Zur Aktualität des Pädagogischen Bezuges von Herman Nohl

Eine Untersuchung zum Schüler-Lehrer Verhältnis in der Grundschule


Masterarbeit, 2010
57 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Gliederung

1 . Einleitung

2 . Der Pädagogische Bezug von Herman Nohl
2.1 Die Entwicklung des Begriffes des Pädagogischen Bezuges
2.2 Der Pädagogische Bezug
2.3 Kritik und Gegenkritik an Herman Nohls Pädagogischem Bezug

3 . Zur Aktualität des „Pädagogischen Bezuges“
3.1 Forschungsstand und Theorie
3.1.1 Theoretischer und empirischer Forschungstand zur „Aktualität des Pädagogischen Bezuges“
3.1.2 Theoretisches Modell der Studie
3.1.3 Hypothesen
3.2 Untersuchungsmethode
3.2.1 Explorativer Pretest
3.2.2 Untersuchungsdesign
3.2.3 Der Fragebogen
3.2.4 Stichprobenkonstruktion und Untersuchungsdurchführung
3.2.5 Datenanalyse
3.3 Ergebnisse
3.3.1 Stichprobenbeschreibung
3.3.2 Ergebnisse zu den einzelnen Hypothesen
3.3.3 Diskussion und Interpretation der Egebnisse

4 . Fazit

5 . Literatur

6 . Anhang

1. Einleitung

Als Frau Kurth den Klassenraum der 2a betritt, fällt ihr Blick sofort auf Ella. Diese sitzt tränenüberströmt an ihrem Platz, umringt von ihren Freundinnen, die versuchen sie zu trösten. Frau Kurth stellt ihre Tasche ab und setzt sich neben Ella, nachdem sie die anderen Kinder gebeten hat, mit ihr in Ruhe alleine sprechen zu können, um zu erfahren, was denn los sei. „Mein Meerschweinchen Wuschel ist gestern gestorben!“, sagt Ella und wieder laufen ihr Tränen über das Gesicht. Frau Kurth nimmt Ella auf ihren Schoß, reicht ihr ein Taschentuch und streichelt sie mütterlich über den Rücken bis sie sich langsam beruhigt.

Timmy hat ein mulmiges Gefühl in seiner Magengegend, als Herr Urlich durch die Klasse geht, um die Arbeiten der letzten Woche auszuteilen. „Nicht schon wieder eine Fünf - bitte nicht! Ich habe doch so viel mit Mama gelernt“, schießt es ihm durch den Kopf. Als er an der Reihe ist, bleibt Herr Ulrich verdächtig lange neben ihm stehen. „Timmy, ich wusste doch, dass in dir ein kleines Mathegenie schlummert, das erst durch kleine Denkanstöße geweckt werden musste. All die Jahre habe ich es schon gesagt. Sehr gut gemacht, ich freue mich für dich!“, sprach er, sichtbar stolz auf den gemeinsamen Erfolg, zu der Klasse und fuhr ihm mehrmals durch die Haare. Timmys Freude war unübersehbar.

Wie schon so häufig erhält Frau Weinert ein Freundschaftsbuch einer ihrer Schüler. Auch wenn sie die Antworten der einzelnen Kinder schon weiß, liest sie jedes Mal Seite für Seite auf ein Neues. An diesem Tag verweilt Frau Weinert für längere Zeit auf der Seite der kleinen Paula. Sie stolpert über Frage „Später möchte ich einmal werden...?“. „Ich möchte mal so werden wie Frau Weinert“, steht dort in großen Buchstaben geschrieben und sie beginnt zu lächeln.

Mütterliche Fürsorge, Vertrauen, Zuneigung und Vorbild - Es sind Begriffe, die nicht nur stellvertretend für diese drei Beispiele stehen, sondern zugleich wichtige Elemente in der Theorie des Pädagogischen Bezuges sind.

Die hier vorliegende Arbeit befasst sich mit der Aktualität des Pädagogischen Bezuges von Herman Nohl in der Grundschule sowie seiner Bedeutung für das Schüler - Lehrer - Verhältnis.

Im ersten Teil der Arbeit wird dazu ein Überblick über die wichtigsten Beiträge Herman Nohls auf dem Weg zur Entwicklung seiner Theorie gegeben und es werden erste wichtige Kerngedanken herausgearbeitet.

Anschließend erfolgt eine ausführliche Darlegung des Begriffes des Pädagogischen Bezuges. Worauf baut Nohls Konstrukt auf, was sind äußere und innere Bedingungen und welche Rolle spielen Lehrer und Schüler in ihrer Wechselbeziehung zueinander? Darauf aufbauend wird eine Übersicht über die Kritik am Pädagogischen Bezug gegeben sowie versucht, diese durch eine kurze Beweisführung zu widerlegen.

Der zweite Teil der Arbeit widmet sich einer empirischen Untersuchung, die überprüfen soll, inwieweit der Pädagogische Bezug heute noch aus Sicht von Brandenburger Grundschullehrern von Bedeutung ist. Dazu wurde ein Fragebogen entwickelt, der auf der Grundlage von Nohls Kernideen entwickelt wurde. Nach kurzen Ausführungen zum aktuellen Forschungsstand, der Theorie sowie einer Übersicht über die vorgenommene Untersuchungsmethode kommt es zur Auswertung und Interpretation der gewonnen Ergebnisse. Diese werden im Fazit noch einmal aufgegriffen, um die eingangs gestellte Frage nach der Aktualität des Pädagogischen Bezuges zu beantworten.

