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Traumasensible Soziale Arbeit in der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung. Theoretische Grundlagen und praktische Ansätze

Title: Traumasensible Soziale Arbeit in der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung. Theoretische Grundlagen und praktische Ansätze

Bachelor Thesis , 2023 , 57 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Kristina Kroemke (Author)

Social Work
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Menschen mit geistiger Behinderung sind im Vergleich zur Normalbevölkerung deutlich häufiger von traumatischen Erlebnissen betroffen. Sie haben auch eine höhere Vulnerabilität für psychische Erkrankungen. Wie und auf der Grundlage welcher Theorien und Konzepte kann die soziale Arbeit in der Eingliederungshilfe also traumasensibel gestaltet werden?

Anhand der Herleitung der Begriffe Behinderung, geistige Behinderung und Gewalt wird erläutert, warum Menschen mit geistiger Behinderung häufiger psychisch erkranken und auch häufiger Opfer von Gewalt werden. Des Weiteren wird die Entstehung und Einordnung von Traumata erörtert und die Auswirkung von traumatischen Erfahrungen auf Menschen mit geistiger Behinderung betrachtet. Besonderheiten ergeben sich für die soziale Diagnostik durch das Phänomen des Diagnostic Overshadowing und Underreporting. Dies stellt besondere Anforderungen an die Fachkräfte der Sozialen Arbeit bei der Erfassung des Falles und der Diagnosestellung. Zur Beantwortung der Frage, wie eine traumasensible Soziale Arbeit im Bereich der Eingliederungshilfe gestaltet werden kann, werden die Theorie der Lebensweltorientierung und das Konzept des pädagogischen Milieus als geeignet aufgeführt. Darauf aufbauend werden die Methoden und Ansätze der Traumapädagogik betrachtet und auf die Eingliederungshilfe übertragen. Das Konzept des sicheren Ortes verdeutlicht die Rolle der Fachkräfte und der Institution neben der Bereitstellung sicherer und verlässlicher Entwicklungsräume.

Die theoretische und konzeptionelle Verknüpfung von Lebensweltorientierung, pädagogischem Milieu, traumapädagogischen Konzepten und Methoden sowie das Konzept des sicheren Ortes bieten wesentliche Ansatzpunkte für die Gestaltung einer traumasensiblen Sozialen Arbeit in der Eingliederungshilfe.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsbestimmung

2.1 Behinderung

2.1.1 Geistige Beeinträchtigung

2.1.2 Geistige Beeinträchtigung und psychische Störungen

2.2 Gewalt

2.2.1 Formen von Gewalt

2.2.2 Gewalt in Einrichtungen

2.3 Trauma

2.3.1 Klassifizierung von Trauma

2.3.2 Entstehung von Trauma

2.4 Traumafolgen

3 Trauma und geistige Beeinträchtigung

4 Soziale Diagnose und Trauma

4.1 Soziale Diagnose

4.2 Soziale Diagnostik geistig beeinträchtigter Menschen

5 Gestaltung einer Trauma-sensiblen Sozialen Arbeit

5.1 Lebensweltorientierung und pädagogisches Milieu

5.2 Traumapädagogik

5.3 Der Sichere Ort

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie Soziale Arbeit in Einrichtungen der Eingliederungshilfe trauma-sensibel gestaltet werden kann, um Menschen mit geistiger Beeinträchtigung, die ein erhöhtes Risiko für Gewalterfahrungen und Traumatisierungen aufweisen, besser zu unterstützen.

  • Vulnerabilität und Resilienz bei Menschen mit geistiger Beeinträchtigung
  • Formen von Gewalt und deren spezifische Auswirkungen in Einrichtungen
  • Traumapädagogische Konzepte und Methoden zur Unterstützung
  • Bedeutung der sozialen Diagnose für einen trauma-sensiblen Ansatz
  • Gestaltung eines "Sicheren Ortes" und institutionelle Rahmenbedingungen

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Klassifizierung von Trauma

Psychologie und Psychosomatik kategorisieren Trauma in Typ-I (einmalige traumatische Erlebnisse) und Typ-II (andauernde oder wiederholende traumatische Erlebnisse).

Diese erste systematische Unterscheidung basiert auf den Untersuchungen durch Terr von Traumafolgestörungen im Kindes- und Jugendalter (1991, S. 96 ff.). Ein Typ I Trauma ist ein kurzzeitiges, häufig einmaliges Trauma, das oft öffentlich stattfindet, wie z.B. ein Autounfall oder eine Naturkatastrophe. Ein Typ II Trauma findet immer wieder statt.

