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Vermittlung von prosozialem Verhalten bei Kindern und Jugendlichen durch ein präventives Training mit erlebnisorientierten Medien

Erstellung und Durchführung eines handlungsorientierten Trainings

Title: Vermittlung von prosozialem Verhalten bei Kindern und Jugendlichen durch ein präventives Training mit erlebnisorientierten Medien

Scientific Essay , 2008 , 71 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Katrin Kretschmer (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

Als Sozialarbeiterin und insbesondere als Anti- Gewalt- Trainerin treffe ich oft auf Kinder
und Jugendliche die aus verschiedenen Gründen Schwierigkeiten haben sich prosozial zu
verhalten, was langfristig zu Problemen in Schule, Ausbildung oder Beruf führen kann. Ich
habe verschiedene Möglichkeiten kennen gelernt mit denen man junge Menschen mit solchen
Verhaltensmustern unterstützen kann. Dabei tat sich bei mir immer wieder die Frage auf, wie
es möglich ist Kindern frühzeitig prosoziales Verhalten zu vermitteln um ihnen viele negative
Erfahrungen, die sie durch ihr Verhalten erleben, zu ersparen. Mein Interesse für solche
präventiven Angebote führte mich dann zu dem Thema der vorliegenden Arbeit, in der ich ein
präventives Konzept zur Vermittlung von prosozialem Verhaltens vorstellen möchte. Um
präventiv arbeiten zu können, ist es wichtig die Entstehungsgeschichte bestimmter
Verhaltensweisen zu kennen. Deshalb beschäftige ich mich im ersten Kapitel mit den
Begriffen prosoziales Verhalten, soziale Kompetenzen und soziale Fertigkeiten, ihrer
Abgrenzung voneinander sowie der Entwicklung solcher Kompetenzen. Ebenso erläutere ich
die Begriffe, Kategorisierung und Entstehung des gegenteiligen Verhaltens, was als
dissozialen oder abweichend bezeichnet wird. Zentrale Themen sind dabei die Risiko- und
Schutzfaktoren, also die Einflussgrößen bei der Entstehung dissozialen Verhaltens. Nachdem
die Begrifflichkeiten erläutert sind, werde ich im vierten Kapitel beschreiben wie diese
Kompetenzen bisher in Deutschland an Kinder und Jugendliche vermittelt werden, welche
Probleme bei dieser Art der Vermittlung zu erkennen sind und welche Ansätze es außerdem
noch gibt. Ausgehend von diesen Ansatzpunkten und dem Wissen über die Entstehung von
dissozialem Verhalten wird dann im letzten Kapitel das Präventivprogramm „SAMS“
vorgestellt

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Prosoziales Verhalten

2.1 Begriffsdefinitionen

2.2 Gründe für prosoziales Verhalten

2.3 Nutzung des Begriffes in der Praxis

2.4 Klärung weiterer Begriffe

2.5 Modell zur Nutzung der beschriebenen Begriffe

2.6 Die Entwicklung von prosozialem Verhalten

3. Abweichendes Verhalten

3.1 Begriffsdefinitionen

3.2 Die Entwicklung von abweichendem Verhalten aus Sicht der Entwicklungspsychopathologie

3.2.1 Vulnerabilitäts- und Risikofaktoren

3.2.2 Protektive Faktoren und Resilienz

3.3 Entwicklung dissozialen Verhaltens aus anderen Blickwinkeln

3.3.1 Anomietheorie von Merton

3.3.2 Theorie der sozialen Kontrolle von Hirschi

3.3.3 Etikettierungstheorien

3.3.4 Routine activity theory von Cohan und Felson

4. Die Vermittlung prosozialen Verhaltens

4.1 bisherige Vermittlungsstrukturen und auftretende Probleme

4.2 Handlungsorientiertes Lernen

4.3 Erlebnisorientierte Angebote als Form von Handlungsorientierung

4.3.1 Definitionen

4.3.2 Charakteristische Merkmale

4.3.3 Ziele und Zielgruppen

4.3.4 Struktur der Konzepte

4.3.5 Wirkungsmodelle

4.3.6 Verschiedene Varianten

4.4 Schlussfolgerungen für die Zukunft

5. Konzept des Programms SAMS

5.1 Rahmenbedingungen

5.2 Grundlegende Annahmen und Ziele

5.3 Bestandteile des Programms SAMS

5.3.1 Fit für die Schule-Training mit Schulanfängern

5.3.2 Kleine werden groß

5.3.3 Elternarbeit

5.3.4 Arbeit mit Pädagogen

5.3.5 Hausaufgabenbetreuung und Förderkurse

5.3.6 Nachmittagsbetreuung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein präventives Konzept zur Vermittlung prosozialen Verhaltens bei Kindern und Jugendlichen in der Schule vorzustellen. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie Kinder frühzeitig in ihrer sozialen Entwicklung unterstützt werden können, um negative Lebensverläufe zu vermeiden und einen konstruktiven Umgang mit sozialen Anforderungen zu erlernen.