Grundlage für diese Arbeit bilden die Werke von Hermann Giesecke - die pädagogische Beziehung 1997, Wolfgang Klafki - Der Erziehungs-/ Bildungsprozess und das Problem der pädagogischen Methoden in der Sicht der Geisteswissenschaftlichen Pädagogik 1982 sowie Dorle Klika - Herman Nohl, Sein „Pädagogischer Bezug“ in Theorie, Biographie und Handlungspraxis 2000.

2. Der Pädagogische Bezug von Herman Nohl

„Der Pädagogische Bezug ist der Sache nach so alt wie die Erziehung selbst.“1 Erst Herman Nohl war es, der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine entsprechende Theorie zum pädagogischen Bezug entwickelte. Mit der Veröffentlichung seines Artikels Das Verhältnis der Generationen in der Pädagogik konnte er jedoch wohl kaum ahnen, dass dies Werk und Inhalt seines weiteren Lebens werden sollte.

2.1 Die Entwicklung des Begriffes des Pädagogischen Bezuges

Bedeutend für die Entwicklung des Begriffes des Pädagogischen Bezuges sind vier Schriften Hermann Nohls.

In seinem 1914 veröffentlichten Artikel in der Zeitschrift „Die Tat“ setzt er sich mit der aufkommenden deutschen Jugendbewegung auseinander. Sie war ein Ausdruck des Protestes gegen die Lebensweise und Einstellung der Erwachsenengeneration, die sich durch den materiellen Gewinn sowie eine industrielle Zivilisation kennzeichnete.2 Die Jugendbewegung forderte ihr Recht auf Selbstbestimmung und radikale Anhänger wie Gustav Weyneken vertraten die Meinung, dass die Jugend sich gänzlich unabhängig von Erwachsenen selbst erziehen und organisieren könnte. Nohl stand diesem Trend zur Emanzipation mit gemischten Gefühlen gegenüber. Einerseits war dieser Schritt für ihn zwar eine logische Konsequenz, der bereits zu Zeiten Rousseaus3 seinen Anfang nahm und in der Jugendbewegung der 1920er Jahre einen neuen Höhepunkt erreichte. Die Forderung der Jugendbewegungen nach mehr Selbstständigkeit war aus seiner Sicht durchaus berechtigt, zumal das tradierte Generationsverhältnis mit einseitiger Lehrerpädagogik nicht mehr zeitgemäß war.4 Andererseits warnte er jedoch zugleich davor, die Selbstständigkeit der Jugend zu sehr überzubetonen. „War (es) bisher die Aufgabe gewesen, das Kind nicht bloß zum Mittel zu machen, so droht jetzt der Lehrer Mittel für die Zwecke des Kindes zu werden.“5 Die 'neue Pädagogik' würde die Erziehungskompetenz der älteren Generation missachten und wolle über die Erziehung selbst bestimmen. Der kindliche Wille kann sich aber nur in der Wechselwirkung mit einer entwickelten Persönlichkeit, mit einem erwachsenen und entwickelten Willen herausbilden, so dass eine Selbsterziehung und die Beschäftigung mit einer Sache allein, ohne einen erzieherischen Einfluss, nicht in Betracht kommt.6 Daher kann man die ältere Generation nicht aus dem Einfluss des pädagogischen Lebens der Jüngeren ausgrenzen.

Für Nohl kommt hier der letzte pädagogische Urgegensatz zum tragen, eine pädagogische Antinomie, ein Gegensatz der Generationen, der in keiner Pädagogik aufgehoben werden kann.7 Folglich stand er dem Wandel der Bedeutung des pädagogischen Verhältnisses kritisch gegenüber. Die Älteren hätten seiner Meinung nach nun zwar die Jüngeren in ihrer Selbstständigkeit zu respektieren, das Verhältnis als solches könnte jedoch nicht gänzlich aufgehoben werden. 1924 gebrauchte Nohl in einem Vortrag über die Pädagogik der Verwahrlosten erstmals den Begriff des Pädagogischen Bezuges. Er stützt sich bei seinen Überlegungen und seinem Verständnis für Erziehung auf das Schichtenmodell Platons. Es geht von einer Dreiteilung der Seele aus - die Triebschicht der Begierde, die Schicht des Thymos - des Willens und Freude an der Tätigkeit - sowie des Nus - die Vernunft oder Einheit des Bewusstseins. Letztere erweitert Nohl durch die Schicht der höheren geistigen Grundrichtung und die Schicht der zentralen Ich-Einheit. Alle vier Schichten sollen nach Nohls Vorstellungen zu ihrem Recht kommen und zudem ihre Rangstellung im Gesamtgefüge behalten. Für die Pädagogik heißt dies, „die Kenntnis der Eigengesetzlichkeit dieser Schichten und die Berücksichtigung ihres Lebensrechtes innerhalb des seelischen Ganzen“ zu berücksichtigen.8 Nohl bezieht sich bei seinen Ausführungen zu den vier verschiedenen Schichten auf die Psychoanalyse, der er zwar in gewisser Weise skeptisch gegenüber stand, deren Erkenntnisse er jedoch in Bezug auf die Problematik der Verwahrlosung sowie in ihrer pädagogischen Bedeutung schätzte. Die Psychoanalyse fordert vom Thymos das bedeutungsvolle Erfahren von Eigenschaften des eigenen Willens, von Kraft, Mut, Tapferkeit, Ausdauer, Geschlossenheit und Sieg. Der Zögling soll das Glück des Überwindens und Durchhaltens erfahren, zu dem es an der Freude an der Arbeit bedarf, die sich aus seinem Fortschreiten, Wetteifer und Sieg entwickelt.9 In Bezug auf die Schicht der höheren geistigen Grundrichtung geht es darum, durch das Leben in Tat und Gemeinschaft, höheres Interesse zu wecken, um daraus eine Wendung zur Sache hin zu erzielen. Nohl betont, dass dabei sehr intensiv auf den individuellen Zögling geachtet werden muss. „Es wird darauf ankommen, hier so stark wie möglich zu individualisieren, um das Interesse zu finden, das in dem sterilen Boden gerade dieses Kindes am leichtesten zum Leben kommt.“10 Für die Ich-Einheit konstatiert Nohl, dass es sich bei seiner Herausbildung nicht von außen durch Regeln, Disziplin und Ordnung sondern von innen, vom lebendigen Kern der Schicht der Freiheit, entwickelt. Nohl meint damit, dass es nicht nur um die bloße Unterrichtung des Zöglings geht, vielmehr um die innere Bindung des Willens. In der Regel geschieht dies über die Bindung an den Erzieher11, die letztendlich zu überpersönlichen Werten wird.

