Für die aktuelle Stunde ist es von Bedeutung, dass die Schüler verstehen, dass der menschliche Körper bestimmte Dinge zum Überleben braucht. Die menschliche Nahrung wird dafür in sieben Gruppen (Bausteine) eingeteilt. Diese Gruppen orientieren sich zwar auch an den enthaltenen Nährstoffen, jedoch wurden zusätzliche Gruppen, wie Obst, Gemüse oder auch Getränke aus den anderen Gruppen heraus gebildet. Diese Einteilung ist für die Schüler besser nachvollziehbar. Es soll ihnen verdeutlicht werden, dass alle Bausteine unserer Ernährung wichtig sind, und dass alle zusammen helfen, dass wir gesund bleiben und uns wohl fühlen. Die einzelnen Bausteine sind, auch wenn sie nicht der eigentlichen Nahrungspyramide entsprechen, in ihrer Größe dennoch so gewählt, dass sie den Schülern verdeutlichen, dass man von bestimmten Bausteinen mehr essen soll, als von anderen.
Auf eine Einführung der Begriffe Kohlenhydrate und Eiweiß wird daher verzichtet.
Der Mahlvorgang selbst wird in dieser Stunde inhaltlich nicht näher thematisiert. Die Schüler sollen sich experimentierend mit den verschiedenen Arbeitsmaterialien auseinandersetzen und dabei Einblicke erhalten, wie man aus Getreide Mehl gewinnen kann, und dass es dazu teils schwerer Arbeit bedarf. Ein Verweis darauf, dass man Mehl heute industriell gewinnt und nicht mehr unter Einsatz großer Körperkraft selbst mahlt, bleibt eventuell nicht aus, soll aber nicht weiter thematisiert werden.
Inhaltsverzeichnis
1 LERNVORAUSSETZUNGEN
1.1 Schülerbeschreibung
2 KLÄRUNG DER SACHE
2.1 Sachanalyse
2.2 Didaktische Reduktion
3 EINORDNUNG DER STUNDE
3.1 In den Bildungsplan der Grundschule
3.2 In die Unterrichtsreihe
4 LERNZIELE
4.1 Leitziel für das Unterrichtsvorhaben
4.2 Übergeordnetes Stundenziel
4.3 Teilkompetenzen
4.3.1 Kompetenzen auf sachlicher Ebene
4.3.2 Kompetenzen auf sprachlich- kommunikativer Ebene
4.3.3 Kompetenzen auf methodischer Ebene
4.3.4 Kompetenzen auf sozialer Ebene
5 METHODISCH-DIDAKTISCHE ÜBERLEGUNGEN
5.1 Schülerbezug/ Alltagsbezug
5.1.1 Gegenwartsbedeutung
5.1.2 Zukunftsbedeutung
5.2 Verlaufsplanung
6 UNTERRICHTSVERLAUFSSKIZZE
7 SITZPLAN
8 LITERATUR
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Unterrichtsvorbereitung zielt darauf ab, Schülern der zweiten Klasse durch praktisches Experimentieren den Zusammenhang zwischen Getreide und Mehl näherzubringen. Die zentrale Forschungsfrage bzw. das Problem der Stunde lautet: „Wo ist das Mehl im Getreide versteckt und wie kommt man da dran?“
- Ernährungsbildung und das Konzept der „Bausteine unserer Ernährung“.
- Die Bedeutung von Getreide als Grundnahrungsmittel.
- Experimentelles Lernen durch den praktischen Mahlvorgang mit verschiedenen Hilfsmitteln.
- Förderung der sozialen Kompetenz und Dialogfähigkeit in der Gruppenarbeit.
- Reflexion des eigenen Handelns und Bewertung von Arbeitsprozessen.
Auszug aus dem Buch
Der Mahlvorgang: Vom Reibstein zur Mühle
Ehe Getreide in gewerblichen und industriellen Betrieben vermahlen wurde, kannten die Völker des Altertums die Mahlkunst, wobei sie sich primitiver Hilfsmittel bedienten (z. B. Reibsteine). Verfeinerte Formen dieser Hilfsmittel waren die von den Ägyptern und Griechen verwendeten Mörser und Stößel. (In Hinterindien wird heute noch die Form des Kornstampfens angewendet). Steinreibmühlen sowie Handdrehmühlen waren weitere Vorgänger, wobei erst die Römer die Handmühle erfanden. Das Verfahren beruht auf dem Prinzip zwei übereinanderliegender, flacher Steine, von denen der obere beweglich war. Zunächst wurde dieser Stein von Sklaven, später von Tieren in Bewegung gehalten. Menschliche oder tierische Kraft wurde später durch die Ausnutzung hydraulischer Kraft für die Zerkleinerung der Getreidekörner ersetzt. Die Mühle entstand. Im Laufe der Zeit wurde die Idee der Mühle weiter ausgefeilt, das Prinzip des Mahlverfahrens ändert sich jedoch nie (vgl. SEYBERT 1995).
