Die Arbeit behandelt das Konzept des selbstgesteuerten Lernens, das darauf abzielt, dass Lernende aktiv in ihren Lernprozess eingreifen, um den Erfolg zu steigern. Sie diskutiert verschiedene metakognitive Strategien, die dabei helfen können, Ablenkung zu reduzieren. Die Arbeit untersucht, welche dieser Strategien das selbstgesteuerte Lernen positiv beeinflussen können, und ob es Unterschiede gibt, je nachdem, ob es sich um Schüler, Studenten oder erwachsene Lernende handelt. Es werden auch theoretische Hintergründe wie die sozialkognitive Theorie von Bandura und das Prozessmodell der Selbstregulation von Schmitz et al. erläutert, sowie der Begriff der Metakognition nach Weinert erklärt. Die Arbeit schließt mit der Darstellung von Assessments zur Bestimmung metakognitiver Fähigkeiten und einer Untersuchung, wie diese Fähigkeiten mit dem Erfolg im akademischen Umfeld zusammenhängen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Selbstgesteuertes Lernen
2.1. Begriffserklärung und Definition
2.2. Sozialkognitive Theorie nach Bandura
2.3. Prozessmodell der Selbstregulation nach Schmitz et al.
3. Metakognition
3.1. Metakognition nach Weinert
3.2. Metakognitive Fähigkeiten im Altersverlauf
3.3. Assessment metakognitiver Fähigkeiten in der akademischen Bildung
3.3.1. Assessments
3.3.2. Akademische Bildung
4. Diskussion
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Assessment metakognitiver Fähigkeiten im Kontext der akademischen Bildung und der beruflichen Weiterbildung, indem sie die theoretischen Grundlagen des selbstgesteuerten Lernens und der Metakognition beleuchtet, um deren Bedeutung für den Lernerfolg herauszuarbeiten.
- Theoretische Modelle der Selbstregulation (Bandura, Schmitz et al.)
- Begriffliche Differenzierung und Komponenten der Metakognition (Weinert)
- Entwicklung metakognitiver Fähigkeiten über die Lebensspanne
- Methoden zur Erfassung metakognitiver Kompetenzen (Assessments)
- Zusammenhang zwischen metakognitiven Strategien und akademischer Leistung
Auszug aus dem Buch
3.1. Metakognition nach Weinert
Metakognition subsummiert sämtliche Kenntnisse, Fertigkeiten und Einstellungen, die für die Auswahl, Entscheidung, Initiation und Durchführung von Strategien, sowie zur Organisation und Kontrolle dieser, in Lern- und Denkprozessen notwendig oder hilfreich sind (Weinert, 1994, S. 193).
Weinert unterscheidet metakognitive Kompetenzen in metakognitives Wissen oder ein „Metagedächtnis“ (ebd.; Flavell, 1971, S. 277), in exekutive metakognitive Fertigkeiten sowie in metamotivationale und metavolitionale Bedingungen.
Metakognitives Wissen sei demnach die mit dem Alter des Kindes zunehmende Fähigkeit zur Introspektion, um so Kenntnis und Bewusstsein über ablaufende Lern- und Gedächtnisprozesse zu erlangen. Des Weiteren ist das Metawissen zusammen mit dem damit verbundenen Handlungsbewusstsein Grundlage und Grund zugleich dafür, dass Informationen intelligent geordnet und oben genannte Prozesse effektive überwacht werden können. Das so gewonnene intuitive Erfahrungswissen sei wiederum die Voraussetzung, neue metakognitive Kompetenzen zu erwerben (Weinert, 1994, S. 194; vgl. auch Schraw, 1998, S. 114).
Exekutive metakognitive Fähigkeiten beschreiben eben jene Überwachung, Steuerung, Korrektur und Evaluation dieser Lern- und Denkvorgänge. Diese seien weitgehend automatisiert, können aber eine bewusste Handlungssteuerung bewirken. Dazu sei der Rückgriff auf das Metawissen notwendig (Weinert, 1994, S. 195).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik des selbstgesteuerten Lernens ein, erläutert die Relevanz metakognitiver Strategien für den Lernerfolg und skizziert den Aufbau der Arbeit.
2. Selbstgesteuertes Lernen: Dieses Kapitel definiert das Konzept des selbstgesteuerten Lernens und stellt die theoretischen Rahmenmodelle von Bandura sowie Schmitz et al. vor.
3. Metakognition: Hier erfolgt eine theoretische Fundierung der Metakognition nach Weinert, die Betrachtung der Altersentwicklung sowie die Darstellung aktueller Assessments und deren Bedeutung in der akademischen Bildung.
4. Diskussion: Das abschließende Kapitel reflektiert die erarbeiteten Befunde zur Bedeutung der Metakognition und weist auf den weiteren Forschungsbedarf hinsichtlich der Anwendbarkeit im Bildungsalltag hin.
Schlüsselwörter
Selbstgesteuertes Lernen, Metakognition, Selbstregulation, Sozialkognitive Theorie, Assessment, Akademische Bildung, Lernstrategien, Metagedächtnis, Leistungsfähigkeit, Handlungssteuerung, Selbstbeobachtung, Interventionsforschung, Bildungspsychologie, Zielsetzung, Motivation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle und der Messbarkeit metakognitiver Fähigkeiten innerhalb des selbstgesteuerten Lernprozesses, insbesondere im Kontext von akademischer Bildung und Weiterbildung.
Welche zentralen Themenfelder behandelt der Verfasser?
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf den theoretischen Modellen der Selbstregulation, der Definition und den Komponenten der Metakognition sowie der praktischen Anwendung von Assessments zur Erfassung dieser Fähigkeiten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel besteht darin, darzulegen, wie metakognitive Fähigkeiten bestimmt werden können und inwieweit diese den Erfolg von Lernenden in akademischen und beruflichen Kontexten maßgeblich beeinflussen.
Welche methodische Herangehensweise wurde gewählt?
Die Autorin oder der Autor führt eine fundierte Literaturrecherche und -analyse durch, um bestehende psychologische Theorien und empirische Studien zur Selbstregulation und Metakognition zusammenzuführen und kritisch zu diskutieren.
Welche Inhalte bilden das Herzstück des Hauptteils?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung über das Lernmodell von Bandura und Schmitz et al. sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit Weinerts Metakognitionsbegriff und den Methoden zur Messung dieser Kompetenzen.
Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit charakterisiert?
Wichtige Begriffe sind Selbstgesteuertes Lernen, Metakognition, Selbstregulation, Assessment-Methoden wie das Think-Aloud-Protokoll sowie der Zusammenhang zwischen metakognitiven Strategien und akademischen Leistungen.
Welche Bedeutung kommt dem Metagedächtnis in der Entwicklung zu?
Laut der Arbeit nimmt die Fähigkeit zur Introspektion über eigene Lernprozesse mit dem Alter zu, was eine wesentliche Grundlage für den Erwerb neuer metakognitiver Kompetenzen bildet.
Wie unterscheiden sich leistungsstarke von leistungsschwächeren Studierenden in Bezug auf Metakognition?
Studierende mit hoher Leistungsfähigkeit setzen metakognitive Strategien tendenziell häufiger, effizienter und flexibler ein, gehen beim Planen kleinschrittiger vor und zeigen eine höhere Bereitschaft zur Selbstreflexion während der Aufgabenbearbeitung.
- Arbeit zitieren
- Eibe Christian Behrens (Autor:in), 2024, Assessment metakognitiver Fähigkeiten in der akademischen Bildung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1473166