In einem Vortrag über die Gedanken für die Erziehungstätigkeit des einzelnen mit besonderer Berücksichtigung der Erfahrungen von Freud und Adler aus dem Jahr 1926 baut Nohl seine Gedanken zum Pädagogischen Bezug weiter aus. Er nimmt erneut Bezug auf die Psychoanalyse und befasst sich mit Blick auf Aichhorn mit dem Modell der Übertragung. Unter Übertragung ist im nohlschen Sinne „die Gefühlsbeziehung [...] zwischen Erzieher und Zögling zu sehen“, die „nach der psychoanalytischen Grundbehauptung auf der ursprünglichen Liebesbeziehung des Kindes zu Vater und Mutter“ beruht, „die dann von den ersten Objekten innerhalb der Familie abgelöst und auf fremde Personen übertragen wurde.“12 Erkenntlich werden hier die Wirkung von menschlichen Bezügen in der Familie in der kindlichen Erfahrung sowie Konsequenzen für die pädagogische Beziehung im allgemeinen. Nohl verweist darauf, „daß die Gewinnung dieses Bezuges seine (des Erziehers) erste Aufgabe ist, ohne die alles übrige vergeblich bleibt.“13 Voraussetzung dafür ist „das unbedingte Vertrauen des Zöglings zum Erzieher gegenüber, daß er von ihm in der Tiefe seiner Person absolut bejaht wird.“14 Es zeigt sich, dass der pädagogische Bezug in Nohls Überlegungen auf einer Wechselbeziehung, oder anders formuliert auf einer Interaktionsbeziehung, zwischen Erzieher und Zögling beruht. Nicht nur der Erzieher gibt dem Zögling für sein weiteres Leben wichtige Dinge mit auf den Weg, sondern auch der Zögling ermöglicht dem Erzieher neue Erfahrungen und lässt ihn an seinen persönlichen Freuden, Erkenntnissen und Schwierigkeiten teilhaben. Für Nohl wird somit der Pädagogische Bezug zur unentbehrlichen Grundlage und letztem Geheimnis jeglicher pädagogischer Arbeit.

In seinem 1935 erschienen Buch Die pädagogische Bewegung in Deutschland und ihre Theorie beschäftigt sich Nohl schließlich in einem eigenen Kapitel mit seinem Pädagogischen Bezug. Ihm entstammt die Definition des Kerns des Pädagogischen Bezuges sowie die am häufigsten zitierte Aussage Nohls - „Die Grundlage der Erziehung ist das leidenschaftliche Verhältnis eines reifen zu einem werdenden Menschen und zwar um seiner selbst willen, daß er zu seinem Leben und seiner Form komme.“15 Für ihn hat die Pädagogik zwingenderweise ihren Ausgangspunkt im Zögling selbst zu begründen. Sie versteht sich aber nicht als „Vollzugsbeamter irgendwelcher objektiven Mächte dem Zögling gegenüber [...], des Staates, der Kirche, des Rechts, der Wirtschaft, auch nicht einer Partei oder Weltanschauung.“16 Ihr Ziel liegt zunächst allein im Subjekt selbst sowie in dessen körperlich - geistigen Entfaltung, so dass der Zögling zu seinem Lebensziel kommt.