Ein Typ II Trauma ist in ihrem Ausmaß nicht gänzlich sichtbar. Dazu gehören Verwahrlosung und Vernachlässigung im Kindesalter, (sexueller) Missbrauch aber auch Krieg, Flucht und Folter. Zusätzlich kann in s.g. „men-made-desasters“ also interpersonelle Traumata und Traumata, die durch z.B. Naturkatastrophen verursacht sind, unterschieden werden. Die Folgen, von Menschen verursachte Traumata werden als schwerwiegender eingeschätzt (Gahleitner, Schulze & Loch, 2012, S. 7).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Prävalenz von geistigen Beeinträchtigungen und die Notwendigkeit trauma-sensibler Arbeit.

2 Begriffsbestimmung: Definition der zentralen Begriffe, insbesondere Behinderung, verschiedene Formen von Gewalt, Trauma und Traumafolgen.

3 Trauma und geistige Beeinträchtigung: Analyse der erhöhten Gefährdungslage und der spezifischen Risikofaktoren für Menschen mit Beeinträchtigungen.

4 Soziale Diagnose und Trauma: Auseinandersetzung mit der Relevanz und den Herausforderungen der sozialen Diagnostik in dieser Zielgruppe.

5 Gestaltung einer Trauma-sensiblen Sozialen Arbeit: Vorstellung praktischer Ansätze durch Lebensweltorientierung, Traumapädagogik und das Konzept des "Sicheren Ortes".

6 Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Empfehlungen für eine trauma-sensible Führungskultur.

Schlüsselwörter

Trauma-sensible Soziale Arbeit, geistige Beeinträchtigung, Eingliederungshilfe, Gewalterfahrungen, Vulnerabilität, Resilienz, Traumapädagogik, Soziale Diagnose, Diagnostik, Lebensweltorientierung, Sichere Orte, Empowerment, Unterstützung, Intervention, Institutionelle Standards.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert die Notwendigkeit und Gestaltung einer trauma-sensiblen Sozialen Arbeit in Einrichtungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die Vulnerabilität der Zielgruppe, Formen von Gewalt, Traumafolgestörungen und die Implementierung pädagogischer Konzepte sowie institutioneller Rahmenbedingungen.

Welches ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, auf Basis theoretischer Erkenntnisse Ansätze für eine trauma-sensible Praxis zu entwickeln, die den besonderen Bedürfnissen der Zielgruppe gerecht wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalysen und der Darstellung bestehender fachwissenschaftlicher Modelle und Konzepte basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden neben den Begriffsdefinitionen der Zusammenhang zwischen Trauma und Beeinträchtigung, die Relevanz der sozialen Diagnose sowie trauma-pädagogische Handlungsansätze diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Trauma-sensible Soziale Arbeit, geistige Beeinträchtigung, Eingliederungshilfe, Vulnerabilität, Soziale Diagnose und Traumapädagogik sind zentral.

Welche Rolle spielt das Konzept des "Sicheren Ortes"?

Es dient als Kernkonzept für eine Umgebung, die durch Verlässlichkeit, Transparenz und Partizipation Sicherheit bietet und damit die Grundlage für Entwicklung und Heilungsprozesse schafft.

Wie gehen Fachkräfte mit dem Phänomen "Diagnostic Overshadowing" um?

Indem sie sensibilisiert werden, auffälliges Verhalten nicht primär als behinderungstypisch abzutun, sondern die Möglichkeit einer Traumafolgestörung in Betracht zu ziehen und ggf. fachpsychiatrische Diagnostik hinzuzuziehen.

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Details

Title
Traumasensible Soziale Arbeit in der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung. Theoretische Grundlagen und praktische Ansätze
College
Fresenius University of Applied Sciences Köln  (Soziale Arbeit)
Grade
1,3
Author
Kristina Kroemke (Author)
Publication Year
2023
Pages
57
Catalog Number
V1474132
ISBN (PDF)
9783389035191
ISBN (Book)
9783389035207
Language
German
Tags
Trauma Traumatisierung Traumapädagogik pädagogisches Millieu sicherer Ort Bindung Behinderung Einschränkung Eingliederungshilfe Teilhabe Traumafolgen Traumafolgestörungen Gewalt institutionelle Gewalt häusliche Gewalt Bindungstheorie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kristina Kroemke (Author), 2023, Traumasensible Soziale Arbeit in der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung. Theoretische Grundlagen und praktische Ansätze, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1474132
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