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Bildungsungleichheit in Deutschland und Österreich. Ein Vergleich der Chancengleichheit innerhalb des deutschen und österreichischen Bildungssystems anhand der PISA-Studie

Title: Bildungsungleichheit in Deutschland und Österreich. Ein Vergleich der Chancengleichheit innerhalb des deutschen und österreichischen Bildungssystems anhand der PISA-Studie

Term Paper , 2020 , 24 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anonym (Author)

Politics - Miscellaneous
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Die vorliegende Arbeit untersucht die Bildungssysteme Deutschlands und Österreichs im Kontext der Ergebnisse der PISA-Studie. PISA, das Programm zur internationalen Schülerbewertung, wurde seit 2000 in mehr als 70 Ländern durchgeführt und zielt darauf ab, die Kompetenzen von fünfzehnjährigen Schülern in verschiedenen Bereichen zu messen.

Die Ergebnisse der PISA-Studie dienen als Grundlage für die Analyse der Bildungschancen und -ungleichheiten in beiden Ländern. Es wird ein Zusammenhang zwischen dem sozioökonomischen Hintergrund der Schüler und ihren Leistungen in naturwissenschaftlichen Kompetenzen aufgezeigt. Dabei zeigt sich, dass trotz formaler Bemühungen um Chancengleichheit die sozialen und ökonomischen Unterschiede zwischen den Schülern weiterhin eine Rolle spielen.

Im deutschen Schulsystem werden strukturelle Herausforderungen wie die Vielfalt der Schulformen und die föderale Struktur beleuchtet. Besonderes Augenmerk liegt auf dem Auswahlverfahren nach der Grundschule und den finanziellen Ungleichheiten zwischen den Bundesländern.

Das österreichische Schulsystem, obwohl ähnlich dem deutschen, weist seine eigenen Besonderheiten auf, darunter die zentralisierte Bildungspolitik und die Einführung der Neuen Mittelschulen als Versuch, die Chancengerechtigkeit zu erhöhen.

Insgesamt verdeutlicht die Arbeit, dass trotz der Bemühungen um Verbesserung der Bildungschancen in beiden Ländern weiterhin Herausforderungen bestehen, die eine umfassende Reform des Schulsystems erfordern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorie

2.1 Definition der Chancengleichheit

2.2 „Die Illusion der Chancengleichheit“ nach Bourdieu und Passeron

2.3 Hypothese

3. Das Forschungsdesign der PISA-Studie

4. Die Schulsysteme im Vergleich

4.1 Das deutsche Schulsystem

4.1.1 Kritik am deutschen Schulsystem

4.2 Das österreichische Schulsystem

4.2.1 Kritik am österreichischen Schulsystem

5. Die Ergebnisse der PISA-Studie

5.1 Deutschland

5.2 Österreich

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Ausmaß der bestehenden Bildungsungleichheit in Deutschland und Österreich durch einen vergleichenden Blick auf die PISA-Ergebnisse, um zu prüfen, inwieweit das historisch gewachsene Schulsystem die Chancenungleichheit unter Schülern verfestigt.

  • Analyse der formale versus substanziellen Chancengleichheit im Bildungswesen.
  • Anwendung der soziologischen Theorie der „Illusion der Chancengleichheit“ nach Bourdieu und Passeron.
  • Vergleichende Untersuchung der strukturellen Merkmale der Schulsysteme in Deutschland und Österreich.
  • Empirische Auswertung der PISA-Studie 2015 hinsichtlich des Einflusses von sozioökonomischem Status auf den Bildungserfolg.
  • Diskussion über das Potenzial von Bildungsreformen und die Finanzierungsproblematik (Kooperationsverbot).

Auszug aus dem Buch

2.1 Definition der Chancengleichheit

Wenn es nach John Rawls ginge, müsste die gesamte Menschheit in einen Urzustand versetzt und mit einem „Schleier des Nichtwissens“ versehen werden, damit eine gesellschaftliche Chancengleichheit garantiert werden könnte (Höffe 1998). Dieses Szenario klingt zunächst sehr aufregend, könnte aber höchstens in einer utopischen Parallelwelt funktionieren. Deshalb engagieren sich seit Jahrzehnten politische Funktionäre in der realen Welt für die Maximierung der Chancengleichheit in der Gesellschaft. Dieses Unterfangen gestaltet sich von Jahrzehnt zu Jahrzehnt schwieriger, da das generelle Verständnis der Chancengleichheit und die Ansprüche zur Umsetzung dieser an den Staat vielfältiger und anspruchsvoller geworden sind (Edelstein und Hopf 2018) .Im Allgemeinen definiert sich die Chancengleichheit über zwei Verständnisse: die formale und substanzielle Form der Chancengleichheit (GKZ 2010).