2 .2 Der Pädagogische Bezug

Es ist wichtig, den Begriff des Pädagogischen Bezuges17 als Strukturbegriff zu verstehen, da Herman Nohl sowohl die Voraussetzungen der jeweils teilnehmenden Personen als auch die Voraussetzungen des Prozesses von Erziehung und Bildung in seine Überlegungen einbezieht. Nohl spricht von einem lebenslangen Prozess der Erziehung und Bildung, denn „unser ganzes Leben ist durchzogen von dem Austausch der Geister und von geistiger Führung. In jedem Lebensverhältnis liegt darum ein bildendes, ja erzieherisches Moment (und) in jedem Gespräch macht es sich geltend.“18 Nohl begründet den Ursprung von Erziehung und Bildung auf die Beziehungen im kindlichen Elternhaus19. Um die für die kindliche Entwicklung notwendigen Beziehungen aufbauen zu können, muss das Kind in Sicherheit von Bindungen aufwachsen, um später seinen Mitmenschen mit Vertrauen und Offenheit gegenüber zu treten20. In der elterlichen Beziehung zum Kind steht für Nohl auf der einen Seite die Mutter, die er durch die pflegende, beschützende sowie bewahrende Liebe zu ihrem Kind charakterisiert. Ihre Aufgabe ist es, das Kind zu verstehen und ernst zu nehmen sowie seine Gegenwart - die keiner erdenklichen Zukunft geopfert werden will - zu erfüllen und zu schützen.21 Auf der anderen Seite steht der Vater, gänzlich anders orientiert als die fürsorgende Mutter, der Ansprüche und Anforderungen an das Kind stellt, um es zu seiner körperlichen und geistig - seelischen Form zu führen, die seinem höchsten Ideal entspricht - ein Punkt, den Nohl in seinen Überlegungen an anderer Stelle wieder aufgreifen wird.22 Für Giesecke ist die pädagogische Beziehung eine schon immer gegebene Lebensform, die vor allem in der Familie anzutreffen ist, wobei nach Hoch die pädagogische Beziehung weit über die instinktive Bindung zu den Eltern hinausgeht.23 Entscheidend zur Abgrenzung von anderen Lebensformen wie Freundschaft oder beruflichen Arbeitsgemeinschaften ist die Zielsetzung der pädagogischen Beziehung - die Erziehung und Bildung eines Kindes.24 Grundvoraussetzung dafür und Kernstück des Erziehungsprozesses ist die bestehende Bildungsgemeinschaft zwischen Erzieher und Zögling, die zur Selbstwerdung eines jungen Menschen notwendig ist. In dieser Gemeinschaft erfährt der Zögling die Hingabe und Formung seines Selbst durch die Hilfe eines Anderen, im speziellen durch den Erzieher.25 Dies setzt Kräfte frei, die entscheidend sind für den Lern- und Bildungswillen sowie die Leistungsbereitschaft. Dabei wirken keine Werte, sittliche sowie fachlich - sachliche Ansprüche erziehend und bildend sondern vielmehr die personale Vermittlung durch eben jenen Erzieher als Bezugs- und Vertrauensperson. Erzieher und Zögling begegnen sich dabei in der Ganzheit ihrer Person.26 Die Bedeutung des Erziehers in seiner Verkörperung des höheren Lebens vor dem Zögling wächst um so mehr, je widersprüchlicher und unklarer die von außen auf den Zögling wirkenden Eindrücke und Anforderungen werden.27 „Das Verhältnis zum echten Lehrer ist (dabei) das grundlegendste, das unser Dasein am stärksten erfüllt und formt.“28 In keiner anderen Beziehung übt jemand längerfristig solch starken, prägenden und bleibenden Einfluss auf ein Kind in seiner Entwicklung aus.

Eine tragende Funktion in Nohls pädagogischem Bezug nimmt das Generationsverhältnis zwischen Lehrer29 und Schüler ein, das als sittlich, also die Entwicklung durch und innerhalb einer Kultur, aber nicht als natürlich gegebenes Verhältnis zu verstehen ist.30 Grundsätzlich stehen sich beide Parteien mit Respekt und Würde gegenüber und befinden sich auf ihrem Weg zur eigenen Vollendung ihrer Menschlichkeit. Der Lehrende ist dem Lernenden jedoch weit voraus, so dass das Generationsverhältnis durch ein natürliches Gefälle in Reife und Selbstständigkeit gekennzeichnet ist. Dies hat zur Folge, dass Wesensunterschiede in der Zuwendung und Haltung der Bezugspersonen zueinander auftreten.

Für Nohl stellt das Generationsverhältnis das Fundament der Erziehung dar, in dem ein reifer Mensch mit einem werdenden Menschen in einem leidenschaftlichen Verhältnis steht, um ihn zu seiner Form und seinem Leben zu führen. Erst „durch dieses Gefälle kann der 'Ältere' dem 'Jüngeren' helfen“, Kraft und Vertrauen geben, um ihn in die Welt hinauszuführen.31 Somit bleibt „ein Verhältnis von jung und alt erforderlich“.32 Eine Umkehrung oder eine sich ändernde Bedeutung dieses Verhältnisses würde dem Begriff der Erziehung nicht mehr entsprechen, so dass er folglich seinen Sinn und Gegenstand verlieren würde.

Zugleich verbindet Nohl mit diesem Verhältnis eine natürliche Gegebenheit von Autorität und Gehorsam, die das Wesensverhältnis zwischen Erzieher und Zögling bestimmen. Autorität wird dabei automatisch der älteren von der jüngeren Generation zugesprochen und Gehorsam erfolgt auf freiwilliger Basis.33 Autorität begründet sich nach Nohl auf eine innere Überlegenheit des Erziehers. Sie versteht sich jedoch nicht als Instrument der Gewalt, sondern „besteht in dem Sinne in der Verkörperung eben jener höheren Form, zu welcher der Zögling hingeführt werden soll“.34 Sie ist zudem eine von Verantwortung und pädagogischer Distanz geprägte Persönlichkeitsform.35 Gehorsam meint nicht blindes Folgen, Ausüben von Befehlen und äußere Unterwerfung. Nohl versteht darunter vielmehr eine innere Unterordnung bis zum Moment der Reife und Selbstständigkeit des Zöglings sowie die „freie Aufnahme des Erwachsenenwillens in den eigenen Willen und spontane Unterordnung als [...] Ausdruck eines inneren Willensverhältnis(es)."36 Zudem sind Autorität und Gehorsam keine konstanten Elemente in der Beziehung zwischen Erzieher und Zögling. Rückblickend auf das Verhältnis der Generationen müssen sie stets zwischen den jeweiligen Generation neu ausgehandelt und definiert werden.37 Für Nohl hat das Wesensverhältnis „seine eigene Gewißheit“, in dem sich Gefühle wie Ehrfurcht, Achtung, Pietät und Dankbarkeit gründen. In ihm reift das bedeutendste Stück der Moralität der Jugend heran, das Grundvoraussetzung einer gesunden Willensbildung ist.38

