Die Analogien von Sprache und Kunst, die Rolf Wedewer in seinem Buch "Zur Sprachlichkeit von Bildern" herausarbeitet, werden in dieser Arbeit auf den Sachverhalt des bildnerischen Gestaltens des Kindes angewendet. Dies führt zu der Erkenntnis, dass jede einzelne Entwicklungs- und Stilstufe des bildnerischen Gestaltens des Kindes eine spezifische Sprachlichkeit aufweist, die weitestgehend einer bestimmten Stufe seiner sprachlichen Entwicklung entspricht. Sprachlichkeit ist in diesem Sinne auch für die Kinderzeichnung ein wesentliches Moment. Sie ist konstitutiv für den Sinnzusammenhang der einzelnen bildnerischen Elemente.
Inhaltsverzeichnis
- Transformierung der Wirklichkeit
- Ästhetische Vertextung
- Sublimierung von Erfahrung im Kunstwerk
- Ästhetische Einstellung
- Loslösung von der Hier-und-Jetzt-Situation
- Die Oberflächen- und Tiefenstruktur des Bildes
- Analogien für das Sprechen im Bild
- Die sprachanalogen Gegenstandswörter im Bild
- Die sprachanalogen Präpositionen
- Die sprachanalogen Adjektive und die Funktion der Farbe im Bild
- Die Analogie für die Intonation im Bild
- Die sprachanalogen Verben im Bild
- Der Bildsatz und seine Erschließung
- Zur Sprachlichkeit von Kinderzeichnungen
- Die Entwicklung des bildnerischen Gestaltens und die Sprachentwicklung des Kindes
- Lallmonologe, Echolalie und Kritzelstufe
- Einwortsätze und Streubildstufe
- Mehrwortsätze und Standflächen- und Standlinienbild
- Flexionen und Schrägbildstufe
- Richtiges Sprechen und Horizontbildstufe
- Intonation und farbiges Gestalten
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit der Sprachlichkeit von Bildern, insbesondere im Kontext der Kinderzeichnung. Sie untersucht die Analogien zwischen Sprache und Bild und analysiert, wie diese in der Entwicklung des kindlichen Gestaltens zum Ausdruck kommen.
- Die ästhetische Vertextung von Objekten und Sachverhalten in Sprache und Bild
- Die Rolle von Metaphern und anderen sprachlichen Elementen in der Bildinterpretation
- Die Analogien zwischen sprachlichen Kategorien (wie z. B. Substantive, Adjektive, Verben) und bildnerischen Gestaltungselementen
- Die Entwicklung der Sprachlichkeit in Kinderzeichnungen und deren Zusammenhang mit der Sprachentwicklung des Kindes
- Die Bedeutung von Farbe und Form in der Bildsprache
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel untersucht die ästhetische Vertextung von Objekten und Sachverhalten in Sprache und Bild, wobei der Fokus auf die Rolle von Metaphern in der lyrischen Sprache und deren Beziehung zur Malerei liegt. Kapitel zwei betrachtet die Oberflächen- und Tiefenstruktur des Bildes und zeigt auf, wie diese durch verschiedene Gestaltungselemente geprägt wird. Kapitel drei beleuchtet die Analogien zwischen Sprache und Bild, indem es die sprachanalogen Elemente des Bildes (z. B. Gegenstandswörter, Präpositionen, Adjektive) untersucht. Das vierte Kapitel befasst sich mit dem Bildsatz und dessen Erschließung. Das fünfte und letzte Kapitel analysiert die Sprachlichkeit von Kinderzeichnungen, wobei die Entwicklung des bildnerischen Gestaltens und die Sprachentwicklung des Kindes im Fokus stehen.
Schlüsselwörter
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den Themen Sprachlichkeit von Bildern, Kinderzeichnung, Bildsprache, ästhetische Vertextung, Analogien zwischen Sprache und Bild, Metaphern, Gestaltungselemente, Farbsymbolik, Sprachentwicklung, bildnerisches Gestalten.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet "Sprachlichkeit von Bildern" nach Rolf Wedewer?
Es beschreibt die Analogie zwischen sprachlichen Strukturen und bildnerischen Elementen, wobei Bilder als eine Form von "visueller Sprache" verstanden werden.
Wie hängen Kinderzeichnungen und Sprachentwicklung zusammen?
Die Arbeit zeigt auf, dass jede Entwicklungsstufe der Kinderzeichnung (z. B. Kritzelstufe, Streubild) einer spezifischen Stufe der sprachlichen Entwicklung entspricht.
Was sind sprachanaloge Gegenstandswörter im Bild?
Dies sind bildnerische Elemente, die im Bildgefüge eine ähnliche Funktion wie Substantive in einem Satz übernehmen und Objekte benennen.
Welche Rolle spielt die Farbe in der Bildsprache?
Farben wirken oft wie Adjektive oder die Intonation in der Sprache; sie verleihen den Objekten Eigenschaften und erzeugen eine spezifische Stimmung.
Was versteht man unter der "ästhetischen Vertextung"?
Es beschreibt den Prozess, bei dem Erfahrungen und Wirklichkeit in Kunstwerke transformiert werden, ähnlich wie Erlebnisse in Texten verarbeitet werden.
- Citar trabajo
- M.A. Arnold Wohler (Autor), 1989, Die Sprachlichkeit von Bildern nach Wedewer und Analogien in der Kinderzeichnung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147464