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Deportation und Verfolgung der Russlanddeutschen in der Sowjetunion. Der Ukas vom 28. August 1941 und seine Konsequenzen

Title: Deportation und Verfolgung der Russlanddeutschen in der Sowjetunion. Der Ukas vom 28. August 1941 und seine Konsequenzen

Term Paper , 2020 , 25 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Anonym (Author)

History of Europe - Ages of World Wars
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Der Ukas vom 28. August 1941, "Über die Umsiedlung der Deutschen, die in den Wolga-Rayons leben", markierte einen einschneidenden Moment in der Geschichte der Russlanddeutschen und hatte drastische Auswirkungen auf ihre Gemeinschaft.

Diese Hausarbeit untersucht, inwiefern die ethnische Zugehörigkeit der Russlanddeutschen ausschlaggebend für ihre Deportation und Verfolgung war. Der Ukas dient dabei sowohl als primäre Quelle als auch als Wegweiser zur Beantwortung der zentralen Fragestellung. Zunächst wird der Ukas analysiert und im Kontext der bereits getroffenen Maßnahmen und Motive der Sowjetführung betrachtet. Eine ausführliche Quellenkritik und -interpretation wird vorgenommen, um die Rolle der ethnischen Zugehörigkeit zu beleuchten. Der Verlauf der Verfolgung und Deportation wird anhand von persönlichen Lebensberichten illustriert. Ein Vergleich der Repressalien, denen die Russlanddeutschen und andere ethnische Gruppen ausgesetzt waren, soll klären, ob die deutsche Vergangenheit ein besonderer Verfolgungsgrund war. Abschließend fasst das Fazit die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und beantwortet die zentrale Fragestellung. Die Arbeit stützt sich auf eine Vielzahl von Quellen, darunter Überblicksdarstellungen, Lexika, Forschungsliteratur und biografische Zeugnisse.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Ukas vom 28. August 1941: Die Vorgeschichte

2.1 Historischer Kontext: Zeitraum von 1933 bis Juni 1941

2.2 Historischer Kontext: Das Unternehmen Barbarossa und die Folgen für die Russlanddeutschen in der UdSSR

3. Der Ukas vom 28. August 1941: Eine Analyse

3.1 Analyse des Erlasses und Betrachtung der unmittelbaren Konsequenzen

3.2 Der Ukas vom 28.08.1941: Reaktion auf nationalsozialistische Einflussnahmen auf die in der Sowjetunion lebenden Deutschen?

3.3 Inwiefern machten sich die in der Sowjetunion lebenden Deutschen negativ bemerkbar und „rechtfertigten“ eventuell somit den Ukas?

4. Ablauf der Verfolgung und Deportationen

4.1 Überblicksdarstellung der erlassenen Gesetze und deren Folgen für die Russlanddeutschen im Kontext der Zwangsumsiedlungen

4.2 Der Drei-Stufen-Plan zur Aussiedlung der Russlanddeutschen nach Fleischhauer

4.3 Das körperliche und seelische Leiden der Russlanddeutschen in der Sowjetunion nach dem Ukas vom 28. August 1941

4.3.1 Das körperliche Leiden: Hunger, Krankheit und Tod

4.3.2 Das seelische Leiden: Anfeindungen und Ausgrenzung aus der Bevölkerung

4.3.3 Zwangsarbeit

4.4 Deutsche versus andere Nationalitäten in der UdSSR: Gab es einen Unterschied in der Behandlung?

5. Fazit

6. Anhang

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des Ukas vom 28. August 1941 auf die Russlanddeutschen in der Sowjetunion und analysiert, inwiefern die ethnische Zugehörigkeit der entscheidende Faktor für deren systematische Verfolgung und Deportation war.

  • Historische Einordnung der Nationalitätenpolitik unter Stalin
  • Analyse des Ukas vom 28. August 1941 als Instrument staatlicher Willkür
  • Untersuchung der Lebensbedingungen und Repressalien
  • Vergleich der Behandlung der Russlanddeutschen mit anderen ethnischen Minderheiten

Auszug aus dem Buch

3.1 Analyse des Erlasses und Betrachtung der unmittelbaren Konsequenzen

Zunächst möchte ich kurz auf die Medien eingehen, über die der Ukas veröffentlicht wurde, um in diesem Zusammenhang auch deutlich zu machen, dass insbesondere die Presse von Stalin und seinen Gefolgsleuten als Werkzeug für ihre Propaganda missbraucht wurde. Denn zwei Tage bevor der Ukas vom Staatsoberhaupt Michail Kalinin offiziell unterzeichnet wurde, wurde bereits ein interner Beschluss über die Umsiedlung der Deutschen gefasst, welcher allerdings gänzlich harmloser und sachlicher formuliert worden war. Der Ukas wurde lediglich über zwei Medien verbreitet: „Nachrichten des Obersten Sowjets der UdSSR“ und über die lokale Presse. Über diese Medien wurden durch den Ukas nun schwere Anschuldigungen verbreitet und Unterstellungen gemacht, die die Bevölkerung, so meine These, gegen die Deutschen aufbringen sollte und gleichzeitig für das Vorhaben der Regierung vorbereiten sollte, ohne dass sie Wiederstand leisten würden. Folgend möchte ich den genauen Wortlaut des Erlasses darlegen, wie er am Sonnabend, den 30. August 1941 in den „Nachrichten“ erschienen ist:

„Laut genauen Angaben, die die Militärbehörden erhalten haben, befinden sich unter der in den Wolgarayons wohnenden deutschen Bevölkerung Tausende und aber Tausende Diversanten und Spione, die nach dem aus Deutschland gegebenen Signal Explosionen in den von den Wolgadeutschen besiedelten Rayons hervorrufen sollen. Über das Vorhandensein einer solch großen Anzahl von Diversanten und Spionen unter den Wolgadeutschen hat keiner der Deutschen, die in den Wolgarayons wohnen, die Sowjetbehörden in Kenntnis gesetzt, folglich verheimlicht die deutsche Bevölkerung der Wolgarayons die Anwesenheit in ihrer Mitte der Feinde des Sowjetvolkes und der Sowjetmacht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Themas, der Fragestellung zur ethnischen Zugehörigkeit und des methodischen Vorgehens anhand von Quellen und Literatur.

2. Der Ukas vom 28. August 1941: Die Vorgeschichte: Historischer Rückblick auf die Minderheitenpolitik seit 1933 und die Auswirkungen des Unternehmens Barbarossa auf die Verfolgungssituation.

3. Der Ukas vom 28. August 1941: Eine Analyse: Kritische Untersuchung des Erlasstextes als Propagandainstrument und Prüfung der Vorwürfe gegen die Russlanddeutschen.

4. Ablauf der Verfolgung und Deportationen: Darstellung des methodischen Vorgehens der Deportationen, des Leidensdrucks durch Hunger und Zwangsarbeit sowie eines Vergleichs mit anderen ethnischen Gruppen.

5. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Ausgangsfrage, wonach die ethnische Zugehörigkeit der primäre Grund für die radikale Verfolgung durch das Stalin-Regime war.

6. Anhang: Ergänzende tabellarische Übersicht zum Verlauf der Zwangsaussiedlung der deutschen Sowjetbürger im Jahr 1941.

Schlüsselwörter

Russlanddeutsche, Sowjetunion, Stalinismus, Ukas vom 28. August 1941, Deportation, ethnische Säuberung, Nationalitätenpolitik, Zwangsumsiedlung, Zwangsarbeit, Repressalien, Propaganda, Minderheiten, Zweiter Weltkrieg, Wolgadeutsche, Geschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die systematische Verfolgung und Deportation der Russlanddeutschen in der Sowjetunion, ausgelöst durch den Ukas vom 28. August 1941.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die historische Vorgeschichte der sowjetischen Nationalitätenpolitik, die Analyse des konkreten Erlasses und die detaillierte Darstellung der daraus resultierenden Zwangsumsiedlungen und Leiden der Betroffenen.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage der Untersuchung?

Die Arbeit untersucht, inwiefern die ethnische Zugehörigkeit der ausschlaggebende Grund für die Verfolgung und Deportation der Russlanddeutschen war.

Welche wissenschaftliche Methode nutzt der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine Quellenkritik des Ukas-Textes sowie auf die Auswertung von Fachliteratur, Lexika und historischen Überblicksdarstellungen zur russischen Geschichte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit thematisiert?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Vorgeschichte (1933-1941), die inhaltliche Zerlegung des Erlasses, die Beschreibung des Deportationsablaufs und einen Vergleich mit der Behandlung anderer nationaler Minderheiten.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem ethnische Säuberung, Generalverdacht, Zwangsarbeit, Propaganda, Unternehmen Barbarossa und das Konstrukt des Feindbildes.

Welches Ziel verfolgte das Stalin-Regime laut Autor mit der Publikation des Ukas?

Der Autor argumentiert, dass der Ukas primär als Werkzeug diente, um die Bevölkerung gegen die deutschen Mitbürger aufzubringen und die ethnische Diskriminierung zu legitimieren.

Inwieweit unterschied sich die Behandlung der Russlanddeutschen von anderen Minderheiten?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Russlanddeutsche aufgrund des verinnerlichten deutschen Feindbildes und der kriegerischen Auseinandersetzung eine Form von Sonderbehandlung erfuhren, die durch besonders intensive Propaganda und brutale Repressalien geprägt war.

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Details

Title
Deportation und Verfolgung der Russlanddeutschen in der Sowjetunion. Der Ukas vom 28. August 1941 und seine Konsequenzen
College
Bielefeld University  (Fakultät für Geschichtswissenschaften, Philosophie und Theologie)
Course
Die Sowjetunion als Vielvölkerstaat und eurasisches Imperium
Grade
2,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2020
Pages
25
Catalog Number
V1474248
ISBN (PDF)
9783389031643
ISBN (Book)
9783389031650
Language
German
Tags
Deportation Sowjetunion Russlanddeutsche Verfolgung Sowjetunion als Vielvölkerstaat Hausarbeit Sowjetunion Russische Geschichte Hausarbeit Deportation Hausarbeit Russlanddeutsche Ukas
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2020, Deportation und Verfolgung der Russlanddeutschen in der Sowjetunion. Der Ukas vom 28. August 1941 und seine Konsequenzen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1474248
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