Als Pendant zu Autorität und Gehorsam steht dem die Liebe gegenüber, die erste der beiden tragenden Kräfte des Pädagogischen Bezuges.39 Er lässt der Liebe zum Verhältnis zum Zögling doppelte Bedeutung zukommen. Auf der einen Seite spricht Nohl von der Liebe eines jeden Kindes in seiner Wirklichkeit. Gemeint ist damit ein realistisches Sehen und idealistisches Wollen auf Seiten des Erziehers bezogen auf den gegenwärtigen Zustand des Zöglings, so dass er eine sinnvolle und erfüllte Gegenwart erfahren sowie verwirklichen kann.40 Auf der anderen Seite ist die Liebe des Erziehers für Nohl bestimmt durch die Liebe zu seinem Ziel - dem Ideal des Kindes - was Nohl als pädagogische oder auch hebende Liebe definiert. Autorität und Gehorsam verkörpern dabei die Mittel, um das Ideal zu verwirklichen. Das heißt, dass dem Zögling nichts 'Fremdes' beigebracht werden soll und dass die Lebensform, zu der der Erzieher den Zögling führen möchte, die Lösung seines Lebens ist. Der Wille des Erziehers zur Verwirklichung des kindlichen Ideals stärkt zugleicht den Willen des Zöglings und lässt ihn seine eigenen Möglichkeiten erfahren. Dieser Umstand setzt wiederum auf Seiten des Erziehers die Fähigkeit zum Wahrnehmen und Erkennen zukünftiger Möglichkeiten des Zöglings voraus, um ihn auch tatsächlich zu seinem Ideal führen zu können. Nohl spricht dabei ausdrücklich von Empathie, die er vom Erzieher fordert.41 Dazu greift er auf nicht verwirklichte Möglichkeiten des Zöglings zurück und zwar in der Form, dass der Erzieher entweder schon bestehende Zukunftsorientierungen aufgreift oder er dem Zögling Aufgaben, Möglichkeiten, Anforderungen und Ziele auf seine unmittelbare oder weitere Zukunft hin verdeutlicht, ihm anbietet und als Anspruch an ihn begründet, dass er diese Dinge bis dahin noch nicht selbst erkannt hat.42 Dabei darf der Erzieher jedoch nicht außer Acht lassen, gegenwärtige Anliegen und Bedürfnisse zu erfüllen beziehungsweise sie zu verhindern.43 Er sollte also fähig sein, Gegenwart und Zukunft des Zöglings miteinander zu verbinden. Er muss ihm neue Anregungen geben können, ihm Perspektiven eröffnen, Mut machen, den nächsten Schritt zu gehen und ihm neue Aufgaben stellen, um so seine Motivation aufrechtzuerhalten und sein Interesse für neue Sachverhalte zu wecken. Das heißt, es ist erforderlich, an bislang erreichte Fähigkeiten, Erkenntnisse, Einstellungen und Interessen anzuknüpfen, um so die im Jetzt liegenden potentiell zukünftigen Möglichkeiten des Zöglings anzusprechen und seinen weiteren Entwicklungsprozess anzuregen.44 Nohl betont ausdrücklich, dass sich im Hinblick auf das zu erziehende Kind, für das Verantwortung übernommen wird, der Erzieher jederzeit die Frage stellen muss, ob die Anforderungen, die von außen an das Kind herangetragen werden, ihm in jeglicher Hinsicht auch wirklich dienen. Sind sie in der Lage, aus ihm einen lebensfähigen, reifen, urteilsfähigen und selbstständigen sowie sozial handelnden Menschen werden zu lassen? Oder schränken sie es in der Entwicklung seiner Persönlichkeit ein, schenken seinem Eigenrecht keine Beachtung und drängen auf Anpassung wie beispielsweise in Bezug auf gesellschaftliche Normen? Das Verhältnis zwischen Zögling und Erzieher bleibt für Nohl somit wie dargelegt immer doppelt bestimmt. Doch wie sind Liebe, Gehorsam und Autorität in der pädagogischen Beziehung verteilt?

Die erzieherische Seite ist geprägt durch Liebe sowie Autorität. Dem gegenüber stehen auf der Seite des Zöglings Liebe und Gehorsam. Deutlich erkennbar sind hier die beiden Strukturelemente in der familiären, mütterlichen und väterlichen Beziehung, dem Nohls Konzept des Pädagogischen Bezuges zugrunde liegt.45