Die formale Chancengleichheit beabsichtigt die Herstellung einer Zugangsgleichheit für alle. Dies impliziert die Vereinfachung bzw. ganzheitliche Beseitigung von Rechtsmechanismen, die einen fairen und gerechten Wettbewerb verhindern. Beispielweise sollen keine Unterschiede beim Geschlecht, der sexuellen Orientierung, Herkunft, Glauben oder der politischen Gesinnung vollzogen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Bildungsungleichheit in Deutschland und Österreich ein und skizziert das Ziel der Arbeit, die Ursachen für die in der PISA-Studie festgestellten Defizite zu untersuchen.

2. Theorie: Das Kapitel definiert den Begriff der Chancengleichheit und erläutert anhand von Bourdieus „Illusion der Chancengleichheit“, wie soziale Kapitalformen den Bildungserfolg beeinflussen.

3. Das Forschungsdesign der PISA-Studie: Hier werden die methodischen Grundlagen der PISA-Studie als Datenquelle für den Vergleich der Bildungssysteme in Deutschland und Österreich beschrieben.

4. Die Schulsysteme im Vergleich: Dieses Kapitel vergleicht die historischen Strukturen und aktuellen Systeme in Deutschland und Österreich sowie die daran geübte fachliche Kritik.

5. Die Ergebnisse der PISA-Studie: Es erfolgt eine empirische Auswertung der PISA-Ergebnisse für beide Länder unter Berücksichtigung des sozioökonomischen Einflusses.

6. Fazit: Das Fazit bejaht die Hypothese, dass das gegliederte Bildungssystem in beiden Ländern die Weitergabe von Bildungsnachteilen über Generationen hinweg fördert.

Schlüsselwörter

Bildungsungleichheit, Chancengleichheit, PISA-Studie, Deutschland, Österreich, Schulsystem, Bourdieu, Kapitalformen, sozioökonomischer Status, Bildungsforschung, soziale Herkunft, Bildungsreform, Leistungsniveau, Bildungsgerechtigkeit, Leistungsvarianz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Bildungsungleichheit in Deutschland und Österreich und untersucht, wie die nationalen Schulsysteme dazu beitragen, soziale Unterschiede zu zementieren.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die theoretische Definition von Chancengleichheit, der Vergleich der Schulsysteme und die Auswertung empirischer PISA-Daten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, inwiefern das historisch gewachsene Bildungssystem in Deutschland und Österreich die Chancenungleichheit der Schüler verstärkt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine theoretische Einordnung mittels soziologischer Ansätze (Bourdieu) und eine vergleichende Analyse empirischer Daten der PISA-Studie 2015.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Beschreibung der Schulstrukturen beider Länder inklusive Kritik sowie die detaillierte Analyse der PISA-Ergebnisse.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Hauptbegriffe sind Chancengleichheit, PISA, Bildungsungleichheit, soziales Kapital und die Vergleichbarkeit der Schulsysteme in Deutschland und Österreich.

Inwieweit spielt die soziale Herkunft eine Rolle laut der Arbeit?

Die Arbeit identifiziert soziale, ökonomische und kulturelle Kapitalformen als entscheidende Faktoren, die, wenn sie fehlen, zu einer Vererbung des Bildungsniveaus führen.

Warum schneiden Deutschland und Österreich vergleichsweise ähnlich ab?

Laut Autorin liegt dies an den sehr ähnlichen, historisch gewachsenen und gegliederten Schulstrukturen beider Länder, die soziale Schichten eher voneinander isolieren.

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Details

Title
Bildungsungleichheit in Deutschland und Österreich. Ein Vergleich der Chancengleichheit innerhalb des deutschen und österreichischen Bildungssystems anhand der PISA-Studie
College
University of Duisburg-Essen
Grade
1,7
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2020
Pages
24
Catalog Number
V1474258
ISBN (PDF)
9783389027646
ISBN (Book)
9783389027653
Language
German
Tags
PISA-Studie Österreich Deutschland Bildungsungleichheit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2020, Bildungsungleichheit in Deutschland und Österreich. Ein Vergleich der Chancengleichheit innerhalb des deutschen und österreichischen Bildungssystems anhand der PISA-Studie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1474258
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