In der ersten Teilaufgabe wird das Rubikon-Modell beleuchtet. Dieses wurde von den deutschen Psychologen Heinz Heckhausen und Peter M. Gollwitzer im Jahr 1987 entwickelt und findet seit dem Einsatz in der Motivationspsychologie. Das Modell erklärt, wie jemand von der Absicht ein Ziel zu erreichen, über die Handlung, abschließend zum Ziel gelangt.
Im zweiten Teil geht es um das Thema Emotionen. Nicht nur uns Menschen fällt es schwer, die aktuelle Gefühlslage in Worte zu fassen oder zu beschreiben und zu erklären, was Emotionen sind. Die Wissenschaftler und Psychologen, die auf diesem Gebiet forschen, geht es ähnlich. Der Begriff Emotion ist so komplex, dass es in der Wissenschaft keine eindeutige Definition gibt. Emotionen haben sowohl subjektive Komponenten, die ein Mensch erfahren kann, aber auch objektiv erfassbare Komponente, die Menschen ein zielgerichtetes Verhalten ermöglichen und somit dem Organismus eine Anpassung an die Lebensbedingungen ermöglicht.
Im dritten Teil geht es um Motive. Motive sind Konstrukte, die keinerlei physische Eigenschaften haben, sondern sind Konzepte, die durch Kognitionen positive Emotionen auslösen und einen Menschen seine gesetzten Ziele erreichen lässt, also der Grund für ein Verhalten. Ein Motiv bezeichnet die Bereitschaft auf ähnliche Situationen mit gleichen Mustern zu reagieren, wobei Motive der individuellen Lebenserfahrung angepasst werden können.
Inhaltsverzeichnis
Teilaufgabe 1
Teilaufgabe 2
Teilaufgabe 3
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht grundlegende Konzepte der Allgemeinen Psychologie mit einem Fokus auf Motivations- und Emotionspsychologie sowie deren Anwendung in beruflichen Kontexten. Das primäre Ziel ist es, die theoretischen Hintergründe von Handlungssteuerung, emotionaler Regulation und der Inkongruenz zwischen impliziten und expliziten Motiven darzulegen und deren Relevanz für das menschliche Wohlbefinden sowie die Arbeitswelt zu analysieren.
- Rubikon-Modell der Handlungsphasen
- Physiologische, kognitive und motorische Ebenen von Emotionen
- Emotionsarbeit in Dienstleistungsberufen
- Unterscheidung und Interdependenz von impliziten und expliziten Motiven
- Phänomen der Motivinkongruenz und deren Einfluss auf das psychische Wohlbefinden
Auszug aus dem Buch
Teilaufgabe 1
Das Rubikon-Modell wurde von den deutschen Psychologen Heinz Heckhausen und Peter M. Gollwitzer im Jahr 1987 entwickelt und findet seit dem Einsatz in der Motivationspsychologie. Das Modell erklärt, wie jemand von der Absicht ein Ziel zu erreichen, über die Handlung, abschließend zum Ziel gelangt (Eremit & Weber, 2016, S. 43–49). Den Namen des Modells haben Heckhausen und Gollwitzer aus der historischen Bedeutung des Flusses Rubikon abgeleitet. Der Rubikon bildete eine natürliche Grenze zwischen Italien und der römischen Kleinstadt Gallia Cisalpina. Das Übertreten des Rubikons führte unwiderruflich zum Krieg, welchen Gaius Julius Caesar im Jahr 49 v. Chr. somit durch das Übertreten des Flusses zwischen Ihm und Pompeius auslöste (Eremit & Weber, 2016).
