autor:in: Sabrina Wirth (Autor)

Filosofía - Otras
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Kann ein einzelnes Individuum wirklich frei entscheiden, ohne von äußeren Umständen oder anderen Gegebenheiten beeinflusst zu sein? Sind unsere Entscheidungen letzten Endes vorherbestimmt, sodass ein freier Wille nichts mehr als bloße Illusion ist?
In dieser Arbeit werde ich im ersten Kapitel den Begriff der Willensfreiheit erläutern. Weshalb gibt es keine einheitliche Definition der Willensfreiheit? Welche Thesen gibt? Worin unterscheiden sie sich? Den Hauptfokus werde ich hierbei auf die deterministische Weltanschauung legen.

Im zweiten Kapitel möchte ich Aristoteles` Nikomachische Ethik auf seine Vorstellung von Willensfreiheit untersuchen. Hier gehe ich insbesondere auf die Handlungstheorie in Buch III ein, welche Aristoteles` Definition von Willensfreiheit zu Grunde liegt.
Im letzten Kapitel ziehe ich ein Fazit, was wir auf Grund der Untersuchungen von Aristoteles` Nikomachischer Ethik über Willensfreiheit sagen können und nehme nochmals Bezug zur deterministischen Weltanschauung im Vergleich mit Aristoteles Handlungstheorie.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DER BEGRIFF DER WILLENSFREIHEIT

2.1 DIE THESEN DER WILLENSFREIHEIT

3. WILLENSFREIHEIT BEI ARISTOTELES

3.1 FREIWILLIGE UND UNFREIWILLIGE HANDLUNGEN (NE III 1-3, 1109B 30 - 1111A 46)

3.2 DIE ENTSCHEIDUNG DURCH VERNUNFT (NE III 4-6, 1111A 46 – 1113A 42)

3.3 DIE ZURECHNUNG DER VERANTWORTUNG FÜR DIE EIGENEN HANDLUNGEN (NE III 7-8, 1113A 42 - 1115A 4)

4. FAZIT

5. QUELLEN- UND LITERATURVERZEICHNIS

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegende philosophische Frage der Willensfreiheit durch eine Analyse der Handlungstheorie des Aristoteles, insbesondere im Kontext der Nikomachischen Ethik. Dabei wird geklärt, wie Aristoteles zwischen freiwilligen und unfreiwilligen Handlungen unterscheidet und welche Rolle die Vernunft bei Entscheidungen spielt, um die moralische Verantwortbarkeit des Menschen zu begründen.

  • Die begriffliche Klärung der Willensfreiheit.
  • Die Rolle der Vernunft und Entscheidung (Prohairesis) bei Aristoteles.
  • Differenzierung zwischen freiwilligen und unfreiwilligen Handlungen.
  • Der Zusammenhang von Handlungsverantwortung und moralischer Zurechnung.
  • Das Spannungsfeld zwischen Determinismus und Freiheit.

Auszug aus dem Buch

3.1 Freiwillige und unfreiwillige Handlungen

In Kapitel 1-3 des dritten Buches der Nikomachischen Ethik setzt Aristoteles sich mit der Unterscheidung zwischen willentlich und unwillentlich ausgeführten Handlungen auseinander. Dies sei die Voraussetzung für eine Bewertung von Handlungen.

Zuerst untersucht Aristoteles den Begriff der Unfreiwilligkeit, denn nur so könne man freiwillige Handlungen bestimmen. Als unfreiwillig definiert Aristoteles solche Handlungen, die unter Gewalt oder aus Unwissenheit geschehen. Taten unter Gewalt sollten unter dem Kriterium stehen, dass die Handlung bedauert und nicht aus Freude vollzogen wird. Handlungen aus Unwissenheit sind grenzwertig, da zuerst festgestellt werden muss, ob diese Informationsmangel oder aus eingeschränkten kognitiven Fähigkeiten entstanden sind. „Die Unwissenheit bei der Entscheidung ist nicht Ursache der Unfreiwilligkeit, sondern der Minderwertigkeit, und auch nicht die Unwissenheit im allgemeinen Sinn [...]“

In Folge seiner Untersuchung benennt Aristoteles auch Handlungen, die einen sogenannten „Mischcharakter“ besitzen, zum Beispiel Handlungen, welche man nicht an sich wählen würde, aber dies nur tut, weil sie ein größeres Unheil verhindern. Diese stehen allerdings mehr im Freiwilligen, da sie im Moment der Ausführung frei gewählt wurden und man sich noch hätte gegen diese Handlung entscheiden können.

„Als unfreiwillig gilt also, was unter Zwang und auf Grund von Unwissenheit geschieht. Dementsprechend darf als freiwillig das gelten, dessen bewegendes Prinzip in dem Handelnden selbst liegt, wobei er ein volles Wissen von den Einzelumständen der Handlung hat.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in das Thema der Willensfreiheit und Vorstellung der methodischen Herangehensweise an die aristotelische Handlungstheorie.