Zu Autorität und Gehorsam sowie der Liebe hat eine dritte Komponente einen entscheidenden Einfluss auf das pädagogische Verhältnis - das Vertrauen zwischen Zögling und Erzieher - die zweite tragende Kraft des Pädagogischen Bezuges. Das Ur- Vertrauen eines jeden Kindes wird bereits im kindlichen Elternhaus ausgebildet und wird innerhalb der pädagogischen Beziehung nur durch die absolute Bejahung der Tiefe des Kindes erreicht. Das heißt unter anderem, dass seine Persönlichkeit ohne das Stellen von Bedingungen bejaht wird und das Kind folglich in seiner Person uneingeschränkt akzeptiert wird.46 Da Vertrauen und Bejahung in einer Wechselwirkung zueinander stehen, kann im Gegenzug eine Bejahung durch das gegebene Vertrauen weiter vertieft werden. Nohl weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Vertrauen und Bejahung ohne jegliche Bedingung auf beiden Seiten erbracht werden, so dass das Risiko besteht, enttäuscht zu werden. Fakt ist jedoch, dass ohne Vertrauen keine pädagogische Beziehung zustande kommen kann, selbst wenn der Erzieher dies unbedingt und mit allen Mitteln erreichen möchte. Wo Vertrauen zwischen zwei Menschen fehlt, kann keine Bindung entstehen. Wo es an einer Bindung mangelt, kann es zu keiner pädagogischen Beziehung kommen.47 Vertrauen ist somit die Grundlage für den Pädagogischen Bezug. „Wo ich vertraue , handle ich selbst besser, wo mir vertraut wird, fühle ich mich gebunden und bekomme Kräfte über mein Maß.“48, schreibt Nohl dazu. Gleichzeitig gibt er zu bedenken, dass der Pädagogische Bezug keinesfalls „zu erzwingen ist, dass [...] irrationale Momente wirksam sind, wie Sympathie und Antipathie, die beide Teile nicht in der Hand haben.“49 Sollte es nicht möglich sein, Vertrauen zum Zögling aufzubauen und eine pädagogischen Beziehung zu ihm herzustellen, wird dazu geraten, ihn in die Obhut eines anderen Erziehers zu geben, um so die Möglichkeit zu wahren, ihn zu seinem Selbst zu führen. Eine Ablehnung von Seiten des Zöglings darf beim Erzieher keinesfalls Kränkung hervorrufen und schon gar nicht darf er ihm Vorwürfe machen. Zugleich sollte der Erzieher nicht probieren, ein Verhältnis durch manipulative sympathieerzeugende Maßnahmen oder durch Täuschung des Zöglings zu erzwingen. Der Sinn des Pädagogischen Bezuges wäre damit verfehlt.

An dieser Stelle muss zugleich angemerkt werden, dass ein Scheitern des Pädagogischen Bezuges nicht nur vom Erzieher, sondern auch vom Zögling 'abhängen' kann. Ihre Beziehung zueinander beruht auf gegenseitiger Freiwilligkeit, was immer die Möglichkeit des Misslingens in sich birgt. Beiden steht es somit frei, diese Bindung einzugehen und ebenso wieder zu beenden. Doch nicht nur durch mangelndes Vertrauen kann die Beziehung zum Zögling scheitern. Verfehlt der Erzieher den Sinn des Pädagogischen Bezuges und fordert zum Beispiel autoritäre Unterwerfung oder achtet nicht das subjektive Bildungs- und Lebensrecht des Zöglings, ist die Beziehung ebenfalls zum Scheitern verurteilt.

Die pädagogische Beziehung zwischen Erzieher und Zögling ist nach Nohl durch eine charakteristische Spannung geprägt. Auf der einen Seite treten beide in eine Beziehung zueinander. Auf der anderen Seite streben beide gleichermaßen prinzipiell nach einer schrittweisen Auflösung beziehungsweise Abkürzung des Verhältnisses, jedoch nicht auf seine Verlängerung.50 „Das pädagogische Verhältnis strebt von beiden Seiten (sowohl von Seiten des Erziehers als auch des Zöglings) dahin, sich selbst überflüssig zu machen und zu lösen.“51, denn jede Erziehung endet, wo ein Mensch mündig wird. Dabei ist zu beachten, dass die Auflösung des pädagogischen Verhältnisses nicht als Endziel der Erziehung betrachtet wird sondern als durchgängiges Gestaltungsprinzip.

Der ablösende Prozess muss von Seiten des Erziehers her bewusst unterstützt werden, in dem er auf den Zögling so weit einwirkt, dass dieser selbstständig und folglich frei von pädagogischen Einflüssen wird.52 Das heißt, dass sich unter anderem auf der einen Seite Vorgaben und Vorentscheidungen des Erziehers sowie auf der anderen Seite selbständige Vorschläge und Entscheidungen des Zöglings vom Erziehenden zum Heranwachsenden hin verlagern und eine Auflösung der pädagogischen Bindung in dem Maße voranschreitet, wie der Zögling in seiner persönlichen Reifung selbst voranschreitet.

[...]


1 Burg, U. v. d., Kreis, H., Pädagogik-Seminar, Lexikon zur Pädagogik, Bagel Verlag, Düsseldorf 1982, S.167

2 Lee, J.-S., Der Pädagogische Bezug, Eine systematische Rekonstruktion der Theorie des Pädagogischen Bezuges bei H. Nohl unter der Berücksichtigung der Kritiken und neuer Ansätze, Haag + Herchen Verlag, Frankfurt am Main 1989, S. 63

3 Durch Rousseau wurde die Geringschätzung des Kindesalters überwunden, da er jeder Lebensstufe und Individualität eine eigentümliche Reife zuteil werden ließ. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von 'Individualpädagogik'. (Brozio, P., Vom pädagogischen Bezug zur pädagogischen Beziehung, Soziale Grundlagen einer Erziehungstheorie, Ergon Verlag, Würzburg 1995, S. 51)

4 Gran, M., Das Verhältnis der Pädagogik Herman Nohls zum Natinalsozialismus, Eine Rekonstruktion ihrer politischen Gehalte, Verlag Dr. Kovac, Hamburg 2005, S. 144

5 Nohl, H., Das Verhältnis der Generationen in der Pädagogik 1914 in Hoch, C., Zur Bedeutung des 'Pädagogischen Bezuges' von Herman Nohl für die Identitätsbildung von Jugendlichen in der Postmoderne, Ergon Verlag, Würzburg 2005, S. 132

6 Vgl. Hoch, C., Zur Bedeutung des 'Pädagogischen Bezuges' von Herman Nohl für die Identitätsbildung von Jugendlichen in der Postmoderne, Ergon Verlag, Würzburg 2005, S. 131 - 132

7 Lee, J.-S., Der Pädagogische Bezug, Eine systematische Rekonstruktion der Theorie des Pädagogischen Bezuges bei H. Nohl unter der Berücksichtigung der Kritiken und neuer Ansätze, Haag + Herchen Verlag, Frankfurt am Main 1989, S. 64