  • Grundlagen prosozialen und abweichenden Verhaltens
  • Entwicklungspsychologische Perspektiven auf Risikofaktoren und Resilienz
  • Soziologische Theorien zur Entstehung dissozialen Verhaltens
  • Methoden des handlungsorientierten und erlebnispädagogischen Lernens
  • Konzeption und Bestandteile des Präventionsprogramms SAMS

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Entwicklung von abweichendem Verhalten aus Sicht der Entwicklungspsychopathologie

Sroufe und Rutter beschreiben die Entwicklungspsychopathologie in ihrem bekannten Artikel „the domain of development psychopathology“ als „die Untersuchung vom Ursprung und Verlauf individueller Muster fehlangepassten Verhaltens, welcher Art auch immer die Umformung in die Verhaltensmanifestation sein mag und ganz gleich, wie komplex das psychologische Entwicklungsmuster ist.“

Hauptuntersuchungsgebiete dieses relativ neuen Wissenschaftszweiges sind also mögliche Ursachen und der Verlauf von abweichendem Verhalten bei Kindern und Jugendlichen. Bei der Klärung von Ursachen abweichenden Verhaltens ist eine Vielzahl von Faktoren zu betrachten. Hauptsächlich handelt es sich um ein Wechselspiel von drei zusammenfassenden Variablen: Risikofaktoren, Vulnerabilitätsfaktoren und Schutzfaktoren, auf die in den folgenden Kapiteln noch ausführlicher eingegangen wird.

Individuum wird erstmal von Risikofaktoren beeinflusst, es entsteht also gegebenenfalls eine belastende Situation. Die Schutzfaktoren sind ebenfalls bereits vorhanden, wirken aber nicht. Erst nach der Wirkung der Risikofaktoren und damit der Entstehung einer belasteten Situation können Schutz- und Vulnerabilitätsfaktoren überhaupt erst wirken. Beginnt ihre Wirkung, schwächen die Schutzfaktoren das Risiko ab oder die Vulnerabilitätsfaktoren verstärken die Belastung, sodass Menschen durch das Wechselspiel der Variablen eine Bewältigungsfähigkeit in unterschiedlichen Ausmaßen erlernen. Diese Fähigkeit wird auch als Resilienz bezeichnet und hilft dem Kind, je nach Ausmaß der Ausprägung die belastende Situation effektiv zu bearbeiten. Ist die Wirkung der Risiko- und Vulnerabilitätsvariablen wesentlich höher als die der protektiven Seite, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass das Individuum im Laufe seiner Entwicklung dissoziales Verhalten entwickelt. In den nächsten Texten sollen zunächst die Vulnerabilitäts- und Risikofaktoren näher erläutert werden, bevor dann die protektiv wirkenden Faktoren dargestellt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Autorin legt ihre Motivation dar, präventive Ansätze zur Vermittlung prosozialen Verhaltens in der Schule zu entwickeln.

2. Prosoziales Verhalten: Dieses Kapitel definiert prosoziales Verhalten und erläutert dessen Entwicklung sowie Einflussfaktoren.

3. Abweichendes Verhalten: Hier werden Formen abweichenden Verhaltens definiert und deren Entstehung aus entwicklungspsychologischer sowie soziologischer Sicht analysiert.

4. Die Vermittlung prosozialen Verhaltens: Das Kapitel diskutiert die Notwendigkeit und Möglichkeiten der Förderung sozialer Kompetenzen in der Schule durch handlungsorientierte und erlebnispädagogische Methoden.

5. Konzept des Programms SAMS: Vorstellung des SAMS-Programms, das durch verschiedene Komponenten wie Sozialtraining, Elternarbeit und Beratung zur Förderung prosozialen Verhaltens in der Grundschule beiträgt.

Schlüsselwörter

Prosoziales Verhalten, dissoziales Verhalten, Entwicklungspsychopathologie, Prävention, SAMS, soziale Kompetenzen, Handlungsorientiertes Lernen, Erlebnispädagogik, Risikofaktoren, Schutzfaktoren, Resilienz, Schule, Sozialarbeit, Verhaltensauffälligkeiten, Schulentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der präventiven Förderung von prosozialem Verhalten bei Kindern durch schulische Angebote.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit verknüpft psychologische und soziologische Theorien zur Verhaltensentwicklung mit erlebnispädagogischen Methoden zur praktischen Umsetzung in der Schule.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Entwicklung und Beschreibung eines präventiven Programms („SAMS“), das soziale Kompetenzen von Grundschülern gezielt fördert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine konzeptionelle Arbeit, die auf Literaturanalyse und der Ableitung eines praktischen Programms basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Bedingungen von prosozialem und abweichendem Verhalten, evaluiert Vermittlungsstrukturen in der Schule und begründet den Einsatz erlebnispädagogischer Ansätze.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Prävention, soziale Kompetenz, Erlebnispädagogik und Schulentwicklung gekennzeichnet.

Warum ist laut der Autorin der Erwerb von sozialen Kompetenzen so wichtig für die Schullaufbahn?

Soziale Kompetenzen bilden die notwendige Basis für das Lernen in der Schule, da ein hohes Maß an Sozialkompetenz nachweislich mit einem besseren Schulerfolg korreliert.

Was macht das Programm SAMS zu einer Besonderheit gegenüber anderen Ansätzen?

SAMS integriert verschiedene Bausteine wie ein erlebnispädagogisches Sozialtraining für Schüler, gezielte Elternarbeit und eine Beratung für Pädagogen, um eine ganzheitliche Unterstützung im Schulalltag zu gewährleisten.

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Details

Title
Vermittlung von prosozialem Verhalten bei Kindern und Jugendlichen durch ein präventives Training mit erlebnisorientierten Medien
Subtitle
Erstellung und Durchführung eines handlungsorientierten Trainings
College
University of Duisburg-Essen  (Bildungswissenschaften)
Grade
1,3
Author
Katrin Kretschmer (Author)
Publication Year
2008
Pages
71
Catalog Number
V147370
ISBN (eBook)
9783640589487
ISBN (Book)
9783640589777
Language
German
Tags
Erlebnispädagogik Sozialarbeit Gewaltprävention Sozialkompetenzen Training Prosozial Medien Grundschule Prävention
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katrin Kretschmer (Author), 2008, Vermittlung von prosozialem Verhalten bei Kindern und Jugendlichen durch ein präventives Training mit erlebnisorientierten Medien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147370
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