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Born to Kill

Eine Analyse der differenzierenden Auffälligkeiten von Stanley Kubricks Full Metal Jacket unter besonderer Berücksichtigung der dem Film immanenten Dualität

Title: Born to Kill

Term Paper , 2007 , 24 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Daniel Efler (Author)

Communications - Movies and Television
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Schon viele Regisseure hatten sich vor Kubrick an einer passenden Darstellung des Vietnamkrieges aus amerikanischer Perspektive versucht. Viele sind gescheitert, etwa am eigenen Anspruch oder an gestelzter Politisierung. Keiner schildert filmisch diesen Krieg wie Kubrick es tat. "Full Metal Jacket" heißt das kontrovers diskutierte Ergebnis seiner zweitletzten Regiearbeit von 1987. Mit seiner typisch pedantisch perfektionistischen Art gelingt Kubrick ein ohne Frage beeindruckendes Werk. Warum besitzt dieser Film Kultstatus sogar unter Kritikern? Welche Merkmale heben ihn von der Masse ab und machen ihn zum Vorreiter?

In dieser Arbeit möchte ich mich mit den Eigenwilligkeiten von "Full Metal Jacket" auseinandersetzen. Zuerst werde ich den Film im Detail vorstellen. Hierbei gehe ich insbesondere auch auf die Romanvorlage von Gustav Hasford ein. Anschließend folgt im Hauptteil ein Überblick des Kriegsfilmgenres sowie die Abgrenzung zu Kubricks "Paths Of Glory" und dem bekannten "Platoon" von Oliver Stone, der als genretypischer Film gilt. Genaues Augenmerk wird gegen Ende der Arbeit auf die Dualität oder besser formuliert die Dualitäten in "Full Metal Jacket" gelegt. In diesem Zusammenhang befasse ich mich auch näher mit der zwielichtigen Persönlichkeit von Private Joker, der wichtigsten Figur. Joker erwähnt im Mittelteil der Handlung die Arbeit des Psychologen C.G. Jung, inklusive seines Dualitätsbegriffs. Der Ansatz wird kurz porträtiert und dann auf den Film bezogen. In einem kurzen Fazit werden schließlich die Erkenntnisse gesammelt, ausgewertet und gegenübergestellt. Stanley Kubrick hat Novitäten eingeführt, „Stilbrüche“ verteidigt und den Einfluss des Geldes ignoriert. Vor allem entstanden aus seiner Hand außergewöhnliche Geschichten. Sein zweitletzter Film "Full Metal Jacket" gehört mit Sicherheit dazu. Wenn Gustav Hasford in der Lage war, das Buch zu schreiben, dann war Stanley Kubrick auch in der Lage, einen Film darüber zu drehen. Zweifelt jemand daran?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Film Full Metal Jacket

2.1 Basisinformationen

2.2 Die Handlung

2.3 Das Buch The Short Timers

3 Full Metal Jacket im Kriegsfilmgenre

3.1 Das Geschäft mit Vietnam

3.2 Als Nachfolger von Paths Of Glory

3.3 Gegenüberstellung mit Platoon

4 Dualität in Full Metal Jacket

4.1 Dramenstruktur nach Gustav Freytag

4.2 Ein Film in zwei Teilen

4.3 Joker und die Dualität des Menschen

4.4 C.G. Jungs Ansatz

4.4.1 theoretische Grundlagen

4.4.2 Die Dualität nach C.G. Jung

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die filmischen Besonderheiten von Stanley Kubricks "Full Metal Jacket" und untersucht dabei insbesondere die dem Werk immanente strukturelle und psychologische Dualität. Im Zentrum steht die Frage, wie der Film durch seine formale Zweiteiligkeit und die psychologische Entwicklung der Hauptfigur den Krieg nicht nur als äußeres Ereignis, sondern als inneren Konflikt des Menschen darstellt.

  • Analyse der narrativen und formalen Zweiteiligkeit des Films (Ausbildung vs. Kriegseinsatz).
  • Gegenüberstellung von "Full Metal Jacket" mit anderen genreprägenden Werken wie "Paths of Glory" und "Platoon".
  • Untersuchung des Protagonisten Private Joker als Verkörperung des psychologischen Dualismus.
  • Anwendung des psychologischen Modells von C.G. Jung auf die Charakterzeichnung und Handlungsmotive.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Vorlage "The Short Timers" von Gustav Hasford.