Zusammenfassung der Kapitel
1 LERNVORAUSSETZUNGEN: Behandelt die spezifische Ausgangslage der Lerngruppe im Kontext der Sonderschulpädagogik.
2 KLÄRUNG DER SACHE: Liefert die fachwissenschaftliche Analyse der Ernährung sowie die didaktische Reduktion der Inhalte für das zweite Schuljahr.
3 EINORDNUNG DER STUNDE: Verortet das Thema im Bildungsplan Baden-Württemberg und innerhalb der gewählten Unterrichtsreihe.
4 LERNZIELE: Definiert die angestrebten fachlichen, sprachlichen, methodischen und sozialen Kompetenzen der Stunde.
5 METHODISCH-DIDAKTISCHE ÜBERLEGUNGEN: Begründet die Wahl der Methoden und den Bezug zum Alltag und zur Zukunftsbedeutung für die Kinder.
6 UNTERRICHTSVERLAUFSSKIZZE: Detaillierte Darstellung der geplanten Phasen, Zeitvorgaben und Medien.
7 SITZPLAN: Grafische Skizze der räumlichen Organisation für den Unterricht.
8 LITERATUR: Auflistung der verwendeten Fachliteratur und Quellen für den Unterrichtsentwurf.
Schlüsselwörter
Sachunterricht, Ernährung, Getreide, Mehl, Mahlvorgang, Unterrichtsvorbereitung, Grundschule, Sonderschule, Kompetenzorientierung, Gruppenarbeit, Alltagswelt, Nahrungsmittel, Ernährungserziehung, Experimentieren, Bausteine der Ernährung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit ist ein Entwurf für einen Unterrichtsbesuch an einer Sonderschule, in dem es um den Zusammenhang zwischen Getreide und Mehl geht.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Mittelpunkt stehen die Ernährungsgewohnheiten von Kindern, das Thema Getreide und die praktische Gewinnung von Mehl als Nahrungsmittel.
Was ist das primäre Ziel der Stunde?
Die Schüler sollen das Problem „Wo ist das Mehl versteckt?“ handlungsorientiert lösen, indem sie verschiedene Mahlwerkzeuge erproben und reflektieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um einen handlungsorientierten Ansatz, bei dem Experimentieren und die Reflexion von Arbeitsprozessen im Vordergrund stehen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Sachanalyse, eine didaktische Reduktion, die Einordnung in den Bildungsplan sowie eine detaillierte Verlaufsplanung für die Unterrichtseinheit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind Sachunterricht, Ernährung, Getreide, Mahlvorgang und handlungsorientiertes Lernen.
Warum wird der Mahlvorgang nicht theoretisch erläutert?
Die Lehrperson möchte, dass die Schüler eigene Lösungsstrategien entwickeln, anstatt ihnen das Wissen durch eine direkte Erklärung vorwegzunehmen.
Wie werden die sozialen Kompetenzen gefördert?
Durch die Arbeit in Kleingruppen und die anschließende Reflexion der Einhaltung von Gruppenregeln, moderiert durch die Lehrkraft.
Welche Rolle spielt die Reflexion am Stundenende?
Die Reflexion dient der Würdigung der Schülerarbeit und fördert die Dialogfähigkeit, indem die Kinder ihr Handeln gemeinsam bewerten.
Warum wird ein Stuhlhalbkreis genutzt?
Er ermöglicht die bestmögliche Sicht auf alle Sprecher und verringert den Abstand zwischen den Gesprächsteilnehmern, was besonders in der Sonderschulpädagogik wichtig ist.
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- Carolin Wink (Author), 2009, Wo ist das Mehl im Getreide versteckt und wie kommt man da dran? - MNK-Sachunterricht in der 2. Klasse einer Schule für Hörgeschädigte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147501