Die Entscheidung Caesars, den Rubikon zu überschreiten, ging ein Abwägen der Vor- und Nachteile voraus und symbolisiert die verbindliche Festlegung der getroffenen Entscheidung und der damit verbundenen vollständigen Ausrichtung zur Realisierung des Ziels (Strobach & Wendt, 2019, S. 54–55). Ausgangspunkt der Forschung und Entwicklung des Rubikon-Modells, war für Heckhausen und Gollwitzer die Unterscheidung von Handlungszielen, zur Realisierung der Ziele und diese in einem Rahmenmodell zu integrieren. Das Rubikon-Modell ist in vier Phasen geteilt, mit denen die Motivation und Volition beschrieben werden (Moskaliuk, 2015, S. 2–4). Der Handlungsverlauf des Rubikon-Modells, von der Phase des Abwägens der Wünsche der gegebene Handlungsoptionen und der daraus resultierenden positiver und negativer Konsequenzen (prädezisionale Handlungsphase), die Phase des Planens konkreter Strategien zur Umsetzung des Ziels (präaktionale Phase), sowie die Durchführung der Strategien (aktionale Handlungsphase) und die Bewertung der Handlungsergebnisse (postaktionale Handlungsphase) werden hier näher erklärt (Heckhausen & Heckhausen, 2018, S. 357–385).
Zusammenfassung der Kapitel
Teilaufgabe 1: Dieses Kapitel erläutert das Rubikon-Modell, welches den Prozess der Zielverfolgung in vier Phasen unterteilt und die Rolle der Volition bei der Umsetzung von Wünschen in konkrete Ziele beschreibt.
Teilaufgabe 2: Hier werden die komplexen Grundlagen von Emotionen, deren wissenschaftliche Klassifizierung und die Bedeutung der Emotionsarbeit insbesondere in Dienstleistungsberufen detailliert dargestellt.
Teilaufgabe 3: Dieser Abschnitt widmet sich der Differenzierung zwischen impliziten und expliziten Motiven, erklärt das Konzept der Motivinkongruenz und beleuchtet deren negative Auswirkungen auf das emotionale Wohlbefinden.
Schlüsselwörter
Rubikon-Modell, Motivation, Volition, Handlungsphasen, Emotionspsychologie, Emotionale Regulation, Emotionsarbeit, Implizite Motive, Explizite Motive, Motivinkongruenz, Psychisches Wohlbefinden, Selbstregulation, Leistungsziel, Handlungsaufführung, Persönlichkeitsindikatoren.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Einsendeaufgabe grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit zentralen psychologischen Konstrukten, die erklären, wie Menschen ihr Handeln motivieren, Emotionen regulieren und wie unterschiedliche Motivsysteme ihr langfristiges Wohlbefinden beeinflussen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit fokussiert sich auf das Rubikon-Modell der Handlungssteuerung, die Emotionspsychologie sowie die Unterscheidung zwischen impliziten und expliziten motivationalen Systemen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die fundierte theoretische Aufarbeitung der Mechanismen, die menschliches Verhalten initiieren, aufrechterhalten und bewerten, um ein tieferes Verständnis für psychische Prozesse im Alltag und Berufsleben zu ermöglichen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse wissenschaftlicher Fachpublikationen und Standardwerke der Psychologie basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Handlungsphasen (Rubikon-Modell), die Ebenen emotionaler Prozesse inklusive Emotionsarbeit sowie die Dynamik von Motivkongruenz und Inkongruenz.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das vorliegende Dokument?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Motivinkongruenz, Emotionsarbeit, Motivationspsychologie, Volition und Emotionsregulation charakterisiert.
Wie unterscheidet das Dokument zwischen impliziten und expliziten Motiven?
Explizite Motive sind bewusst reflektierte Selbstbilder, während implizite Motive unbewusste, durch affektive Erfahrungen geprägte Bereitschaften sind, die bevorzugt in schwierigen Situationen unser Verhalten steuern.
Warum kann Motivinkongruenz zu psychischen Belastungen führen?
Wenn die Ziele einer Person (explizit) nicht mit ihren unbewussten Bedürfnissen (implizit) übereinstimmen, entsteht ein motivationaler Konflikt, der die Energie zur Zielerreichung mindert und das emotionale Wohlbefinden langfristig verschlechtern kann.
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- Anonym (Author), 2021, Das Rubikon-Modell, Emotionen und Motive, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1474348