Auszug aus dem Buch

4.2 Ein Film in zwei Teilen

Ordnung gegen Chaos, so könnte die Überschrift einer Analyse der Bestandteile lauten. „Der erste Teil des Films, der von der Abrichtung junger Soldaten zu Kampfmaschinen erzählt, erfasst diese menschenverachtende Prozedur eines ins Absurde übersteigerten Ordnungswahns in Bildern von nahezu mathematisch kalkulierter Strenge: Die Figuren stehen in exakten Reihen ausgerichtet, deren Geometrie durch die Inszenierung parallel zum Bildrand zusätzlich betont wird, die Kamerafahrten unterstreichen das Ritualisierte, Leblose der antrainierten militärischen Bewegungsabläufe; das Dekor ist streng spiegelsymmetrisch aufgebaut.“29

Kay Kirchmann leitet aus seinen Beobachtungen der Appelle im allgegenwärtigen Schlafraum der Rekruten ab, dass durch Ordnung und Berechnung in der Ausbildung der Krieg „als ein kalkulier- und planbares Geschäft“ vereinfacht wird.30 Dass es nicht so kommt, ist vorprogrammiert. „The second part represents the antithesis of the setting of the first part.“31 Es regiert das Chaos um die nun auf sich allein gestellten Soldaten. Dies wird auf der Bildebene deutlich, denn das „Unvorhersehbare und das nicht Denkbare bestimmen die Kampfhandlungen, und folgerichtig löst sich das Geordnete der Bilder des ersten Teils auf in die Instabilität der Handkamera, der Willkür der Figurenbewegungen und der Unübersichtlichkeit des Dekors.“32

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung des Themas und der Forschungsfrage bezüglich der filmischen Eigenheiten und der immanenten Dualität in Stanley Kubricks Film.

2 Der Film Full Metal Jacket: Zusammenfassung der Basisinformationen, der Handlung des Films sowie ein Vergleich mit der literarischen Vorlage "The Short Timers".

3 Full Metal Jacket im Kriegsfilmgenre: Analyse der Einordnung des Films in den zeitgenössischen Kontext der Vietnam-Kriegsfilme und Abgrenzung zu Werken wie "Paths of Glory" und "Platoon".

4 Dualität in Full Metal Jacket: Detaillierte Untersuchung der filmischen Dramenstruktur, der Zweiteiligkeit des Werks sowie der psychologischen Dualität des Protagonisten Joker unter Einbeziehung des Ansatzes von C.G. Jung.

5 Fazit: Zusammenfassende Auswertung der Erkenntnisse, die "Full Metal Jacket" als ein Werk der Dychotomien und als einzigartige Auseinandersetzung mit dem menschlichen Elend charakterisieren.

Schlüsselwörter

Full Metal Jacket, Stanley Kubrick, Vietnamkrieg, Kriegsfilm, Dualität, C.G. Jung, Private Joker, The Short Timers, Dramenstruktur, Psychologie, Mensch vs. Maschine, Filmtheorie, Anima, Ausbildung, Kriegsberichterstatter.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Antikriegsfilm "Full Metal Jacket" von Stanley Kubrick und analysiert dessen formale und inhaltliche Besonderheiten, wobei ein besonderer Fokus auf der im Film dargestellten Dualität liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentral sind die formale Struktur des Films (die Zweiteiligkeit zwischen Ausbildungslager und Vietnam), die Psychologie der Hauptfigur Private Joker sowie die Einordnung des Films in das Genre der Kriegsfilme.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, welche Merkmale "Full Metal Jacket" von anderen Vietnamfilmen abheben und wie die dem Film immanente Dualität dazu beiträgt, ein tieferes Verständnis des menschlichen Konflikts im Krieg zu vermitteln.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine filmwissenschaftliche und analytische Methode verwendet, die unter anderem die Dramenstruktur nach Gustav Freytag sowie psychologische Ansätze, speziell die Analytische Psychologie von C.G. Jung, auf das Filmmaterial anwendet.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Vorstellung des Films und seiner literarischen Vorlage, eine Einordnung in das Genre durch Vergleich mit "Paths of Glory" und "Platoon" sowie eine eingehende psychologische und strukturelle Analyse der Dualität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Stanley Kubrick, Vietnamkrieg, Dualität, Private Joker, C.G. Jung und psychologische Kriegsführung.

Warum spielt die Unterscheidung in zwei Filmteile eine so große Rolle für den Autor?

Der Autor argumentiert, dass die radikale Trennung zwischen der streng geordneten Ausbildungssituation in den USA und dem chaotischen Geschehen in Vietnam ein zentrales stilistisches Mittel Kubricks ist, um die Absurdität des Krieges zu unterstreichen.

Inwiefern ist der Bezug zu C.G. Jung für die Interpretation wichtig?

Der Jungsche Ansatz hilft zu erklären, wie die Soldaten versuchen, ihre emotionale Seite (Anima) zu unterdrücken, und zeigt den inneren Kampf zwischen menschlicher Moral und der Funktion als "Tötungsmaschine" auf.

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Details

Title
Born to Kill
Subtitle
Eine Analyse der differenzierenden Auffälligkeiten von Stanley Kubricks Full Metal Jacket unter besonderer Berücksichtigung der dem Film immanenten Dualität
College
University of Siegen
Grade
1,3
Author
Daniel Efler (Author)
Publication Year
2007
Pages
24
Catalog Number
V147331
ISBN (eBook)
9783640583034
ISBN (Book)
9783640582785
Language
German
Tags
Stanley Kubrick Kubrick Full Metal Jacket Dualität C.G. Jung The Short Timers Kriegsfilm Paths of Glory Dramenstruktur Gustav Freytag Platoon Vietnam Private Joker Vietnamfilm
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Efler (Author), 2007, Born to Kill, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147331
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