8 Hoch, C., Zur Bedeutung des 'Pädagogischen Bezuges' von Herman Nohl für die Identitätsbildung von Jugendlichen in der Postmoderne, Ergon Verlag, Würzburg 2005, S. 133

9 Maier, R., Pädagogik des Dialogs, Ein historisch-systematischer Beitrag zur Klärung des pädagogischen Verhältnisses bei Nohl, Buber, Rosenzweig und Grisebach, Peter Lang Verlag, Frankfurt am Main 1992, S. 51

10 Nohl, H., Die Pädagogik der Verwahrlosten 1914 in Hoch, C., Zur Bedeutung des 'Pädagogischen Bezuges' von Herman Nohl für die Identitätsbildung von Jugendlichen in der Postmoderne, Ergon Verlag, Würzburg 2005, S. 134

11 Nohl verwendet den Begriff des Erziehers als Bezeichnung für eine Klasse von verschiedenen Menschen und Berufen, die oder in denen Erziehung geleistet wird.

12 Nohl, H., Jugendwohlfahrt, Sozialpädagogische Beiträge 1927 in Klika, D., Herman Nohl, Sein „Pädagogischer Bezug“ in Theorie, Biographie und Handlungspraxis, Böhlau Verlag, Köln 2002, S.12

13 Nohl, H., Jugendwohlfahrt, Sozialpädagogische Beiträge 1927 in Klika, D., Herman Nohl, Sein „Pädagogischer Bezug“ in Theorie, Biographie und Handlungspraxis, Böhlau Verlag, Köln 2002, S. 17

14 Schröder, H., Grundwortschatz Erziehungswissenschaft, Ein Wörterbuch der Fachbegriffe, Ehrenwirth Verlag, München 1985, S. 225

15 Nohl, H., Die deutsche Bewegung, Vorlesungen und Aufsätze zur Geistesgeschichte von 1770 - 1830 1970 in Giesecke, H., Die pädagogische Beziehung, Pädagogische Professionalität und die Emanzipation des Kindes, Juventa Verlag, Weinheim und München 1997, S. 223

16 Nohl, H. in Klafki, W., Der Erziehungs-/ Bildungsprozess und das Problem der pädagogischen Methoden in der Sicht der Geisteswissenschaftlichen Pädagogik, Fernuniversität, Hagen 1982, S. 23

17 Als Synonym zum Begriff des pädagogischen Bezuges werden in der Folge die Begriffe „pädagogischen Verhältnis“ und „pädagogische Beziehung verwendet.

18 Klika, D., Herman Nohl, Sein „Pädagogischer Bezug“ in Theorie, Biographie und Handlungspraxis, Böhlau Verlag, Köln 2002, S. 65

19 Nohl greift hier eine spezifische Form des allgemeinen Generationsverhältnisses auf.

20 Netzer, H. in Kron, F.W., Klinkhardts pädagogische Quellentexte, Das erzieherische Verhältnis, Julius Klinhardt Verlag, Regensburg 1970, S. 64

21 Vgl. Hoch, C., Zur Bedeutung des 'Pädagogischen Bezuges' von Herman Nohl für die Identitätsbildung von Jugendlichen in der Postmoderne, Ergon Verlag, Würzburg 2005, S. 137

22 Vgl. Klika, D., Herman Nohl, Sein „Pädagogischer Bezug“ in Theorie, Biographie und Handlungspraxis, Böhlau Verlag, Köln 2002, S. 66

23 Hoch, C., Zur Bedeutung des 'Pädagogischen Bezuges' von Herman Nohl für die Identitätsbildung von Jugendlichen in der Postmoderne, Ergon Verlag, Würzburg 2005, S. 138

24 Vgl. Giesecke, H., Die pädagogische Beziehung, Pädagogische Professionalität und die Emanzipation des Kindes, Juventa Verlag, Weinheim und München 1997, S. 222

25 Lee, J.-S., Der Pädagogische Bezug, Eine systematische Rekonstruktion der Theorie des Pädagogischen Bezuges bei H. Nohl unter der Berücksichtigung der Kritiken und neuer Ansätze, Haag + Herchen Verlag, Frankfurt am Main 1989, S. 85

26 Giesecke, H., Die pädagogische Beziehung, Pädagogische Professionalität und die Emanzipation des Kindes, Juventa Verlag, Weinheim und München 1997, S. 223

27 Vgl. Giesecke, H., Die pädagogische Beziehung, Pädagogische Professionalität und die Emanzipation des Kindes, Juventa Verlag, Weinheim und München 1997, S. 223

28 Nohl, H., Die pädagogische Bewegung und ihre Theorie in Deutschland 1935 in Kron, F.W., Klinkhardts pädagogische Quellentexte, Das erzieherische Verhältnis, Julius Klinhardt Verlag, Regensburg 1970, S. 53

29 Der Lehrer stellt die differenzierteste und vollständigste Form des pädagogischen Bezuges dar. Er verinnerlicht die fürsorgliche Mutter sowie den die Ansprüche der Welt geltend machende Vater und bezieht zugleich objektive Gehalte in sein Handeln mit ein.