2. DER BEGRIFF DER WILLENSFREIHEIT: Definition der grundlegenden Problematik des freien Willens sowie Vorstellung verschiedener Thesen wie Determinismus und Kompatibilismus.

2.1 DIE THESEN DER WILLENSFREIHEIT: Ausdifferenzierung der Bedingungen für Freiheit sowie Einordnung der theoretischen Positionen wie Libertarismus und Inkompatibilismus.

3. WILLENSFREIHEIT BEI ARISTOTELES: Einbettung der aristotelischen Handlungstheorie in das Gesamtwerk der Nikomachischen Ethik und Einführung in sein Konzept des höchsten Zieles.

3.1 FREIWILLIGE UND UNFREIWILLIGE HANDLUNGEN (NE III 1-3, 1109B 30 - 1111A 46): Analyse der aristotelischen Kriterien für Unfreiwilligkeit durch Zwang oder Unwissenheit.

3.2 DIE ENTSCHEIDUNG DURCH VERNUNFT (NE III 4-6, 1111A 46 – 1113A 42): Untersuchung darüber, wie die menschliche Vernunft durch Überlegung Entscheidungen über Handlungsoptionen trifft.

3.3 DIE ZURECHNUNG DER VERANTWORTUNG FÜR DIE EIGENEN HANDLUNGEN (NE III 7-8, 1113A 42 - 1115A 4): Diskussion der moralischen Rechenschaftspflicht des Menschen für seine Taten trotz äußerer Umstände oder Unwissenheit.

4. FAZIT: Zusammenfassende Reflexion über das Vereinbarkeitsproblem von Determinismus und Willensfreiheit im Lichte der aristotelischen Ethik.

5. QUELLEN- UND LITERATURVERZEICHNIS: Verzeichnis der verwendeten Primär- und Sekundärquellen.

Schlüsselwörter

Willensfreiheit, Aristoteles, Nikomachische Ethik, Handlungstheorie, Determinismus, Freiheit, moralische Verantwortung, Vernunft, Entscheidung, Unfreiwilligkeit, Zwang, Handlungsoptionen, Ethik, Kompatibilismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das klassische philosophische Problem der Willensfreiheit und analysiert kritisch, inwieweit der Mensch gemäß der Theorie von Aristoteles tatsächlich für seine Taten verantwortlich gemacht werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Möglichkeiten der Freiheitsdeutung, das Spannungsfeld zwischen deterministischen Weltanschauungen und dem menschlichen freien Willen sowie die ethische Zurechnung von Handlungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Willensbildungs- und Entscheidungsprozess bei Aristoteles zu beleuchten, um zu verstehen, ob und wie menschliches Handeln frei begründet sein kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philosophische Textanalyse der Nikomachischen Ethik (insbesondere Buch III) von Aristoteles, ergänzt durch moderne philosophische Interpretationen zum Determinismus.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung der Willensfreiheit, die detaillierte Darstellung der aristotelischen Kriterien für Handlungsmotivation sowie die Analyse der Zurechenbarkeit von Handlungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Willensfreiheit, Vernunft, moralische Verantwortung, aristotelische Handlungstheorie, Freiheit und die Kategorien von freiwilligen versus unfreiwilligen Handlungen.

Wie unterscheidet Aristoteles konkret zwischen freiwilligen und unfreiwilligen Handlungen?

Aristoteles definiert unfreiwillige Handlungen als solche, die durch äußere Gewalt oder Unwissenheit erzwungen werden, während freiwillige Handlungen dadurch ausgezeichnet sind, dass das bewegende Prinzip in der Person selbst liegt.

Warum ist laut der Arbeit Wissen eine Voraussetzung für Verantwortung?

Wissen über die Einzelumstände einer Handlung ist essenziell, da nur wer die Konsequenzen und Umstände seines Tuns bewusst überblickt, das moralische Prinzip seines Handelns in sich trägt und damit die Verantwortung übernehmen kann.

Welche Rolle spielt die „Vernunft“ bei einer Entscheidung?

Die Vernunft dient dazu, aus existierenden Handlungsoptionen rational auszuwählen. Erst durch den Verstand wird eine Handlung zu einem überlegten Entschluss, der als frei gewertet werden kann.

Final del extracto de 12 páginas  - subir

Detalles

Título
Was ist Willensfreiheit? Eine Untersuchung anhand Aristoteles' Handlungstheorie
Universidad
Johannes Gutenberg University Mainz  (Philosophie und Philologie)
Curso
Willensfreiheit (Hauptseminar)
Autor
Sabrina Wirth (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
12
No. de catálogo
V1472988
ISBN (PDF)
9783389021323
ISBN (Libro)
9783389021330
Idioma
Alemán
Etiqueta
Willensfreiheit Aristoteles Handlungstheorie Vernunft
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sabrina Wirth (Autor), 2020, Was ist Willensfreiheit? Eine Untersuchung anhand Aristoteles' Handlungstheorie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1472988
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