30 Brozio, P., Vom pädagogischen Bezug zur pädagogischen Beziehung, Soziale Grundlagen einer Erziehungstheorie, Ergon Verlag, Würzburg 1995, S. 43

31 Buddrus, V. (Hrsg.), Die „verborgenen“ Gefühle in der Pädagogik, Impulse und Beispiele aus der Humanistischen Pädagogik zur Wiederbelebung der Gefühle, Schneider Verlag, Hohengehren 1992, S. 63 32Nohl, N., Das Verhältnis der Generationen, Pädagogische Aufsätze 1929 in Giesecke, H., Die pädagogische Beziehung, Pädagogische Professionalität und die Emanzipation des Kindes, Juventa Verlag, Weinheim und München 1997, S. 221

33 Klika, D., Herman Nohl, Sein „Pädagogischer Bezug“ in Theorie, Biographie und Handlungspraxis, Böhlau Verlag, Köln 2002, S. 18

34 Hoch, C., Zur Bedeutung des 'Pädagogischen Bezuges' von Herman Nohl für die Identitätsbildung von

35 Lee, J.-S., Der Pädagogische Bezug, Eine systematische Rekonstruktion der Theorie des Pädagogischen Bezuges bei H. Nohl unter der Berücksichtigung der Kritiken und neuer Ansätze, Haag + Herchen Verlag, Frankfurt am Main 1989, S. 66

36 Nohl, H., Die pädagogische Bewegung in Deutschland und ihre Theorie 1935 in Giesecke, H., Die pädagogische Beziehung, Pädagogische Professionalität und die Emanzipation des Kindes, Juventa Verlag, Weinheim und München 1997, S. 221

37 Lockenvitz, T., Der pädagogische Bezug bei Hermann Nohl, Skript zur Vorlesung Inhalte und Formen von Erziehung, Fachhochschule Kiel

38 Brozio, P., Vom pädagogischen Bezug zur pädagogischen Beziehung, Soziale Grundlagen einer Erziehungstheorie, Ergon Verlag, Würzburg 1995, S. 41

39 Kluge, N., Pädagogisches Verhältnis und Erzieherwirklichkeit, Neue Deutsche Verlagsgesellschaft, Essen 1972, S. 15

40 Klika, D., Herman Nohl, Sein „Pädagogischer Bezug“ in Theorie, Biographie und Handlungspraxis, Böhlau Verlag, Köln 2002, S. 41

41 Brozio, P., Vom pädagogischen Bezug zur pädagogischen Beziehung, Soziale Grundlagen einer Erziehungstheorie, Ergon Verlag, Würzburg 1995, S. 53

42 Klafki, W., Der Erziehungs-/ Bildungsprozess und das Problem der pädagogischen Methoden in der Sicht der Geisteswissenschaftlichen Pädagogik, Fernuniversität, Hagen 1982, S. 48

43 Vgl. Nohl, H. in Giesecke, H., Die pädagogische Beziehung, Pädagogische Professionalität und die Emanzipation des Kindes, Juventa Verlag, Weinheim und München 1997, S. 223

44 Vgl. Klafki, W., Der Erziehungs-/ Bildungsprozess und das Problem der pädagogischen Methoden in der Sicht der Geisteswissenschaftlichen Pädagogik, Fernuniversität, Hagen 1982, S. 47, 48

45 Giesecke, H., Die pädagogische Beziehung, Pädagogische Professionalität und die Emanzipation des Kindes, Juventa Verlag, Weinheim und München 1997, S. 225

46 Brozio, P., Vom pädagogischen Bezug zur pädagogischen Beziehung, Soziale Grundlagen einer Erziehungstheorie, Ergon Verlag, Würzburg 1995, S. 49

47 Kluge, N., Pädagogisches Verhältnis und Erzieherwirklichkeit, Neue Deutsche Verlagsgesellschaft, Essen 1972, S. 16

48 Nohl, H., Die pädagogische Bewegung und ihre Theorie in Deutschland 1935 in Kron, F. W., Klinkhardts pädagogische Quellentexte, Das erzieherische Verhältnis, Julius Klinhardt Verlag, Regensburg 1970, S. 55

49 Nohl, H., Die pädagogische Bewegung in Deutschland und ihre Theorie 1935 in Klafki, W., Der Erziehungs-/ Bildungsprozess und das Problem der pädagogischen Methoden in der Sicht der Geisteswissenschaftlichen Pädagogik, Fernuniversität, Hagen 1982, 42

50 Klika, D., Herman Nohl, Sein „Pädagogischer Bezug“ in Theorie, Biographie und Handlungspraxis, Böhlau Verlag, Köln 2002, S. 40

51 Nohl, H., Pädagogik aus dreißig Jahren 1949 in Klafki, W., Der Erziehungs-/ Bildungsprozess und das Problem der pädagogischen Methoden in der Sicht der Geisteswissenschaftlichen Pädagogik, Fernuniversität, Hagen 1982, S. 35

52 Klafki, W., Der Erziehungs-/ Bildungsprozess und das Problem der pädagogischen Methoden in der Sicht der Geisteswissenschaftlichen Pädagogik, Fernuniversität, Hagen 1982, 35

Ende der Leseprobe aus 57 Seiten

Details

Titel
Zur Aktualität des Pädagogischen Bezuges von Herman Nohl
Untertitel
Eine Untersuchung zum Schüler-Lehrer Verhältnis in der Grundschule
Hochschule
Universität Potsdam  (Institut für Grundschulpädagogik)
Note
1,3
Autor
Jahr
2010
Seiten
57
Katalognummer
V147324
ISBN (eBook)
9783640578405
Dateigröße
3109 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Herman Nohl, Pädagogischer Bezug, Schüler - Lehrer - Beziehungen, Grundschule, Aktualität, Schüler - Lehrer - Verhältnis, Aktualität des Pädagogischen Bezuges
Arbeit zitieren
Martin Modrach (Autor), 2010, Zur Aktualität des Pädagogischen Bezuges von Herman Nohl, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147324

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